{"id":120201,"date":"2026-01-29T09:52:24","date_gmt":"2026-01-29T08:52:24","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=120201"},"modified":"2026-06-09T11:35:11","modified_gmt":"2026-06-09T09:35:11","slug":"mentalis-psychische-gesundheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/mentalis-psychische-gesundheit\/","title":{"rendered":"Wer f\u00e4ngt Menschen auf, wenn Hilfe dringend gebraucht wird?"},"content":{"rendered":"\n
mentalis ist ein Digital-Health-Unternehmen aus N\u00fcrnberg, das seit 2018 Soforthilfeprogramme f\u00fcr Menschen mit psychischen Erkrankungen entwickelt. Wir sind eine Ausgr\u00fcndung der FAU Erlangen-N\u00fcrnberg und kommen entsprechend stark aus der Wissenschaft. Unsere Programme verbinden psychologische Gespr\u00e4che am Telefon mit st\u00f6rungsspezifischen Therapie-Apps. Gemeinsam legen wir viel Herzblut darin, psychische Versorgung niedrigschwellig und alltagsnah zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n
Viele psychisch belastete Menschen f\u00fchlen sich nicht schnell genug oder nicht ausreichend unterst\u00fctzt \u2013 besonders nach Klinikaufenthalten oder w\u00e4hrend langer Wartezeiten. Genau diese Versorgungsl\u00fccke wollten wir schlie\u00dfen. In unserer Arbeit begleitet uns immer die Frage: Wie k\u00f6nnen wir Menschen mit psychischen Erkrankungen schnell und gleichzeitig sehr individuell helfen?<\/p>\n\n\n\n
Wir glauben an eine hybride Versorgung, die digital unterst\u00fctzt, aber menschlich bleibt. Digitale Angebote sollen pers\u00f6nliche Behandlungen sinnvoll erg\u00e4nzen, nicht ersetzen. mentalis m\u00f6chte genau diese Br\u00fccke schlagen.<\/p>\n\n\n\n
mentalis richtet sich an Menschen mit Depression, Alkoholproblemen, Essst\u00f6rungen und anderen psychischen Erkrankungen \u2013 oft in \u00dcbergangsphasen wie nach einem Klinikaufenthalt. Zus\u00e4tzlich bieten wir ein Soforthilfeprogramm f\u00fcr Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene an. Durch die Kombination aus pers\u00f6nlicher Begleitung und App erhalten Betroffene Unterst\u00fctzung, die sich gut in den Alltag integrieren l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n
Der gr\u00f6\u00dfte Vorteil liegt in der Verbindung aus pers\u00f6nlicher Beziehung und Flexibilit\u00e4t. Klient:innen werden individuell begleitet und k\u00f6nnen gleichzeitig selbstst\u00e4ndig mit der App arbeiten. Diese Kombination hat sich sowohl in Studien als auch in unserer Praxis als sehr wirkungsvoll erwiesen.<\/p>\n\n\n\n
Unsere Nachsorgeprogramme setzen genau in dieser \u00dcbergangsphase an und bieten eine strukturierte Weiterbegleitung nach der Entlassung \u2013 nahtlos an die Klinik anschlie\u00dfend. Wir verstehen uns dabei ausdr\u00fccklich nicht als Ersatz f\u00fcr eine ambulante Therapie. Wenn jemand schnell einen Therapieplatz vor Ort bekommt, freuen wir uns \u2013 in der Zwischenzeit begleiten wir gern \u00fcberbr\u00fcckend.<\/p>\n\n\n\n
Viele digitale Angebote verzichten auf den pers\u00f6nlichen Kontakt \u2013 bei uns steht er im Mittelpunkt und wir kombinieren ihn mit unseren Apps, sodass wir das Beste aus zwei Welten kombinieren und miteinander integrieren.<\/p>\n\n\n\n
Wir sind ein Uni-Spin-off, haben viele wissenschaftliche Studien durchgef\u00fchrt und machen es auch weiterhin. Zudem basieren unsere Programme auf evidenzbasierten psychotherapeutischen Ans\u00e4tzen und werden kontinuierlich \u00fcberpr\u00fcft. Gleichzeitig entwickeln wir sie eng an den Erfahrungen der Betroffenen weiter. So bleiben sie wissenschaftlich fundiert und im Alltag gut umsetzbar.<\/p>\n\n\n\n Unser Fokus liegt vor allem auf der Weiterentwicklung bestehender Programme. Wir pr\u00fcfen laufend, welche Themen Menschen mit psychischen Erkrankungen aktuell besch\u00e4ftigen und ob wir diese schon ausreichend abdecken. Besonders wichtig ist uns dabei eine App, die intuitiv funktioniert \u2013 auch f\u00fcr Menschen, die wenig technikaffin sind.<\/p>\n\n\n\n Digitale Angebote sorgen daf\u00fcr, dass Menschen besser Unterst\u00fctzung bekommen k\u00f6nnen und sich nicht allein gelassen f\u00fchlen. Gerade in Wartezeiten oder \u00dcbergangsphasen k\u00f6nnen sie Stabilit\u00e4t geben \u2013 und das ver\u00e4ndert die Versorgung sp\u00fcrbar.<\/p>\n\n\n\n Das de:hub Netzwerk bietet uns wertvolle Sichtbarkeit und einen intensiven Austausch mit relevanten Partnern. Besonders der interdisziplin\u00e4re Dialog zwischen Startups, Wissenschaft und Wirtschaft ist f\u00fcr uns sehr wertvoll.<\/p>\n\n\n\n Ja, auf jeden Fall. Das Netzwerk erleichtert Kooperationen und beschleunigt Lernprozesse. Gerade im stark regulierten Digital-Health-Bereich ist dieser Austausch ein gro\u00dfer Vorteil.<\/p>\n\n\n\n Erstens: Wissenschaftliche Evidenz von Anfang an ernst nehmen. Zweitens: Die Bed\u00fcrfnisse der Nutzer:innen konsequent in den Mittelpunkt stellen. Drittens: Geduld mitbringen \u2013 nachhaltige Innovation im Gesundheitswesen braucht Zeit.<\/p>\n\n\n\n Bildcredits \u00a9 mentalis<\/p>\n\n\n\n Wir bedanken uns bei J\u00fcrgen Stein<\/a> f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\n
Welche Weiterentwicklungen oder neuen Programmbereiche planen Sie f\u00fcr die kommenden Monate?<\/h3>\n\n\n\n
Wie ver\u00e4ndert sich die psychische Gesundheitsversorgung aus Ihrer Sicht durch digitale Angebote wie mentalis?<\/h3>\n\n\n\n
Welche Bedeutung hat es f\u00fcr euch, dass mentalis Teil des de:hub Netzwerks ist und welche Vorteile ergeben sich daraus?<\/h3>\n\n\n\n
W\u00fcrden Sie anderen Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcndern empfehlen, ihre Startups ebenfalls im Umfeld des de:hub aufzubauen?<\/h3>\n\n\n\n
Welche drei Ratschl\u00e4ge m\u00f6chten Sie Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcndern im Bereich Digital Health oder psychische Gesundheit mitgeben?<\/h3>\n\n\n\n