{"id":109434,"date":"2024-09-23T09:12:56","date_gmt":"2024-09-23T07:12:56","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=109434"},"modified":"2026-06-11T08:22:40","modified_gmt":"2026-06-11T06:22:40","slug":"zerolabs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/zerolabs\/","title":{"rendered":"Kann alkoholfreies Bier wirklich genauso gut schmecken?"},"content":{"rendered":"\n
Max Wittrock: Klar. Wir sind beide Start-up-Unternehmer. Moritz ist Co-Founder von Keller Sports und hat dort sehr lange Sport-E-Commerce gemacht. Ich, Max, hab meine Start-up-Karriere mit mymuesli begonnen. Letztes Jahr haben wir uns dann entschieden, gemeinsam etwas zu gr\u00fcnden. Herausgekommen ist zeroLabs.\u00a0<\/p>\n\n\n\n
Moritz Keller: Wir haben 2023 mit Freunden Fu\u00dfball gespielt und danach sa\u00dfen wir bei einem, tats\u00e4chlich alkoholfreien Bier<\/a> zusammen. Wir sind auf das Thema Gr\u00fcnden gekommen und haben Ideen ausgetauscht. Und hatten ein Match bei alkoholfreiem Bier. Was uns im Markt fehlt als Alkoholfrei-Fans: Eine Indy-Marke, die sich ausschlie\u00dflich auf alkoholfreie Biere spezialisiert, die lecker schmecken, aber auch funktional sind: Wie zum Beispiel unser erste Produkt, das Unfiltered 0.0. Das schmeckt mega, aber hat auch 0,0% Alkohol und keinen Zucker.<\/p>\n\n\n\n Max Wittrock: Alkoholfreie Biere fristen oft ein Nischendasein. \u201eMuss man halt anbieten\u201d \u2013 aber meist liegt wenig Fokus drauf und der Geschmack ist auch oft sehr, na ja. Das m\u00f6chten wir \u00e4ndern: Besserer Geschmack, mehr Funktionalit\u00e4t, sch\u00f6nes Design. So dass man am Ende nicht das Gef\u00fchl hat, alkoholfrei sei ein Kompromiss. Sondern im Gegenteil: Das soll sich nach einem Upgrade anf\u00fchlen. Max Wittrock: Schon bei mymuesli hat sich gezeigt: Es gibt oftmals nicht die eine <\/em>Zielgruppe, sondern viele verschiedene: Sportler, Autofahrer, Menschen, die einfach nicht oder wenig trinken wollen \u2026 was aber alle gemeinsam haben: Prim\u00e4r muss ein alkoholfreies Bier erstmal gut schmecken. Daran haben wir lange gearbeitet. Was uns f\u00fcr unser erstes Produkt au\u00dferdem wichtig war: Dass es wirklich gar keinen Alkohol hat, also 0.0%, und dass es zuckerfrei ist. Denn viele alkoholfreie Biere enthalten unserer Meinung nach zu viel Zucker und in der Konsequenz auch zu viele Kalorien. Moritz Keller: Gr\u00fcnden ist immer verr\u00fcckt. In einem Moment denkst du: Mega, jetzt haben wir\u2019s. Und dann kommt alles doch wieder ganz anders. Weil dir zum Beispiel pl\u00f6tzlich ein Partner absagt. Das geh\u00f6rt dazu. Bei uns war die Produktentwicklung insofern herausfordernd, weil \u00c4nderungen in der Rezeptur ja immer mit einem neuen Brauvorgang oder Probesud, wie wir das technisch nennen, einhergehen. Du wei\u00dft also erst Wochen sp\u00e4ter, wie sich deine \u00c4nderung auswirkt. Wie meistert man das? Mit Geduld. Und indem man sich gute Partner sucht. Aber auch das dauert.<\/p>\n\n\n\n Max Wittrock:Das f\u00fcr eine Biermarke ungew\u00f6hnliche Design ist f\u00fcr uns super wichtig, weil es auch mit vielen Klischees im Biermarkt bricht. Und so doof das klingt: Wir m\u00f6gen es auch selbst sehr gerne. Daraus kann man als Gr\u00fcnder*in viel Motivation ziehen. Die braucht man auch, denn Gr\u00fcnden ist immer anstrengend. Aber am wichtigsten ist der Geschmack. Und nat\u00fcrlich sind wir nicht ganz objektiv, aber ich traue mich schon zu sagen: Man schmeckt nicht, dass es ein Bier mit 0.0% Alkohol und ohne Zucker ist. Die lange Entwicklungszeit hat sich gelohnt, denn herausgekommen ist ein sehr leckeres Bier, bei dem man nie denkt: Also mit Alkohol w\u00e4r das aber geiler.<\/p>\n\n\n\n Moritz Keller: Ich glaube f\u00fcr uns und viele andere Start-ups sind organisches Wachstum und Word-of-Mouth entscheidend. Denn sonst tappt man schnell zu fr\u00fch in eine Paid-Advertising-Falle, gibt immer mehr Geld f\u00fcr Neukunden aus. Und Marketing braucht es, klar. Aber ein Produkt, eine Marke muss auch intrinsisch eine gute Story erz\u00e4hlen, Ankn\u00fcpfungspunkte bieten. Deswegen versuchen wir zum Beispiel, sehr offen unsere Geschichte und unseren Weg zu schildern. Auch um andere Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcnder zu motivieren.<\/p>\n\n\n\n Moritz Keller: Das machen wir Schritt f\u00fcr Schritt. Wir m\u00f6chten auch gerne offline verf\u00fcgbar sein, aber sind ein kleines Team, haben kein Millionen-Budget f\u00fcr unsere Markteinf\u00fchrung. Wir m\u00f6chten langsam wachsen und werden uns geografisch erstmal auf ein paar St\u00e4dte konzentrieren.<\/p>\n\n\n\n Max Wittrock:Wie schon erw\u00e4hnt: Das ist am wichtigsten. Denn ein k\u00fchles Bier nach einer langen Radfahrt, beim Grillen oder am Badesee muss vor allem gut schmecken. Mit unserer Partnerbrauerei und in der gesamten Entwicklungsphase lag der Fokus deswegen immer erst auf dem Geschmack. Und der ist uns gut gelungen, finde ich!<\/p>\n\n\n\n Moritz Keller: Da gibt es sicher andere, die mehr Erfahrung haben. Aber allgemein gesprochen: Geduld haben, es dauert immer l\u00e4nger, als man denkt. Unterwegs den Spa\u00df nicht verlieren Max Wittrock: Ja, nach den ersten Tastings waren alle begeistert. Das war ein sehr sch\u00f6ner Moment. Auch als wir mit dem Brauerei-Team verkostet haben und alle wussten: Jetzt haben wir\u2019s. Diese Momente muss man auch festhalten, denn es wartet schon die n\u00e4chste Instagram-Nachricht, wo dich jemand anmotzt, weil dein Bier ein rosa Etikett hat.<\/p>\n\n\n\n Moritz Keller: Wir m\u00f6chten uns einen festen Platz als Premium-Biermarke sichern. Uns geht es nicht um Weltherrschaft, sondern erstmal darum, ein profitables Unternehmen zu bauen, das richtig leckeres, alkoholfreies Bier macht. Wir sehen auch international viel Potenzial. Aber jetzt erstmal: Schritt f\u00fcr Schritt.\u00a0<\/p>\n\n\n\n zeroLabs Gr\u00fcnder Moritz Keller und Max Wittrock Bildcredits: Moritz Kind<\/a><\/p>\n\n\n\n Wir bedanken uns bei\u00a0Moritz Keller<\/a> und Max Wittrock<\/a>\u00a0f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" zeroLabs entwickelt innovative, alkoholfreie Biere, die nicht nur geschmacklich \u00fcberzeugen, sondern auch zuckerfrei und kalorienarm sind \u2013 ideal f\u00fcr bewusste Genie\u00dfer.<\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":109435,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[26473],"tags":[10246,24394,8336,3968],"class_list":["post-109434","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-interviews","tag-geschmack","tag-kalorien","tag-produktentwicklung","tag-zielgruppe"],"acf":[],"yoast_head":"\nWie m\u00f6chten Sie alkoholfreies Bier mit zeroLabs neu definieren, und was unterscheidet Ihr Produkt von anderen alkoholfreien Bieren auf dem Markt?<\/h4>\n\n\n\n
<\/p>\n\n\n\nWer geh\u00f6rt zu Ihrer Hauptzielgruppe, und wie stellen Sie sicher, dass deren Bed\u00fcrfnisse und Erwartungen im Hinblick auf Geschmack und Qualit\u00e4t erf\u00fcllt werden?<\/h4>\n\n\n\n
<\/p>\n\n\n\nWelche besonderen Herausforderungen sind Ihnen in der Gr\u00fcndungsphase begegnet, insbesondere in Bezug auf Produktentwicklung und Markenaufbau, und wie haben Sie diese gemeistert?<\/h4>\n\n\n\n
Was macht zeroLabs einzigartig im Vergleich zu anderen Anbietern, und wie tr\u00e4gt das au\u00dfergew\u00f6hnliche Design Ihrer Flaschen zur Markenidentit\u00e4t bei?<\/h4>\n\n\n\n
Wie gehen Sie mit dem organischen Wachstum um, auf das Sie setzen, und welche Rolle spielen Social Media und Mundpropaganda in Ihrer Marketingstrategie?<\/h4>\n\n\n\n
Welche zuk\u00fcnftigen Entwicklungen und Kooperationen, insbesondere im Gastronomie- und Einzelhandelsbereich, sind f\u00fcr zeroLabs geplant?<\/h4>\n\n\n\n
Wie stellen Sie sicher, dass Ihr Bier nicht nur kalorienarm und zuckerfrei ist, sondern auch geschmacklich ein echtes Highlight bleibt?<\/h4>\n\n\n\n
Welche drei Ratschl\u00e4ge w\u00fcrden Sie anderen Gr\u00fcndern geben, die eine Idee im Bereich Getr\u00e4nke oder Genussmittel umsetzen m\u00f6chten?<\/h4>\n\n\n\n
Und darauf gefasst sein, dass es in einem Startup selten eine emotionale Baseline gibt, also eine Grundschwingung. Es ist entweder absolut super. Oder man denkt: Krass, was machen wir denn jetzt?<\/p>\n\n\n\nGab es einen Moment oder ein Kundenfeedback, das Ihnen gezeigt hat, dass Sie mit zeroLabs auf dem richtigen Weg sind?<\/h4>\n\n\n\n
Wie sehen Sie die langfristige Vision f\u00fcr zeroLabs, und welche Rolle m\u00f6chten Sie in der alkoholfreien Bierlandschaft in Deutschland und international spielen?<\/h4>\n\n\n\n