Payline ist ein vollständig mobiles Bezahlsystem, das bargeldlose Zahlungen direkt über das Smartphone ermöglicht und den Zahlungsprozess für Händler:innen einfach, fair und transparent gestaltet. Als Teil des Pioneers Club entwickelt das Team Payline in engem Austausch mit Mentor:innen und Partnern weiter und treibt so den Aufbau einer modernen europäischen Payment-Infrastruktur voran
Wie ist Payline entstanden und wer sind die Menschen hinter der Idee eines vollständig mobilen Bezahlsystems?
Payline ist aus einer einfachen Frage entstanden. Tobi und ich haben uns gefragt, warum Bezahlen in Europa noch immer stark an Bargeld gebunden ist. Während meiner Zeit in China und später in der Schweiz habe ich erlebt, wie selbstverständlich mobiles Bezahlen dort bereits ist.
Daraus entstand unser Anspruch, bargeldlose Zahlungen für jeden einfach, fair und wirklich zugänglich zu machen.
Hinter Payline steht ein junges Team mit Erfahrung in FinTech sowie im Retail und in der Gastronomie. Durch meine Zeit bei luca und die enge Arbeit an POS Prozessen entwickeln wir Payline praxisnah und konsequent aus dem Alltag von Händler:innen und Nutzer:innen heraus.
Welche Vision verfolgen Sie mit Payline und wie möchten Sie den stationären Handel langfristig verändern?
Wir bauen die Grundlage für eine eigene, moderne europäische Payment-Infrastruktur. Ein System, das sich für Nutzer:innen so selbstverständlich anfühlt wie Kartenzahlung, aber wirklich europäisch gedacht ist, also souverän, sicher und fair.
Gleichzeitig ist unsere Vision sehr konkret. Wir möchten, dass die kleine Bäckerei, das Café oder der Marktstand genauso einfach Zahlungen annehmen können wie ein großer Konzern. Heute verlieren viele Händler:innen Zeit und Energie durch komplexe Verträge, intransparente Gebühren und veraltete Systeme.
Für welche Händler:innen ist Payline besonders geeignet und wie erfüllen Sie deren Wunsch nach einfachen und kostengünstigen Zahlungsprozessen?
Payline richtet sich besonders an Händler:innen, die heute oft zu kurz kommen, etwa mit kleinen Warenkörben, geringem Volumen oder schlechten Erfahrungen mit bestehenden Zahlungsanbietern gemacht haben. Viele von ihnen möchten bargeldlose Zahlungen anbieten, scheitern aber an hohen Kosten oder komplizierten Vertragsmodellen.
Genau hier setzen wir an. Payline läuft nativ auf dem Smartphone. Es braucht keine zusätzliche Hardware, keine Gerätmiete und keine Einstiegshürde. Mit unserer mobilen Zahlungsmethode oneNow machen wir den gesamten Zahlungsprozess so einfach und kosteneffizient wie möglich, ohne die Händler:innen in neue Abhängigkeiten zu bringen.
Wie gelingt es Ihnen, eine Lösung ohne Hardware, Grundgebühr und Vertragslaufzeit anzubieten, die trotzdem verlässlich funktioniert?
Wir haben Payline von heute aus gedacht und nutzen mit oneNow direkt die PSD2- und SEPA-Schnittstellen der EU. Dadurch umgehen wir viele Schritte klassischer Kartenzahlungen und können Transaktionen je nach Anwendungsfall bis zu zwanzigmal günstiger abwickeln.
Da Payline vollständig auf dem Smartphone läuft, ist keine zusätzliche Hardware notwendig. Gleichzeitig basiert unsere Infrastruktur auf etablierten europäischen Standards und ist dadurch sicher, stabil und verlässlich.
Was macht Payline einzigartig im Vergleich zu bestehenden bargeldlosen Zahlungssystemen?
Payline ist innovativ, ohne bestehende Gewohnheiten zu brechen. Unsere App kombiniert klassische Kartenzahlungen mit unserer Account-to-Account-Lösung oneNow. Händler:innen können beides anbieten und Kund:innen zahlen so, wie es sich für sie natürlich anfühlt.
Der Übergang passiert dabei ganz bewusst schrittweise. Über unsere Kunden-App mit Funktionen wie Cashback oder einfachen Peer-to-Peer-Zahlungen erleben Nutzer:innen, dass oneNow nicht nur günstiger, sondern auch praktischer ist. Viele wechseln dadurch ganz von selbst.
Diese Verbindung aus Vertrautem und Neuem macht Payline einzigartig. Wir respektieren bestehende Zahlungsgewohnheiten und öffnen gleichzeitig die Tür zur nächsten Generation von Payments.
Mit welchen Herausforderungen waren Sie beim Aufbau von Payline bisher konfrontiert und wie haben Sie diese gemeistert?
Der Payment-Markt ist groß, stark reguliert und komplex. Als junges Startup kann man hier schnell den Überblick verlieren. Uns war deshalb früh klar, dass wir diesen Weg nicht allein gehen. Wir haben uns von Anfang an einen großen deutschen Acquirer sowie mehrere Startups aus der Branche als strategische Partner gesucht.
Wie stellen Sie sicher, dass Zahlungen wirklich sicher bleiben, wenn alles über das Smartphone läuft?
Sicherheit ist für uns kein Feature, sondern die Grundlage von Payline. Entscheidend ist, dass das Geld zu jeder Zeit entweder auf dem Bankkonto der Kund:innen oder der Händler:innen liegt. Wir selbst halten niemals Kundengelder.
Unsere Lösung basiert auf etablierten europäischen Standards wie PSD2 und SEPA, wodurch wir mit über 5.000 EU Banken zusammenarbeiten können. Zusätzlich setzen wir bewusst auf ein europäisches Setup. Unsere Partner, Daten und Server befinden sich in Deutschland. Für uns bedeutet modernes Payment vor allem Transparenz, Sicherheit und Vertrauen.
Welche technologischen Weiterentwicklungen planen Sie für Payline?
Unser Ziel ist es, Payline schrittweise zu einer echten All-in-one-Plattform zu entwickeln, nicht nur fürs Bezahlen, sondern für den gesamten Zahlungs- und Verkaufsprozess.
Künftig wird sich Payline auch nahtlos in bestehende Terminal- und POS-Infrastrukturen integrieren lassen. So können wir perspektivisch auch größere Retail- und Gastro-Betriebe bedienen, ohne dass sie ihre Hardware austauschen müssen.
Darüber hinaus arbeiten wir an Funktionen rund um Loyalty, Cashback, Kundenkommunikation sowie After Sales Themen wie Belege oder Auswertungen. Wichtig ist uns dabei immer, dass jede neue Funktion Arbeit abnimmt und keine neue Komplexität schafft.
Wie möchten Sie das Bezahlen für kleine Läden langfristig attraktiver machen?
Langfristig soll Payline kleinen Läden nicht nur helfen, Zahlungen anzunehmen, sondern sie aktiv dabei unterstützen, mehr Umsatz und Stammkundschaft aufzubauen. Der Schlüssel dafür ist, mehr Kund:innen zu oneNow hinzubewegen, nicht durch Zwang, sondern durch echten Mehrwert.
Welche drei Ratschläge geben Sie anderen Gründerinnen im Zahlungsbereich?
Erstens, holt euch früh starke Partner an Bord. Der Payment-Markt ist hochreguliert und niemand gewinnt ihn allein.
Zweitens, validiert Idee und technisches Konzept, bevor ihr baut. Compliance-Fragen früh zu klären spart enorm viel Zeit.
Drittens, baut extrem nah an echten Nutzerproblemen. Wer Payments wirklich vereinfacht, hat langfristig die größte Chance, relevant zu bleiben.
Welche Rolle spielt der Pioneers Club für Payline?
Der Pioneers Club ist für uns aktuell ein wichtiger Incubator/Accelerator. Besonders wertvoll sind die Mentor:innen aus der Branche und der Zugang zu einem starken Netzwerk aus Expert:innen und Investor:innen, das uns hilft, schneller und fokussierter voranzukommen.
Welche Angebote nutzen Sie dort besonders intensiv?
Vor allem die Mentor:innen und die Events. Der direkte Austausch hilft uns, bessere Entscheidungen zu treffen und unser Netzwerk gezielt auszubauen.
Wie unterstützt Sie das Umfeld im Pioneers Club bei der Weiterentwicklung von Payline?
Die Atmosphäre ist offen, unternehmerisch und sehr praxisnah. Man trifft Menschen, die selbst bauen, skalieren oder investieren. Dadurch werden Gespräche schnell konkret und oft entstehen daraus direkt neue Partnerschaften.
Teambild Bildcredits Payline
Wir bedanken uns bei Jackie Weijie und Cheng Tobias Kuffert für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.
Premium Start-up: Payline

Kontakt:
Payline GmbH
August-Bebel-Str. 89
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https://www.payline.one/
https://pos.payline.one/
info@payline.one
Ansprechpartner: Jackie W. Cheng






















