{"id":114432,"date":"2025-06-11T10:47:14","date_gmt":"2025-06-11T08:47:14","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=114432"},"modified":"2026-06-10T10:00:47","modified_gmt":"2026-06-10T08:00:47","slug":"fived-simulation-radar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/fived-simulation-radar\/","title":{"rendered":"Warum der Weg zum intelligenten Zuhause immer h\u00e4ufiger durch den Rechner f\u00fchrt"},"content":{"rendered":"\n
fiveD wurde 2024 als Spin-Off des Lehrstuhls f\u00fcr Hochfrequenztechnik an der FAU Erlangen gegr\u00fcndet. Die Idee entstand aus Forschungst\u00e4tigkeiten im Bereich Radarsimulation \u2013 dann haben wir die Firma mit dem Ziel gegr\u00fcndet, eine Br\u00fccke zwischen akademischer Forschung und industrieller Anwendung zu schlagen. Heute steht hinter fiveD ein interdisziplin\u00e4res Team aus Radar-, KI- und Softwareexperten, das auf einen gro\u00dfen Erfahrungsschatz aus Industrie und Forschung zur\u00fcckblicken kann. Das Gr\u00fcnderteam besteht aus vier Personen \u2013 zwei davon mit starkem Fokus auf Technik, zwei auf Business und Marktentwicklung: Marcel Hoffmann, Dr.-Ing. Christian Sch\u00fc\u00dfler, Lars Schwenger und Dr.-Ing. Michael Stelzig.<\/p>\n\n\n\n
Unsere Vision ist es, die Entwicklung und Validierung von Radarsystemen radikal zu vereinfachen \u2013 durch eine digitale Umgebung, die die reale Welt physikalisch korrekt und skalierbar abbildet. Wir schaffen digitale Zwillinge, die es erm\u00f6glichen, Radarsysteme nicht mehr auf der Stra\u00dfe, sondern im Rechner zu entwickeln, zu testen und zu optimieren. So beschleunigen wir Entwicklungszyklen, reduzieren Kosten und machen neue Anwendungsszenarien m\u00f6glich \u2013 vom autonomen Fahren bis zur Erdbeobachtung aus dem All.<\/p>\n\n\n\n
Klassische Radartests erfordern teure Hardware, aufwendige Testfahrten und langwierige Validierungsprozesse. Unser Ansatz ersetzt diese durch eine simulationsbasierte Pipeline, in der s\u00e4mtliche Radarantworten realistisch generiert werden \u2013 inklusive Mehrwegeausbreitung, Bewegungsartefakten und Materialspezifika. Damit erm\u00f6glichen wir eine verschr\u00e4nkte Optimierung von Hardware, Signalverarbeitung und KI \u2013 noch bevor der erste Prototyp gebaut wird.<\/p>\n\n\n\n
Eigentlich f\u00fcr alle, die Radarsensorik entwickeln, einsetzen oder einsetzen wollen, um damit ein Umgebungsverst\u00e4ndnis zu erlangen. Das reicht von automatisierten Klosp\u00fclungen \u00fcber autonome Fahrzeuge bis hin zu Sicherheitsscannern am Flughafen.<\/p>\n\n\n\n
Unser physikbasierter Ansatz beruht auf einer umfassenden Modellierung elektromagnetischer Wellen \u2013 inklusive Doppler, Polarisation und komplexer Reflexionseffekte. Validierung ist dabei ein zentrales Thema f\u00fcr uns: Neben numerischen und analytischen Tests kalibrieren wir unsere Modelle kontinuierlich gegen reale Messkampagnen \u2013 sowohl in Laboren als auch in realen Applikationen. Unser Anspruch ist es, die physikalische Ground Truth im Digitalen so genau wie m\u00f6glich abzubilden \u2013 insbesondere f\u00fcr Edge-Cases, die im Feld nur schwer erfassbar sind.<\/p>\n\n\n\n
Technisch war und ist es die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung, realistische Radarantworten f\u00fcr komplexe Umgebungen mit bewegten Objekten in m\u00f6glichst niedriger Rechenzeit zu generieren \u2013 bei gleichzeitig skalierbarer Performance. Gleichzeitig stehen wir als junges Startup sicher noch am Anfang der unternehmerischen Herausforderungen. Hier geht es darum, einen hochspezialisierten Deep-Tech-Ansatz mit den konkreten Bed\u00fcrfnissen verschiedener Industrien zu verheiraten \u2013 also eine L\u00f6sung zu bauen, die technisch exzellent und gleichzeitig wirtschaftlich attraktiv ist. Das Ganze muss danach nat\u00fcrlich auch noch vom Markt angenommen werden. Bleibt also spannend!<\/p>\n\n\n\n
Unsere Radarexpertise. Viele andere Anbieter sind sehr breit aufgestellt und bieten Simulationsl\u00f6sungen f\u00fcr sehr viele verschiedene Dinge an \u2013 von Kamerasimulationen bis hin zu W\u00e4rmetransport. Wir haben hier einen sehr zielgerichteten Fokus auf Radar und k\u00f6nnen unsere Kunden dadurch entlang der kompletten Entwicklungskette unterst\u00fctzen, auch weil wir die eben die Expertise im Haus haben. Unsere Kunden bekommen also nicht nur ein Tool, sondern einen verl\u00e4sslichen Partner \u2013 vom Konzept bis hin zur finalen Implementierung.<\/p>\n\n\n\n
Wir h\u00f6ren immer wieder, dass es dringend eine L\u00f6sung wie unsere braucht, da die Entwicklung von Radaren einfach zu langsam und zu teuer ist. Dabei sind ganz unterschiedliche Anwendungsfelder vertreten \u2013 von Smart Home bis zu Sicherheitsscannern am Flughafen. Im Bereich ADAS \/ Autonomes Fahren konnten wir zum Beispiel die Leistungsf\u00e4higkeit eines Sensors untersuchen, der noch mehrere Jahre vom Prototypenstadium entfernt ist, und diesen mit aktueller state-of-the-art Sensorik vergleichen. Es ist spannend, schon heute zu sehen, wo sich die Industrie hinentwickeln k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n
Da hilft uns unsere breite Expertise im Radarbereich. Wir haben hier langj\u00e4hrige Erfahrung und wissen daher gut, wo der Schuh dr\u00fcckt \u2013 und haben unser Team gezielt erweitert, um unsere Toollandschaft ideal darauf abstimmen zu k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6ren unter anderem:
die richtigen Schnittstellen zum Laden von 3D-Welten und Assets im industrie\u00fcblichen Standard,
Einstellm\u00f6glichkeiten f\u00fcr g\u00e4ngige Signalformen und Prozessierungen,
sowie eine verst\u00e4ndliche Visualisierung der Ergebnisse.
Und das Ganze variiert stark \u2013 die Erfassung menschlicher Bewegungen auf wenigen Metern im Smart-Home-Bereich ist fast schon eine andere Sportart als etwa die Radarsimulation f\u00fcr Remote Sensing aus dem Orbit.<\/p>\n\n\n\n
Da gibt es nat\u00fcrlich einige: Zun\u00e4chst wird demn\u00e4chst unsere Software erstmals als Demoversion verf\u00fcgbar sein und kann direkt beim Kunden eingesetzt werden. Kurz darauf folgt dann die lizensierbare Vollversion. Wir konzentrieren uns zun\u00e4chst auf unsere Fokusm\u00e4rkte und nutzen das erste Kundenfeedback, um das Produkt weiter zu verbessern. Und ganz nebenbei feiern wir im Juli auch noch unser einj\u00e4hriges Firmenjubil\u00e4um \u2013 das wird also eine spannende Zeit!<\/p>\n\n\n\n
Die Begeisterung f\u00fcr die Technologie \u2013 es ist einfach etwas ganz Besonderes, so ein Vorhaben von den ersten Skizzen im Forschungskontext bis zur hoffentlich marktetablierten L\u00f6sung zu begleiten.<\/p>\n\n\n\n
Feedback ist ein Geschenk! Redet fr\u00fch mit vielen Leuten: Kunden, Partnern, Freunden und Mentoren \u2013 da ergeben sich oft neue, spannende Perspektiven
Scheitern geh\u00f6rt zum Tagesgesch\u00e4ft. Lasst euch davon nicht verunsichern. Wichtig ist, es richtig einzuordnen, daraus zu lernen und dann weiterzumachen.
Seid optimistisch, aber realistisch. Wer mehr verspricht als er liefern kann, hat am Ende weder zufriedene Kunden noch Freude an der Arbeit.<\/p>\n\n\n\n
Foto: Christian Sch\u00fc\u00dfler @\u00a0fiveD GmbH<\/p>\n\n\n\n