rooom macht 3D über eine browserbasierte Lösung zugänglich
Wie würden Sie rooom und das Team dahinter vorstellen?
rooom macht komplexe Produkte, Services und Prozesse so erlebbar, dass Menschen sie sofort verstehen – in 3D, AR oder VR. Das läuft direkt im Browser: Link öffnen, loslegen – ohne App, ohne Installationsstress. Hinter rooom steht ein neugieriges Team aus Tech, Design und Customer Success, das nicht „nice Demos“ baut, sondern Lösungen, die im Alltag wirklich funktionieren und messbar Wirkung bringen.
Welche Motivation führte zur Gründung von rooom und wie hat sich daraus Ihre heutige technologische Ausrichtung entwickelt?
Ich komme aus der Praxis: Schon als Teenager habe ich programmiert und PC-Spiele entwickelt – dadurch war 3D für mich nie „Spielerei“, sondern ein Werkzeug, um Dinge verständlicher zu machen.
Später habe ich mit einer eigenen Digital-Transformation-Agentur Unternehmen wie BOSCH und Hewlett-Packard begleitet und immer wieder das gleiche gesehen: 3D würde Produkte und Prozesse massiv leichter erklärbar machen – aber die Hürden waren zu hoch (Spezialsoftware, Installation, Hardware, Expertenwissen).
Also haben wir rooom so gebaut, dass 3D in Unternehmen genauso selbstverständlich wird wie ein Video: im Browser, auf jedem Gerät, leicht zu erstellen, leicht zu integrieren – und skalierbar für echte Use Cases.
Welche Vision verfolgen Sie für digitale 3D-Erlebnisse und wie möchte rooom diese Vision über seine Plattform umsetzen?
Wir glauben an ein immersives Web: dreidimensional, inklusiv und alltagstauglich – ein Web, das Produkte, Wissen und Räume besser verständlich macht. Dafür bieten wir eine modulare Plattform, mit der Teams Experiences schnell erstellen, teilen und auf allen Geräten ausspielen können – ohne Friktion, aber mit Enterprise-Anspruch.
Für welche Branchen oder Unternehmen ist rooom besonders relevant und wie erfüllen Sie deren Anforderungen an moderne Präsentations- und Interaktionsformate?
Überall dort, wo Komplexität erklärt werden muss: Industrie & Manufacturing (Produkt-/Anlagenzwillinge, Training, Service), Consumer Goods & E-Commerce (3D/AR für mehr Vertrauen und weniger Retouren) sowie Public Sector & Education (Wissensräume, virtuelle Campus, digitale Tourismus-Erlebnisse). Der Kern ist immer gleich: einmal Inhalte erstellen – und dann in vielen Formaten ausspielen, skalierbar und in bestehende Systeme passend.
Ihre Plattform ist browserbasiert und no-code. Wo sehen Sie darin den größten Vorteil für Ihre Kundinnen und Kunden?
Der größte Vorteil ist Geschwindigkeit: Teams kommen in Tagen in die Umsetzung statt in Monaten – ohne Agentur-Dauerloop und ohne IT-Bottleneck. Und weil alles per Browser funktioniert, erreicht man Menschen sofort: Link, QR-Code oder Einbindung in vorhandene Kanäle – fertig.
Viele Firmen möchten immersive Inhalte nutzen, haben aber hohe technische Hürden. Wie adressiert rooom diese Herausforderungen?
Wir nehmen die Hürden konsequent raus: Inhalte lassen sich ohne Programmierkenntnisse erstellen, testen und verbessern – auch, wenn im Team niemand „3D-Profi“ ist. Dazu helfen Automatisierung und KI genau dort, wo sie Zeit frisst (z. B. beim Aufbereiten und Optimieren von 3D-Daten) – kombiniert mit unser eigenen, über Jahre entwickelten patentierten Technologie.
Und ganz wichtig im Unternehmensalltag: rooom lässt sich einfach in bestehende Kanäle und Systeme bringen – z. B. auf die Website, in den Shop, direkt in Microsoft Teams oder in interne Plattformen – damit es nicht bei einer Demo bleibt, sondern wirklich genutzt wird.
Was macht rooom einzigartig im Vergleich zu anderen Lösungen im Bereich 3D, VR oder AR?
Die Kombination aus schneller Content-Erstellung, Ausspielung in 3D/AR/VR direkt im Browser und echter Integrationsfähigkeit in bestehende Systemlandschaften. Dazu kommt unser Fokus auf Enterprise-Readiness „made in Europe“: Hosting in Deutschland/EU, DSGVO-konforme Ausrichtung und Security-Standards (wir ISO 27001), die in großen Organisationen erwartet werden.
Wie verändern virtuelle Showrooms, Events oder Trainings den Alltag in Marketing, Vertrieb oder Weiterbildung?
Statt lange zu erklären, wird direkt gezeigt – das beschleunigt Entscheidungen und reduziert Missverständnisse. Im Marketing sorgt das für mehr Aufmerksamkeit und bessere Conversion, im Vertrieb für schnellere Abstimmung, und im Training für skalierbares Enablement über Standorte hinweg – ohne dass jedes Training wieder bei null startet.
Welche Weiterentwicklungen oder neuen Module planen Sie in den kommenden Monaten?
Unser Fokus ist „von Content zu Systems“: Wir machen es einfacher, komplette virtuelle Umgebungen automatisch zu erstellen und sie mit Unternehmensdaten zu verbinden – damit sich Räume, Produkte oder Trainings dynamisch aktualisieren lassen. Gleichzeitig treiben wir AR/XR-Headset-Szenarien voran und erweitern KI-Features, die echte Effizienz bringen: schneller produzieren, schneller anpassen, schneller ausrollen – ohne Security-Kompromisse.

Wie beobachten Sie die Zukunft immersiver Technologien und welche Rolle soll rooom darin spielen?
Immersive Experiences werden vom „Wow“ zum Standard-Interface für Verständnis – besonders bei komplexen Produkten, Räumen und Prozessen. rooom will die Plattform sein, die das praktikabel macht: niedrigschwellig im Einsatz, skalierbar im Betrieb und klar business-wirksam.
Welche Bedeutung hat es für euch, dass rooom Teil des de:hub Netzwerks ist und welche Vorteile ergeben sich daraus?
Das de:hub Netzwerk bringt relevante Player zusammen – und öffnet Türen auch über den eigenen Hub hinaus. Ich habe dadurch deutschlandweit wertvolle Kontakte und Austausch gehabt, z. B. auf Formaten wie dem Ostdeutschen Wirtschaftsforum. Für rooom bedeutet das: schnellerer Zugang zu Use Cases, mehr Bühnen- und Messepräsenz, stärkere Partnerschaften – und ein klarer Weg von Vernetzung zu Pilotprojekten und skalierbaren Lösungen. Zusätzlich hilft die Initiative auch beim Blick über Deutschland hinaus, etwa durch internationale Messe- und Matchmaking-Formate.
Würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern empfehlen, ihre Startups ebenfalls im Umfeld des de:hub aufzubauen, und welche Erfahrungen haben Sie dabei gemacht?
Ja – weil man dort schneller an echte Problemstellungen, verlässliche Partner und ein belastbares Netzwerk kommt, statt im reinen „Pitch-Modus“ stecken zu bleiben. Wer Co-Creation ernst meint, bekommt im de:hub Umfeld Tempo, Sichtbarkeit und Zugang zu Umsetzungskraft.
Welche drei Ratschläge möchten Sie Gründerinnen und Gründern mitgeben, die im Bereich immersive Technologien oder SaaS-Plattformen starten möchten?
Löst ein echtes Business-Problem – nicht nur ein Tech-Problem: Wirkung schlägt Wow-Effekt.
Geht früh raus aus dem „Keller“: sprecht mit Kundinnen und Kunden, zeigt Prototypen, sammelt Feedback – auch wenn es manchmal wehtut.
Und dann: iteriert konsequent. Baut klein, testet messbar, lernt schnell – „Lean Startup“ von Eric Ries ist dafür bis heute eine ziemlich gute Pflichtlektüre.
Bildcredits © room AG
Wir bedanken uns bei Hans Elstner für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.
























