Onepage ermöglicht es, Webseiten und Landingpages schnell, einfach und individuell ohne Programmierhürden zu erstellen.
Wie ist die Idee zu Onepage entstanden und wer gehört zum Gründungsteam?
Die Idee zu Onepage entstand aus einer wiederkehrenden Frustration: Obwohl wir regelmäßig Webseiten und Landingpages erstellten, war der Prozess für uns und unsere Mitarbeitenden oft mühsam. Trotz der langen Geschichte von Webseiten kämpfen die meisten Plattformen bis heute mit denselben Problemen in der User Experience: Es dauert zu lange, es gibt zu viele technische Hürden, und das Ergebnis überzeugt nicht immer. Wir wollten deshalb einen Weg schaffen, mit dem User schneller arbeiten und gleichzeitig eine höhere Qualität erreichen können. Genau das ist uns mit Onepage gelungen.
Gemeinsam mit meinem Co-Founder Nikita Makukhin habe ich 2018 Onepage in Frankfurt gegründet: Er bringt die technische Exzellenz, ich das Marketing- und Skalierungs-Know-how. Diese Kombination war von Anfang an unser Erfolgsrezept.
Welche Vision verfolgt Onepage und welche Schritte sind geplant, um diese zu verwirklichen?
Unsere Vision ist, dass jeder – ob Agentur, KMU oder Solopreneur:in – in kürzester Zeit Webseiten bauen kann, die wirklich Wirkung entfalten. Kein endloses Briefing, keine Programmierhürden, keine Kompromisse bei Design oder Performance. Ein großer Schritt dahin ist Onepage AI, das wir im September launchen: der erste AI-Builder, der nahtlos im No-Code-Umfeld funktioniert. Denn obwohl es bereits einige, teils erfolgreiche, Gehversuche in Richtung KI-basierter Webseitenerstellung gibt, basieren diese in der Regel auf programmiertem Code. Das macht die Weiterverwendung komplex und schränkt User stark ein. Bei Onepage verschmelzen wir No-Code mit AI. Und genau darin liegt ein enormes Potenzial. Damit kommen wir der Idee sehr nah, Webseiten in Minuten von der ersten Idee bis zum Go-Live zu bringen – ohne Abstriche bei Qualität und Kontrolle..
An welche Zielgruppe richtet sich Onepage in erster Linie und wie werden deren Bedürfnisse konkret berücksichtigt?
Unsere Kernzielgruppen sind Agenturen, KMUs und Solopreneur:innen. Sie haben eines gemeinsam: wenig Zeit, den Wunsch nach Kontrolle und keine Lust auf unnötige Komplexität. Deshalb setzen wir nicht auf starre Templates, sondern auf einen Workflow und ein Framework, das echte Produktivität ermöglicht. Wir sind überzeugt, dass wir hier ein Alleinstellungsmerkmal im Markt haben: Bei Onepage steht die Produktivität der User radikal im Vordergrund. Durch hunderte Mikro-Anpassungen erzeugen wir ein echtes Wow-Gefühl. Oft sind es die kleinsten Details, die in Summe den entscheidenden Unterschied machen.
Unser Ansatz ist dabei nie losgelöst von der Realität. Onepage entsteht im engen Dialog mit unseren Nutzer:innen und entwickelt sich ständig an ihren Bedürfnissen weiter.
Was macht den Ansatz von Onepage beim Erstellen von Webseiten und Landingpages besonders im Vergleich zu anderen Tools?
Viele Tools liefern hübsche Mockups, die aber danach technisch umgesetzt werden müssen oder sehr starre Strukturen, die kaum individualisierbar sind. Onepage verbindet das Beste aus 2 Welten: Geschwindigkeit durch KI und No-Code, plus die volle visuelle Kontrolle im Editor. Das heißt: In Minuten steht eine Seite, die nicht nach “Standard-Baukasten” aussieht, sondern professionell und individuell.
Welche technischen oder unternehmerischen Herausforderungen gab es bisher und wie sind Sie damit umgegangen?
Die größte Herausforderung war sicher, ein internationales SaaS-Unternehmen ohne externe Finanzierung aufzubauen. Wir mussten sehr diszipliniert arbeiten, jede Entscheidung hat unmittelbare Konsequenzen. Technisch war es eine große Aufgabe, die Plattform so zu entwickeln, dass sie gleichzeitig extrem skalierbar und benutzerfreundlich bleibt. Das Bauen von einem Website-Baukasten ist ziemlich anspruchsvoll, weil man sehr viel Funktionalitäten gleichzeitig benötigt und in diesem wettbewerbsstarken Markt auch erwartet werden. Was uns geholfen hat, war unser Mindset: Wir sehen Herausforderungen als Proof-of-Concept. Wenn wir ein Problem sauber lösen, ist das meist auch schon ein Wettbewerbsvorteil.
Wir sind sehr stolz, dass uns das ohne externe Finanzierung gelungen ist, obwohl wir gegen Player ins Rennen gehen, die börsennotiert sind oder Hunderte Millionen an externem Kapital aufgenommen haben.
Wie stellen Sie sicher, dass die Plattform sowohl für Anfänger:innen als auch für Profis attraktiv bleibt?
Das ist eine Gratwanderung. Anfänger:innen brauchen Einfachheit, Profis wollen maximale Kontrolle. Einige unserer Kunden sind auch seit Jahren bei uns und haben sich daher vom Anfänger zum Profi entwickelt. Wir wollen natürlich trotzdem beide Seiten bedienen. Unsere Lösung: Das Interface von Onepage ist so gestaltet, dass es für Anfänger:innen einfach zu bedienen ist und nicht überladen ist. Gleichzeitig verstecken sich aber in der Tiefe die wichtigen Profi-Einstellungen, die man benötigt, um Premium-Webseiten zu erstellen. So gelingt es uns, beide Zielgruppen abzuholen.
Welche Rolle spielen Datenschutz und Hosting in Deutschland für die Positionierung von Onepage am Markt?
Eine sehr große. Gerade in Europa sind Datenschutz und DSGVO entscheidend. Viele internationale Tools ignorieren das – wir nicht. Unser Hosting in Europa und unsere integrierte Cookie-Content-Lösung sind echte Differenzierungsmerkmale. Sie geben unseren Nutzer:innen Sicherheit und stärken das Vertrauen.
Gibt es besondere Funktionen oder Features, auf die Sie bei Onepage besonders stolz sind?
Besonders stolz sind wir auf unsere Formulare & Funnel-Funktionalität. Leads sind für die meisten Unternehmen eine der wichtigsten Stellschrauben für Erfolg. Mehr Leads bedeuten mehr Umsatz und daher haben wir uns die Frage gestellt, wie wir unsere User dabei am besten unterstützen können. Unsere Formulare sind extrem flexibel und ermöglichen bedingte Logiken, umfangreiche Abfragestrecken und noch vieles mehr. Das direkt im Onepage-Ökosystem zur Verfügung stellen zu können macht uns sehr stolz – man braucht also keine Drittanbieter-Software.
Wie soll sich Onepage in den kommenden Jahren weiterentwickeln und welche neuen Funktionen sind geplant?
Die Möglichkeiten mit AI sind enorm und wir stehen hier unserer Einschätzung nach erst am Anfang. Mit den neuen AI Funktionen von Onepage wird das Erstellen einer Webseite oder eines Funnels viel schneller gehen als jemals zuvor und das wird die Produktivität unserer User enorm steigern. In die gleiche Richtung werden wir auch zukünftig blicken: Wie können wir kundenzentriert unseren Usern den größten Mehrwert bieten.
Was würden Sie rückblickend anders machen, wenn Sie heute noch einmal starten würden?
Es ist immer schwierig, das zu bewerten, denn wir haben immer nach bestem Wissen und Gewissen entschieden. Die erste Version von Onepage hat damals die Zielgruppe noch nicht voll abgeholt, eventuell hätte man das durch mehr Gespräche mit Kund:innen merken können. Aber bei einem Startup läuft man erstmal los und danach merkt man, was man alles besser machen kann. Das ist auch OK so, denn am Ende sind wir dort angekommen, wo wir heute stehen und vielleicht hat es genau diese Fehler am Anfang gebraucht.
Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründer:innen geben, die ein SaaS-Produkt auf den Markt bringen möchten?
Sprich so früh wie möglich mit echten Nutzer:innen. Alles andere ist nur Theorie.
Baue schlank, aber robust. Ein MVP darf nicht wackelig sein, wenn du Vertrauen aufbauen willst.
Skalierung ist ein Marathon, kein Sprint. Wachstum braucht Struktur, Prozesse und das richtige Team, nicht nur Vision. Viele Gründer sind viel zu ungeduldig und geben zu früh auf.
Wie behalten Sie den Überblick über neue Trends im Bereich No-Code-Webdesign und reagieren darauf?
Ich sehe Trends nicht als Selbstzweck. Wir beobachten den Markt sehr genau, aber wir springen nicht auf jeden Hype. Entscheidend ist: Bringt die Technologie Geschwindigkeit, Qualität oder messbaren Mehrwert für unsere Nutzer:innen? Wenn ja, dann setzen wir sie um – und meistens ziemlich früh. Genau deshalb sind wir heute einer der Vorreiter im Bereich KI und No-Code.
Bild: Marcel Knopf
Wir bedanken uns bei Marcel Knopf für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.