{"id":111888,"date":"2025-01-30T09:07:02","date_gmt":"2025-01-30T08:07:02","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=111888"},"modified":"2026-06-10T12:43:38","modified_gmt":"2026-06-10T10:43:38","slug":"navou","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/navou\/","title":{"rendered":"Kann Wohnen bezahlbar und nachhaltig zugleich sein?"},"content":{"rendered":"\n
Hinter navou stehen Mario Schmoltzi, Lisa Weise-Hoff und Sebastian Rademacher. Sebastian, saniert seit \u00fcber 20 Jahren Bestandsgeb\u00e4ude und hat Mario bei dessen privatem Bauprojekt begleitet. Nachdem Mario mit seinem vorherigen Start-up enspired den Stromhandel automatisiert hat, haben sich die beiden dazu entschieden, gemeinsam die n\u00e4chste Transformationsbranche anzugehen: Die Bau- & Immobilienwirtschaft. Lisa haben die beiden auf einem Event f\u00fcr Impact Start-ups kennengelernt und als dritte Co-Founderin ins Team geholt. Lisa bringt Know-How aus dem nachhaltigen Modulbau und der Personal- und Organisationsentwicklung mit.<\/p>\n\n\n\n
Das Ziel von navou ist es, fl\u00e4chendeckend gr\u00fcnen und bezahlbaren Wohnraum in Deutschland zu schaffen. Dazu kaufen wir stark sanierungsbed\u00fcrftige Bestandsimmobilien und entwickeln diese mit unserem eigenen modularen Bausystem zu hochwertigen Mehrparteienh\u00e4usern nach energieeffizientem Neubaustandard. So bauen wir bis 2035 ein Immobilienportfolio mit 10.000 gr\u00fcnen Wohneinheiten auf, die wir bezahlbar vermieten<\/a>. <\/p>\n\n\n\n Wir gehen nicht nur den Sanierungsprozess neu an, sondern auch den Ankauf der Immobilien. Anders als in der klassischen Projektentwicklung starten wir nicht bei der Immobilie. Wir haben zuerst das Bausystem entwickelt, das auf Kosteneffizienz und Geschwindigkeit f\u00fcr unseren Ziel-Immobilientyp optimiert ist, und kaufen nun genau die Immobilien, die zum System passen. Der Prozess wird vollst\u00e4ndig parametrisch digitalisiert und automatisiert. <\/p>\n\n\n\n Unsere Zielgruppe ist riesig, denn in Deutschland fehlen bald 1 Mio. Wohnungen, Tendenz rapide steigend. Unsere Angebot f\u00fcr Mieter:innen ist bezahlbarer, gr\u00fcner Wohnraum in Neubauqualit\u00e4t \u2013 etwas, das fast \u00fcberall gerade Mangelware ist. Konkret hei\u00dft das: bezahlbare Miete bei 10-14\u20ac\/m\u00b2 und geringe Betriebskosten, Beitrag zum Klimaschutz durch niedrige CO2-Bilanz \u00fcber den gesamten Geb\u00e4udelebenszyklus, wohngesunde Luftqualit\u00e4t, moderne Grundrisse in verschiedenen Gr\u00f6\u00dfen – auch barrierefrei.<\/p>\n\n\n\n Wir fokussieren uns auf Bestand und insbesondere auch Leerstand. Dort schaffen wir zus\u00e4tzlichen Wohnraum, statt bestehenden Wohnraum lediglich energetisch aufzuwerten. Durch die umfassende Standardisierung k\u00f6nnen wir kleinere Projekte realisieren, die f\u00fcr andere Akteur:innen am Markt nicht wirtschaftlich sind. Zudem verantworten wir als Bestandshalter die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette statt eine reine Serviceleistung oder Produktl\u00f6sung anzubieten. Nur so k\u00f6nnen wir sicherstellen, dass wir unseren Beitrag f\u00fcr fl\u00e4chendeckend gr\u00fcnen, bezahlbaren Wohnraum langfristig erreichen. <\/p>\n\n\n\n Die Bau- und Immobilienwirtschaft hat in vielen Bereichen einen riesigen Nachholbedarf: Von Projekt- und Qualit\u00e4tsmanagement \u00fcber Echtzeit-Datenverf\u00fcgbarkeit und fehlendes Digitalisierungs-Know-How bis hin zur Einbeziehung aller drei S\u00e4ulen der Nachhaltigkeit (\u00f6konomisch, \u00f6kologisch, sozial) \u00fcber den gesamten Lebenszyklus eines Geb\u00e4udes \u2013 Hier liegt der Fokus noch zu stark auf der Betriebsenergie, was nur ein kleiner Teil der Gesamtgleichung ist. Wir leisten an vielen Stellen gleichzeitig Pionierarbeit. Das lohnt sich: Da wir unsere Bauprojekte von vorne bis hinten selbst umsetzen, k\u00f6nnen wir zusammenbringen was bisher noch zu selten gelingt: Baukosten senken und gleichzeitig nachhaltigere Ergebnisse erzielen. <\/p>\n\n\n\n Serielles Bauen muss sich in der Breite durchsetzen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Wir bauen bei navou rund 35% g\u00fcnstiger als Neubau und sind doppelt so schnell wie eine konventionelle Sanierung. Durch den hohen Vorfertigungsgrad produzieren wir wetterunabh\u00e4ngig und k\u00f6nnen unsere Fachkr\u00e4fte viel effektiver einsetzen. Und wir verzetteln uns nicht im Projektgesch\u00e4ft, sondern k\u00f6nnen effizient skalieren, da die Verantwortung f\u00fcr die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette bei uns liegt. <\/p>\n\n\n\n Digitalisierung ist f\u00fcr unser Bausystem zentral: Wir finden die Immobilien digital, indem wir Daten anreichern und auswerten, um die passenden Immobilien zu finden noch bevor jemand von uns das erste Mal vor Ort ist. Diesen Prozess werden wir zuk\u00fcnftig gr\u00f6\u00dftenteils automatisieren. Zudem nutzen wir parametrische BIM-Planung, um ein fortlaufend lernendes System zu entwickeln, das uns in Zukunft noch schneller macht. Und nat\u00fcrlich managen wir unsere Bauabl\u00e4ufe und Logistik digital. <\/p>\n\n\n\n Die zentrale S\u00e4ule unseres Gesch\u00e4ftsmodells ist der Aufbau eines gr\u00fcnen Immobilienportfolios mit \u00fcber 10.000 Wohneinheiten. Unsere Investor:innen sind hieran direkt beteiligt. Da wir die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette von Ankauf \u00fcber Projektentwicklung bis Objektmanagement und Vermietung abdecken, ergeben sich hier nat\u00fcrlich gro\u00dfe Chancen. An Produktivit\u00e4tsgewinnen umfassend zu partizipieren ist hier nur ein Beispiel. Zuk\u00fcnftig werden wir f\u00fcr eine optimale Finanzierung auch Fremdkapital und Mezzanine-Instrumente nutzen. Dadurch k\u00f6nnen wir eine noch breitere Investor:innenbasis mit unterschiedlichen Risikoprofilen ansprechen. <\/p>\n\n\n\n Nachdem wir unser Bausystem an Immobilien mit bis zu 10 Wohneinheiten pilotiert und optimiert haben, werden wir weitere Geb\u00e4ude- & Assetklassen erschlie\u00dfen, z.B. gr\u00f6\u00dfere Mehrfamilienh\u00e4user und Gewerbe-\/B\u00fcroimmobilien, die wir zu Wohnraum umnutzen. Zudem werden wir von NRW ausgehend zun\u00e4chst in Sachsen und dann deutschlandweit Bauprojekte angehen. <\/p>\n\n\n\n Mit einer Organisationsentwicklerin im Gr\u00fcnderteam haben wir bereits \u00fcber Kultur und Werte gesprochen, bevor unser Gesch\u00e4ftsmodell stand \u2013 ein Grund \u00fcbrigens, wieso wir so gut miteinander arbeiten. Unsere Unternehmenskultur bildet die Basis f\u00fcr unsere Zusammenarbeit, und auch f\u00fcr all unsere unternehmerischen Entscheidungen: Wen wir ins Team holen, wer unsere Shareholder sind, mit welchen Kooperationspartnern wir zusammenarbeiten, wie wir unser Gesch\u00e4ftsmodell und unser Bausystem aufbauen usw. Besonders wichtig sind uns z.B. eine Balance aus \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Entscheidungsparametern, strukturierte Feedbackprozesse und dass alle navou-Teammitglieder ihre gesamte authentische Pers\u00f6nlichkeit einbringen k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n Bild:vlnr: Mario Schmoltzi, Lisa Weise-Hoff, Sebastian Rademacher @ navou<\/p>\n\n\n\n Wir bedanken uns bei Mario Schmoltzi<\/a>, Lisa Weise-Hoff<\/a> und Sebastian Rademacher f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\nWie identifiziert ihr geeignete Bestandsimmobilien f\u00fcr eure Sanierungsprojekte, und welche Kriterien sind dabei entscheidend?<\/h4>\n\n\n\n
Welche Zielgruppen sprecht ihr mit euren sanierten Wohnr\u00e4umen an, und wie stellt ihr sicher, dass deren Bed\u00fcrfnisse erf\u00fcllt werden?<\/h4>\n\n\n\n
Was unterscheidet das navou-Sanierungssystem von anderen Sanierungsans\u00e4tzen auf dem Markt?<\/h4>\n\n\n\n
Mit welchen Herausforderungen seid ihr bei der Umsetzung eurer Projekte konfrontiert, insbesondere in Bezug auf Nachhaltigkeit und Bezahlbarkeit, und wie geht ihr damit um?<\/h4>\n\n\n\n
Wie tr\u00e4gt die serielle und modulare Fertigung zu einer schnelleren und kosteneffizienteren Sanierung bei?<\/h4>\n\n\n\n
Welche Rolle spielen digitale Technologien und datengetriebene Prozesse in eurem Sanierungssystem?<\/h4>\n\n\n\n
Wie profitieren Investoren von einer Beteiligung an navou, und welche Anreize bietet ihr ihnen?<\/h4>\n\n\n\n
Welche zuk\u00fcnftigen Entwicklungen und Projekte plant navou, um weiterhin Vorreiter in der nachhaltigen Bestandssanierung zu bleiben?<\/h4>\n\n\n\n
Welche drei Ratschl\u00e4ge w\u00fcrden Sie anderen Gr\u00fcndern geben, die ein Unternehmen im Bereich nachhaltiges Bauen oder Sanieren gr\u00fcnden m\u00f6chten?<\/h4>\n\n\n\n
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Wie f\u00f6rdert navou eine Unternehmenskultur, die auf Respekt, Begeisterung, Verantwortung und Zuversicht basiert, und wie spiegelt sich das in Ihren Projekten wider?<\/h4>\n\n\n\n