{"id":121141,"date":"2026-03-09T09:34:06","date_gmt":"2026-03-09T08:34:06","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=121141"},"modified":"2026-06-09T11:15:04","modified_gmt":"2026-06-09T09:15:04","slug":"pure-materials-hanf-nachhaltige-materialien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/pure-materials-hanf-nachhaltige-materialien\/","title":{"rendered":"Kann eine Pflanze die Zukunft des Bauens ver\u00e4ndern?"},"content":{"rendered":"\n
Pure Materials wurde von mir, Antonia, gegr\u00fcndet \u2013 aus der \u00dcberzeugung heraus, dass die Bau- und M\u00f6belbranche dringend neue Materialien braucht, die sowohl \u00f6kologisch als auch gesundheitlich verantwortungsvoll sind.
Zusammen mit Dave, Marko & Elias vereint unser Team unterschiedliche Kompetenzen: Materialkompetenz und Produktentwicklung, Marketing, Vertrieb und strategische Unternehmensentwicklung. Uns verbindet eine gemeinsame Herzensangelegenheit \u2013 Materialien zu entwickeln und verf\u00fcgbar zu machen, die nicht nur weniger Schaden verursachen, sondern aktiv zur Regeneration unserer Umwelt beitragen.
Pure Materials versteht sich deshalb nicht nur als Materialanbieter, sondern als Teil einer Bewegung hin zu zukunftsf\u00e4higem Bauen und Produzieren.<\/p>\n\n\n\n
Die Idee entstand aus meiner Arbeit im Bereich Innenraumgestaltung und Materialberatung. Dort wird sehr schnell sichtbar, wie viele Materialien im Bau und Innenausbau problematisch sind \u2013 sowohl \u00f6kologisch als auch gesundheitlich.
Bei der Recherche nach Alternativen bin ich auf Hanf gesto\u00dfen. Hanf w\u00e4chst extrem schnell, ben\u00f6tigt kaum Pestizide, verbessert B\u00f6den und bindet gro\u00dfe Mengen CO\u2082. Gleichzeitig besitzt die Pflanze hervorragende technische Eigenschaften.
Die Kombination aus \u00f6kologischer St\u00e4rke und technischer Leistungsf\u00e4higkeit hat mich sofort \u00fcberzeugt. Daraus entstand die Vision, Hanf als Basis f\u00fcr eine neue Generation von Materialien zu nutzen.<\/p>\n\n\n\n
Die Bau- und M\u00f6belbranche steht vor mehreren Herausforderungen gleichzeitig: Ressourcenknappheit, steigende Holzpreise, CO\u2082-Emissionen und zunehmend strengere Umweltanforderungen.<\/p>\n\n\n\n
Holzressourcen teilweise ersetzen k\u00f6nnen
CO\u2082 langfristig binden
eine stabile und hochwertige Alternative zu klassischen Holzwerkstoffen darstellen<\/p>\n\n\n\n
Damit schaffen wir eine M\u00f6glichkeit, nachhaltiger zu bauen, ohne auf Qualit\u00e4t oder \u00c4sthetik verzichten zu m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n
Technisch besitzt unser Hanfholz eine sehr hohe Dichte und Stabilit\u00e4t, wodurch sie besonders langlebig und robust sind.
\u00d6kologisch liegt der gr\u00f6\u00dfte Unterschied im Rohstoff selbst: Hanf w\u00e4chst innert 120 Tagen nach und bindet w\u00e4hrend des Wachstums gro\u00dfe Mengen CO\u2082.
W\u00e4hrend viele Holzprodukte auf langsam wachsende B\u00e4ume angewiesen sind, basiert unser Material auf einer j\u00e4hrlich erneuerbaren Pflanze.
Zudem legen wir gro\u00dfen Wert auf m\u00f6glichst biobasierte Inhaltsstoffe und transparente Lieferketten.<\/p>\n\n\n\n
Das Prinzip beginnt beim Rohstoff: Hanf w\u00e4chst sehr schnell und nimmt w\u00e4hrend seines Wachstums gro\u00dfe Mengen CO\u2082 aus der Atmosph\u00e4re auf. Dieser Kohlenstoff bleibt in der Pflanzenstruktur gespeichert und wird in unseren Materialien langfristig gebunden.
Auch die Lieferkette ist bewusst regional organisiert: Der Hanf stammt von Feldern im Umkreis von rund 150 Kilometern um die Produktionsst\u00e4tte, wodurch Transportwege bereits beim Rohstoff stark reduziert werden.
In der Produktion wird der Hanf zu hochverdichteten Holzalternativen verarbeitet und mit biobasierten Bindemitteln verbunden. Gleichzeitig nutzen wir erneuerbare Energie, unter anderem Strom aus Wasserkraft, und verwerten Produktionsreste energetisch. Hanf- und Holzreste aus der Produktion werden beispielsweise in einem Biobrenner genutzt, um Prozessenergie zu erzeugen. Dadurch reduzieren wir Abfall und senken den externen Energiebedarf.<\/p>\n\n\n\n
Bereits heute ist das Material CO\u2082-negativ \u2013 selbst unter Ber\u00fccksichtigung des aktuellen Transports nach Europa. Gleichzeitig investieren wir in Biofuel und Elektro-LKWs, um die Klimabilanz weiter zu verbessern.
Der n\u00e4chste logische Schritt ist deshalb der Aufbau regionaler Produktionsstandorte im DACH-Raum. Wenn Anbau, Verarbeitung und Markt n\u00e4her zusammenr\u00fccken, lassen sich Transportwege weiter reduzieren und die Klimawirkung unserer Materialien nochmals deutlich verbessern.<\/p>\n\n\n\n
Wohngesundheit ist neben der Nachhaltigkeit mein absolutes Herzensanliegen und spielt bei unseren Materialien eine zentrale Rolle. Gerade im Innenraum verbringen Menschen rund 90 % ihrer Zeit \u2013 deshalb ist es entscheidend, aus welchen Materialien M\u00f6bel, B\u00f6den oder Innenausbauten bestehen.
Viele der Materialien in unseren R\u00e4umen enthalten Klebstoffe oder Zusatzstoffe, die fl\u00fcchtige organische Verbindungen (VOCs) emittieren k\u00f6nnen und damit die Raumluft belasten und unsere Gesundheit gef\u00e4hrden k\u00f6nnen.
Hanfholz verfolgt hier einen anderen Ansatz: 96% biobasiert und ohne zugesetztem Formaldehyd. F\u00fcr Architekt:innen, Planer:innen und Bauherr:innen, die auf wohngesunde, nachhaltige Materialien setzen m\u00f6chten, ist das ein entscheidender Mehrwert.
Nachhaltigkeit endet f\u00fcr uns nicht beim CO\u2082-Fu\u00dfabdruck \u2013 sie beginnt schon bei der Luft, die wir t\u00e4glich einatmen.<\/p>\n\n\n\n
Unsere Materialien sind besonders interessant f\u00fcr Architekturb\u00fcros, Innenarchitekt:innen, M\u00f6belhersteller und Bauunternehmen, die in ihren Projekten nachhaltige und wohngesunde Materialien einsetzen m\u00f6chten.
Gerade im professionellen Architektur- und Designbereich w\u00e4chst das Interesse stark, weil Planer zunehmend Materialien suchen, die sowohl \u00f6kologisch als auch technisch \u00fcberzeugen.
Dar\u00fcber hinaus sehen wir auch gro\u00dfes Potenzial im Handwerk \u2013 zum Beispiel bei Schreinereien, Holzmanufakturen oder Produktdesignern, die mit innovativen Materialien arbeiten m\u00f6chten. Hanfholz eignet sich beispielsweise hervorragend f\u00fcr kleinere hochwertige Produkte wie Messergriffe, Kugelschreiber, Gitarren oder andere Designobjekte.
Und nicht zuletzt richtet sich Hanfholz auch an private Bauherr:innen und Menschen, die bewusst nachhaltig und gesund bauen oder wohnen m\u00f6chten und gro\u00dfen Wert auf nat\u00fcrliche Materialien sowie ein gutes Raumklima legen.
Damit verbinden wir Architektur, Handwerk und private Wohnprojekte \u2013 alle vereint durch den Wunsch nach nachhaltigeren Materialien.<\/p>\n\n\n\n
F\u00fcr uns ist der Auftritt eine gro\u00dfe Chance, das Thema nachhaltige Materialien einer breiteren \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich zu machen.
Viele Menschen wissen noch gar nicht, welche innovativen L\u00f6sungen heute bereits existieren.
Wir hoffen nat\u00fcrlich auf Interesse von Investorinnen und Investoren, aber ebenso wichtig ist f\u00fcr uns die Sichtbarkeit f\u00fcr das Thema nachhaltiges und gesundes Bauen &Wohnen.<\/p>\n\n\n\n
Nachhaltiges Bauen ist kein Nischenthema mehr \u2013 es wird zu einer der zentralen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte.
Der Geb\u00e4udesektor verursacht weltweit einen erheblichen Anteil der CO\u2082-Emissionen.
Neue Materialien sind deshalb ein entscheidender Hebel, um diese Emissionen zu reduzieren. Unternehmen, die heute in innovative Materialien investieren, investieren damit gleichzeitig in einen riesigen Zukunftsmarkt.<\/p>\n\n\n\n
Pure Materials verfolgt die Vision, langfristig eine der f\u00fchrenden Plattformen und Handelsstrukturen f\u00fcr rein nachhaltige und gesunde Bau- & Wohnmaterialien in Europa aufzubauen.
Aktuell liegt der Fokus darauf, innovative Hanfmaterialien in den Markt einzuf\u00fchren und Architekt:innen, Bauunternehmen sowie Herstellern zug\u00e4nglich zu machen.
Mit der Pure Factory planen wir k\u00fcnftig regionale Produktionsstandorte, um Hanfmaterialien lokal zu verarbeiten, Transportwege deutlich zu verk\u00fcrzen und gleichzeitig neue Produkte auf Basis dieses Rohstoffs zu entwickeln \u2013 zum Beispiel die bereits patentierten, weltweit ersten tragenden Bauplatten aus Hanf. So erweitern wir Schritt f\u00fcr Schritt unser Sortiment rund um nachhaltige Materialien aus Hanf.
Parallel dazu baut Pure Materials ein Netzwerk aus Produktionspartnern, Herstellern und Vertriebspartnern auf, um diese Materialien effizient im europ\u00e4ischen Markt zu skalieren.<\/p>\n\n\n\n
Wie bei vielen innovativen Materialien besteht eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen zun\u00e4chst darin, dass sich M\u00e4rkte und Planer an neue L\u00f6sungen herantasten. Gerade in der Bau- und M\u00f6belbranche werden Materialien oft \u00fcber Jahrzehnte hinweg verwendet, weshalb es Zeit braucht, bis neue Alternativen in gr\u00f6\u00dferen Projekten eingesetzt werden.
Wir erleben jedoch, dass das Interesse stark w\u00e4chst und immer mehr Architekt:innen und Hersteller bereit sind, neue nachhaltige Materialien auszuprobieren und in ihre Projekte zu integrieren.
Auf der Produktions- und Rohstoffseite konnten wir in den letzten Monaten bereits wichtige Schritte machen und eine stabile Lieferkette f\u00fcr Hanf im DACH-Raum aufbauen.
Im Bereich Zertifizierungen liegt die Herausforderung vor allem darin, dass viele zus\u00e4tzliche Zulassungen und Pr\u00fcfungen l\u00e4nderabh\u00e4ngig organisiert werden m\u00fcssen und entsprechend hohe Kosten verursachen. Mit zunehmendem Wachstum wollen wir deshalb weitere Zertifizierungen Schritt f\u00fcr Schritt ausbauen, um unsere Materialien noch breiter im europ\u00e4ischen Markt verf\u00fcgbar zu machen.<\/p>\n\n\n\n
Unser Fokus liegt auf einer neuen Materialgeneration auf Basis von Hanf, kombiniert mit einem starken Design- und Architekturanspruch.
Wir wollen nicht nur nachhaltige Materialien entwickeln, sondern Produkte, die auch \u00e4sthetisch und technisch \u00fcberzeugen.
Unser Ziel ist es, mit der lokalen Produktion die Preise um 40-50% zu senken und Nachhaltigkeit vom Nischenprodukt zum neuen Standard zu machen.<\/p>\n\n\n\n
Mit zus\u00e4tzlichem Kapital m\u00f6chten wir vor allem drei Bereiche beschleunigen:<\/p>\n\n\n\n
Ausbau der Produktionskapazit\u00e4ten
Weiterentwicklung unserer Materialtechnologien
Expansion in weitere europ\u00e4ische M\u00e4rkte<\/p>\n\n\n\n
Unser langfristiges Ziel ist es, Hanf als Rohstoff in der Materialindustrie deutlich st\u00e4rker zu etablieren.<\/p>\n\n\n\n
Sehen Sie Pure Materials am 10. M\u00e4rz 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen<\/a><\/p>\n\n\n\n Bildcredits\/Fotograf: PULS 4\/ Gerry Frank<\/p>\n\n\n\n Wir bedanken uns bei Antonia Th\u00fcring<\/a> f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder<\/p>\n\n\n\n Pure Materials AG<\/strong> https:\/\/www.pure-materials.ch\/<\/a> Ansprechpartner:<\/strong> Antonia Th\u00fcring<\/p>\n Social Media:<\/strong> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Pure Materials entwickelt nachhaltige Materialien auf Basis von Hanf f\u00fcr Bau, M\u00f6bel und Architektur. Das Startup wird seine Idee am 10. M\u00e4rz 2026 in der PULS 4 Sendung 2 Minuten 2 Millionen pr\u00e4sentieren.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":121187,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[26473,15009,1],"tags":[9321,2436,23944,1996,6040,9033],"class_list":["post-121141","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-interviews","category-premium-startups","category-startup-news","tag-co2","tag-lieferkette","tag-materialien","tag-moebel","tag-nachhaltigkeit","tag-produktion"],"acf":[],"yoast_head":"\n
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