Zander Labs – erste Demonstration eines neuartigen, vollständig integrierten pBCI-Systems gelungen
Das deutsch-niederländische Unternehmen Zander Labs hat kürzlich die erste praktische Demonstration seines neuen, vollständig integrierten passiven Brain Computer Interface-Systems (pBCI) bekannt gegeben. Damit ist Zander Labs innerhalb der BCI-Branche nun ganz vorne mit dabei – mit einer Technologie, die es KI-Systemen ermöglicht, menschlichen Kontext zu verstehen und sich besser an kognitive Zustände anzupassen. Wir haben uns mit Jonathan Zwaan, CEO von Zander Labs, getroffen, um mehr über den neuesten Fortschritt des Unternehmens zu erfahren, der für die interne Produktentwicklung einen bedeutenden Meilenstein darstellt.
Herr Zwaan, Zander Labs hat kürzlich in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass es einen entscheidenden Durchbruch im Bereich pBCI erzielt hat. Könnten Sie das unseren Lesern einmal näher erläutern?
Jonathan Zwaan (CEO von Zander Labs): Sehr gerne. Unser Produktentwicklungsteam hat einen entscheidenden Durchbruch im Bereich pBCI erzielt: die erfolgreiche Demonstration eines vollständig integrierten pBCI-Systems, mit dem ein Computer Ihre Gehirnsignale lesen, entschlüsseln und verstehen kann – etwa wie Sie sich fühlen oder wie intensiv Sie nachdenken, ohne dass Sie bewusst versuchen müssen, dies zu kontrollieren. Damit entsteht ein System, das Gehirndaten verarbeiten und in hochpräzise mentale Zustände entschlüsseln kann – alles auf einem einzigen Chip, wodurch die Privatsphäre der Nutzer gewahrt bleibt.
In der Pressemitteilung erwähnen Sie, dass dieser Durchbruch auch einen wichtigen Meilenstein für das NAFAS-Projekt der Cyberagentur darstellt. Was ist das NAFAS-Projekt?
Zwaan: Das Projekt „Neuroadaptivity for Autonomous Systems”, kurz NAFAS, ist eine bahnbrechende Initiative der Agentur für Innovation in der Cybersicherheit (Cyberagentur). Es umfasst die Entwicklung einer Neurotech-Plattform, die die Interaktion zwischen Mensch und KI revolutionieren soll. Die Plattform wird es Unternehmen ermöglichen, KI-Systeme zu entwickeln, die direkt vom menschlichen Gehirn lernen, sodass die KI kognitive Zustände und menschliche Werte verstehen kann. Zander Labs hat im Rahmen der NAFAS-Initiative einen staatlichen Auftrag im Wert von 30 Millionen Euro erhalten. Das ist die größte Einzelförderung, die die Agentur bislang vergeben hat.
Was ist das Besondere an Ihrem neuen pBCI-System?
Zwaan: Unser System integriert mehrere neuartige Neurotech-Komponenten. Die Gehirnaktivität wird von unserer Zypher Suite erfasst, die in jeder Umgebung außergewöhnlich hochwertige Gehirnsignale zur Echtzeitanalyse liefern kann. Dabei handelt es sich um einen komfortablen Satz von EEG-Elektroden in Kombination mit einem 24-Kanal-EEG-Verstärker. Darüber hinaus entschlüsselt und interpretiert unser System-on-a-Chip spezifische mentale Prozesse aus der laufenden Gehirnaktivität mit Plug-and-Play-Algorithmen, die für den universellen Einsatz konzipiert sind. Dem Ganzen fügen wir eine Privacy-by-Design-Architektur hinzu, bei der die gesamte neuronale Datenverarbeitung lokal stattfindet. Dies gewährleistet Datensicherheit, da die privaten EEG-Daten der Nutzer zu keinem Zeitpunkt in eine Cloud übertragen werden.
Und Sie haben nun alle diese Komponenten zum ersten Mal kombiniert?
Zwaan: Ja, genau. In der Demonstration wurden diese Komponenten zum ersten Mal vollständig integriert. Das pBCI-System war in der Lage, verschiedene Ebenen der kognitiven Belastung – einen unserer definierten mentalen Zustände – beim Nutzer zu erkennen und die Nutzeroberfläche entsprechend in Echtzeit anzupassen. Die Demonstration zeigt, dass gehirnbasierte Systeme Mensch-Computer-Interaktionen und KI-Systeme erheblich optimieren können. Dies ist ein echter Meilenstein und stellt die praktische Umsetzung jahrelanger theoretischer Forschung dar. Es ist uns gelungen, vom ersten Konzept zu einem funktionierenden System zu gelangen. Wir haben in der Praxis gezeigt, dass Neurotechnologie der KI echte Einblicke in die menschliche Kognition geben kann, während die vollständige Kontrolle über die Nutzerdaten beim Nutzer selbst bleibt. Dies ist ein entscheidender erster Schritt hin zu einer Technologie, die uns wirklich versteht, sich an uns anpasst und sich mit uns weiterentwickeln kann.
Herr Zwaan, vielen Dank für dieses informative Gespräch. Wir freuen uns schon auf den nächsten Durchbruch bei Zander Labs.
Bildcredits @ Zander Labs
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.
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