{"id":115171,"date":"2025-07-02T17:47:39","date_gmt":"2025-07-02T15:47:39","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=115171"},"modified":"2026-06-10T09:59:31","modified_gmt":"2026-06-10T07:59:31","slug":"tessa-clarke-olio-food-sharing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/tessa-clarke-olio-food-sharing\/","title":{"rendered":"Tessa Clarke \u00fcber Olio, Food Sharing und Impact-Gr\u00fcndung"},"content":{"rendered":"\n
Tessa Clarke hat das fr\u00fch verstanden. Aufgewachsen auf einem Bauernhof im l\u00e4ndlichen North Yorkshire, sah sie hautnah, wie viel Arbeit in jedem Bissen steckt. Doch der entscheidende Moment kam Jahre sp\u00e4ter: ein Neugeborenes auf dem Arm, eine Kiste mit \u00fcbriggebliebenem Essen in der Hand \u2013 und keine einfache M\u00f6glichkeit, die Lebensmittel vor dem Umzug weiterzugeben. Aus diesem frustrierenden Erlebnis entstand die Idee f\u00fcr OLIO<\/strong> \u2013 eine App, die heute weltweit gegen Lebensmittelverschwendung k\u00e4mpft. Im Gespr\u00e4ch erz\u00e4hlt Tessa<\/a>, wie sie vom Konzernleben zur Impact-Gr\u00fcnderin wurde, welche Lektionen sie gelernt hat \u2013 und warum Menschen zum Teilen zu inspirieren wirkungsvoller sein kann als Appelle in Sachen Klimaschutz.<\/p>\n\n\n\n Tessa Clarke:<\/strong> Ich bin die Tochter eines Landwirts aus North Yorkshire in England. Deshalb hatte ich schon fr\u00fch gro\u00dfen Respekt vor der Arbeit, die in der Erzeugung unserer Lebensmittel steckt. Durch meine Kindheit habe ich auch eine starke Verbindung zur Umwelt und erkenne, wie wichtig es ist, im Einklang mit der Natur zu leben. Mein Studium der Sozial- und Politikwissenschaften in Cambridge, sp\u00e4ter das MBA-Programm an der Stanford University \u2013 all das hat wohl dazu gef\u00fchrt, dass ich das Potenzial von Wirtschaft nutzen wollte, um systemische Ver\u00e4nderungen im Umweltbereich voranzutreiben. Es hat nur zwei Jahrzehnte gedauert, bis ich verstanden habe, wie ich das konkret umsetzen kann.<\/p>\n\n\n\n Tessa Clarke:<\/strong> Ja, absolut. Der kam, als ich nach l\u00e4ngerer Zeit im Ausland zur\u00fcck nach Gro\u00dfbritannien zog. Am Umzugstag sagten mir die M\u00f6belpacker, dass ich alle \u00fcbrig gebliebenen Lebensmittel wegwerfen m\u00fcsse. Ich konnte das einfach nicht tun \u2013 also nahm ich mein Baby und mein Kleinkind und lief mit einer Kiste Essen durch die Stra\u00dfen, in der Hoffnung, jemandem etwas davon geben zu k\u00f6nnen. Ich bin kl\u00e4glich gescheitert. Also schmuggelte ich, w\u00e4hrend die Umzugshelfer nicht hinsahen, die haltbaren Lebensmittel in den untersten Umzugskarton. Da wurde mir klar: Es m\u00fcsste eine App geben, die das Teilen von Lebensmitteln viel einfacher macht.<\/p>\n\n\n\n Tessa Clarke:<\/strong> Auf einem Bauernhof aufzuwachsen, hat mir Respekt f\u00fcr Natur, Lebensmittel und harte Arbeit vermittelt. Meine Eltern geh\u00f6rten der Nachkriegsgeneration an, sie dachten noch in Rationierungen. Ich bin mit einem sehr sparsamen Lebensstil aufgewachsen \u2013 der Satz \u201eWer nichts verschwendet, hat sp\u00e4ter genug\u201c hat sich tief eingepr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n Tessa Clarke:<\/strong> Ich war fast zwanzig Jahre in Strategie- und Managementpositionen in den Bereichen Einzelhandel, Medien und Finanzdienstleistungen. Auf dem Papier sah das alles gut aus, aber es hat mich nicht erf\u00fcllt. Ich wollte lange etwas Eigenes starten, aber zwei Dinge hielten mich ab: Ich hatte keine \u201eIdee\u201c \u2013 und keinen Glauben an mich selbst. Beides \u00e4nderte sich, als mir beim Umzug die Dimension des Problems Lebensmittelverschwendung bewusst wurde \u2013 und als meine Mitgr\u00fcnderin Saasha bereit war, diesen verr\u00fcckten Weg gemeinsam zu gehen. Mein Rat an alle: Sucht euch ein Problem, das euch wirklich bewegt \u2013 und wenn m\u00f6glich, eine Partnerin oder einen Partner, mit dem ihr es gemeinsam angehen k\u00f6nnt.<\/p>\n\n\n\n Tessa Clarke:<\/strong> Durchhalteverm\u00f6gen und Anpassungsf\u00e4higkeit \u2013 man muss bereit sein, st\u00e4ndig zu testen, zu messen, zu lernen und weiterzuentwickeln. Ich habe mir zudem eine t\u00e4gliche Struktur aufgebaut, die meine mentale und k\u00f6rperliche Widerstandskraft st\u00e4rkt: Ich blocke mir die erste Stunde des Tages f\u00fcr Sport, achte auf Schlaf und gesunde Ern\u00e4hrung. So kann ich Herausforderungen aktiv begegnen. Und: Unsere Mission motiviert mich zutiefst \u2013 Scheitern ist keine Option.<\/p>\n\n\n\nFangen wir ganz am Anfang an \u2013 was hat dein Interesse am Thema Lebensmittelverschwendung \u00fcberhaupt geweckt?<\/h3>\n\n\n\n
Gab es einen \u201eAha-Moment\u201c?<\/h3>\n\n\n\n
Gab es in deiner Kindheit fr\u00fche Einfl\u00fcsse, die deinen Sinn f\u00fcr Nachhaltigkeit und Gemeinschaft gepr\u00e4gt haben?<\/h3>\n\n\n\n
Du hast zuvor in gro\u00dfen Unternehmen gearbeitet \u2013 warum der Schritt in die Selbstst\u00e4ndigkeit?<\/h3>\n\n\n\n
Welche Eigenschaften oder Gewohnheiten waren f\u00fcr dich als Gr\u00fcnderin entscheidend?<\/h3>\n\n\n\n
Olio ist heute eine globale Bewegung \u2013 wie bewahrst du bei Wachstum und Expansion den urspr\u00fcnglichen Geist?<\/h3>\n\n\n\n