Mittwoch, März 25, 2026
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Warum dieses Produkt bald in keinem Auto mehr fehlen könnte

Easy Exit Card entwickelt kompakte Rettungskarte für mehr Sicherheit im Straßenverkehr und moderne Sicherheitslösungen und wird am 30. März 2026 in der Höhle der Löwen pitchen

Wie ist die Easy Exit Card entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Die Easy Exit Card ist kein klassisches Startup, sondern ein Produkt der Cairon Group GmbH. Hinter dem Unternehmen stehen drei Gesellschafter: Bernd Lüke mit technischem Hintergrund, Stephan Pannhorst mit betriebswirtschaftlichem Schwerpunkt sowie Sylvain Victor mit internationaler Ausrichtung. Die Idee zur Easy Exit Card entstand aus dem gemeinsamen Arbeitsalltag in der Chipkarten- und Sicherheitsbranche. Seit 2005 arbeiten die drei zusammen und entwickeln das Produkt seit 2019 kontinuierlich weiter.

In welcher Branche ist die Easy Exit Card tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Die Cairon Group GmbH ist in der Sicherheits- und Telekommunikationsbranche tätig. Das Geschäftsmodell der Easy Exit Card basiert dabei auf zwei zentralen Säulen: Im B2C-Bereich richtet sich das Angebot an Autofahrerinnen und Autofahrer, LKW-Fahrerinnen und -Fahrer sowie allgemein an sicherheitsbewusste Verkehrsteilnehmende. Im B2B-Bereich stehen individuelle Branding-Optionen für Geschäftskunden im Fokus, ergänzt durch Kooperationen mit Automobilherstellern, Fahrzeugflottenbetreibern, Versicherungen, Fahrschulen, Tankstellenbetreibern sowie Herstellern von Erste-Hilfe-Ausstattungen und dem Werbemittelhandel. Das Produkt selbst ist eine Rettungskarte, die als kompakte Alternative zum klassischen Nothammer dient und sich durch kundenspezifische Anpassungen auch als Werbemittel einsetzen lässt.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Die Inspiration kam aus dem täglichen Umgang mit Sicherheitslösungen im Bankkarten-Format. Wir haben erkannt, dass klassische Nothämmer oft unpraktisch und für ungeübte Nutzerinnen und Nutzer schwer handhabbar sind. Das fehlende Angebot auf dem Markt bestand in einer kompakten, einfachen und universell einsetzbaren Rettungslösung, die sowohl im Privat- als auch im Geschäftsbereich genutzt werden kann.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Die Easy Exit Card überzeugt durch mehrere zentrale Vorteile: Durch ihr platzsparendes Design kann sie hinter der Sonnenblende aufbewahrt werden und ist dadurch jederzeit griffbereit. Die einfache Handhabung macht sie insbesondere für ungeübte Nutzerinnen und Nutzer sicherer als klassische Nothämmer. Zudem ist sie vielseitig einsetzbar und funktioniert sowohl von innen als auch von außen am Fahrzeug. Für Geschäftskunden bietet sie darüber hinaus die Möglichkeit zur individuellen Gestaltung, etwa durch personalisierte Verpackungen und Branding. In der Hülle ist außerdem ein Gurtschneider integriert. Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die deutlich reduzierte Fremd- und Eigengefährdung, da die Anwendung mit einer von der Scheibe abgewandten Bewegung erfolgt.

Welche Vision verfolgt das Unternehmen? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Die Vision ist es, die Easy Exit Card in den kommenden fünf Jahren als selbstverständlichen Bestandteil der Fahrzeugsicherheit zu etablieren – vergleichbar mit Warnweste oder Warndreieck. Um dieses Ziel zu erreichen, sind mehrere Meilensteine definiert: Dazu zählt die Etablierung in mehreren europäischen Ländern ebenso wie das Erreichen eines Marktanteils von bis zu 25 Prozent im Bereich Rettungsgeräte und Nothämmer. Darüber hinaus ist geplant, die Easy Exit Card in bestehende Sicherheitssets, beispielsweise in Erste-Hilfe-Sets, zu integrieren.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei „Die Höhle der Löwen“ zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Im Fokus standen die Suche nach einem starken Vertriebspartner für den Markteintritt sowie den Endkundenvertrieb und die Nutzung der Sendung, um die Reichweite zu erhöhen und für das Thema Fahrzeugsicherheit zu sensibilisieren. Gleichzeitig sollte die Easy Exit Card einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Darüber hinaus war von Anfang an das Ziel, eine langfristige Partnerschaft aufzubauen, die über einen einmaligen Auftritt hinausgeht.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an der Show angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Durch die Teilnahme an der Sendung wird insbesondere Unterstützung im Endkundenvertrieb sowie in der Logistik angestrebt, um effiziente Vertriebsstrukturen aufzubauen und die Lieferketten optimal zu gestalten. Darüber hinaus geht es um den erleichterten Marktzugang, insbesondere bei der Positionierung und Skalierung des Produkts in relevanten Märkten. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die langfristige Zusammenarbeit zur Sortimentserweiterung, etwa durch die gemeinsame Entwicklung weiterer innovativer Sicherheitsprodukte.

Welche nächsten Schritte sind nach der Show geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Der Fokus liegt zunächst auf der Markteinführung, insbesondere dem Start des regulären Verkaufs über den eigenen Onlineshop sowie über Vertriebspartner. Darauf aufbauend folgt die Skalierung durch den Ausbau der Präsenz in Europa und durch Kooperationen mit Multiplikatoren wie Autoclubs, Versicherungen und dem Werbemittelhandel. Parallel dazu wird die Produktweiterentwicklung vorangetrieben, insbesondere durch die Integration der Karte in bestehende Sicherheitssets und ganzheitliche Sicherheitskonzepte.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Für eine erfolgreiche Teilnahme ist eine fundierte fachliche Vorbereitung entscheidend: Dazu gehören ein detailliertes Produkt- und Marktwissen sowie eine klare und überzeugende Argumentation. Ebenso wichtig ist Authentizität, denn die Investoren reagieren besonders positiv auf ehrliche und transparente Präsentationen. Darüber hinaus bietet die Show die Möglichkeit, ein wertvolles Netzwerk aufzubauen und Zugang zu wichtigen Kontakten und potenziellen Partnern zu erhalten.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Entscheidend ist, zu 100 Prozent hinter dem eigenen Produkt zu stehen und dies mit einem nachhaltigen Konzept sowie echter Leidenschaft zu vermitteln, um die Investoren zu überzeugen. Ebenso gilt: Vorbereitung ist alles – sowohl fachlich als auch mental sollte man bestens vorbereitet sein. Darüber hinaus sind Fairness und Transparenz auf Augenhöhe essenziell, insbesondere in der Kommunikation mit allen Beteiligten, auch im Hinblick auf mögliche vertragliche Vereinbarungen.

Sehen Sie Easy Exit Card am 30. März 2026 in der Höhle der Löwen

Bild: V.l.: Stephan Pannhorst, Bernd Lüke und Sylvain Victor präsentieren mit „Easy Exit Card“ einen Nothammer im Kartenformat. Sie erhoffen sich ein Investment von 100.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile.
Bildrechte/FotografRTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Stephan Pannhorst, Bernd Lüke und Sylvain Victor für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer
Sabine Elsässer
Sabine Elsaesser is an experienced entrepreneur and media/startup expert. Since 2016, she has served as the Chief Editor and CEO of StartupValley Media & Publishing. In this role, she is responsible for managing the company and providing strategic direction for its media and publishing activities. Sabine Elsaesser takes great pleasure in assisting individuals and businesses in reaching their full potential. Her expertise in establishing sales organizations and her passion for innovation make her a valuable advocate for startups and entrepreneurs.
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