{"id":112216,"date":"2025-03-03T08:30:54","date_gmt":"2025-03-03T07:30:54","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=112216"},"modified":"2026-06-10T12:43:01","modified_gmt":"2026-06-10T10:43:01","slug":"der-gutachter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/der-gutachter\/","title":{"rendered":"Mit Software statt Klemmbrett"},"content":{"rendered":"\n
Die Idee war, ein Sachverst\u00e4ndigenb\u00fcro zu gr\u00fcnden, dass keine Auftr\u00e4ge ablehnen muss und das bundesweit \u2013 egal ob an der K\u00fcste oder in den Bergen. Solche Firmen gab es in anderen Branchen, jedoch nicht bei Sachverst\u00e4ndigen, da war es aufgesplittet \u2013 Bausachverst\u00e4ndige, Wertsachverst\u00e4ndige usw. \u2013 so m\u00fcssen schnell mal f\u00fcr ein einziges Anliegen, vier bis f\u00fcnf B\u00fcros beauftragt werden. So entstand 2016 \u201eDer Gutachter<\/a>\u201c, immer gedacht f\u00fcr eine Expansion.<\/p>\n\n\n\n Der Durchbruch gelang, als wir 2018 die Gerichtszertifizierung gemacht haben. Dann kamen nat\u00fcrlich Gerichtsauftr\u00e4ge, aber auch Bautr\u00e4ger haben uns beauftragt. Auch durch einen Tiefpunkt sind wir gegangen. 2021 sind die Maklervertr\u00e4ge weggebrochen. In Kurfassung: Die Domain wurde verkauft und l\u00e4uft jetzt unter dem Namen \u201eEvalion und ich musste von Grundauf als \u201eDer Gutachter\u201c neu anfangen.<\/p>\n\n\n\n Mir blieben 150 Euro, mir den ich die Marke mit meinen alten Kontakten wiederbelebt habe. Im neuen Anlauf hatte ich 2022 f\u00fcnf Angestellte und wieder ein B\u00fcro in Dresden. Zu der Zeit bin ich in die Immocation reingerutscht, habe mir eine Kundengemeinde aufgebaut, von Empfehlungen gelebt. Damals wurde mir klar: Der Gutachter muss etwas anderes als der Standard sein. Was es auf dem Markt brauchte, war hohe Qualit\u00e4t und das in so wenig Zeit wie m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n Februar 2023 gab eine gesetzliche \u00c4nderung. Nur noch zertifizierte Experten – DIN EN ISO\/IEC 17024 zertifizierten Person oder \u00f6ffentlich bestellten und vereidigten Sachverst\u00e4ndige – durften Restnutzungsdauer-Gutachten erstellen. Da wollten wir dabei sein. Innerhalb von zwei Wochen entwickelten wir ein Gutachten, das allen rechtlichen Anforderungen entsprach. Hierf\u00fcr mussten wir ein Gutachten von Beginn neu entwickeln. Alles, was es gab, waren gesetzliche Vorschriften. Zwei Wochen lang sa\u00dfen mein Team und ich zusammen, wir haben Doktorarbeiten gew\u00e4lzt, uns von Anw\u00e4lten, Wirtschaftspr\u00fcfern und Steueranw\u00e4lten beraten lassen, um einen Standard f\u00fcr dieses Gutachten komplett neu zu entwickeln, das vor allen Instanzen Bestand hat. Heute sind wir Marktf\u00fchrer mit \u00fcber 8.000 dieser Gutachten allein in 2024.<\/p>\n\n\n\n Aus 150 Euro Startkapital wurden inzwischen 1,8 Millionen Euro Jahresumsatz. Wir haben 21 B\u00fcros in Deutschland, 37 Festangestellte, zahlreiche Freelancer und starke Partner wie Volksbank Freising, DFK und Immocation.<\/p>\n\n\n\n Unser Ziel war von Anfang an Expansion. Heute bieten wir ganzheitliche L\u00f6sungen f\u00fcr alle Immobilienthemen \u2013 von Verkehrswertgutachten bis zur Energieberatung. Wir haben eine traditionelle Branche digitalisiert und Standards neu definiert.<\/p>\n\n\n\n SachNet automatisiert viele Schritte des klassischen Gutachtenprozesses. Kunden beantworten gezielte Fragen und laden alle relevanten Dokumente hoch, bevor der Sachverst\u00e4ndige aktiv wird.<\/p>\n\n\n\n Bisher mussten Kunden oft wochenlang auf Termine warten, nur um dann zu erfahren, dass wichtige Dokumente fehlen. Mit SachNet haben wir diese Wartezeiten eliminiert \u2013 90 % der Unterlagen liegen bereits vor, bevor wir die Immobilie besichtigen. So verk\u00fcrzen wir den Prozess von durchschnittlich sechs bis neun Monaten auf wenige Wochen.<\/p>\n\n\n\n Eine ist das Fehlen praxistauglicher Leitf\u00e4den trotz zahlreicher gesetzlicher Vorschriften. Ein Beispiel: F\u00fcr die AfA (Absetzung f\u00fcr Abnutzung) mussten wir Berechnungsformeln aus verschiedenen Quellen, darunter der Fraunhofer-Gesellschaft, herleiten und vergleichen. So haben wir beispielsweise eine Formel f\u00fcrs Dach entwickelt und sie anschlie\u00dfend auf alle Gewerke des Hauses \u00fcbertragen. Heute arbeiten wir mit vier mathematischen Formeln zur AfA.<\/p>\n\n\n\n Zudem war es schwierig, eine traditionsbewusste Branche von der Digitalisierung zu \u00fcberzeugen. Viele Beh\u00f6rden kommunizieren noch per Fax, was den Zugriff auf wichtige Daten erschwert. Es hat Jahre gedauert, digitale Partner zu finden und herauszufiltern, welche Daten wirklich relevant sind. Gerade f\u00fcr Investoren sind Due Diligence und Wirtschaftlichkeit entscheidend \u2013 ohne digitale Prozesse w\u00e4re das in der heutigen Geschwindigkeit nicht umsetzbar.<\/p>\n\n\n\n Jeden, der mit Immobilien zu tun hat oder vorhat, in Immobilien zu investieren. Aber auch den klassischen Selbstnutzer, die sich mit Erbe und Scheidung auseinandersetzen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n SachNet ist eher f\u00fcr den klassischen Investor gedacht, der nicht \u00fcber Wochen Zeit f\u00fcr eine Kaufentscheidung hat, sondern wenige Tage.<\/p>\n\n\n\nWelche Vision steckt hinter \u201eDer Gutachter\u201c und wie wollen Sie die Sachverst\u00e4ndigen-Branche langfristig ver\u00e4ndern?<\/h4>\n\n\n\n
Wie unterscheidet sich Ihre Software SachNet von traditionellen Methoden in der Immobilienbewertung?<\/h4>\n\n\n\n
Digitale L\u00f6sungen ersetzen zunehmend analoge Prozesse \u2013 welche Herausforderungen haben Sie bei der Digitalisierung von Immobiliengutachten erlebt?<\/h4>\n\n\n\n
Hier gibt es zwei zentrale Herausforderungen:<\/h5>\n\n\n\n
F\u00fcr welche Zielgruppe ist SachNet besonders relevant und wie stellen Sie sicher, dass deren Bed\u00fcrfnisse optimal erf\u00fcllt werden?<\/h4>\n\n\n\n
Die rechtlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr Immobilienbewertung sind komplex. Wie stellen Sie sicher, dass alle Gutachten rechtssicher und anerkannt sind?<\/h4>\n\n\n\n