{"id":120575,"date":"2026-02-11T09:00:32","date_gmt":"2026-02-11T08:00:32","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=120575"},"modified":"2026-06-09T11:18:08","modified_gmt":"2026-06-09T09:18:08","slug":"inleap-photonics-laserstrahllenksystem-industrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/inleap-photonics-laserstrahllenksystem-industrie\/","title":{"rendered":"Wie k\u00f6nnen industrielle Prozesse gleichzeitig schneller und zuverl\u00e4ssiger werden?"},"content":{"rendered":"\n
INLEAP Photonics ist aus dem Laser Zentrum Hannover entstanden. Felix und ich haben dort promoviert und als Gruppenleiter unterschiedlicher Fachbereiche gearbeitet. W\u00e4hrend der Arbeit entstand damals die Idee f\u00fcr unser erstes Produkt: INLEAP\u00ae FASTLIGHT\u00ae, ein innovatives, ultraschnelles und pixelbasiertes Laserstrahllenksystem f\u00fcr industrielle Anwendungen. Anfang 2023 haben wir daraufhin die INLEAP Photonics GmbH gegr\u00fcndet und die Technologie im Rahmen eines EXIST-Forschungstransferprojektes entwickelt, erprobt und 2024 erstmalig verkauft. Ich verantworte heute als CEO das operative Gesch\u00e4ft und die strategische Ausrichtung. Felix ist als CTO f\u00fcr die technologische Entwicklung zust\u00e4ndig. Mit Katharina haben wir fr\u00fch ein weiteres Gr\u00fcndungsmitglied ins Team geholt, die als CFO die betriebswirtschaftliche Perspektive, Finanzen und Marketing abdeckt.<\/p>\n\n\n\n
Der urspr\u00fcngliche Bedarf kam ganz klar aus der Industrie. Klassische mechanische Laserstrahllenksysteme sind langsam und verursachen dadurch hohe Prozessnebenzeiten. Das begrenzt die Produktivit\u00e4t und treibt Produktionskosten in die H\u00f6he. Wir wollten diese Grenzen aufbrechen und bis dahin noch ungenutzte Potenziale der Lasermaterialbearbeitung aussch\u00f6pfen. Deshalb haben wir ein digitales und pixelbasiertes Laserstrahllenksystem entwickelt, das ohne zu bewegende Bauteile, wie Spiegel, auskommt. Ziel war von Anfang an, industrielle Prozesse schneller, stabiler und effizienter zu machen. Nicht als Prototyp, sondern als echtes, industrietaugliches System.<\/p>\n\n\n\n
Unsere Vision ist es, einen neuen Standard f\u00fcr Produktivit\u00e4t, Effizienz und Sicherheit in laserbasierten Anwendungen zu setzen \u2013 in der Industrie ebenso wie im Schutz kritischer Infrastrukturen. Wir wollen Laserstrahllenksysteme von den Limitierungen mechanischer Systeme befreien.
F\u00fcr die industrielle Fertigung hei\u00dft das konkret: mehr Durchsatz, stabilere Prozesse und reproduzierbare Qualit\u00e4t. Die Technologie soll sich nahtlos in bestehende Produktionslinien integrieren lassen. F\u00fcr uns ist entscheidend, dass unsere Systeme im industriellen Alltag funktionieren.<\/p>\n\n\n\n
Unsere INLEAP\u00ae FASTLIGHT\u00ae Technologie<\/a> lenkt den Laser bis zu 2.500-mal schneller als klassische Systeme. Dadurch entfallen viele Nebenzeiten, die heute industrielle Prozesse ausbremsen. Unternehmen k\u00f6nnen ihre laserbasierten Anlagen mit unserer Technologie besser auslasten, Prozesse beschleunigen und Energie sparen.<\/p>\n\n\n\n Heute liegt unser klarer Fokus auf sicherheitsrelevanten Anwendungen im Defence- und Security-Umfeld. Dazu z\u00e4hlen milit\u00e4rische Organisationen, Beh\u00f6rden sowie Betreiber kritischer Infrastrukturen. Hier besteht eine klare F\u00e4higkeitsl\u00fccke bei der Drohnenabwehr, insbesondere in urbanen und sensiblen Umgebungen, in denen der Schutz von Menschen eine zentrale Rolle spielt. Der gr\u00f6\u00dfte Unterschied ist, dass wir keine mechanischen, beweglichen Spiegel einsetzen. Unsere Laserstrahllenkung ist digital und pixelbasiert. Das macht uns extrem schnell, hochpr\u00e4zise und deutlich stabiler im Betrieb. Es gibt keinen mechanischen Verschlei\u00df, keine Nachjustierung und deutlich mehr Prozessstabilit\u00e4t. Das er\u00f6ffnet Einsatzm\u00f6glichkeiten, die mit vielen bestehenden Systemen nicht realisierbar sind.<\/p>\n\n\n\n Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung ist, aus einer sensiblen Hochtechnologie ein robustes, industrietaugliches Produkt zu machen. Optik ist per se anspruchsvoll, gerade wenn sie in rauen Umgebungen eingesetzt wird. Wir entwickeln unsere Systeme modular und kompatibel zu bestehenden Anlagen. Kunden k\u00f6nnen ihre vorhandenen Laserstrahlquellen weiter nutzen. Die Pr\u00e4zision kommt aus unserer innovativen Technologie, die ultraschnelle, stabile und reproduzierbare Prozesse erm\u00f6glicht. Gleichzeitig testen wir unsere Systeme kontinuierlich unter realen Bedingungen. Gerade die Kombination aus Optik-Know-how und Maschinenbau-Erfahrung im Team hilft uns, Zuverl\u00e4ssigkeit nicht nur zu versprechen, sondern auch umzusetzen.<\/p>\n\n\n\n Effizienz ist einer unserer zentralen Leitwerte. In der Industrie bedeutet das h\u00f6here Ausbringung bei geringerem Energieeinsatz. In der Drohnenabwehr hei\u00dft Effizienz, dass wir ohne Munition arbeiten und pro Einsatz lediglich geringe Mengen elektrischer Energie ben\u00f6tigen.<\/p>\n\n\n\n Wir stehen aktuell am Beginn der n\u00e4chsten Wachstumsphase. Unser Fokus liegt darauf, unser laserbasiertes Drohnenabwehrsystem INLEAP\u00ae FASTLIGHT\u00ae SHIELD zu skalieren und im Defence- und Sicherheitsumfeld in den Markt zu bringen. Baut keine Technologie um der Technologie willen, sondern l\u00f6st ein echtes Problem. Denkt fr\u00fch industriell und marktorientiert, nicht nur aus der Forschungsperspektive. Und: Stellt ein Team zusammen, das Technik und Business wirklich zusammenbringt. Am Ende z\u00e4hlt, dass etwas nicht nur auf dem Papier funktioniert, sondern vor allem beim Kunden in der Anwendung.<\/p>\n\n\n\n Bildcredits: @INLEAP Photonics GmbH<\/p>\n\n\n\n Wir bedanken uns bei Marius Lammers<\/a> f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder<\/p>\n\n\n\nAn welche Branchen richtet sich euer Angebot besonders und warum gerade diese?<\/h3>\n\n\n\n
Parallel bleiben industrielle Anwendungen f\u00fcr uns ein zentraler Technologietreiber, etwa in der Additiven Fertigung oder Batteriezellenproduktion. Diese Anwendungen zeigen, dass unsere Technologie unter realen industriellen Bedingungen zuverl\u00e4ssig funktioniert.<\/p>\n\n\n\nWas unterscheidet INLEAP Photonics von klassischen mechanischen Scannerl\u00f6sungen im Markt?<\/h3>\n\n\n\n
Welche Herausforderungen bringt es mit sich, eine Deep-Tech-L\u00f6sung aus der Forschung in die Industrie zu \u00fcberf\u00fchren?<\/h3>\n\n\n\n
Man muss sehr fr\u00fch lernen, industriell zu denken: Fertigung, Qualit\u00e4tssicherung, Zuverl\u00e4ssigkeit \u00fcber Jahre. Genau deshalb war es uns wichtig, m\u00f6glichst fr\u00fch aus dem Labor rauszugehen und unter realen Bedingungen zu testen. Unser Anspruch war von Anfang an klar: kein Forschungsprojekt, sondern ein industriell und operativ einsatzf\u00e4higes System zu schaffen.<\/p>\n\n\n\nWie geht ihr mit den hohen Anforderungen an Pr\u00e4zision, Zuverl\u00e4ssigkeit und Integration in bestehende Produktionslinien um?<\/h3>\n\n\n\n
Welche Rolle spielen Effizienz und Nachhaltigkeit in eurer Produktentwicklung?<\/h3>\n\n\n\n
Wohin soll sich INLEAP Photonics in den kommenden Jahren entwickeln und welche n\u00e4chsten Schritte plant ihr?<\/h3>\n\n\n\n
Gleichzeitig bleibt unser industrielles Produkt ein wichtiger Bestandteil des Unternehmens. In den kommenden Jahren wollen wir international wachsen, weitere Referenzprojekte aufbauen und unser Team gezielt erweitern. Unser Anspruch ist es, in beiden Anwendungsfeldern einen neuen technologischen Standard zu setzen.<\/p>\n\n\n\nWelche drei Ratschl\u00e4ge w\u00fcrdet ihr Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcndern geben, die ein technologiegetriebenes Startup aufbauen wollen?<\/h3>\n\n\n\n