Montag, Mai 20, 2024
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Den Menschen im Fokus haben

Digitalberatung Futurice entwirft und entwickelt digitale Services, die den Menschen ins Zentrum rücken

Stellen Sie Ihr Unternehmen Futurice doch kurz unseren Lesern vor!
Als Digitalberatung entwerfen und entwickeln wir digitale Services, die nicht die Technologie, sondern den Menschen ins Zentrum rücken. Zusammen mit unseren Kunden entwickeln wir ihr digitales Geschäft, setzen technische Lösungen um und helfen ihnen die nötigen Arbeitsweisen einzuführen. Unsere Methodik ist dabei Lean Service Creation. Diese ermöglicht es Machern aus dem Business-Bereich zusammen mit Entwicklern und Designern Produkte schnell und erfolgreich auf den Markt zu bringen. Ein Stück weit integrieren wir damit die Dynamik von Startups in die Welt von großen Konzernen und wenden neueste Technologien wie Artificial Intelligence oder Augmented Reality an, wenn es für den Nutzer einen Vorteil bringt.

Wie ist die Idee zu Futurice entstanden?
Futurice entstand im Jahr 2000 als Software-Business. Danach haben wir uns in den frühen Tagen von Smartphones auf Mobile- und Web-Apps fokussiert. Durch die Anforderungen unserer Kunden haben wir uns dann zu einer ganzheitlichen Digitalberatung weiterentwickelt.

Welche Vision steckt hinter Futurice?
Es sind mehrere Aspekte, die uns antreiben. Zum Einen geht es uns seit unserer Gründung darum digitale Services zu entwickeln, die einen Nutzen und eine wirkliche Bedeutung für den Anwender haben. Dieser Grundsatz steckt in all unseren Projekten. In der Arbeit mit unseren Kunden, ist “Caring” einer unserer wichtigsten Grundsätze. Wir vermeiden es, Dinge zu tun, die wenig Nutzen bringen, auch wenn diese finanziell für uns attraktiv wären. Generell basiert Futurice auf einer Kultur von Vertrauen und Transparenz.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
In den letzten 17 Jahren haben wir immer wieder größere Herausforderungen bewältigt. Die zwei größten waren sicher die Entwicklung von der einst rein technologischen Ausrichtung hin zu einem digitalen Beratungsunternehmen. Zum anderen bot auch die Expansion von Finnland nach Schweden, Deutschland und Großbritannien einige Herausforderungen. Ein schnelles Wachstum verlangt immer, die Mitarbeiter auf diesem Weg mitzunehmen. Das geht nicht ohne das Anpassen von Strukturen. Dennoch sehen wir diese Herausforderungen für uns heute als Benefit – wir können dadurch große Unternehmen nicht nur abstrakt beraten, sondern auch die Erfahrungen unserer eigenen Transformation mit einfließen lassen. Der digitale Wandel steckt sozusagen in unserer DNA.

Wer ist die Zielgruppe von Futurice?
Die Zielgruppe für unser Kerngeschäft sehen wir in Unternehmen, die sich aktuell auf dem Weg der Digitalisierung befinden und ein hohes Innovationspotential haben. Das können große Konzerne, aber auch Mittelständler sein. Da wir unsere Methodik Lean Service Creation aber auch an Universitäten, wie beispielsweise der TU München oder der Aalto Universität in Helsinki unterrichten, gehören auch Lehrstühle oder Start-Up-Organisationen zu unserer Zielgruppe.

Welche Services bieten Sie an?
Im Idealfall greifen bei unseren Projekten Entwicklung, Design und Beratung stark ineinander. So unterstützen wir unsere Kunden beispielsweise mit Service Design, Workshops und Beratung beim digitalen Wandel oder wenn Veränderungen in der Organisationsstruktur angestrebt werden. Wir können mit unseren Entwicklerteams aber auch technisch bei der Entstehung von Apps oder Web-Projekten unterstützen. Zudem bilden wir unsere Kunden in der Anwendung von Lean Service Creation aus oder entwickeln Anwendungsgebiete für IoT oder AI.

Wie funktioniert das?
Wichtig ist uns bei all diesen Projekten immer die enge, transparente und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Kunden – und das von Anfang an. D.h. wir gehen schon zu Beginn in eine sehr offene Beziehung zu unseren Auftraggebern, entwickeln Projekte zügig und liefern durch agile Methoden schnell Ergebnisse. Nichts ist frustrierender, als wenn man Monate bis hin zu Jahren auf den Live-Gang eines Projektes wartet, nur um dann festzustellen, dass man nicht zufrieden ist.

Welche Vorteile bietet Futurice?
Ich denke, ein ganz entscheidender Vorteil, den wir anbieten können ist, dass unsere Arbeit auf Vertrauen und Transparenz basiert und die Teams immer individuell auf den Kunden abgestimmt werden. Durch die offene Kommunikation entsteht schnell eine enge Bindung und es können individuelle Dinge für den Kunden optimal umgesetzt werden. Ein ebenso wichtiger Punkt ist, dass unsere Kultur bei Futurice beinhaltet, dass wir unseren Kunden ehrliche Berater sind. Das bedeutet, dass wir auch den Mut haben, zu sagen, wenn wir denken, dass manche Ideen, die im Unternehmen entstanden sind, nicht funktionieren. Nur so kann man dann gemeinsam nach erfolgreicheren Lösungen suchen.

Futurice, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir sind in den letzten Jahren sehr stark gewachsen. Das war sicher nicht immer ohne Anstrengungen. Aber wir denken, dass sich hier noch einiges tun wird und wir auch noch weiter wachsen werden. Technologisch gesehen denken wir, dass die nächsten Jahre sehr stark von AI, Machine Learning und IoT geprägt sein werden – das sind Themen, denen wir uns weiterhin verstärkt widmen werden. Darüber hinaus arbeiten wir stets daran unsere Arbeitskultur weiterzuentwickeln, um den Mitarbeitern weiterhin ein optimaler Arbeitsplatz zu sein. 2012 sind wir zum beliebtesten Arbeitgeber Europas gewählt worden. Das ist natürlich ein Ansporn hier auch weiterhin ganz vorne dabei zu sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Aus unserer Sicht waren immer drei Punkte wichtig für unseren Erfolg:

– Eine klare Vision – diese wird einen über Jahre hin begleiten und durch stetiges Hinterfragen und Herausfordern leiten, den richtigen Weg zu gehen.
– Den Menschen im Fokus haben – Technologie ist nicht alles, es geht um den Menschen dahinter. Wenn man diesen Grundsatz befolgt, fällt es einem leichter nützliche und nachhaltige Services oder Produkte zu entwickeln.
– Glückliche Mitarbeiter – nur wenn der Wert des Teams erkannt und gelebt wird, entsteht ein Zusammenhalt, der anspornen, begeistern und langfristig binden kann.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Helmut Scherer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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