Pure Materials entwickelt nachhaltige Materialien aus Hanf für die Bau und Möbelbranche und wird am 10. März 2026 in der PULS 4 Sendung 2 Minuten 2 Millionen pitchen
Wer steht hinter Pure Materials AG und wie hat sich euer Gründerteam formiert?
Pure Materials wurde von mir, Antonia, gegründet – aus der Überzeugung heraus, dass die Bau- und Möbelbranche dringend neue Materialien braucht, die sowohl ökologisch als auch gesundheitlich verantwortungsvoll sind.
Zusammen mit Dave, Marko & Elias vereint unser Team unterschiedliche Kompetenzen: Materialkompetenz und Produktentwicklung, Marketing, Vertrieb und strategische Unternehmensentwicklung. Uns verbindet eine gemeinsame Herzensangelegenheit – Materialien zu entwickeln und verfügbar zu machen, die nicht nur weniger Schaden verursachen, sondern aktiv zur Regeneration unserer Umwelt beitragen.
Pure Materials versteht sich deshalb nicht nur als Materialanbieter, sondern als Teil einer Bewegung hin zu zukunftsfähigem Bauen und Produzieren.
Wie entstand die Idee, Hanf als Grundlage für nachhaltige Holz Alternativen zu nutzen?
Die Idee entstand aus meiner Arbeit im Bereich Innenraumgestaltung und Materialberatung. Dort wird sehr schnell sichtbar, wie viele Materialien im Bau und Innenausbau problematisch sind – sowohl ökologisch als auch gesundheitlich.
Bei der Recherche nach Alternativen bin ich auf Hanf gestoßen. Hanf wächst extrem schnell, benötigt kaum Pestizide, verbessert Böden und bindet große Mengen CO₂. Gleichzeitig besitzt die Pflanze hervorragende technische Eigenschaften.
Die Kombination aus ökologischer Stärke und technischer Leistungsfähigkeit hat mich sofort überzeugt. Daraus entstand die Vision, Hanf als Basis für eine neue Generation von Materialien zu nutzen.
Welches konkrete Problem in der Bau und Möbelbranche löst ihr mit euren Hanfholz Platten?
Die Bau- und Möbelbranche steht vor mehreren Herausforderungen gleichzeitig: Ressourcenknappheit, steigende Holzpreise, CO₂-Emissionen und zunehmend strengere Umweltanforderungen.
Unsere Hanfholzplatten bieten eine Lösung, indem sie:
Holzressourcen teilweise ersetzen können
CO₂ langfristig binden
eine stabile und hochwertige Alternative zu klassischen Holzwerkstoffen darstellen
Damit schaffen wir eine Möglichkeit, nachhaltiger zu bauen, ohne auf Qualität oder Ästhetik verzichten zu müssen.
Was unterscheidet eure Produkte technisch und ökologisch von konventionellen Holzwerkstoffen?
Technisch besitzt unser Hanfholz eine sehr hohe Dichte und Stabilität, wodurch sie besonders langlebig und robust sind.
Ökologisch liegt der größte Unterschied im Rohstoff selbst: Hanf wächst innert 120 Tagen nach und bindet während des Wachstums große Mengen CO₂.
Während viele Holzprodukte auf langsam wachsende Bäume angewiesen sind, basiert unser Material auf einer jährlich erneuerbaren Pflanze.
Zudem legen wir großen Wert auf möglichst biobasierte Inhaltsstoffe und transparente Lieferketten.
Ihr sprecht von CO₂ negativen Materialien. Wie funktioniert dieses Prinzip konkret in eurer Produktion?
Das Prinzip beginnt beim Rohstoff: Hanf wächst sehr schnell und nimmt während seines Wachstums große Mengen CO₂ aus der Atmosphäre auf. Dieser Kohlenstoff bleibt in der Pflanzenstruktur gespeichert und wird in unseren Materialien langfristig gebunden.
Auch die Lieferkette ist bewusst regional organisiert: Der Hanf stammt von Feldern im Umkreis von rund 150 Kilometern um die Produktionsstätte, wodurch Transportwege bereits beim Rohstoff stark reduziert werden.
In der Produktion wird der Hanf zu hochverdichteten Holzalternativen verarbeitet und mit biobasierten Bindemitteln verbunden. Gleichzeitig nutzen wir erneuerbare Energie, unter anderem Strom aus Wasserkraft, und verwerten Produktionsreste energetisch. Hanf- und Holzreste aus der Produktion werden beispielsweise in einem Biobrenner genutzt, um Prozessenergie zu erzeugen. Dadurch reduzieren wir Abfall und senken den externen Energiebedarf.
Bereits heute ist das Material CO₂-negativ – selbst unter Berücksichtigung des aktuellen Transports nach Europa. Gleichzeitig investieren wir in Biofuel und Elektro-LKWs, um die Klimabilanz weiter zu verbessern.
Der nächste logische Schritt ist deshalb der Aufbau regionaler Produktionsstandorte im DACH-Raum. Wenn Anbau, Verarbeitung und Markt näher zusammenrücken, lassen sich Transportwege weiter reduzieren und die Klimawirkung unserer Materialien nochmals deutlich verbessern.
Welche Rolle spielen Gesundheit und Raumklima bei der Entwicklung eurer Produkte?
Wohngesundheit ist neben der Nachhaltigkeit mein absolutes Herzensanliegen und spielt bei unseren Materialien eine zentrale Rolle. Gerade im Innenraum verbringen Menschen rund 90 % ihrer Zeit – deshalb ist es entscheidend, aus welchen Materialien Möbel, Böden oder Innenausbauten bestehen.
Viele der Materialien in unseren Räumen enthalten Klebstoffe oder Zusatzstoffe, die flüchtige organische Verbindungen (VOCs) emittieren können und damit die Raumluft belasten und unsere Gesundheit gefährden können.
Hanfholz verfolgt hier einen anderen Ansatz: 96% biobasiert und ohne zugesetztem Formaldehyd. Für Architekt:innen, Planer:innen und Bauherr:innen, die auf wohngesunde, nachhaltige Materialien setzen möchten, ist das ein entscheidender Mehrwert.
Nachhaltigkeit endet für uns nicht beim CO₂-Fußabdruck – sie beginnt schon bei der Luft, die wir täglich einatmen.
Für welche Zielgruppen sind eure Hanfholz Platten besonders interessant, etwa Architekturbüros, Bauunternehmen oder Möbelhersteller?
Unsere Materialien sind besonders interessant für Architekturbüros, Innenarchitekt:innen, Möbelhersteller und Bauunternehmen, die in ihren Projekten nachhaltige und wohngesunde Materialien einsetzen möchten.
Gerade im professionellen Architektur- und Designbereich wächst das Interesse stark, weil Planer zunehmend Materialien suchen, die sowohl ökologisch als auch technisch überzeugen.
Darüber hinaus sehen wir auch großes Potenzial im Handwerk – zum Beispiel bei Schreinereien, Holzmanufakturen oder Produktdesignern, die mit innovativen Materialien arbeiten möchten. Hanfholz eignet sich beispielsweise hervorragend für kleinere hochwertige Produkte wie Messergriffe, Kugelschreiber, Gitarren oder andere Designobjekte.
Und nicht zuletzt richtet sich Hanfholz auch an private Bauherr:innen und Menschen, die bewusst nachhaltig und gesund bauen oder wohnen möchten und großen Wert auf natürliche Materialien sowie ein gutes Raumklima legen.
Damit verbinden wir Architektur, Handwerk und private Wohnprojekte – alle vereint durch den Wunsch nach nachhaltigeren Materialien.
Am 10 März 2026 wird Pure Materials in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu sehen sein. Welche Erwartungen verbindet ihr mit diesem Auftritt?
Für uns ist der Auftritt eine große Chance, das Thema nachhaltige Materialien einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Viele Menschen wissen noch gar nicht, welche innovativen Lösungen heute bereits existieren.
Wir hoffen natürlich auf Interesse von Investorinnen und Investoren, aber ebenso wichtig ist für uns die Sichtbarkeit für das Thema nachhaltiges und gesundes Bauen &Wohnen.
Welche Kernbotschaft möchtet ihr den Investorinnen und Investoren in Bezug auf nachhaltiges Bauen vermitteln?
Nachhaltiges Bauen ist kein Nischenthema mehr – es wird zu einer der zentralen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte.
Der Gebäudesektor verursacht weltweit einen erheblichen Anteil der CO₂-Emissionen.
Neue Materialien sind deshalb ein entscheidender Hebel, um diese Emissionen zu reduzieren. Unternehmen, die heute in innovative Materialien investieren, investieren damit gleichzeitig in einen riesigen Zukunftsmarkt.
Wie ist euer Geschäftsmodell aufgebaut und wie plant ihr Skalierung im europäischen Markt?
Pure Materials verfolgt die Vision, langfristig eine der führenden Plattformen und Handelsstrukturen für rein nachhaltige und gesunde Bau- & Wohnmaterialien in Europa aufzubauen.
Aktuell liegt der Fokus darauf, innovative Hanfmaterialien in den Markt einzuführen und Architekt:innen, Bauunternehmen sowie Herstellern zugänglich zu machen.
Mit der Pure Factory planen wir künftig regionale Produktionsstandorte, um Hanfmaterialien lokal zu verarbeiten, Transportwege deutlich zu verkürzen und gleichzeitig neue Produkte auf Basis dieses Rohstoffs zu entwickeln – zum Beispiel die bereits patentierten, weltweit ersten tragenden Bauplatten aus Hanf. So erweitern wir Schritt für Schritt unser Sortiment rund um nachhaltige Materialien aus Hanf.
Parallel dazu baut Pure Materials ein Netzwerk aus Produktionspartnern, Herstellern und Vertriebspartnern auf, um diese Materialien effizient im europäischen Markt zu skalieren.
Welche Herausforderungen gibt es aktuell bei Produktion, Lieferkette oder Zertifizierungen?
Wie bei vielen innovativen Materialien besteht eine der größten Herausforderungen zunächst darin, dass sich Märkte und Planer an neue Lösungen herantasten. Gerade in der Bau- und Möbelbranche werden Materialien oft über Jahrzehnte hinweg verwendet, weshalb es Zeit braucht, bis neue Alternativen in größeren Projekten eingesetzt werden.
Wir erleben jedoch, dass das Interesse stark wächst und immer mehr Architekt:innen und Hersteller bereit sind, neue nachhaltige Materialien auszuprobieren und in ihre Projekte zu integrieren.
Auf der Produktions- und Rohstoffseite konnten wir in den letzten Monaten bereits wichtige Schritte machen und eine stabile Lieferkette für Hanf im DACH-Raum aufbauen.
Im Bereich Zertifizierungen liegt die Herausforderung vor allem darin, dass viele zusätzliche Zulassungen und Prüfungen länderabhängig organisiert werden müssen und entsprechend hohe Kosten verursachen. Mit zunehmendem Wachstum wollen wir deshalb weitere Zertifizierungen Schritt für Schritt ausbauen, um unsere Materialien noch breiter im europäischen Markt verfügbar zu machen.
Was unterscheidet Pure Materials klar von anderen Anbietern im Bereich nachhaltiger Baustoffe?
Unser Fokus liegt auf einer neuen Materialgeneration auf Basis von Hanf, kombiniert mit einem starken Design- und Architekturanspruch.
Wir wollen nicht nur nachhaltige Materialien entwickeln, sondern Produkte, die auch ästhetisch und technisch überzeugen.
Unser Ziel ist es, mit der lokalen Produktion die Preise um 40-50% zu senken und Nachhaltigkeit vom Nischenprodukt zum neuen Standard zu machen.
Welche nächsten Entwicklungsschritte plant ihr nach einem möglichen Investment?
Mit zusätzlichem Kapital möchten wir vor allem drei Bereiche beschleunigen:
Ausbau der Produktionskapazitäten
Weiterentwicklung unserer Materialtechnologien
Expansion in weitere europäische Märkte
Unser langfristiges Ziel ist es, Hanf als Rohstoff in der Materialindustrie deutlich stärker zu etablieren.
Sehen Sie Pure Materials am 10. März 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen
Bildcredits/Fotograf: PULS 4/ Gerry Frank
Wir bedanken uns bei Antonia Thüring für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder
Premium Start-up: Pure Materials

Kontakt:
Pure Materials AG
Längenbold 20
6037 Root
Schweiz
https://www.pure-materials.ch/
hello@pure-materials.ch
Ansprechpartner: Antonia Thüring
























