{"id":110771,"date":"2024-12-04T07:46:54","date_gmt":"2024-12-04T06:46:54","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=110771"},"modified":"2026-06-24T10:08:37","modified_gmt":"2026-06-24T08:08:37","slug":"ackerherz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/ackerherz\/","title":{"rendered":"Was ver\u00e4ndert unser Einkaufsverhalten?"},"content":{"rendered":"\n
Zun\u00e4chst einmal danke f\u00fcr die Interviewm\u00f6glichkeit! Ich nutze die Gelegenheit, mich kurz vorzustellen: Ich bin Julia M\u00f6ckel und seit Juni 2024 als neue CEO mit Ackerherz auf gemeinsamer Mission \u2013 und habe es bis heute zu keinem Zeitpunkt bereut.<\/p>\n\n\n\n
Wir von Ackerherz sind 2022 angetreten, um den Handel mit Bio-Produkten zu revolutionieren und sie f\u00fcr jede*n erschwinglich zu machen. Bio galt und gilt auch heute noch in gewisser Weise als elit\u00e4r, was in unseren Augen wenig zielf\u00fchrend ist. Bio muss sich gesamtgesellschaftlich etablieren, wenn die \u00d6kologisierung der Landwirtschaft und damit der gesamte \u00f6kologische Wandel gelingen soll. Unser Anspruch ist es deshalb, Bio diesen Stempel zu nehmen, indem wir eine gro\u00dfe Auswahl an Bio-Produkten bis zu 50 % g\u00fcnstiger \u00fcber einen Onlineshop mit Mitgliedschaftsmodell vertreiben. Vor allem vor dem Hintergrund der Inflation ist dieser Anspruch wichtiger denn je.<\/p>\n\n\n\n
Kurz gesagt: Die Deutschen greifen wieder vermehrt zu Bio. Nicht zuletzt, da auch Discounter mehr und mehr Bio-Produkte in ihr Sortiment aufnehmen. Grunds\u00e4tzlich finden wir es nat\u00fcrlich gro\u00dfartig, wenn Bio-Produkte einem gr\u00f6\u00dferen Markt zug\u00e4nglich werden \u2013 genau daf\u00fcr sind wir ja urspr\u00fcnglich angetreten. Wir von Ackerherz wollen diese Bewegung noch weiter befeuern, indem wir den klassischen, station\u00e4ren Bio-Fachhandel, der sich durch hohe Qualit\u00e4t und gro\u00dfes Engagement seitens der Erzeuger*innen auszeichnet, auf das Onlinegesch\u00e4ft erweitern \u2013 nat\u00fcrlich zu den f\u00fcr uns typischen fairen Preisen. <\/p>\n\n\n\n
Wir profitieren nat\u00fcrlich von der verst\u00e4rkten Kaufbereitschaft von Bio-Lebensmitteln und ich wage gleichzeitig zu behaupten, dass wir von Ackerherz daran nicht ganz unbeteiligt sind. Als wir vor zwei Jahren mit unserem Modell gestartet sind, wussten wir nicht, ob Kund*innen \u00fcberhaupt bereit dazu sind, Bio-Produkte online zu shoppen. Heute wissen wir: Wir haben genau den richtigen Schritt gewagt, denn unsere Mitgliederzahlen haben sich in 2024 gegen\u00fcber dem Vorjahr verdoppelt und unser Umsatz ist sogar um das 2,5-fache gestiegen. Nicht zuletzt auch, da wir unser Sortiment kontinuierlich erweitert und dabei unsere Community immer mit einbezogen haben.<\/p>\n\n\n\n
Wie bereits erw\u00e4hnt, wurde Ackerherz gegr\u00fcndet, um Bio-Produkte f\u00fcr alle zug\u00e4nglich zu machen. Auf Regionalit\u00e4t setzen wir \u00fcberall dort, wo es m\u00f6glich ist, und haben stets den Anspruch, mit jenen Lieferant*innen zusammenzuarbeiten, die die qualitativ hochwertigsten Produkte anbieten. Unter bestimmten Umst\u00e4nden kommen wir in puncto Regionalit\u00e4t allerdings an unsere Grenzen. So k\u00f6nnen Landwirt*innen bspw. Linsen und Nudeln nur auf dem bundesweiten Markt profitabel vertreiben. Unsere Mitglieder beziehen dann zwar haltbare Lebensmittel von einem bundesweiten Lieferanten, k\u00f6nnen aber gleichzeitig dank der Preisersparnis durch Ackerherz aber den\/die lokal*en Bio-Gem\u00fcseb\u00e4uer*in von nebenan unterst\u00fctzen. <\/p>\n\n\n\n
Um au\u00dferdem einen anderen Aspekt der Regionalit\u00e4t aufzugreifen: Die Versorgung des l\u00e4ndlichen Raumes ist uns ein gro\u00dfes Anliegen. Gro\u00dfe Bio-Ketten finden sich in Deutschland meist in St\u00e4dten, auf dem Land ist die Versorgung unterdurchschnittlich. Das zeigen auch unsere Nutzungsstatistiken: Zwei Drittel unserer Kundschaft bestellen aus dem l\u00e4ndlichen Raum. <\/p>\n\n\n\n
Wir reagieren darauf, indem wir unser Sortiment kontinuierlich weiter ausbauen. So ist es unser Ziel, zeitnah auch frische Lebensmittel anzubieten. Hierf\u00fcr braucht es allerdings ein engmaschiges Lieferantennetzwerk, das schnell, mit einem konkreten Zeitfenster und mit \u00f6kologischen Verpackungen zustellt \u2013 Regionalit\u00e4t wird auch hier zusehends wichtig. Ich m\u00f6chte au\u00dferdem nicht unerw\u00e4hnt lassen, dass die Zusammenarbeit mit unserer Community unglaublich wertvoll ist, wenn es um die Erweiterung des Sortiments geht. Schlie\u00dflich wissen unsere Kund*innen am besten, welches Produkt ihnen noch in der Vorratskammer fehlt. <\/p>\n\n\n\n
Wir versuchen, das Einkaufserlebnis so personalisiert wie m\u00f6glich zu gestalten, so dass jede*r Kund*in auf seine\/ihre Bed\u00fcrfnisse zugeschnittene Produktempfehlungen angezeigt bekommt. Eine App haben wir noch gar nicht, werden diese aber im n\u00e4chsten Jahr implementieren.<\/p>\n\n\n\n
Wir benutzen recyceltes Versandmaterial und versenden CO2<\/sub>-kompensiert. Wir reisen nur mit der Bahn zu unserem Mutterkonzern La Fourche nach Paris und freuen uns auf die Direktverbindung zwischen Berlin und Paris, die im Dezember implementiert werden soll.<\/p>\n\n\n\n Der L\u00f6wenanteil unseres CO2<\/sub>-Fu\u00dfabdrucks entf\u00e4llt aber nat\u00fcrlich auf die Produkte, die wir verkaufen. Online anzubieten, war daher f\u00fcr uns von Anfang an Mittel zum Zweck: Nur die wenigsten wissen, dass Onlineeink\u00e4ufe einen deutlich kleineren CO2<\/sub>-Abdruck haben als K\u00e4ufe im Ladengesch\u00e4ft, z.B. aufgrund von Betriebskosten des Gesch\u00e4fts, Mitarbeitenden oder der Fahrt jedes und jeder Einkaufenden zum Supermarkt. <\/p>\n\n\n\n Um den CO2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck unserer Produkte noch weiter zu senken, bieten wir au\u00dferdem Inhalte zu Themen wie veganer Ern\u00e4hrung oder Verzicht auf Kaffee an und spielen zugeh\u00f6rige Produktempfehlungen aus. <\/p>\n\n\n\n Wir von Ackerherz haben uns auf die Fahne geschrieben, auch den l\u00e4ndlichen Raum zuverl\u00e4ssig mit hochqualitativen Bio-Lebensmitteln zu versorgen. Unsere unbedingten USPs sind dar\u00fcber hinaus zum einen unsere Angebotsvielfalt und zum anderen, dass Kund*innen bei uns bis zu 50 % g\u00fcnstiger einkaufen k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n Ackerherz ist auf dem deutschen Markt aktiv und wir verfolgen dieselbe Mission wie unser Mutterkonzern La Fourche in Frankreich. Unser n\u00e4chstes Ziel ist es nun, das oben erw\u00e4hnte deutschlandweite Lieferantennetzwerk aufzubauen, um unsere Kund*innen nachhaltiger und noch schneller mit einer noch gr\u00f6\u00dferen Produktauswahl versorgen zu k\u00f6nnen. Und als langfristiges Ziel gilt nat\u00fcrlich nach wie vor: Der gr\u00f6\u00dfte Online-Supermarkt f\u00fcr Bio-Produkte zu werden.<\/p>\n\n\n\n Unser Sortiment hat sich seit unseren Anf\u00e4ngen stark erweitert und darauf reagieren die Mitglieder sehr positiv. Aktuell ist der dringendste Wunsch unserer Mitglieder, bei Ackerherz auch aus weiteren Kategorien ausw\u00e4hlen und bspw. frische Lebensmittel bestellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n Als E-Commerce-Unternehmen haben wir nat\u00fcrlich Zugriff auf einen gro\u00dfen Datenschatz und verf\u00fcgen dadurch, dass wir Inhalte personalisiert ausspielen und schneller auf Trends reagieren k\u00f6nnen, am Ende auch \u00fcber einen Wettbewerbsvorteil gegen\u00fcber den station\u00e4ren L\u00e4den. <\/p>\n\n\n\n Dass der Onlinehandel, egal mit welchen Produkten, boomt, ist ja mittlerweile hinl\u00e4nglich bekannt. Gerade im Bio-Fachhandel-Segment sehen wir hier deutliches Potenzial, das station\u00e4re Angebot, das es vor allem in den St\u00e4dten gibt, zu erweitern \u2013 auf den Onlinehandel und damit vor allem auf den l\u00e4ndlichen Raum. Ackerherz wird dabei eine ma\u00dfgebliche Rolle spielen, davon bin ich \u00fcberzeugt.<\/p>\n\n\n\n Nachhaltigkeit geht uns alle an, auch wenn die Berichterstattung rund um Fridays for Future und Co. deutlich zur\u00fcckgegangen ist. In diesem Sinne ist jede Ma\u00dfnahme wertvoll, die dazu beitr\u00e4gt, den Klimawandel etwas zu verlangsamen. An die Gr\u00fcnder*innen da drau\u00dfen: Sucht euch ein Problem und entwickelt eine L\u00f6sung, die Welt braucht euch!<\/p>\n\n\n\n Bild Ackerherz CEO Julia Moeckel Copyright Ackerherz<\/p>\n\n\n\n Wir bedanken uns bei Julia Moeckel<\/a> f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\nDie Konkurrenz im Bereich der Online-Lebensmittelh\u00e4ndler w\u00e4chst. Wie differenziert sich Ackerherz, um weiterhin aufzufallen und Kund*innen zu binden?<\/h4>\n\n\n\n
Haben Sie Pl\u00e4ne, Ihre geografische Reichweite auszubauen, oder stehen neue Services f\u00fcr Ihre Kundschaft in Aussicht?<\/h4>\n\n\n\n
Wie haben sich die Erwartungen und das Feedback Ihrer Kundschaft entwickelt, und wie passt sich Ackerherz an diese neuen Erwartungen an?<\/h4>\n\n\n\n
Welchen Einfluss haben technologische Entwicklungen, wie K\u00fcnstliche Intelligenz oder Datenanalyse, auf die Betriebsabl\u00e4ufe und das Kundenerlebnis bei Ackerherz?<\/h4>\n\n\n\n
Wie sehen Sie die Zukunft des nachhaltigen Online-Lebensmittelhandels in Deutschland, und welche Rolle wird Ackerherz dabei spielen?<\/h4>\n\n\n\n
Was m\u00f6chten Sie anderen Gr\u00fcndern mit auf den Weg geben, die sich im Bereich Nachhaltigkeit und E-Commerce etablieren wollen?<\/h4>\n\n\n\n