Mounti ist eine Mitfahrplattform in die Berge, die Menschen ohne eigenes Auto miteinander verbindet und gemeinsame Fahrten zum Wintersport ermöglicht
Was ist Mounti und wie ist die Idee zu dieser Mitfahr Plattform für Wintersportfahrten entstanden?
Mounti ist eine Mitfahrplattform in die Berge. Die Entstehungsstory ist eigentlich witzig, ich (Max) bin im Oktober 2025 nach Passau gezogen. Beim Einräumen der Wohnung hatte ich meine Ski Sachen in der Hand und habe mich schon riesig auf die Ski Saison gefreut, da die Nähe zu den Bergen ein großes Argument für mich war in Passau meinen Master zu machen. Mir ist allerdings ein Problem klar geworden: Ich habe kein eigenes Auto… Wie komme ich also in die Berge? Einige Wochen später startete der Uni Kurs 5€ Business Wettbewerb, dort entschloss ich mit meinen Teamkollegen gemeinsam das „Auto-Problem“ zu lösen. Und Mounti wurde ins Leben gerufen.
Wer steckt hinter Mounti und wie hat sich das Team aus Studierenden der Uni Passau zusammengefunden?
Wir sind zu dritt: Max, Marc und Julius. Wir studieren alle im Master Business Administration in Passau und sind natürlich absolut wintersportverrückt. Gefunden haben wir uns tatsächlich über den Kurs 5-Euro-Business-Wettbewerb. Da hat die Chemie sofort gestimmt, weil wir alle drei das gleiche Problem kannten und Bock hatten, etwas Eigenes aufzuziehen.
Welche Vision verfolgt ihr mit Mounti im Spannungsfeld von Mobilität Klimaschutz und Freizeit?
Die Grundidee ist simpel: Wir wollen, dass Leute bequem in die Berge kommen, ohne dass jeder einzeln im Auto sitzt. Wir nutzen die Plätze, die sowieso schon da sind. Das bedeutet weniger Autos auf der Straße, weniger Stau auf den Straßen, entspannteres Parken und natürlich deutlich weniger Emissionen.
Klimaschutz funktioniert bei uns nicht über erhobenen Zeigefinger oder Verzicht, sondern über eine Lösung, die einfach cleverer und cooler ist als alleine zu fahren. Langfristig wollen wir das „Betriebssystem“ für Freizeitfahrten in die Berge werden. Mit transparenter CO₂-Bilanz und starken Partnern vor Ort.
Wie funktioniert Mounti konkret für Fahrer und Mitfahrer von der Fahrtanfrage bis zur Buchung?
Ganz unkompliziert. Wer fährt, meldet sich auf mounti.app an und gibt die Eckdaten ein: Startpunkt, Skigebiet, Zeit und wie viele Plätze frei sind. Es gibt direkt eine Preisempfehlung für die Kostenteilung, damit keiner lange rechnen muss.
Mitfahrer suchen sich die passende Fahrt aus und fragen mit einem Klick an. Wenn der Fahrer zusagt, werden die Kontaktdaten ausgetauscht, um Details wie den Treffpunkt oder den Platz für die Ausrüstung zu klären. Das Geld wird meistens ganz entspannt direkt im Auto verrechnet. Meistens werden einfach die Spritkosten geteilt.
An welche Zielgruppe richtet sich Mounti besonders und welches Problem löst ihr für diese Menschen?
An alle, die Bock auf die Berge haben, aber entweder kein Auto besitzen oder keine Lust auf die hohen Spritkosten und die Alleinfahrt haben. Gerade für uns Studierende oder junge Leute in der Stadt ist ein eigenes Auto oft purer Luxus und meist gar nicht vorhanden. Aber auch für Leute mit Auto lohnt es sich: Wer nimmt nicht lieber drei Mitfahrer mit und zahlt am Ende nur ein Viertel vom Sprit?
Welche Rolle spielt die transparente CO₂ Einsparanzeige bei der Nutzung von Mounti?
Das ist für uns mehr als nur ein nettes Feature. Wir zeigen bei jeder Fahrt direkt an, wie viel CO₂ man im Vergleich zur Einzelfahrt spart. Das macht den Impact der eigenen Entscheidung sofort greifbar. Es ist ein verdammt gutes Gefühl, wenn man am Ende des Tages sieht, dass man mal eben ein paar Dutzend Kilo CO₂ vermieden hat, nur weil man nicht alleine gefahren ist. Das schweißt die Community auch zusammen.
Was unterscheidet Mounti von klassischen Mitfahr Plattformen oder privaten Fahrgemeinschaften?
Der Fokus. Bei uns geht es nicht nur von A nach B, sondern um das gemeinsame Hobby und den Rückweg zu A. Du sitzt mit Leuten im Auto, die den gleichen Vibe haben. Da fängt der Skitag schon bei der Begrüßung an und man hat sofort Gesprächsstoff.
Im Vergleich zu anonymen Plattformen sind wir eine echte Community. Außerdem ist Mounti genau auf Wintersport zugeschnitten: Man gibt an, ob Ski oder Snowboards ins Auto passen und findet gezielt Skigebiete statt nur Städte. Und gegenüber privaten WhatsApp-Gruppen haben wir eine viel größere Reichweite. Du findest auch dann eine Mitfahrgelegenheit, wenn deine Freunde mal keine Zeit haben.
Vor welchen Herausforderungen steht ihr als junges Startup im Bereich Mobilität und Nachhaltigkeit?
Das klassische „Henne-Ei-Problem“: Wir brauchen Fahrer, damit Mitfahrer kommen – und Mitfahrer, damit es sich für die Fahrer lohnt. Deswegen sind wir aktuell viel an der Uni und in Wintersport Communities unterwegs, um Mounti bekannt zu machen. Auch das Thema Vertrauen ist uns wichtig, weshalb wir an Features wie verifizierten Profilen arbeiten. Und ganz ehrlich: Das Zeitmanagement zwischen Masterstudium und Startup-Aufbau ist manchmal ein echter Balanceakt. Aber das Feedback gibt uns extrem viel Energie.
Wie reagiert eure Community bisher auf die Idee gemeinsamer Wintersportfahrten über Mounti?
Das Feedback ist bisher echt überwältigend. Viele sagen: „Endlich gibt es sowas!“ Wir werden auch oft gefragt, ob wir das im Sommer für Wanderungen oder andere Sportarten anbieten können. Das zeigt uns, dass der Bedarf riesig ist.
Welche nächsten Schritte und Weiterentwicklungen plant ihr für Mounti?
Neben Wachstum, kontinuierlicher Verbesserung und erfolgreicher Implementierung in anderen Hochschulstädten, planen wir in naher Zukunft auch das Anbieten von Rodeln und Thermen Besuchen, im Sommer dann unter anderem Wandern, Klettergarten und Sommerrodelbahn. Zudem möchten wir auf lange Frist eine Buddy Funktion Integrieren, um neue Bekanntschaften zu schließen, denn gemeinsam machen die meisten Aktivitäten einfach mehr Spaß als allein. Ideal für neu Zugezogene Personen und solche die neue Aktivitäten ausprobieren wollen. Mögliche Kooperationen behalten wir ebenfalls im Blick, zum Beispiel mit Skigebieten oder Hochschulsportgruppen, um Mounti bekannter zu machen. Wenn euch unsere Idee gefällt könnt ihr gerne auf unserem Instagram Account vorbeischauen (mounti.official) oder euch direkt über unsere Webseite (mounti.app) für euere erste Fahrt anmelden. Bei allem halten wir an unseren Werten fest: Mounti soll wachsen, aber immer so, dass die Gemeinschaft und der Klimaschutzgedanke im Mittelpunkt bleiben.
Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Studierenden geben, die selbst ein Startup gründen möchten?
Max: Einfach loslegen! Es gibt nicht den einen perfekten Moment um mit einem euch wichtigen Projekt anzufangen. Es gibt nur das JETZT. Und auch Fehler machen gehört dazu. Ihr werdet daraus lernen und sie hoffentlich nicht erneut machen. Ich drücke euch allen die Daumen.
Marc: Traut euch aus eurer Komfortzone! Gründet nicht nur, um das anzuwenden, was ihr im Studium schon gelernt habt, sondern um genau das zu lernen, was ihr noch nicht könnt. Man muss kein fertiger Experte sein, um zu starten – man wird zum Experten, während man es tut.
Julius: Sucht euch ein Team, das für die Sache brennt. Fachwissen kann man lernen, aber die Leidenschaft für die Sache muss da sein. Und nutzt die Uni-Ressourcen. Wettbewerbe wie das „5-Euro-Business“ oder Gründungsberatungen sind Gold wert, um ohne großes Risiko zu starten.
Bildrechte: Mounti Bild von links: Marc Schlotzhauer, Julius Woelki, Max Einwich
Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.
























