{"id":118587,"date":"2025-11-24T09:10:53","date_gmt":"2025-11-24T08:10:53","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=118587"},"modified":"2026-06-10T08:02:34","modified_gmt":"2026-06-10T06:02:34","slug":"mirantus-netzwerk-versorgung-wie-zugang-leichter-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/mirantus-netzwerk-versorgung-wie-zugang-leichter-wird\/","title":{"rendered":"Wie funktioniert moderne Augenvorsorge, wenn Termine schwer zu bekommen sind?"},"content":{"rendered":"\n
Mirantus Health wurde 2022 aus einem Forschungsprojekt heraus gegr\u00fcndet. Ziel war es, Augenoptik und Augenheilkunde digital zu verbinden, um den Zugang zur Versorgung zu verbessern. Hinter der Plattform stehen Dr. med. Claus Gruber, der zuvor am Moorfields Eye Hospital in London forschte, sowie Dominik Pederzani, ein WHU-Absolvent und erfahrener Gr\u00fcnder, und Philipp Deutschen, ehemaliger McKinsey-Berater.<\/p>\n\n\n\n
Mirantus m\u00f6chte durch hochwertige digitale L\u00f6sungen einen einfachen, schnellen und wohnortnahen Zugang zur Augenversorgung schaffen. Auff\u00e4lligkeiten sollen fr\u00fch erkannt werden, um das Gesundheitssystem langfristig zu entlasten.<\/p>\n\n\n\n
Mira schafft zus\u00e4tzliche Anlaufstellen beim Optiker und reduziert Wartezeiten, weil Ergebnisberichte mit konkreten n\u00e4chsten Schritten innerhalb von 24 bis 48 Stunden vorliegen. Bei Auff\u00e4lligkeiten unterst\u00fctzt ein bundesweites Netzwerk von bereits \u00fcber 400 Partner-Augen\u00e4rzten, das kontinuierlich ausgebaut wird. So werden Betroffene schnell weiterbehandelt und gleichzeitig Praxen und Gesundheitssystem entlastet.<\/p>\n\n\n\n
Mira richtet sich an Optiker, die ihr Angebot erweitern m\u00f6chten, an Menschen mit Versorgungsbedarf, an Kommunen in unterversorgten Regionen und an Augen\u00e4rzte, die digital arbeiten oder regionale Weiterbehandlung \u00fcbernehmen m\u00f6chten. Alle profitieren von schneller Versorgung und klaren Abl\u00e4ufen.<\/p>\n\n\n\n
Der Optiker erhebt standardisierte Messungen wie Netzhautbilder, Visus oder Augeninnendruck. Die Daten werden digital an einen Augenarzt \u00fcbermittelt. Dieser erstellt innerhalb von 24 bis 48 Stunden einen Ergebnisbericht. Der Ergebnisbericht stellt dabei keine Diagnose dar, sondern zeigt den Untersuchten auf, ob es Auff\u00e4lligkeiten gibt, die abkl\u00e4rungsbed\u00fcrftig sind. Bei Abkl\u00e4rungsbedarf k\u00f6nnen sich Betroffene f\u00fcr die Terminfindung auch an Mirantus wenden, wenn sie keinen eigenen Augenarzt haben. Mirantus unterst\u00fctzt dann gemeinsam mit einem Partner-Netzwerk von bereits \u00fcber 400 Augen\u00e4rzten.<\/p>\n\n\n\n
Wichtig sind konstant hohe Qualit\u00e4t, die Integration verschiedener Messger\u00e4te, der Aufbau einer skalierbaren technischen Architektur und Vertrauen bei allen Beteiligten.<\/p>\n\n\n\n
Mirantus legt gro\u00dfen Wert auf wissenschaftliche Evidenz und engagiert sich aktiv in der Versorgungsforschung, um langfristige Akzeptanz f\u00fcr neue Versorgungsmodelle bei allen Beteiligten zu erreichen. „Mira“ ist eine Expertenl\u00f6sung f\u00fcr den Fachhandel. Jeder Ergebnisbericht wird von einem in Deutschland approbierten Augenarzt erstellt, nicht automatisiert durch KI. Die Plattform ist modular und kann zus\u00e4tzliche Ger\u00e4te einbinden. Das Netzwerk umfasst bereits \u00fcber 400 Partner-Augen\u00e4rzte in Deutschland, und dieses Netzwerk wird laufend erweitert.<\/p>\n\n\n\n
Bei Auff\u00e4lligkeiten erhalten Betroffene auf Wunsch schnelle Unterst\u00fctzung bei der Terminfindung per Telefon oder online. Das reduziert Wartezeiten, gibt Sicherheit und erm\u00f6glicht eine Versorgung vor Ort. Das Netzwerk von aktuell \u00fcber 400 Partner-Augen\u00e4rzten w\u00e4chst weiter, um die regionale Abdeckung zu verbessern.<\/p>\n\n\n\n
Standardisierte Voruntersuchungen entlasten Praxen und schaffen zus\u00e4tzliche Versorgungspunkte, damit sich Augen\u00e4rzte in Praxen und Kliniken sich auf abkl\u00e4rungsbed\u00fcrftige F\u00e4lle konzentrieren k\u00f6nnen. So kann trotz Fachkr\u00e4ftemangel eine stabile Basis-Versorgung gew\u00e4hrleistet werden. Dieses Konzept orientiert sich an dem etablierten englischen Versorgungsmodell.<\/p>\n\n\n\n
Bis 2027 sollen \u00fcber 1.000 Standorte in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz erreicht werden. Der Ausbau des Optiker-Netzwerks, neue technische Module, neue Partnerschaften mit Gesundheits- und Industriepartnern und die aktuelle Finanzierung unterst\u00fctzen diese Expansion. Auch das Netzwerk der \u00fcber 400 Partner-Augen\u00e4rzte wird weiter wachsen, um die Versorgung in der gesamten DACH-Region zu st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n
Durch klare Kooperationsmodelle, digitale Schulungen, regionale Netzwerke und den verst\u00e4rkten Einsatz von Augenmobilen in l\u00e4ndlichen Gebieten.<\/p>\n\n\n\n
Gerade im Gesundheitsbereich ist es entscheidend, so fr\u00fch wie m\u00f6glich echte wissenschaftliche Evidenz aufzubauen \u2013 sie schafft Vertrauen und gibt Deiner Idee Stabilit\u00e4t.
Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcnder sollten zudem darauf achten, Menschen aus Medizin, Technik und vor allem zuk\u00fcnftige Nutzer:innen von Anfang an zusammenzubringen. Nur wenn alle Perspektiven geh\u00f6rt werden, entsteht eine L\u00f6sung, die ein echtes Problem l\u00f6st.
Zuletzt sollte man darauf achten die Bedeutung starker Partner im Gesundheitssystem nicht zu untersch\u00e4tzen. Mit starken Partnern kann aus Innovation nicht nur ein Konzept, sondern eine nachhaltige Verbesserung entstehen.<\/p>\n\n\n\n
Bild Dominik Pederzani<\/a> und Dr. med. Claus Gruber<\/a> und Moritz Ackermann<\/a> Fotocredit Max H\u00fcbl<\/p>\n\n\n\n Wir bedanken uns bei bei den Gr\u00fcndern f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\n