{"id":108889,"date":"2024-08-22T09:56:32","date_gmt":"2024-08-22T07:56:32","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=108889"},"modified":"2026-06-11T08:23:38","modified_gmt":"2026-06-11T06:23:38","slug":"linda-hoffmann-shopify","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/linda-hoffmann-shopify\/","title":{"rendered":"Start-up Boom in Deutschland: Gr\u00fcnder:innen beweisen Risikobereitschaft und Resilienz"},"content":{"rendered":"\n
Der Unternehmergeist in Deutschland lebt, auch wenn der Weg in die Selbstst\u00e4ndigkeit oft von Herausforderungen gepr\u00e4gt ist. Nach Angaben des Startup Verbands Deutschland<\/a> stieg die Zahl der Neugr\u00fcndungen im ersten Halbjahr 2024 um 15 Prozent. Au\u00dferdem zeigt eine aktuelle Erhebung, die von Shopify<\/a> in Auftrag gegeben wurde, dass die Risikobereitschaft von Gr\u00fcnder:innen selbst dann hoch bleibt, wenn sie bereits R\u00fcckschl\u00e4ge erlebt haben. Besonders die junge Generation zwischen 16 und 24 Jahren zeigt ein starkes Interesse daran, zu gr\u00fcnden. Finanzielle H\u00fcrden und geschlechtsspezifische Unterschiede erschweren allerdings den Weg. <\/p>\n\n\n\n Linda Hoffmann: Unternehmertum erfordert Mut und Risikobereitschaft. Wenn diese Haltung zum Erfolg f\u00fchrt, kann sie die Gesellschaft positiv beeinflussen und sozialen Wandel bewirken. Tats\u00e4chlich haben wir in unserer Erhebung herausgefunden, dass 15 Prozent der befragten Unternehmer:innen gegr\u00fcndet haben, um einen positiven Einfluss auf die Welt auszu\u00fcben. 14 Prozent der Befragten nennen als Motiv f\u00fcr die Gr\u00fcndung, dass sie damit ihre Gemeinschaft unterst\u00fctzen wollen. Bei den Gr\u00fcnder:innen in spe ist dieser Wunsch nach positiven Ver\u00e4nderungen mit 22 Prozent sogar noch st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n Unternehmertum ist zudem ein entscheidender Motor f\u00fcr das Schaffen neuer Arbeitspl\u00e4tze, was f\u00fcr die wirtschaftliche Stabilit\u00e4t Deutschlands von zentraler Bedeutung ist. Die H\u00e4lfte der befragten Unternehmer:innen besch\u00e4ftigt f\u00fcnf oder mehr Mitarbeiter:innen, w\u00e4hrend weitere 25 Prozent ein bis vier Angestellte haben. Auch unter den Gr\u00fcnder:innen in spe zeigt sich ein starkes Engagement: 64 Prozent, die ernsthaft eine Gr\u00fcndung in Betracht ziehen, wollen mindestens eine Arbeitskraft einstellen. <\/p>\n\n\n\n Linda Hoffmann: Ja, zu diesem Ergebnis kommt unsere Studie. Demnach haben 73 Prozent der 16- bis 24-J\u00e4hrigen in Deutschland Interesse, ein eigenes Unternehmen zu gr\u00fcnden. Diese Generation ist besonders motiviert, Risiken einzugehen und neue Wege zu beschreiten. Ihr Enthusiasmus und ihre Bereitschaft, Verantwortung zu \u00fcbernehmen, machen sie zu einer treibenden Kraft f\u00fcr zuk\u00fcnftige Innovationen und Start-ups in Deutschland.<\/p>\n\n\n\n Linda Hoffmann: Ein betr\u00e4chtlicher Teil der Gr\u00fcnder:innen in Deutschland hat bereits unternehmerische Erfahrungen gesammelt und R\u00fcckschl\u00e4ge erlebt: 42 Prozent berichten, dass sie zwei bis drei erfolglose Gr\u00fcndungsversuche hinter sich haben. Doch anstatt sich entmutigen zu lassen, beweisen sie bemerkenswerte Ausdauer und die F\u00e4higkeit, aus Misserfolgen zu lernen und gest\u00e4rkt daraus hervorzugehen. Das zeigt die Entschlossenheit und Resilienz der Gr\u00fcnder:innen in Deutschland.<\/p>\n\n\n\n Linda Hoffmann: Auff\u00e4llig sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern, wenn es um die Bereitschaft geht, eigenes Geld in das Start-up zu stecken: W\u00e4hrend 79 Prozent der M\u00e4nner dazu bereit sind, sind Frauen mit 67 Prozent deutlich zur\u00fcckhaltender. Obwohl die Daten diese Zur\u00fcckhaltung unter Frauen andeuten, sehen wir, dass der Unterschied nicht allzu gro\u00df ist \u2013 mit 54 Prozent sind \u00fcber die H\u00e4lfte aller Shopify-H\u00e4ndler:innen frauengef\u00fchrte Unternehmen.<\/p>\n\n\n\n Linda Hoffmann: Mehr als ein Drittel der Gr\u00fcnder:innen in Deutschland betont, dass die Unterst\u00fctzung aus dem pers\u00f6nlichen Umfeld \u2013 sei es durch Familie, Freundeskreis oder Mentor:innen \u2013 eine entscheidende Rolle spielt, den Sprung in die Selbstst\u00e4ndigkeit zu wagen. Gerade f\u00fcr junge Unternehmer:innen sind solche Netzwerke von gro\u00dfer Bedeutung \u2013 immerhin gaben 54 Prozent der Befragten an, dass ein:e Mentor:in sie dazu motivieren k\u00f6nnte, ein Unternehmen zu gr\u00fcnden.<\/p>\n\n\n\n Linda Hoffmann: Die Politik kann ma\u00dfgeblich dazu beitragen, das Gr\u00fcndungsklima in Deutschland zu verbessern. Mehr als ein Viertel der Unternehmer:innen sieht die staatliche B\u00fcrokratie als Haupthindernis bei der Unternehmensgr\u00fcndung. Vereinfachte Verfahren, bessere finanzielle Unterst\u00fctzung und der Abbau von B\u00fcrokratie k\u00f6nnten viele potenzielle Gr\u00fcnder:innen motivieren, diesen Schritt zu wagen.<\/p>\n\n\n\n Linda Hoffmann: Viele wollen mit ihrer Gr\u00fcndung die Welt positiv ver\u00e4ndern. Ein weiterer Hauptantrieb ist der Wunsch nach Unabh\u00e4ngigkeit. Viele m\u00f6chten ihr eigener Chef oder ihre eigene Chefin sein.<\/p>\n\n\n\n Auch flexiblere Arbeitszeiten und bessere Verdienstm\u00f6glichkeiten sind wichtige Gr\u00fcnde.\u202f<\/p>\n\n\n\n Spannend: Passion Projects gewinnen an Bedeutung. Vor allem bei denen, die ernsthaft \u00fcber eine Gr\u00fcndung nachdenken. 31 Prozent der Befragten gaben das an.<\/p>\n\n\n\n Viele angehende Gr\u00fcnder:innen k\u00e4mpfen mit finanziellen H\u00fcrden und B\u00fcrokratie. Auch Inflation und pers\u00f6nliche Geldsorgen spielen eine gro\u00dfe Rolle.<\/p>\n\n\n\n Es braucht gezielte politische Ma\u00dfnahmen. Der Zugang zu Startkapital muss einfacher werden. Die B\u00fcrokratie sollte abgebaut werden. So wagen mehr Menschen den Schritt in die Selbstst\u00e4ndigkeit.<\/p>\n\n\n\n Wichtig ist auch die Unterst\u00fctzung aus dem pers\u00f6nlichen Umfeld. Investor:innen und Mentor:innen leisten ebenfalls einen wertvollen Beitrag.<\/p>\n\n\n\n Mit Hilfe aus verschiedenen Richtungen k\u00f6nnen Gr\u00fcnder:innen ihre Zukunft selbst gestalten. So entsteht langfristig wirtschaftlicher Wohlstand \u2013 f\u00fcr sie und f\u00fcr Deutschland.<\/p>\n\n\n\n Bildcredits: Shopify<\/p>\n\n\n\nIm Interview<\/a> spricht Linda Hoffmann, Head of Partnerships DACH bei Shopify, \u00fcber diese Themen, \u00fcber die Bedeutung von Netzwerken und die politischen Rahmenbedingungen.<\/h2>\n\n\n\n
Frau Hoffmann, warum ist Unternehmertum so wichtig? <\/strong><\/h4>\n\n\n\n
Vor allem junge Menschen in Deutschland wollen ihr eigenes Unternehmen gr\u00fcnden. Woran liegt das?<\/strong><\/h4>\n\n\n\n
Aber nicht jede Idee f\u00fchrt zu einem erfolgreichen Business. Sie haben die hohe Risikobereitschaft unter deutschen Gr\u00fcnder:innen erw\u00e4hnt. Wie erkl\u00e4ren Sie sich das?<\/strong><\/h4>\n\n\n\n
Wie beeinflussen finanzielle H\u00fcrden und geschlechtsspezifische Unterschiede die Gr\u00fcnderszene?<\/strong><\/h4>\n\n\n\n
Wie wichtig sind Unterst\u00fctzungsnetzwerke f\u00fcr den Erfolg von Gr\u00fcnder:innen
in Deutschland?<\/strong><\/h4>\n\n\n\nWelche Rolle spielt die Politik bei der Unterst\u00fctzung von Start-ups hierzulande?<\/strong><\/h4>\n\n\n\n
Was motiviert Menschen in Deutschland, ein Unternehmen zu gr\u00fcnden und wie haben sich diese Motivationen \u00fcber die Jahre ver\u00e4ndert?<\/strong><\/h4>\n\n\n\n
Welche Herausforderungen sehen angehende Unternehmer:innen in Deutschland und wie k\u00f6nnten diese \u00fcberwunden werden?<\/strong><\/h4>\n\n\n\n