Freitag, Januar 30, 2026
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Sind Datenräume der fehlende Baustein für Zusammenarbeit?

sovity ermöglicht die Nutzung von Daten in Data Spaces für Unternehmen

Wie würden Sie sovity und das Team dahinter vorstellen?

sovity ist ein hochmotiviertes, professionelles und zugleich extrem agiles Team, das den Kunden konsequent in den Mittelpunkt stellt. Uns verbindet die gemeinsame Überzeugung, dass Data Spaces der Schlüssel für die nächste Stufe der digitalen Wertschöpfung sind. Diese Vision wird nicht nur von einzelnen getragen, sondern vom gesamten Team zu 100 %. Genau das macht unsere Geschwindigkeit, unsere Qualität und unseren Anspruch aus.

Welche Motivation stand hinter der Gründung von sovity und wie prägt sie Ihre Arbeit heute?

Unsere Motivation war von Anfang an klar: Wir wollen den Wert industrieller Daten in Europa wirklich nutzbar machen. Viele Unternehmen sind über Jahre daran gescheitert, Daten sicher auszutauschen, Standards zu nutzen und gemeinsam mit Partnern echten Mehrwert aus Daten zu generieren. Genau hier setzen wir an. Seit Tag eins treibt uns der Anspruch, eine Lösung zu bauen, die einfach nutzbar ist und Unternehmen befähigt, Daten endlich produktiv einzusetzen – ohne technologische Hürden.

Welche Vision verfolgen Sie für datensouveräne Zusammenarbeit und welche Rolle spielt Ihre Technologie dabei?

Wir wollen Unternehmen aktiv bei ihrer digitalen Transformation unterstützen und ihnen ermöglichen, echten Wert aus ihren Daten zu schaffen – sei es durch Effizienzgewinne, Kostensenkungen oder neue datenbasierte Geschäftsmodelle. Gleichzeitig behalten Unternehmen jederzeit die volle Kontrolle darüber, wer welche Daten nutzen darf. Unsere Technologie ist dabei ein essenzieller Baustein: Sie nimmt die Komplexität des Datenaustauschs vollständig ab. Unternehmen müssen sich nicht mehr mit dem „Wie“ beschäftigen, sondern können sich voll auf die Wertgenerierung mit Daten konzentrieren.

Für welche Unternehmen ist Ihre Connector- und Data-Space-Lösung besonders relevant und wie erleichtern Sie diesen den Einstieg?

Unser Fokus liegt auf Industrien mit komplexen Produkten und vielschichtigen Wertschöpfungsketten. Aktuell arbeiten wir vor allem mit großen Unternehmen zusammen, etwa OEMs oder Tier-1-Zulieferern in der Automobilindustrie, die über ein breites Partnernetzwerk verfügen. Langfristig soll jedoch jeder Akteur in der Lieferkette von unserer Lösung profitieren – ausdrücklich auch kleine und mittelständische Unternehmen. Deshalb setzen wir stark auf Self-Service: Unsere Produkte sind intuitiv nutzbar und werden durch AI-Agents, Chatbots, Tutorials und umfassende Dokumentation unterstützt.

Viele Firmen scheuen komplexe Data-Space-Standards. Wie helfen Sie, Hürden wie technische Anforderungen oder fehlendes Know-how zu reduzieren?

Unsere Philosophie ist einfach: Unternehmen sollen sich mit Data-Space-Standards gar nicht beschäftigen müssen – das übernehmen wir. Wir machen die Standards nutzbar, ohne sie sichtbar zu machen. Der Fokus unserer Kunden liegt auf der Anwendung der Daten, zum Beispiel für Qualitätsanalysen oder die Berechnung von CO₂-Fußabdrücken. Die technische Komplexität läuft vollständig im Hintergrund.

Was unterscheidet sovity von anderen Anbietern, die ebenfalls an Data-Space-Infrastrukturen arbeiten?

Wir liefern industrie-reife Produkte. Unsere Software wird bereits heute für produktkritische Daten eingesetzt – nicht in Pilotprojekten, sondern im operativen Betrieb. Dazu kommt unsere flexible und professionelle Kundenunterstützung sowie eine echte Ende-zu-Ende-Begleitung über alle Themenfelder hinweg. Gemeinsam mit unserem Partnernetzwerk decken wir nicht nur Technologie, sondern auch Prozesse, Integration und Betrieb ab.

Welche Herausforderungen sehen Sie aktuell bei der Etablierung interoperabler Datenräume und wie gehen Sie damit um?

In der aktuell wirtschaftlich angespannten Lage zögern viele Unternehmen, weitere Investitionen in neue Technologien zu tätigen. Gleichzeitig entstehen in verschiedenen Industrien weiterhin individuelle Data-Space-Konzepte, die nicht immer auf gemeinsamen Standards basieren. Das erschwert Interoperabilität und führt zu isolierten Datensilos. Unser Ansatz ist es, konsequent auf Standardisierung, Praxisnähe und klaren Mehrwert zu setzen – und genau diesen Mehrwert sichtbar zu machen.

Ihre Lösung richtet sich explizit auch an kleine und mittelständische Unternehmen. Welche Bedürfnisse dieser Zielgruppe stehen für Sie im Fokus?

KMUs müssen heute oft standardisiert Daten an ihre Kunden liefern – sei es aufgrund vertraglicher Vorgaben oder technischer Anforderungen. Wir ermöglichen genau das: einfach, schnell und kosteneffizient. Unser Ziel ist es, KMUs eine Lösung an die Hand zu geben, mit der sie professionell und standardkonform Daten austauschen können, ohne eigenes Spezial-Know-how aufbauen zu müssen.

Wie entwickeln Sie Ihr Angebot weiter und welche Funktionen oder neuen Einsatzfelder stehen als Nächstes an?

Aktuell liegt unser Fokus auf der Entwicklung konkreter Use-Case-Applikationen auf Basis des Datenaustauschs, sodass Unternehmen den Mehrwert unmittelbar erkennen können. Diese Anwendungen bauen wir weiter aus und vertiefen sie für unterschiedliche Industrien. Parallel dazu machen wir die zugrunde liegende Datenintegration und -transformation kontinuierlich einfacher und leistungsfähiger.

sovity macht Daten in Data Spaces nutzbar Sebastian Kleff CEO und Co Founder sovity
Sebastian Kleff CEO und Co-Founder sovity

Wie verändert sich der Markt für sichere Datenökosysteme aus Ihrer Sicht und welche Rolle soll sovity künftig darin spielen?

Connectivität wird zunehmend zur Commodity. Heute zahlt niemand mehr bewusst für das Versenden von E-Mails oder SMS – und ähnlich wird es sich auch im Datenbereich entwickeln. Der entscheidende Faktor wird der Mehrwert sein, der auf den Daten aufsetzt. Genau dort sehen wir unsere Rolle: als Enabler für echte datenbasierte Wertschöpfung.

Welche Bedeutung hat es für euch, dass sovity Teil des de:hub Netzwerks ist und welche Vorteile ergeben sich daraus für eure Entwicklung?

Das de:hub-Netzwerk bietet uns enormen Mehrwert – durch Kontakte, Austauschformate und Veranstaltungen. Besonders wertvoll ist für uns das regelmäßige Feedback von externen Perspektiven, das hilft, den eigenen Blick zu schärfen und neue Impulse mitzunehmen.

Würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern empfehlen, ihr Startup ebenfalls im de:hub Umfeld zu verankern, und welche Erfahrungen haben Sie dort selbst gemacht?

Definitiv. Das Angebot ist breit und vielfältig – von Coaching über Co-Working bis hin zu Netzwerk und Events. Gerade in der Anfangsphase sind genau diese Dinge entscheidend, um schnell zu lernen, zu wachsen und die richtigen Menschen kennenzulernen.

Welche drei Ratschläge möchten Sie Gründerinnen und Gründern mitgeben, die im Bereich Data-Tech oder digitale Infrastruktur starten möchten?

Von Tag eins an konsequent auf den Kundenmehrwert fokussieren.
Schnell validieren und den Kurs anpassen, wenn es nötig ist.
Nicht zu komplex denken – lieber eine klare Nische wählen und diese exzellent besetzen.

Bildcredits © privat

Wir bedanken uns bei Sebastian Kleff für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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