{"id":120811,"date":"2026-02-19T10:59:14","date_gmt":"2026-02-19T09:59:14","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=120811"},"modified":"2026-06-09T11:16:17","modified_gmt":"2026-06-09T09:16:17","slug":"andenkraft-yacon-anden-hoehle-der-loewen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/andenkraft-yacon-anden-hoehle-der-loewen\/","title":{"rendered":"Was hat es mit dieser fast vergessenen Pflanze auf sich?"},"content":{"rendered":"\n
Justinian: Andenkraft hat tiefe Wurzeln \u2013 im wahrsten Sinne des Wortes.
Wenn wir als Kinder krank waren, gab es bei uns keine klassische Hausapotheke.
Stattdessen standen Wurzeln, Kr\u00e4uter und Tees aus Peru auf dem Tisch. F\u00fcr mich
war das normal \u2013 bis ich verstanden habe, wie besonders dieses Wissen eigentlich
ist.<\/p>\n\n\n\n
Ich bin in Diepholz geboren und in Bremen aufgewachsen, meine famili\u00e4ren Wurzeln
liegen jedoch in den peruanischen Anden. Dort wird das Wissen \u00fcber Pflanzen seit
Generationen weitergegeben \u2013 und genau diese Verbindung hat mich gepr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n
Der entscheidende Moment kam auf einer Reise durch Peru. In den Anden lernte ich
Edwin kennen, einen Kleinbauern, der auf \u00fcber 2.500 Metern H\u00f6he Yacon anbaut \u2013
eine Wurzel, die in S\u00fcdamerika seit Jahrhunderten gesch\u00e4tzt wird, in Europa aber
kaum jemand kennt.<\/p>\n\n\n\n
Aus dieser Begegnung entstand eine Frage: Warum sprechen wir st\u00e4ndig \u00fcber
Zuckerverzicht, w\u00e4hrend gleichzeitig die meisten Menschen deutlich zu wenig
Ballaststoffe zu sich nehmen \u2013 obwohl es traditionelle Pflanzen wie Yacon gibt, die
beides verbinden k\u00f6nnen?<\/p>\n\n\n\n
Gemeinsam mit meiner Co-Founderin, Maren, wurde daraus Andenkraft. Heute
entwickeln wir Produkte auf Basis traditioneller Andenpflanzen \u2013 modern,
alltagstauglich und mit direkter Verbindung zu den Menschen vor Ort.<\/p>\n\n\n\n
Der eigentliche Ausgangspunkt war f\u00fcr uns die Beobachtung, dass Ern\u00e4hrung immer
komplizierter dargestellt wird und es kaum noch nat\u00fcrliche Lebensmittel im
Supermarkt gib.<\/p>\n\n\n\n
St\u00e4ndig neue Regeln, Trends und Verzichtslisten \u2013 und gleichzeitig der weit
verbreitete Glaubenssatz: Was gesund ist, kann nicht wirklich schmecken.<\/p>\n\n\n\n
Wir haben selbst erlebt, wie schwer es ist, im Alltag eine Balance zu finden. Viele
Produkte wirken gesund, sind aber stark verarbeitet oder trotzdem voller Zucker.
Gleichzeitig erreichen die meisten Menschen ihren empfohlenen Ballaststoffbedarf
nicht, was zu einer Kettenreaktion f\u00fchren kann.<\/p>\n\n\n\n
Wir wollten deshalb eine L\u00f6sung, die nicht nach Verzicht klingt, sondern nach
Genuss \u2013 nat\u00fcrlich, alltagstauglich und ohne Industriezucker.<\/p>\n\n\n\n
Mit unseren Produkten in Form von Brotaufstrichen, Getr\u00e4nkepulver oder Sirup
verbinden wir genau das. In Europa sind unsere Superfoods aus den Anden bislang
kaum bekannt \u2013 und genau darin haben wir die Marktl\u00fccke gesehen.<\/p>\n\n\n\n
Die Entwicklung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen
Lebensmitteltechnologen, um Geschmack, Qualit\u00e4t und Stabilit\u00e4t optimal
abzustimmen. Parallel dazu sind wir st\u00e4ndig im Austausch mit unserer Community,
um das Kundenfeedback direkt in die Produktentwicklung einflie\u00dfen zu lassen.<\/p>\n\n\n\n
Unsere Vision ist klar: Wir m\u00f6chten, dass Pflanzen aus den Anden in den Haushalten
so selbstverst\u00e4ndlich werden wie Kaffee oder Bananen \u2013 und dass Menschen ihren
Mehrwert verstehen. Kurzfristig geht es darum, unsere Marke weiter zu etablieren
und die Grundlage f\u00fcr eine Pr\u00e4senz im Lebensmitteleinzelhandel und im
Bio-Fachhandel zu schaffen. Parallel entwickeln wir neue Produkte, um diese
Pflanzen noch st\u00e4rker in den Alltag zu integrieren.<\/p>\n\n\n\n
Ein zentraler Baustein bleibt unser Wasserprojekt in Peru. In den kommenden f\u00fcnf
Jahren m\u00f6chten wir dazu beitragen, bis zu 100.000 Menschen langfristig Zugang zu
sauberem Trinkwasser zu erm\u00f6glichen. F\u00fcr uns geh\u00f6rt wirtschaftlicher Erfolg
untrennbar mit sozialer Wirkung zusammen.<\/p>\n\n\n\n
Wir sind tats\u00e4chlich seit der ersten Staffel treue Zuschauer der Sendung. F\u00fcr uns war
fr\u00fch klar: Wenn Andenkraft bereit f\u00fcr den n\u00e4chsten gro\u00dfen Schritt ist, dann geh\u00f6rt
diese Marke in die H\u00f6hle. Aber es ging uns nicht nur um Kapital.<\/p>\n\n\n\n
Wir wollten Yacon \u2013 und damit auch den Menschen hinter dem Produkt in Peru \u2013
eine B\u00fchne geben, die Millionen erreicht. Viele kennen die Pflanzen aus den Anden
noch nicht. Die Show bietet eine einmalige M\u00f6glichkeit, das Thema in die Mitte der
Gesellschaft zu bringen.<\/p>\n\n\n\n
Gleichzeitig ist \u201eDie H\u00f6hle der L\u00f6wen\u201c mehr als nur ein Investment-Pitch. Es geht um
Mentoring, strategische Impulse und Zugang zu einem starken Netzwerk. F\u00fcr die
n\u00e4chste Wachstumsphase ist genau diese Kombination entscheidend.<\/p>\n\n\n\n
Wir suchen in den L\u00f6wen einen strategischen Partner:in, der:die langfristig mit uns
Andenkraft positionen m\u00f6chte. Insbesondere m\u00f6chten wir die Investition in den
Ausbau unserer Produktionskapazit\u00e4t und zum Markenaufbau nutzen, sodass wir
unsere Andenkraft- und Impact-Projekte weiter skalieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n
Nach der Ausstrahlung liegt unser Fokus auf nachhaltiger Skalierung. Wir m\u00f6chten
unsere Produktionskapazit\u00e4ten und unsere Lieferkette weiter ausbauen, um die
steigende Nachfrage verantwortungsvoll bedienen zu k\u00f6nnen. Gleichzeitig treiben wir
Handelskooperationen, Produktentwicklung und den Ausbau unseres
Direct-Trade-Netzwerks weiter voran.<\/p>\n\n\n\n
Geduld \u2013 und echte Partnerschaft.<\/p>\n\n\n\n
Nachhaltige Lieferketten entstehen nicht \u00fcber Nacht. Wir haben unz\u00e4hlige Stunden in
Bussen durch die Anden verbracht, Gespr\u00e4che gef\u00fchrt, zugeh\u00f6rt und Vertrauen
aufgebaut. Gerade in Peru geht es nicht um schnelle Deals, sondern um Vertrauen.<\/p>\n\n\n\n
Eine wichtige Erkenntnis f\u00fcr uns war auch: Impact darf kein Marketinginstrument
sein. Wenn man soziale Verantwortung ernst meint, muss sie strukturell gedacht
werden. Das bedeutet langfristige Zusammenarbeit, faire Bedingungen und Projekte,
die vor Ort wirklich sinnvoll sind. Diese Haltung kostet Zeit \u2013 aber sie zahlt sich aus.<\/p>\n\n\n\n
Glaube an dich, deine F\u00e4higkeiten und komme ins Machen. Erst durchs Machen
wirst du viel lernen, dich weiterentwickeln und herausfinden, ob deine Gesch\u00e4ftsidee
tragf\u00e4hig ist oder nicht. Sei deinen Werten treu und gebe niemals auf!<\/p>\n\n\n\n