Mittwoch, Februar 1, 2023
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KaleandMe gesunde und frische Säfte

KaleandMe Saftladen in der Lüneburger Heide

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen KaleandMe doch kurz vor!
Kale&Me sind David Vinnitski, Konstantin Timm und Annemarie Heyl. Wir produzieren und vertreiben kalt-gepresste Obst- und Gemüsesäfte. Produziert werden unsere Säfte in der Lüneburger Heide und verkauft werden sie hauptsächlich über unsere Homepage als Saftkur und als gesunde Snacks für zwischendurch.

Wie ist die Idee zu KaleandMe entstanden und wie haben Sie sich als Team zusammengefunden?
Die Idee zu Kale&Me ist Ende 2014 im schönen Südafrika entstanden. Wir lernten uns dort bei einem Auslandsaufenthalt im Zuge unseres Studiums kennen. Das Bewusstsein über die guttuende Wirkung von Saftkuren und frisch gepressten Säften im Allgemeinen, ist dort bereits viel weiter fortgeschritten. Während einer Saftkur beschlossen wir dann, solche Säfte wollen wir auch in Deutschland ohne Aufwand trinken können.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Für uns war die größte Herausforderung, dass wir Kale&Me gegründet haben vor dem Hintergrund, dass wir die ersten 8 Monate alle an einem anderen Ort gelebt haben (Hamburg, New York, Dublin), meist nur über Skype kommunizieren konnten und alle eigentlich noch einer anderen festen Aufgabe nachgegangen sind. Auf der anderen Seite war dies aber auch ein Segen. Durch die nur sporadisch mögliche Kommunikation, waren wir alle extrem effizient und zuverlässig mit der Erreichung unserer festgesetzten Ziele. Finanziert haben wir uns, bis Ende letzten Jahres, über die von uns einbezahlte Stammkapitaleinlage. Seit Dezember haben wir nun einen kleinen Prozentsatz an Investoren abgegeben.

Wer ist die Zielgruppe von KaleandMe?
Unsere Zielgruppe sind Menschen die eine Affinität für die Wertschätzung von guten Lebensmitteln haben und sich bewusst ernähren oder eine bewusstere Ernährung erlangen wollen. Unsere Säfte liefern hier eine einfache Methode natürliche Vitamine und Nährstoffe, auch im stressigen Alltag zu sich zu nehmen. Unsere Kunden reichen von jungen Menschen, die unseren Saft als Ernährungs- Erlebnis sehen, über eine ältere Gruppe an Menschen, die generell sehr ernährungsbewusst sind, bis hin zu Sportlern, die unsere Säfte in deren Sport-Alltag integrieren.

Auf was achten Sie bei der Auswahl der Zutaten für die Säfte?
Wir achten vor allem auf die Regionalität unserer Zutaten. Ja, wir haben auch nicht-regionale Rohstoffe wie Ananas und Avocado in unseren Rezepturen, die hauptsächlich zur Ausgewogenheit der Vitamine und Nährstoffe beitragen, aber der größte Teil unserer Rohstoffe findet sich im
Hamburger Umland. Wir haben uns aktiv gegen das Bio-Label entschieden, da es uns wichtiger ist, dass wir wissen wo die Produkte angebaut werden, als sich rein auf ein Label zu verlassen, welches womöglich in einem anderen Land etwas anderes bedeutet. Ziel ist es jedoch alle überregionalen Rohstoffe auf Bio umzustellen, um hier die höchstmögliche Qualität gewähren zu können.

Wo werden die Säfte hergestellt?
Die Säfte werden gemeinsam mit einer Mosterei in der Lüneburger Heide hergestellt.

Wo kann man die Säfte von KaleandMe kaufen?
Die Säfte von Kale&Me konnte man bisher nur auf unserer Homepage unter https://www.kaleandme.de/shop-kaleandme/ erwerben. Seit ein paar Wochen sind wir nun auch in ausgewählten Edeka Märkten in Hamburg vertreten.

KaleandMe wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir wollen mit unseren Säften das Verständnis der Menschen über wirklich gesunde und nachhaltige Getränke reformieren. Hierzu auch der Schritt in den ausgewählten Einzelhandel, um flächendeckend für den Kunden erhältlich zu sein. Darüber hinaus wollen wir intern unsere gesamte Produktionskette nachhaltiger gestalten. Unsere Nachprodukte aus der Produktion sollen wiederverwertet werden. Der erste Schritt war hier Tee aus unseren Pressresten der Minze und des Ingwers herzustellen. Aber auch die restlichen Nachprodukte wie beispielsweise Sellerie, Apfel und Spinat sollen weiterverarbeitet werden. Darüber hinaus werden wir in den nachhaltigen Anbau von einigen Produkten investieren. In fünf Jahren soll ein ganzheitliches Konzept aus nachhaltiger Wertschöpfung, Verarbeitung und Wiederverwertung bestehen.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Es gibt zwei Tipps die ich geben möchte, die beide die Zeit vor bzw. während der Gründungsphase betreffen.
1.) Gründe niemals aus dem Ziel heraus zu gründen.
2.) Lass Dich von Anderen nicht entmutigen in der Entscheidungsphase. Es gibt viele Menschen mit guten und viele mit demotivierenden Ratschlägen. Auf jeden Fall wird es mehr Menschen geben, die Argumente gegen die Gründung finden werden. Wichtig ist, dass man auf sich selbst und das eigene Bauchgefühl hört und man einfach versucht das Ziel zu erreichen, ohne eine große Liste an pro und kontra Argumenten zu sammeln. Tendenziell spricht rational immer mehr für die Sicherheit und demnach gegen die Selbstständigkeit.

Wir bedanken uns bei Annemarie Heyl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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