{"id":105246,"date":"2024-05-21T07:23:34","date_gmt":"2024-05-21T05:23:34","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=105246"},"modified":"2024-05-21T07:23:35","modified_gmt":"2024-05-21T05:23:35","slug":"healthcare-startups","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/healthcare-startups\/","title":{"rendered":"Healthcare-Startups: Die wichtigsten Erfolgsfaktoren f\u00fcr Wachstum"},"content":{"rendered":"\n
Der Healthcare-Sektor bietet Startups<\/a> immense M\u00f6glichkeiten, birgt jedoch auch zahlreiche Herausforderungen. Diese Branche ist gepr\u00e4gt von komplexer Regulatorik, alt eingesessenen Strukturen sowie einer Vielzahl von Stakeholdern. F\u00fcr Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcnder, die in diesem Bereich erfolgreich sein wollen, ist es entscheidend, die m\u00f6glichen Fallstricke fr\u00fchzeitig zu erkennen. In diesem Beitrag – in dem ich mich direkt an die Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcnder wende – werden wir drei zentrale Erfolgsfaktoren beleuchten, die das Wachstum von Healthcare-Startups ma\u00dfgeblich beeinflussen k\u00f6nnen. Das sind: 1. gut vernetzte Navigationshilfen, 2. das passende Gesch\u00e4ftsmodell und 3. ein klares Verst\u00e4ndnis der Schmerzpunkte der Abnehmer:innen und Nutzer:innen.<\/p>\n\n\n\n Der Gesundheitsmarkt ist hochpolitisch und stark reguliert. Um hier nicht grobe Fehler zu machen, die einen dann gegebenenfalls die Medizinprodukt-Zertifizierung kosten oder falsche Annahmen hinsichtlich der Kostenerstattung zu treffen, sucht Euch Navigationshilfen. Das kann in Form eines Beirats, eines Advisors oder Mitarbeitenden mit gro\u00dfer Fachexpertise sein. Mein Rat: Filtert immer nach den Kompetenzen, die Eure blinden Flecken ausf\u00fcllen. Sucht nach Gr\u00fcnder:innen, die in Eurem Vertical schon mal erfolgreich ein Venture aufgebaut haben. Gr\u00fcnder:innen, die bestimmt einige Learnings gemacht haben und Euch so hebeln k\u00f6nnen, diese zu nutzen.<\/p>\n\n\n\n Mein Tipp: Seid Euch der Grenzen der \u201cExternen\u201c bewusst. Auch noch so erfahrene Beraterinnen und Berater haben ihre Grenzen. Ein Vorstandsmitglied einer Krankenkasse kann beispielsweise tiefes Wissen \u00fcber die Kassensysteme haben, aber m\u00f6glicherweise weniger Erfahrung im Aufbau eines Vertriebsteams. Gr\u00fcnder:innen sollten daher die Ratschl\u00e4ge ihrer Beraterinnen und Berater stets kritisch hinterfragen und sich der \u201eBrille des Advisors\u201d bewusst sein.<\/p>\n\n\n\n Meine Erfahrung: Austausch \u00fcber Herausforderungen ist immer hilfreich und selten teilt man „Geheimnisse“, die einem dann zum Nachteil geraten. Der harte Part ist n\u00e4mlich nicht das Wissen, sondern das Anwenden des Wissens, also die Execution.<\/p>\n\n\n\n Die Entwicklung eines skalierbaren Gesch\u00e4ftsmodells im Gesundheitsbereich ist DIE gr\u00f6\u00dfte Herausforderungen f\u00fcr Startups. Der Gesundheitsmarkt hat im Gegensatz zu anderen M\u00e4rkten einen signifikanten Unterschied: Auch wenn Ihr Mehrwert f\u00fcr den Patienten bietet, ist dieser eventuell nicht bereit\/oder einfach nicht in der Lage zu zahlen, weil beispielsweise finanzielle Mittel fehlen. Der Selbstzahlermarkt ist oft begrenzt und die fragmentierte Landschaft der Krankenkassen macht es schwierig, konsistente Einnahmequellen zu erschlie\u00dfen. Gerade bei Medizinprodukten, die einen hohen Preispunkt haben, ist der Selbstzahlermarkt oft keine valide Option.<\/p>\n\n\n\n Mein Tipp: Mapped die Gesch\u00e4ftsmodell-Alternativen, bevor Ihr Euch festlegt. Sprecht mit den relevanten Eink\u00e4ufern aus Kassen, Kliniken und Co. Versteht DEREN Schmerzpunkte, denn wenn Ihr diese l\u00f6st, habt Ihr auch einen Abnehmer. Wichtig ist dabei zu verstehen: Eine DiGa (Digitale Gesundheitsanwendung) ist KEIN Garant f\u00fcr ein funktionierendes Gesch\u00e4ftsmodell, es ist lediglich ein \u201cpayment pathway\u201d. Das bedeutet, die Patientenakquise ist weiterhin eine Herausforderung, denn ohne Patienten keine Abrechnung und kein Gesch\u00e4ftsmodell. Es gibt eine Reihe von \u201cbest practises\u201d der Top-DiGa Anbieter. Dort l\u00e4sst sich verstehen, wie diese ihr \u201cAkquise-Game\u201d geknackt haben und wie lange es gedauert hat.<\/p>\n\n\n\n Im Gesundheitsbereich ist es oft so, dass K\u00e4ufer:innen (Buyer) und Nutzer:innen (User) unterschiedliche Personas sind. Dies erfordert ein gutes Verst\u00e4ndnis, um beide an Bord zu holen.<\/p>\n\n\n\n Dabei ist es entscheidend, die Bed\u00fcrfnisse und Herausforderungen aller Beteiligten zu verstehen. Sprecht Ihr mit einer Krankenkasse, versucht die Welt der Versorgungsmanagerin zu verstehen, ihren Schreibtisch, ihre KPIs. Sprecht Ihr mit einer Klinik, m\u00fcsst Ihr die \u201cDecision Making Journey\u201d zwischen \u00c4rzten, Pflegern, IT-Abteilung, Klinikdirektorin etc. verstehen. Hier seid Ihr mit der Komplexit\u00e4t konfrontiert, verschiedene Personen und ihre Bed\u00fcrfnisse und Agenden zu durchschauen. Anspruch muss nicht sein, alles genau zu wissen, bevor man ein Produkt auf den Markt bringt. Aber bitte begreift gerade die ersten Jahre im Bauen eines Digital Health Ventures als \u201cLearrning journey\u201d. Denn wenn Ihr die Buying Journey knackt, skaliert auch Euer Gesch\u00e4ftsmodell.<\/p>\n\n\n\n Healthcare-Startups stehen vor einzigartigen Herausforderungen, aber auch vor enormen Chancen. Der Schl\u00fcssel zum Erfolg liegt in der Suche nach erfahrenen Navigationshilfen, der Entwicklung eines skalierbaren Gesch\u00e4ftsmodells und dem Verst\u00e4ndnis, wie Ihr K\u00e4ufer:innen und Nutzer:innen einen Mehrwert bringen k\u00f6nnt. Wenn Ihr diese Faktoren ber\u00fccksichtigt beziehungsweise Teil Eurer \u201cExecutional Strategy\u201d macht, k\u00f6nnt Ihr als Healthcare-Startups nicht nur erfolgreich wachsen, sondern auch einen echten Unterschied im Leben der Menschen machen. Die Gesundheitsbranche bietet eine einzigartige M\u00f6glichkeit, Innovation und Mensch zu verbinden.<\/p>\n\n\n\n Farina Schurzfeld<\/a> ist mehrfache Gr\u00fcnderin (u.a. Selfapy und AndRobin) und Expertin f\u00fcr digitale Gesundheit und Skalierung von Gesch\u00e4ftsmodellen. Als Co-Chair der health.tech in M\u00fcnchen (5.\/6.Juni) bringt sie jedes Jahr das Health-\u00d6kosystem zusammen. www.health.tech<\/a><\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Der Healthcare-Sektor bietet Startups immense M\u00f6glichkeiten, birgt jedoch auch zahlreiche Herausforderungen. <\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":105247,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[9287,23548,23549],"class_list":["post-105246","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-workbase","tag-geschaeftsmodell","tag-regulatorik","tag-stakeholder"],"acf":[],"yoast_head":"\nNavigationshilfe: Den Weg durch den Regulierungsdschungel finden<\/h4>\n\n\n\n
Revenue: Ein skalierbares Gesch\u00e4ftsmodell entwickeln<\/h4>\n\n\n\n
Differenzierung von Buyer und User: Alle Stakeholder \u00fcberzeugen<\/h4>\n\n\n\n
Der Gesundheitstechnologie-Sektor ist komplex, aber voller M\u00f6glichkeiten<\/h4>\n\n\n\n
Autorin:<\/h5>\n\n\n\n