{"id":120519,"date":"2026-02-05T14:12:41","date_gmt":"2026-02-05T13:12:41","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=120519"},"modified":"2026-06-09T10:30:46","modified_gmt":"2026-06-09T08:30:46","slug":"r3-robotics-demontage-elektrofahrzeugsystemen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/r3-robotics-demontage-elektrofahrzeugsystemen\/","title":{"rendered":"20 Millionen Euro f\u00fcr den n\u00e4chsten Skalierungsschritt"},"content":{"rendered":"\n
Das deutsch-luxemburgische Robotikunternehmen schlie\u00dft eine Series-A-Finanzierung \u00fcber 14 Mio. \u20ac ab und erh\u00e4lt weitere 6 Mio. \u20ac an \u00f6ffentlichen F\u00f6rdermitteln, um die KI-gest\u00fctzte Demontage von elektrischen Fahrzeugen angesichts steigender End-of-Life-Volumina zu industrialisieren.<\/p>\n\n\n\n
R3 Robotics (ehemals Circu Li-ion) gibt eine neue Finanzierung von insgesamt 20 Mio. \u20ac bekannt, um die automatisierte Demontage von Elektrofahrzeugsystemen im industriellen Ma\u00dfstab voranzutreiben. Das Unternehmen hat im Rahmen der Finanzierung 14 Mio. \u20ac mittels eines Series-A-Investments eingeworben, das gemeinsam von HG Ventures und Suma Capital angef\u00fchrt wird. Zu den weiteren Investoren z\u00e4hlen Oetker Collection KG, der European Innovation Council Fund (EIC Fund) sowie die bestehenden Gesellschafter BONVENTURE, FlixFounders und EIT Urban Mobility. Erg\u00e4nzt wird die Investmentrunde durch 6 Mio. \u20ac an europ\u00e4ischen F\u00f6rdermitteln.<\/p>\n\n\n\n
Die Finanzierung f\u00e4llt mit der Umbenennung des Unternehmens von Circu Li-ion zu R3 Robotics zusammen und markiert eine klare Erweiterung des bisherigen Gesch\u00e4ftsbereichs: von der Demontage und dem Recycling von Batterien hin zur automatisierten Zerlegung kompletter Elektrofahrzeugsysteme, einschlie\u00dflich E-Antriebe, Leistungselektronik und weiterer hochwertiger Komponenten. Das langfristige Ziel ist die vollautomatisierte Demontage ganzer Fahrzeugsysteme. Der neue Name spiegelt dabei den industriellen Fokus des Unternehmens wider \u2013 Repair, Reuse, Recycle \u2013 angetrieben durch Robotik.<\/p>\n\n\n\n
Mit der zunehmenden Elektrifizierung von Mobilit\u00e4ts- und Energiesystemen wird im Recyclingmarkt ein deutlicher Anstieg der End-of-Life-Volumina komplexer elektrifizierter Komponenten erwartet. Die manuelle Zerlegung solcher Systeme bleibt arbeitsintensiv, kostspielig und l\u00e4sst sich nur schwer mit einem hohen Ma\u00df an Sicherheit f\u00fcr das eingesetzte Personal skalieren. R3 Robotics begegnet dieser Herausforderung mit einer KI-gest\u00fctzten Demontageplattform, die f\u00fcr den Einsatz in industriellen Umgebungen mit einem hohen Durchsatz konzipiert ist.<\/p>\n\n\n\n
Die europ\u00e4ische Politik verst\u00e4rkt diesen Wandel zus\u00e4tzlich. Der 2024 in Kraft getretene Critical Raw Materials Act unterstreicht die Notwendigkeit, sichere und widerstandsf\u00e4hige inl\u00e4ndische Lieferketten f\u00fcr kritische Rohstoffe aufzubauen. Parallel dazu f\u00fchrt die EU-Batterieverordnung schrittweise strengere Effizienzziele f\u00fcr das Recycling ein, darunter ein 70%-Ziel f\u00fcr Lithium-Batterien bis 2030, sowie Anforderungen an die Materialr\u00fcckgewinnung und den Anteil von recycelten Komponenten. Zusammen mit der Altfahrzeug-Richtlinie gestalten diese politischen Rahmen die industrielle Recyclinginfrastruktur neu.<\/p>\n\n\n\n
\n\u201eDer Engpass im aktuellen Wirtschaftskreislauf liegt nicht in der Recyclingtechnologie, sondern in der Beschaffung sortenreiner Rohstoffe, und somit in der sicheren und kosteng\u00fcnstigen Demontage komplexer elektrifizierter Systeme im industriellen Ma\u00dfstab\u201c, so Antoine Welter, CEO und Mitbegr\u00fcnder von R3 Robotics. \u201eWir bauen eine Demontageplattform, die End-of-Life-Systeme in eine strategische Quelle f\u00fcr kritische Materialien und wiederverwendbare Komponenten f\u00fcr fortschrittliche Industriegesellschaften verwandelt.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n
Die Technologie von R3 Robotics<\/h3>\n\n\n\n
Die Demontageplattform von R3 Robotics kombiniert Computer Vision, k\u00fcnstliche Intelligenz (KI) und spezialisierte Roboterwerkzeuge zur automatisierten Zerlegung von Lithium-Ionen-Batteriepacks, E-Motoren, Leistungselektronik und weiteren hochwertigen elektrifizierten Komponenten. Das System minimiert die Gef\u00e4hrdung von Personal durch Hochspannung und bietet die Kosteneffizienz und Zuverl\u00e4ssigkeit f\u00fcr den industriellen Einsatz.<\/p>\n\n\n\n
R3 Robotics arbeitet mit Fortum Battery Recycling zusammen, einem f\u00fchrenden integrierten Recyclingunternehmen, das in verschiedenen Bereichen der europ\u00e4ischen Wertsch\u00f6pfungskette f\u00fcr Batterierecycling \u2013 von der Sammlung und Vorbehandlung bis zur Materialveredelung \u2013 aktiv ist, um seine automatisierte Demontagetechnologie im industriellen Ma\u00dfstab einzusetzen. \u00dcber die Zusammenarbeit mit Recyclingpartnern hinaus arbeitet R3 Robotics direkt mit Automobil-OEM-Kunden zusammen und verarbeitet End-of-Life-Batteriesysteme \u00fcber seine zentrale Demontageinfrastruktur, um kritische Rohstoffe zur\u00fcckzugewinnen und deren sichere Beschaffung zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n
\n\u201eR3 Robotics adressiert einen kritischen industriellen Engpass in der Versorgung mit strategischen Rohstoffen\u201c, betont John Glushik von HG Ventures. \u201eSkalierbare Demontage-Infrastruktur ist unerl\u00e4sslich, um die Widerstandsf\u00e4higkeit von Lieferketten zu st\u00e4rken und den Zugang zu kritischen Input-Materialien zu sichern.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n
\u201cLighthouse Facility\u201d & strategische M\u00e4rkte<\/h3>\n\n\n\n
Die Ank\u00fcndigung der neuen Finanzierungsrunde markiert zudem die Erweiterung der Recyclinganlage von R3 Robotics in Karlsruhe, Deutschland, die konzipiert wurde, um industrielle Leistungsf\u00e4higkeit zu demonstrieren und als Referenzstandort (\u201cLighthouse Facility\u201d) zu dienen. F\u00fcr das weitere Wachstum betrachtet R3 Robotics Deutschland und Frankreich als zentrale europ\u00e4ische M\u00e4rkte angesichts ihrer starken Automobil- und Industrie\u00f6kosysteme, der zunehmenden Elektrifizierung der Wirtschaft und der lokalen Konzentration von Recycling- und Remanufacturing-Partnern.<\/p>\n\n\n\n
\n\u201eR3 Robotics verbindet starke industrielle Umsetzungskompetenz mit einem skalierbaren Ansatz zur Demontage komplexer elektrifizierter Systeme\u201c, sagt Natalia Ruiz, Partnerin bei Suma Capital. \u201eDiese F\u00e4higkeit ist entscheidend, um Materialien und Komponenten im gro\u00dfen Ma\u00dfstab zu erschlie\u00dfen.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n
Mittelverwendung und Wachstumsstrategie<\/h3>\n\n\n\n
R3 Robotics plant, die Series-A-Finanzierung und neuen europ\u00e4ischen F\u00f6rdermittel f\u00fcr die folgenden Ziele einzusetzen:<\/p>\n\n\n\n
Ausbau der Technologie und des Teams: Recruiting in den Bereichen Engineering, KI, Software und Operations
Skalierung im europ\u00e4ischen Markt: Einsatz der eigenen Demontageplattform bei industriellen Recyclern und Partnern der Automobilindustrie
Erweiterung der eigenen Recyclinganlagen: Erh\u00f6hung der Kapazit\u00e4ten an den Standorten des Unternehmens in Karlsruhe und Luxemburg
US-Markteintritt: Kommerzielle Vorbereitungen und Aufbau strategischer Partnerschaften f\u00fcr einen Rollout in den USA in 2026<\/p>\n\n\n\nZur weiteren St\u00e4rkung seiner strategischen Entwicklung hat R3 Robotics zudem Peter Mohnen, ehemaliger CEO von KUKA, in den Beirat berufen.<\/p>\n\n\n\n
\n\u201eDie automatisierte Demontage auf hohem Komplexit\u00e4tsniveau stellt eine der schwierigsten Herausforderungen in der Industrie-Robotik dar\u201c, sagt Peter Mohnen, ehemaliger CEO von KUKA und Beiratsmitglied von R3 Robotics. \u201eDer Ansatz von R3 demonstriert die Tiefe der Automatisierungsexpertise, die erforderlich ist, um Variabilit\u00e4t, Sicherheit und Durchsatz im gro\u00dfen Ma\u00dfstab gleichzeitig zu managen.\u201c<\/h2>\n<\/blockquote>\n\n\n\n
Bildcredits R3 Robotics<\/p>\n\n\n\n
Quelle noted<\/p>\n\n\n\n