{"id":115204,"date":"2025-07-16T10:47:10","date_gmt":"2025-07-16T08:47:10","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=115204"},"modified":"2025-07-24T14:26:36","modified_gmt":"2025-07-24T12:26:36","slug":"stackable","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/stackable\/","title":{"rendered":"Was passiert, wenn man Open Source richtig zu Ende denkt?"},"content":{"rendered":"\n
Stackable ist w\u00e4hrend der Pandemie entstanden, quasi in einer Corona-WG. Mein Mitgr\u00fcnder S\u00f6nke Liebau und ich kennen uns schon seit der Schulzeit, zusammen studiert haben wir auch. Und irgendwann auch beruflich zusammengefunden: Wir haben verschiedene Unternehmen beraten, die alle die selbe Software f\u00fcr ihre Datenverarbeitung genutzt haben. Als die Gratis-Version davon eingestellt wurde, hatten sie ein Problem und wir eine Idee \u2013 warum nicht eine eigene Datenplattform entwerfen? Diesen Gedanken wollten wir dann eigentlich im gemeinsamen Urlaub weiterspinnen, aber da die Nordsee-Inseln durch den Lockdown gesperrt waren, haben wir uns mit beiden Familien mehrere Wochen bei mir im Haus einquartiert. Dort wurde aus dem Spontaneinfall schlie\u00dflich Stackable.<\/p>\n\n\n\n
Uns war von Anfang an klar: Unternehmen brauchen heute Datenplattformen, die nicht nur leistungsf\u00e4hig, sondern auch flexibel, sicher und kosteneffizient sind \u2013 und sich, falls n\u00f6tig, auch in Echtzeit nutzen lassen. Besonders wichtig war uns deshalb, eine L\u00f6sung zu schaffen, die Enterprise-Anspr\u00fcche erf\u00fcllt, Open Source kompromisslos nutzt und dabei betriebsseitig effizient bleibt.<\/p>\n\n\n\n
Unsere Vision ist es, dass Unternehmen ihre Datenplattformen selbstbestimmt, transparent und nachhaltig betreiben k\u00f6nnen \u2013 ohne sich an einzelne Anbieter zu binden oder in teure, geschlossene Systeme investieren zu m\u00fcssen. Open Source ist f\u00fcr uns kein Marketing-Label, sondern ein strategischer Hebel: Wir wollen Technologien zug\u00e4nglich machen, die sonst nur gro\u00dfen Playern mit tiefen Taschen vorbehalten sind \u2013 und sie so demokratisieren. Gleichzeitig glauben wir, dass Vertrauen in Infrastruktur nur entstehen kann, wenn alle User den Code einsehen, nachvollziehen und mitgestalten k\u00f6nnen. Unsere Kunden wissen, worauf sie bauen \u2013 technisch wie rechtlich. Wir liefern eine kuratierte Plattform, die die Vorteile offener Software mit dem Komfort und der Stabilit\u00e4t eines Enterprise-Produkts vereint. Langfristig wollen wir damit dazu beitragen, dass mehr Unternehmen digitale Souver\u00e4nit\u00e4t gewinnen \u2013 und in der Lage sind, datengetriebene Innovationen auf eigenen Beinen umzusetzen.<\/p>\n\n\n\n
Stackable l\u00e4sst sich \u00fcberall dort einsetzen, wo mit Daten gearbeitet wird. Inzwischen also so ziemlich \u00fcberall, etwa bei Finanzdienstleistungen oder in der Industrie. Wir haben eine L\u00f6sung f\u00fcr alle, die Cloud<\/a> Native nicht nutzen k\u00f6nnen, d\u00fcrfen oder wollen, um unabh\u00e4ngig zu sein \u2013 oder f\u00fcr alle, die die Vorteile von Open Source im Vergleich zu propriet\u00e4ren L\u00f6sungen erkannt haben. Viele unserer Kunden und Partner nutzen unsere Datenplattformen in gesch\u00e4ftskritischen Bereichen, weshalb wir auch einen starken Fokus auf den Support legen \u2013 24\/7, wenn gew\u00fcnscht.<\/p>\n\n\n\n Wir m\u00f6chten verhindern, dass unsere Kunden in eine Situation geraten, wie wir sie bei den anderen Unternehmen w\u00e4hrend unserer Beraterzeit erlebt haben. Bei propriet\u00e4rer Software besteht immer die Gefahr, dass die Hersteller ein Produkt einstellen oder sich die Gesch\u00e4ftsbedingungen \u00e4ndern. So eine Abh\u00e4ngigkeit wollten wir von Anfang an vermeiden. Die User von Stackable sollen nicht nur einen m\u00f6glichst reibungslosen \u00dcbergang haben, sondern auch genauso schnell wieder wechseln k\u00f6nnen, wenn sie m\u00f6gen. Oder selbst die Kontrolle \u00fcbernehmen, das ist ja das tolle an Open Source \u2013 jeder kann den Quellcode einsehen und nach eigenen W\u00fcnschen ver\u00e4ndern und verbessern. Bei propriet\u00e4rer Software finde ich es sehr nervig, manchmal ewig lange in einer Warteschleife zu h\u00e4ngen oder auf eine Antwort des Supports warten zu m\u00fcssen. Durch Open Source kann ich einfach selber nachschauen, woher eine Fehlermeldung kommt.<\/p>\n\n\n\n Kubernetes ist das technologische R\u00fcckgrat unserer L\u00f6sung \u2013 aus einem einfachen Grund: Datenplattformen bestehen heute aus einer Vielzahl spezialisierter Komponenten, die zuverl\u00e4ssig orchestriert, \u00fcberwacht und skaliert werden m\u00fcssen. Genau das kann Kubernetes. Es ist kein Zusatzmodul, sondern der Grundbaustein, auf dem das System beruht.<\/p>\n\n\n\n Wie bei vermutlich jedem jungen Unternehmen war die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung erstmal an eine Finanzspritze zu gelangen. Wir konnten recht schnell Ionos von unserer Idee \u00fcberzeugen und als Investor gewinnen. Es gab nur ein Problem: Damit wir die Investmentsumme bekommen konnten, mussten wir erstmal offiziell im Handelsregister stehen. Das Amtsgericht Pinneberg war zu dieser Zeit aber einsturzgef\u00e4hrdet, und ein Roboter hat nach und nach alle Akten aus dem Geb\u00e4ude geholt. Unsere lag wohl ganz hinten, deswegen hat sich der Start ein paar Wochen verz\u00f6gert. Wir mussten also vor allem Geduld haben, aber in dieser Zeit haben wir uns nat\u00fcrlich trotzdem so gut es ging auf die Arbeit am Produkt und am Unternehmen konzentriert.<\/p>\n\n\n\n Vor allem, dass wir keine Datenplattform von der Stange kreieren wollten. Viele andere L\u00f6sungen, ob on-prem oder in der Cloud, sind einfach zu starr aufgebaut. Wir setzen deshalb auf einen modularen Aufbau: Unsere Kunden k\u00f6nnen genau die Komponenten w\u00e4hlen, die sie brauchen \u2013 ohne zus\u00e4tzlichen Ballast. Und sie k\u00f6nnen das System nat\u00fcrlich auch jederzeit erweitern, betriebliche Abl\u00e4ufe, Vorgaben und Ziele \u00e4ndern sich schlie\u00dflich auch regelm\u00e4\u00dfig. Warum also in einem starren System festh\u00e4ngen?<\/p>\n\n\n\n Wir haben eine klare Roadmap, aber vieles h\u00e4ngt von der Weiterentwicklung der Open Source-Tools ab, mit denen wir arbeiten. Hier gibt es schlie\u00dflich viele eigene Roadmaps, die nicht immer nach Plan laufen. In den n\u00e4chsten Monaten steht bei uns zum Beispiel die Integration von OpenSearch auf dem Programm \u2013 damit unsere Nutzer noch einfacher suchen und analysieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n Wir begegnen dem wachsenden Wettbewerb mit Gelassenheit und einem klaren Fokus: Wir bauen keine L\u00f6sung f\u00fcr den n\u00e4chsten Pitchdeck-Hype, sondern eine Plattform, die Unternehmen heute konkret weiterhilft \u2013 technisch wie betrieblich. W\u00e4hrend viele Anbieter auf geschlossene Komplettl\u00f6sungen setzen, verfolgen wir einen offenen, modularen Ansatz, der unseren Kunden maximale Kontrolle und Zukunftssicherheit bietet. Wir und die Mitbewerber zeigen aber auch: Daten sind relevant wie nie.<\/p>\n\n\n\n Wir sind etwas blau\u00e4ugig in das ganze Projekt gestartet und dachten: Lass uns einfach eine gute Datenplattform auf die Beine stellen, der Rest ergibt sich schon. Was ein eigenes Unternehmen aber an Drumherum bedeutet, von Vertr\u00e4gen \u00fcber Rechnungen bis zum Personal, haben wir leicht untersch\u00e4tzt. Deswegen haben wir uns auch Stefan Amtage als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer ins Boot geholt. So kann jeder das tun, was er am besten kann.<\/p>\n\n\n\n Habt keine Angst vor einem Plan B. Wir haben beispielsweise gemerkt, dass F\u00f6rdermittel <\/a>f\u00fcr uns nicht der richtige Weg sind. Die Zeit, die wir hier in Formulare gesteckt haben, h\u00e4tten wir auch in die Arbeit am Unternehmen stecken k\u00f6nnen. Bild: Lars Francke \u00a9 Stackable<\/p>\n\n\n\n Wir bedanken uns bei Lars Francke<\/a> f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\n Stackable GmbH<\/strong> www.stackable.tech<\/a> Social Media:<\/strong> Stackable bietet eine offene, modulare Datenplattform, die sich flexibel an individuelle Anforderungen anpassen l\u00e4sst. Der Fokus liegt auf Transparenz, Selbstbestimmung und technischer Unabh\u00e4ngigkeit durch konsequente Nutzung von Open Source.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":115205,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[15009,1],"tags":[140,10931,15207,6616,9295,13119,642],"class_list":["post-115204","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-premium-startups","category-startup-news","tag-cloud","tag-datenplattform","tag-infrastruktur","tag-open-source","tag-support","tag-transparenz","tag-unternehmen"],"acf":[],"yoast_head":"\nViele Unternehmen setzen auf propriet\u00e4re Datenl\u00f6sungen. Warum setzt ihr bei Stackable konsequent auf Offenheit?<\/h3>\n\n\n\n
Welche Rolle spielt Kubernetes in eurem technologischen Gesamtkonzept?<\/h3>\n\n\n\n
Was war eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen beim Aufbau von Stackable \u2013 und wie habt ihr sie gemeistert?<\/h3>\n\n\n\n
Wie unterscheidet sich Stackable von klassischen Datenplattformen oder Cloud-Angeboten?<\/h3>\n\n\n\n
Welche neuen Features oder Erweiterungen plant ihr f\u00fcr die n\u00e4chste Entwicklungsphase?<\/h3>\n\n\n\n
Wie begegnet ihr dem zunehmenden Wettbewerb im Bereich datengetriebener Infrastrukturen?<\/h3>\n\n\n\n
Was hat euch beim Aufbau von Stackable besonders \u00fcberrascht oder zum Umdenken gebracht?<\/h3>\n\n\n\n
Welche drei Ratschl\u00e4ge w\u00fcrdet ihr anderen Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcndern mit auf den Weg geben?<\/h3>\n\n\n\n
Besch\u00e4ftigt euch mit allen Bereichen. Es schadet nicht, sich auch mit Themen wie HR oder Buchhaltung zu besch\u00e4ftigen, auch wenn man damit sp\u00e4ter nicht mehr viel zu tun hat.
Gebt Verantwortung ab. Man gibt sein \u201eBaby\u201c nicht aus der Hand, nur weil andere Leute ins Team kommen. Ganz im Gegenteil: Mit verl\u00e4sslichen Kolleginnen und Kollegen geht alles viel leichter von der Hand.<\/p>\n\n\n\n
\n\n\n\nPremium Start-up: Stackable<\/h2>\n\n\n\n
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\nAnsprechpartner<\/strong>: Fabian Jasinski<\/p>\n
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