{"id":121916,"date":"2026-04-21T07:58:56","date_gmt":"2026-04-21T05:58:56","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=121916"},"modified":"2026-06-09T11:11:16","modified_gmt":"2026-06-09T09:11:16","slug":"verrano-wurzelgemuese-geschmack","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/verrano-wurzelgemuese-geschmack\/","title":{"rendered":"Kann etwas ganz Einfaches v\u00f6llig neu schmecken?"},"content":{"rendered":"\n
Max aus unserem Gr\u00fcnderteam kommt als Koch aus der Sternegastronomie. Da gibt es immer mal wieder neue Ans\u00e4tze, Gem\u00fcse zu veredeln. Nach mehreren Jahren der Entwicklung hatte er ein Produkt, das zu gut war, um es nicht mal im Markt zu testen. Auf dem Weg dahin haben wir Felix kennengelernt. In Anbetracht des hohen Entwicklungsaufwands sind wir heute umso happier, mit ihm einen Maschinenbauer im Team zu haben.<\/p>\n\n\n\n
Es ging von Anfang an darum, zu zeigen, was man aus einfachen Gem\u00fcsesorten herausholen kann. Durch unser neues Reifeverfahren nehmen wir z.B. eine Steckr\u00fcbe und veredeln diese so, dass sie die Hauptkomponente in einem Gericht sein kann. Wir haben alles in-house entwickelt. Keiner von uns kommt aus der Entwicklung. Dadurch konnten wir mit einer gesunden Naivit\u00e4t an das ganze heran gehen.<\/p>\n\n\n\n
Das Besondere an unserem Ansatz ist, dass wir nicht versuchen ein tierisches Produkt zu imitieren. Bei uns bleibt ein Sellerie ein Sellerie, nur eben gereift. Wir merken, dass unsere Kunden f\u00f6rmlich auf diese Art von Produkt gewartet haben. Wann immer man in die Imitation geht, wird man nie ans Original herankommen.<\/p>\n\n\n\n
Vielleicht geht es gar nicht nachhaltiger, als Produkte basierend auf heimischem Wurzelgem\u00fcse zu machen. F\u00fcr uns steht das aber nicht im Vordergrund. Bei uns steht der Genuss im Vordergrund. Es geht darum, einzigartige Geschmacksprofile zu erzeugen, die es so noch nicht gibt. Wenn wir es dann noch schaffen, mit jeder Scheibe Verrano hochverarbeitete oder tierische Produkte zu verdr\u00e4ngen, ist das wunderbar.<\/p>\n\n\n\n
Ganz klar Feinkost, aber mit dem Potential f\u00fcr jedermann. Niemand ist Pommes, weil sie pflanzlich sind. Menschen lieben Pommes, weil es ein verdammt gutes Produkt ist. Vielleicht das beste, was eine Kartoffel werden kann. Die Pommes ist unser Vorbild.<\/p>\n\n\n\n
Unsere Zielgruppe sind Flexitarier und Fleischliebhaber. Wir haben extrem gute Resonanz bei Metzgerinnen, Hobbywurstern und Menschen, die das Herzhafte sch\u00e4tzen. Dort funktioniert unser Produkt, weil es durch das R\u00e4uchern Vorlieben bedient und den Menschen das Gef\u00fchl gibt, gleichzeitig etwas Neues entdecken zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n
Am Anfang gibt es nat\u00fcrlich erstmal Skepsis. Aber je mehr B2B Kunden sehen, dass die Produkte bei gro\u00dfen Kunden wie der Deutschen Bahn oder einem Zeit f\u00fcr Brot gut funktionieren, umso einfacher wird es. Beim Handel ist die klassische Frage, wo ich das Produkt positioniere. Von der Salattheke, \u00fcber das Veganregal bis hin zu den Delikatessen haben wir schon alles gesehen.<\/p>\n\n\n\n
Die Produktkategorie ist neu. Daher k\u00f6nnen wir in der Entwicklung, den Produktionsprozessen und Co. auf keine Referenzwerte zur\u00fcckgreifen. Wir k\u00f6nnen einige Dinge aus der Fleischverarbeitung lernen, aber in vielen F\u00e4llen ist Gem\u00fcse doch eigen. Daher wird unsere Entwicklung auch in der Zukunft l\u00e4nger dauern als in der klassischen Industrie. Wir sind aber auch nicht in Eile.<\/p>\n\n\n\n
Wir k\u00f6nnen sehr gut eher traditionelle und konservative Zielgruppen abholen. Niemand f\u00fchlt sich von unserem Produkt vor den Kopf gesto\u00dfen. Was kann man schon gegen einen heimischen Sellerie haben? Niemand hat ja etwas gegen Tr\u00fcffel oder halt die Pommes. Der andere gro\u00dfe Punkt ist die Kompromisslosigkeit. Unser Produkt ist auf seine Art sehr simpel, sehr clean. Weil wir keinen Geschmack imitieren m\u00fcssen, k\u00f6nnen wir wahnsinnig nat\u00fcrlich arbeiten. Es braucht nur das richtige Verfahren und ausreichend Zeit.<\/p>\n\n\n\n
Rote Bete, Sellerie und Steckr\u00fcbe sind ganz klassische heimische Wurzelgem\u00fcse. Das macht es extrem einfach f\u00fcr uns, regional zu beschaffen. Das macht unseren Einkauf einfacher. Wir starten jetzt gerade mit dem Vertragsanbau, um hier mehr Sicherheit und Planbarkeit reinzubekommen.<\/p>\n\n\n\n
Wir haben uns bisher auf den B2B Markt konzentriert. Wir sind gerade in der Kapazit\u00e4tserweiterung unserer Produktion. Mit den Mitteln unserer Finanzierungsrunde gehen wir jetzt den Handel an und stellen sicher, dass auch jeder und jede einfach an die gute Ware kommt.<\/p>\n\n\n\n
Bildcredits @ Verrano<\/p>\n\n\n\n
Wir bedanken uns bei Manuel Siskowski<\/a> f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder<\/p>\n\n\n\n