MediCoinSwiss ermöglicht Echtheit und Verifikation von Produkten durch eine klare Verbindung zwischen physischer Identität und digitalem Nachweis
Es gibt Themen, die klingen nach „Tech“. Bis du realisierst: Es geht nicht um Tech. Es geht um Menschen. Um Gesundheit. Um Geld. Um Reputation. Und um den Moment, in dem ein Kunde erkennt: Das Produkt, das er gerade gekauft hat, könnte nicht das sein, was draufsteht.
Gefälschte Medikamente sind das extreme Ende. Dort kann der Preis ein Leben sein. Bei Nahrungsergänzungsmitteln ist der Betrug oft banaler, aber genauso brutal: Das Etikett verspricht Vitamin. Der Inhalt ist im Zweifel wertlos oder schlimmstenfalls verunreinigt. Und der normale Mensch hat keine Chance, das zu erkennen.
MediCoinSwiss will genau diese Lücke schließen: die Lücke zwischen digitaler Behauptung und physischer Wahrheit. Im Zentrum stehen zwei Rollen, die aufeinander abgestimmt sind wie Spitzensportler: Gerrit Langer, CEO und Founder, als Erfinder und Produktkopf, und Clemens Ressel als Execution und Go to Market Mann, der aus Hochleistungssport und Unternehmerpraxis kommt.
Und genau da beginnt die Story.
Gerrit, warum ist „Echtheit“ heute kein Nice to have mehr, sondern im Extremfall Leben und Tod?
Weil bei Medikamenten der Inhalt entscheidet, nicht das Etikett. Wenn Wirkstoff fehlt, falsch dosiert ist oder verunreinigt wurde, kann das dramatisch enden. Und das Problem wächst, weil globale Lieferketten komplex sind und Kriminelle professioneller werden.
Was mich stört: Viele Sicherheitslösungen sehen gut aus, aber sie sind nicht alltagstauglich. Sie scheitern an Reibung, an fehlender Durchgängigkeit oder daran, dass sie das physische Produkt nicht eindeutig mit dem digitalen Datensatz verbinden.
Wir wollten eine Lösung, die ein Kunde oder Unternehmen in Sekunden nutzen kann. Nicht nur der Experte mit Spezialgerät.
Ich sehe es aus der Execution-Brille. Wenn etwas nicht einfach ist, wird es nicht genutzt. Du kannst die beste Technologie haben – wenn niemand sie im Alltag anwendet, ist sie tot. Im Spitzensport zählt nicht, was in der Theorie möglich ist. Es zählt, was unter Druck funktioniert. Genau so muss Verifikation funktionieren: schnell, klar, wiederholbar.
Warum reichen QR Codes,Seriennummern und „Zertifikate“ nicht aus?
Ein QR Code und Seriennummern sind eine Referenz. Er sagt: „Schau hier nach.“ Er ist kein Beweis, dass das physische Produkt echt ist. Und er lässt sich kopieren.
Zertifikate und Datenbanken sind hilfreich, aber sie lösen den Kern nicht: den digital physical gap. Selbst wenn die Datenbank mit dem Zertifikat stimmt, kann das physische Produkt ausgetauscht, umgepackt oder nachgemacht sein.
Das ist der Grund, warum wir nicht bei Daten angefangen haben, sondern bei Identität: Das Produkt selbst muss eine eindeutige, nicht klonbare Identität tragen.
Und es gibt eine zweite Wahrheit: App Download, Registrierung, Onboarding, Wallet – das killt Adoption. Du bekommst vielleicht ein Prozent der Nutzer durch. Der Rest macht es nie. Wenn du Sicherheit als Standard willst, darf der Weg dorthin nicht wie ein IT Projekt wirken. Er muss sich wie eine natürliche Bewegung anfühlen: Kamera öffnen, prüfen, fertig.
Erklär es so, dass es jeder Gründer versteht. Was macht ihr anders?
Wir verbinden drei Dinge zu einem System:
Erstens: eine hardwarebasierte Identität am Produkt – ein PUF Transponder. PUF steht für Physically Unclonable Function. Das ist im Kern eine physikalisch einzigartige Signatur, die sich nicht einfach kopieren lässt wie ein Code auf Papier.
Zweitens: einen Trust Anker. Die Transponder und die Signatur wird mit Produktdaten verknüpft und in einer auditierbaren Infrastruktur festgehalten. Das Ziel ist Nachweisbarkeit: Was wurde wann verifiziert, in welchem Zustand, mit welchem Ergebnis?
Drittens: die Nutzerführung. Der Check muss in Sekunden passieren. Und er muss ohne Komplikationen laufen. Darum ist die Verifikation bei uns bewusst so gebaut, dass sie über den Browser funktioniert, ohne App, ohne Wallet, ohne Registrierung.
Das Ergebnis ist kein „Technik Report“ für Nerds. Es ist eine klare Ampel für den Menschen: Echt, Risiko, Fälschung.
Und das ist der Unterschied zwischen „wir haben Security“ und „wir haben ein Verhalten gewonnen“. Die Welt ist nicht voller böser Menschen. Sie ist voller Menschen, die keine Zeit haben. Wenn du willst, dass sie prüfen, musst du es so einfach machen, dass sie es wirklich tun.
Gerrit, wie läuft die Verifikation in drei Schritten ab?

Schritt 1: Das Produkt trägt den PUF Transponder und erzeugt eine eindeutige Signatur.
Schritt 2: Diese Signatur ist mit Produktinformationen an einen Trust Anker unseren Transponder gekoppelt.
Der nächste Schritt: Beim Scan ( Handy, Handscanner,) prüft das System in Echtzeit, ob Signatur und Trust Anker zusammenpassen – und zeigt das Ergebnis sofort im Browser an.( Echt / Fake )
Wichtig ist: Der Nutzer ( Kunde, Firmen ) muss nichts installieren. Er muss nichts verstehen. Er muss nur prüfen können.
So erreichst du Skalierung. Nicht über „noch ein Feature“, sondern über radikale Einfachheit. Wer den Weg kurz macht, gewinnt den Markt.
Ihr seid mit der Mission gestartet, in der Pharma und Nutrition Welt Leben zu schützen und Echtheit zu garantieren. Inzwischen sieht man euch im Umfeld von High Value Marken und sogar die FinTech Branche zeigt starkes Interesse an eurer Technologie. Warum?
Weil das Muster überall gleich ist: Wo Echtheit wirtschaftlich ist, entsteht Druck. Bei Pharma geht es um Leben. Bei Ersatzteilen geht es um Sicherheit und Haftung. Und bei Luxus geht es um Wert und Marke. Bei Tickets geht es um Betrug. Bei Daten und Dokumenten geht es um sichere Nachweisbarkeit.
Und FinTech ist am Ende ein Vertrauensgeschäft. Sobald physische Assets, Lieferketten oder Dokumente in Transaktionen eine Rolle spielen, brauchst du Verifikation. Wir nennen das: Trust in Products und Trust in Transactions.
Das ist die Perspektive, die plötzlich Türen öffnet, weil es nicht mehr nur um Produktpiraterie geht, sondern um ein Fundament für Märkte.
Ich ergänze es hart: Wenn eine Lösung nur in einem Silo funktioniert, ist sie ein Projekt. Wenn sie überall dort funktioniert, wo Vertrauen Geld ist, ist sie Infrastruktur. Und Infrastruktur gewinnt.
Patent 2 ist bereits veröffentlicht. Was hat das verändert?
Es hat die Qualität der Gespräche verändert. Vorher bekommst du viel Neugier. Danach bekommst du mehr Ernsthaftigkeit. Unsere IP Stack sichtbar zu machen, setzt eine andere Flughöhe.
Es hilft auch in Partnerschaften. Rollen werden klarer. Gespräche werden konkreter. Und es nimmt Diskussionen aus dem Bauch in die Substanz: Was genau ist neu, was genau ist geschützt, was genau ist der nächste Schritt?
Für mich ist es auch ein Commitment Signal. Wenn du in der Welt von Hochleistung und echten Deals unterwegs bist, zählt: Ist jemand bereit, Skin in the Game zu zeigen? Patentveröffentlichung ist so ein Signal. Es sagt: Wir meinen es ernst. Wir bauen nicht nebenbei.
Clemens, du bist bekannt als Trainer von Olympiasiegern und Weltmeistern. Warum passt das zu MediCoinSwiss?
Weil Hochleistung immer gleich ist: Klarheit, Vorbereitung, Execution. Im Sport verlierst du nicht, weil du „zu wenig motiviert“ warst. Du verlierst, weil Details fehlen und der Plan unter Druck nicht hält.
Gerrit hat mich an seine Seite geholt, weil wir hier nicht „eine Idee“ spielen, sondern einen Olymp besteigen. Wir müssen schneller sein als der Markt, sauberer als Regulierung und härter als Betrug.
Mein Job ist: aus Technik ein Produkt machen, aus dem Produkt ein Angebot, aus dem Angebot einen Markt.
Was braucht ihr jetzt konkret von der StartupValley Community?
Wir suchen Pilotpartner mit echtem Schmerz und schneller Entscheidungsfähigkeit. Unternehmen, die sagen: „Ich will in Wochen testen, nicht in Monaten diskutieren.“
Parallel suchen wir Integrationspartner, die nah an Supply Chains sind und Rollouts mitgestalten können.
Und ja: Wir sprechen auch mit Investoren. Aber nur, wenn klar ist, dass es um Geschwindigkeit Richtung Markt geht – nicht um Pitch Entertainment.
Ich mache es noch klarer: Wer uns einen echten Use Case bringt, bekommt sofort vollen Fokus, maximales Tempo und absolute Verbindlichkeit. Und wer bisher nur reden will oder noch zögert, den werden wir mit der Substanz unserer Lösung und der Klarheit unserer Ergebnisse einfach überzeugen. Wir nehmen die Menschen an die Hand, bis aus dem bloßen Gespräch ein echtes Projekt wird. So gewinnt man nicht nur Vertrauen, sondern baut gemeinsam eine Delle ins Universum.
Bildcredits/Fotograf: Fotostudio Wetzikon Yannik Scrugli
Wir bedanken uns bei Gerrit Langer und Clemens Ressel für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder
Premium Start-up: MediCoinSwiss

Kontakt:
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Sinserstrasse 67
6330 Cham / Zug
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