{"id":113120,"date":"2025-05-02T07:27:11","date_gmt":"2025-05-02T05:27:11","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=113120"},"modified":"2026-06-10T10:27:03","modified_gmt":"2026-06-10T08:27:03","slug":"zellstrom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/zellstrom\/","title":{"rendered":"Wie ein Container die Welt retten will"},"content":{"rendered":"\n
Zellstrom entstand durch eine Idee von Hardy, dem \u201eDaniel D\u00fcsentrieb\u201c der Versorgungs- und Entsorgungsindustrie und Michael, einem technikbegeisterten Projektentwickler. Hardy war als Ingenieur f\u00fcr Verfahrenstechnik jahrelang in Korea und bekam dort die \u00dcberforderung von Gro\u00dfst\u00e4dten im Bereich der Abfallwirtschaft t\u00e4glich vor Augen gef\u00fchrt. Michael war durch seine zahlreichen Reisen in Entwicklungsl\u00e4ndern schon fr\u00fch f\u00fcr ihre umweltpolitischen Sorgen sensibilisiert und suchte nach niedrigschwelligen L\u00f6sungen, um die Lebensgrundlage der Menschen dort verbessern zu k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n
Eine saubere Welt \u2013 sauberes Wasser, saubere Energie<\/a> \u2013 Jederzeit und \u00fcberall. Das ist unsere Vision. Millionen Menschen weltweit leiden an den Folgen verschmutzten Wassers, fehlender Energie und einer stetig wachsenden M\u00fcllkrise. Fl\u00fcsse werden zu Abfalldeponien, Grundwasser ist kontaminiert, und ganze Regionen verlieren ihre Lebensgrundlage. W\u00e4hrend die Industriel\u00e4nder noch Wege suchen, den \u00f6kologischen Wandel zu meistern, fehlt vielen Entwicklungsl\u00e4ndern selbst die einfachste Infrastruktur zur Abfallentsorgung oder Wasserversorgung. Technisch sind wir bereit, diese Probleme anzugehen – nun brauchen wir Partner, die uns dabei unterst\u00fctzen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n \u201eTechnik neu gedacht\u201c – schnelle Umsetzung, deutlich geringere Kosten und rasant sichtbare Erfolge. Unser System basiert im Gegensatz zu klassischen zentralen Gro\u00dfanlagen auf der Idee der dezentralen Ver- und Entsorgung durch skalierbare Maschinen vor Ort. Man spart sich die Zeit und die Kosten f\u00fcr 15-j\u00e4hrige Plan- und Bauphasen, die Kosten f\u00fcr lange Versorgungsleitungen und riesige Stromtrassen. Eine oder mehrere \u201aEcolyd71.‘ \u2013 so haben wir unsere Maschine getauft \u2013 hinstellen und los geht’s. Der Vergleich mit einem Heizwerk und einer Heizung im Keller eines Hauses passt ganz gut. Eine Heizung kostet ein paar Tausend Euro, rasch eingebaut und ein paar Tage sp\u00e4ter ist das Haus warm. Ein gro\u00dfes Heizwerk \u2013 15 Jahre und hunderte Millionen sp\u00e4ter geht’s erst los. Das ist der erste Unterschied. <\/p>\n\n\n\n Hinzu kommt, dass wir verschiedene umweltrelevante Prozesse in einer Maschine und in einem einzigen Vorgang durchf\u00fchren k\u00f6nnen. Salopp gesagt: Wir k\u00f6nnen fast alles im Ecolyd7.1 verarbeiten. Es ist quasi eine \u201aeierlegenden Wollmilchsau‘: Wir f\u00fchren Kl\u00e4rwasser, Salzwasser oder auch Alt\u00f6l ein, f\u00fcgen zerh\u00e4ckselten Plastikm\u00fcll, Abfall, Bioreste oder alte Reifen dazu und wandeln diesen Brei in reinen Sauerstoff, reinen Alkohol und reines Wasser um. <\/p>\n\n\n\n Eingesetzt werden kann Ecolyd7.1 auf der ganzen Welt. Am meisten hilft das System aber derzeit, wo die Not am gr\u00f6\u00dften ist. In Entwicklungsl\u00e4ndern leben bis zu drei Milliarden Menschen teilweise unter katastrophalen Bedingungen, 25.000 Menschen sterben t\u00e4glich durch Umweltverschmutzung oder fehlende Versorgung, z.B. mit sauberem Wasser. Diese Menschen brauchen simple und vor allem schnelle L\u00f6sungen.<\/p>\n\n\n\n Wenn man sich ein riesiges Kraftwerk anschaut und im Gegensatz ein kleines Notstromaggregat anschaut, hat man die Erkl\u00e4rung vor Augen. Beides produziert Strom, das eine ist hochkompliziert und individuell erstellt worden, das andere besteht aus simplen Gro\u00dfserienteilen und l\u00e4sst sich von jedem Laien bedienen. Knopf dr\u00fccken \u2013 los geht’s. Wir haben einfach alles so konstruiert, dass es in einen Container passt und im Prinzip von jedem, der etwas technisch interessiert ist, nach einer kurzen Anweisung in Betrieb genommen werden kann. <\/p>\n\n\n\n Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung ist die Frage zu beantworten: \u201eJa, wenn das so genial ist, wieso machen das andere nicht?\u201c Die Frage haben wir uns auch gestellt und dann die Antwort gefunden. Geforscht und entwickelt wird, was gef\u00f6rdert wird, und das war die letzten Jahre Wasserstoff. Wir haben bisher ohne F\u00f6rderung gearbeitet, deswegen sind wir auf einem anderen Weg als andere. Und – was f\u00fcr alle Innovationen gilt: Man darf nicht aufgeben, wenn man auf Hindernisse st\u00f6\u00dft. <\/p>\n\n\n\n Bei der Vorbereitung zur Serienreife ziehen wir weitere Experten heran, um m\u00f6gliche technische Eventualit\u00e4ten ausschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Bislang zeigt sich unsere Technik aber auch unter Extremsituationen als robust. <\/p>\n\n\n\n Umweltverschmutzung zu reduzieren ist inzwischen ein Ziel, dem sich Politik und Wirtschaft gleicherma\u00dfen verschrieben haben – um Menschen ein besseres Leben zu erm\u00f6glichen, um dem Klimawandel entgegenzutreten und aus \u00f6konomischen Gr\u00fcnden. Vom Politiker bis zum CEO – alle wollen die Ecolyd7.1 haben. Nun m\u00fcssen wir den Schritt von den Berechnungen und Simulationen zur Serienproduktion vollziehen, und dazu braucht es Kapital. Sobald wir dieses akquiriert haben, geht es los – der Absatzmarkt ist riesig.<\/p>\n\n\n\n Eine Ecolyd7.1 ist zeit- und kostensparend. Das macht sie schon wirtschaftlich hoch attraktiv. Betreibt man sie zusammen mit einem eigenen Windkraftrad, dann ist das System sogar noch C02-neutral und somit wirtschaftlich noch rentabler. \u201eTue Gutes und verdiene dabei\u201c – das ist unser Ziel. Bisher hat Umweltschutz Milliarden verschlungen, jetzt wird Umweltschutz das erste Mal wirtschaftlich attraktiv<\/p>\n\n\n\n Geplant ist f\u00fcr die n\u00e4chsten 2 Jahre eine Serienproduktion aufzubauen. Das ist ambitioniert, aber machbar. Wir stehen dabei mit L\u00e4ndern genauso in Kontakt wie mit gro\u00dfen Firmen. Wir stehen zu 100 Prozent hinter unserem Produkt und sind daher bereit, so viele Menschen wie m\u00f6glich davon profitieren zu lassen.<\/p>\n\n\n\n Technologisch sollten wir in f\u00fcnf Jahren zwei Linien haben. Einmal die \u201eStandard Ecolyd7.1\u201c im eigenen Betrieb und dann die daraus abgeleiteten Kompaktmaschinen im Eigenbetrieb z.B. f\u00fcr den Betrieb in Krankenh\u00e4usern, auf Kreuzfahrtschiffen oder in gro\u00dfen Ferien Resorts. <\/p>\n\n\n\n Wirtschaftlich ist Zellstrom in 5 Jahren in den schwarzen Zahlen.<\/p>\n\n\n\n Gesellschaftlich erhoffen wir uns, dass man die Ecolyd71. an allen Ecken der Erde finden wird und wir dadurch t\u00e4glich Menschenleben retten. <\/p>\n\n\n\n Tut es nicht! Nein, Scherz beiseite. Die meisten haben ja \u2013 so wie wir \u2013 erstmal nur eine Idee und Vision \u2013 aber weder viel Geld noch passende Verbindungen; einigen mangelt es auch an unternehmerischer Erfahrung. Aber wenn ihr eine gute Idee habt, an die ihr glaubt und bereit seid, euch die kaufm\u00e4nnischen Grundlagen anzueignen, dann legt los. Deutschland und Europa brauchen mehr gute und innovative Ideen. <\/p>\n\n\n\n Bild: Teambild \u00a9 privat<\/p>\n\n\n\n Wir bedanken uns bei Michael Hahn f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\n Zellstrom GmbH<\/strong> www.ecolyd.com<\/a> ZELLSTROM denkt Entsorgung und Versorgung neu: Mit einer mobilen Anlage verwandelt das Startup Abfall und Abwasser in sauberes Wasser, Alkohol und Sauerstoff \u2013 CO\u2082-neutral und dezentral. Im Interview erkl\u00e4ren die Gr\u00fcnder, wie ihre Technologie Leben retten kann<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":113121,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[26473,15009,1],"tags":[25649],"class_list":["post-113120","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-interviews","category-premium-startups","category-startup-news","tag-umwelttechnologie"],"acf":[],"yoast_head":"\nInwiefern unterscheidet sich Ihre containerbasierte Anlage grundlegend von klassischen Entsorgungs- oder Kl\u00e4rsystemen? <\/h4>\n\n\n\n
F\u00fcr welche Regionen oder Einsatzorte sehen Sie aktuell den gr\u00f6\u00dften Bedarf f\u00fcr Ihre L\u00f6sung?<\/h4>\n\n\n\n
Wie gelingt es ZELLSTROM, technologische Komplexit\u00e4t mit praktischer Anwendbarkeit zu verbinden?<\/h4>\n\n\n\n
Was war bisher die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung auf dem Weg zur Marktreife \u2013 und wie haben Sie sie gemeistert?<\/h4>\n\n\n\n
Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Technologie auch unter extremen Bedingungen zuverl\u00e4ssig funktioniert?<\/h4>\n\n\n\n
Wer sind Ihre Zielgruppen \u2013 und wie holen Sie sie dort ab, wo sie stehen?<\/h4>\n\n\n\n
<\/figure>\n\n\n\nWas macht das Gesch\u00e4ftsmodell von ZELLSTROM besonders wirtschaftlich?<\/h4>\n\n\n\n
Welche Entwicklungen oder Partnerschaften planen Sie f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre?<\/h4>\n\n\n\n
Wo sehen Sie ZELLSTROM in f\u00fcnf Jahren \u2013 technologisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich?<\/h4>\n\n\n\n
Welche drei Ratschl\u00e4ge w\u00fcrden Sie Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcndern mit auf den Weg geben, die ebenfalls ein technologiegetriebenes Unternehmen starten m\u00f6chten?<\/h4>\n\n\n\n
\n\n\n\nPremium Start-up: Zellstrom<\/h2>\n\n\n\n
<\/figure>\n<\/div>\n\n\n\nKontakt:<\/h3>\n\n\n
\nZ\u00fclowstra\u00dfe 16
\nD-15827 Blankenfelde-Mahlow<\/p>\n
\nwww.zellstrom.com<\/a>
\nth@zellstrom.com<\/a>
\n
\nAnsprechpartner:<\/strong> Thorsten Haas und Daniel Stein<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"