syntik entwickelt praxisnahe Lösungen für generative KI, mit denen Unternehmen AI Agenten gezielt in betriebliche Prozesse integrieren und so Effizienz sowie Entscheidungsqualität messbar steigern
Was macht die syntik GmbH aus Ihrer Sicht im Kern und welche Kompetenzen bringen die Menschen mit, die hinter dem Unternehmen stehen?
Syntik steht für die produktive Umsetzung generativer KI in betriebliche Prozesse. Im Kern entwickeln wir GenAI-Lösungen, die auf realen Herausforderungen im Unternehmensalltag basieren. Und das mit einem klaren Fokus auf Effizienz, Transparenz und operativen Mehrwert.
Das Team hinter syntik vereint Erfahrung aus den Bereichen Wirtschaftsinformatik, Prozessautomatisierung und Industrie-KI.
Im Zentrum der Lösungen stehen konkrete Use Cases wie etwa:
- Automatisierter Abgleich von Ausschreibungen mit dem internen Leistungskatalog, um Chancen im Vertrieb schneller zu erkennen
- Automatisierte Bearbeitung technischer Kundenanfragen, z. B. in Form von Lastenheften oder technischen Zeichnungen, inklusive Vorstrukturierung zur Weiterverarbeitung in ERP-Systemen
- Forecasts zur Bedarfserkennung, etwa zur frühzeitigen Planung von Ersatzteilen oder Ressourcen in der Instandhaltung
- Automatisierte Kundenkommunikation via KI-gestützter Textverarbeitung im Support oder Vertrieb
- Entwicklung interner Assistenzsysteme für Normen/Richtlinien, die Fachabteilungen durch intelligente Vorschlagslogik und Dokumentenanalyse entlasten
Wie ist syntik entstanden und welches konkrete Problem in Unternehmen wollten Sie von Anfang an lösen?
Syntik ist aus dem Bedarf entstanden, dass wir während unserer Zeit in der Beratung immer wieder den Bedarf und das Interesse an generativer KI festgestellt haben, aber die Umsetzung fehlte mit klaren KI-Agenten, die wiederholbar auf spezifische betriebliche Prozesse replizierbar sind. Wir fahren den Ansatz wie es Parloa für AI VoiceBots machen, jedoch nur mit Fokus auf AI Agenten in betrieblichen Prozessen (vgl. AI Agenten oben).
Viele Organisationen wissen um das Potenzial von GPT & Co., aber es fehlt an einem strukturierten Weg von der Idee zur Anwendung.
Wir wollten genau diese Brücke schaffen zwischen technologischem Fortschritt und tatsächlichem Einsatz entlang der betrieblichen Wertschöpfung. Weniger Management, mehr Umsetzung von GenAI.
Ihre Lösungen basieren stark auf konkreten Use Cases. Warum ist dieser praxisnahe Ansatz für syntik so zentral?
Weil KI nur dort Wirkung entfaltet wo sie ein echtes Problem letztlich löst. Unser Ansatz ist es, immer mit dem Prozess zu starten und nicht mit der Technologie.
Ob technische Kundenanfragen, Ausschreibungsvergleiche oder interne Wissenssysteme. Jeder unserer Use Cases bzw. AI Agenten ist darauf ausgerichtet, operative Zeit zu sparen, Fehler zu reduzieren oder Entscheidungen zu verbessern. KI wird dadurch nicht zum Selbstzweck, sondern zum Hebel für echte Prozessverbesserung
Welche Vision verfolgen Sie mit syntik im Bereich KI und Daten. Und wie übersetzen Sie diese Vision in reale Anwendungen im Alltag Ihrer Kunden?
Unsere Vision ist es, generative KI so verfügbar und nutzbar zu machen wie „klassische IT-Anwendungen“, überall dort wo Sprache, Dokumente oder Wissen im Spiel sind.
Das gelingt uns indem wir skalierbare Lösungen entwickeln, die sich modular in bestehende Systeme integrieren lassen. Sei es im technischen Service, im Vertrieb oder im Einkauf.
Unsere Anwendungen entstehen gemeinsam mit den Fachabteilungen und orientieren sich an ihren täglichen Herausforderungen.
An welche Unternehmen richtet sich syntik vor allem und welche typischen Herausforderungen begegnen Ihnen dort immer wieder?
Wir arbeiten schwerpunktmäßig mit Unternehmen aus dem industriellen Umfeld, oft im Maschinenbau, technischen Dienstleistungen, Automotive, Kunststoffverarbeitung, aber auch Chemie, Lebensmitttelindustrie, Versicherungen und öffentliche Verwaltungen berücksichtigen wir.
Dort treffen wir immer wieder auf ähnliche Herausforderungen. Hohe Informationsdichte, komplexe Abläufe, zeitintensive Kommunikation, aber auch den Wunsch Innovation praxisnah umzusetzen. Genau hier setzt syntik mit umsetzungsfähigen AI Agents an.
Der automatisierte Abgleich von Ausschreibungen mit internen Leistungskatalogen ist ein Anwendungsfall. Welchen Mehrwert schafft das konkret für Vertriebsteams?
Vertriebsteams benötigen für Bearbeitung einer Ausschreibung häufig mehrere Tage, weil sie zu umfangreich, technisch komplex oder kurzfristig sind. Unsere Lösung erkennt automatisch relevante Abschnitte, gleicht sie mit dem internen Leistungskatalog ab und vervollständigt diesen.
So entsteht ein messbarer Geschwindigkeitsvorteil in der Angebotsbewertung, bei gleichzeitiger Entlastung der Teams.
Viele Ihrer Lösungen greifen tief in bestehende Prozesse wie ERP Systeme oder Instandhaltung ein. Was sind dabei die größten Hürden in der Umsetzung?
Die größte Herausforderung liegt meist nicht in der Technik selbst, sondern in der Datenstruktur und Prozessklarheit. Viele Systeme sind über die Zeit gewachsen, Informationen liegen verteilt vor.
Unsere Aufgabe ist es, diese Datenlagen nutzbar zu machen, die AI Agenten gezielt anzubinden und einen stabilen Übergang zwischen bestehenden Workflows und neuen Lösungen zu schaffen, ohne Medienbrüche oder Silodenken. ERP-Systeme sind selbst sehr komplex und viel Individualentwicklung, das muss entsprechend berücksichtigt werden.
Was unterscheidet syntik von klassischen IT oder KI Beratungen. Wo liegt Ihr klarer USP?
Wir sind weder ein reines Beratungsunternehmen noch ein klassischer Softwareanbieter. Syntik verbindet technologische Umsetzung mit strategischer Prozesssicht und das ausschließlich im Bereich generativer KI.
Unser USP liegt in der Kombination aus methodischer Herangehensweise, tiefem Verständnis für Geschäftsprozesse und einem klaren Fokus auf einsatzbereite GenAI-Lösungen. Skalierbar, integriert und auch schnell anwendbar. Wir wollen Prozesse neu gestalten und sie nicht lediglich optimieren.
Wie stellen Sie sicher, dass KI Lösungen wie automatisierte Kundenkommunikation oder interne Assistenzsysteme fachlich zuverlässig bleiben?
Wir arbeiten mit kontrollierten Wissensräumen, rollenbasierter Validierung und einem durchgängigen Feedback-Loop aus den Fachbereichen. Unsere Modelle basieren auf validierten Unternehmensdaten, nicht auf offenen Quellen. Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass kritische Antworten nachvollziehbar sind und von den Fachabteilungen überprüft werden können. So bleibt die KI fachlich sicher und auch operational effektiv. Natürlich wissen wir auch, dass nicht jede Lösung eine 100% Genauigkeit besitzt. Daher sagen wir auch stets „Human in the Loop“.
Welche Rolle spielt das Thema Skalierbarkeit bei Ihren Lösungen. Gerade bei Forecasts oder der Verarbeitung technischer Anfragen?
Skalierbarkeit ist ein zentrales Designprinzip. Unsere Lösungen sind so konzipiert, dass sie mitwachsen, ob bei der steigenden Datenmenge, wachsenden Produktportfolios oder zusätzlichen Fachbereichen. Gerade bei Forecasts, Ersatzteilbedarfen oder der Vorstrukturierung technischer Kundenanfragen macht das den Unterschied zwischen einem Prototyp und einem produktiven System. Wir haben ein technisches Fundament aufgebaut und erweitern dieses, entsprechend können solche Use Cases schnell umgesetzt werden.
Wohin soll sich syntik in den kommenden Jahren entwickeln. Gibt es neue Use Cases oder Branchen, die für Sie besonders spannend sind?
Wir sehen großes Potenzial in der Automatisierung von Qualitätssicherungsdokumenten, technischen Anleitungen, Ausschreibungen, Forecasts. Vor allem in regulierten oder dokumentationsintensiven Branchen wie Chemie, Pharma, Sondermaschinenbau, Industrie, Kunststoffverarbeitung, Metallverarbeitung und Automotive wollen wir uns etablieren.
Langfristig wollen wir unsere Plattform weiter öffnen für modulare KI-Bausteine und standardisierte GenAI Use Cases, die sich schnell produktiv einsetzen lassen.
Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein technologiegetriebenes Unternehmen aufbauen wollen?
Problemlösung vor Technologie: Starte nie einfach mit einem Tool, sondern immer mit dem echten Problem im Unternehmen. Tempo geht immer vor Perfektion: Iteratives Vorgehen und schnelle Prototypen bringen dich schneller zu echten Lösungen als monatelange Planung. Fokus ist der Schlüssel, lieber ein Thema richtig lösen als zehn Themen halbgar bedienen. Klarer Fokus bringt Klarheit im Produkt und dann auch im Markt.
Bildcredits @privat
Wir bedanken uns bei Mert Erdogan für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.
Premium Start-up: syntik

Kontakt:
syntik GmbH
Spandauer Straße 40
D-57072 Siegen
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Ansprechpartner: Mert Erdogan























