{"id":122018,"date":"2026-04-14T08:09:30","date_gmt":"2026-04-14T06:09:30","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=122018"},"modified":"2026-06-09T11:12:28","modified_gmt":"2026-06-09T09:12:28","slug":"fahrfuchs-kosten-app-versicherung-sparen-auto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/fahrfuchs-kosten-app-versicherung-sparen-auto\/","title":{"rendered":"Wie viel kostet dich dein Auto wirklich jeden Monat?"},"content":{"rendered":"\n
F\u00fcr uns war klar, eine Tankstelle er\u00f6ffnen k\u00f6nnen wir nicht und Leuten vor der Zapfs\u00e4ule Geld in die Hand dr\u00fccken wird auch schwer, trotzdem wollten wir eine L\u00f6sung daf\u00fcr finden, dass individuelle Mobilit\u00e4t f\u00fcr jedermann jederzeit m\u00f6glich bleibt. Denn wir finden, die alleinerziehende Mutter sollte nicht an der Zapfs\u00e4ule stehen m\u00fcssen und entscheiden, ob sie ihr Kind in die Kita oder sich selbst zur Arbeit f\u00e4hrt, und so haben wir im Laufe unserer Recherche entdeckt, dass sich oft Kosten an der einen Stelle sparen lassen, wenn es an der anderen mal teurer wird. <\/p>\n\n\n\n
Zum Beispiel: Wenn die Spritpreise steigen, lohnt es sich umso mehr, die Versicherung zu pr\u00fcfen oder das Fahrverhalten anzupassen \u2013 das gleicht sich oft aus, aber das sieht man eben nur, wenn man alles zusammen betrachtet. Das ist bei jedem ganz individuell und deshalb haben wir uns dazu entschlossen, eine App zu entwickeln, die das einfach, kostenlos und ohne Werbung anzeigt und dabei noch alle Daten lokal auf dem Handy speichert \u2013 so, dass niemand sich darum Sorgen machen muss, dass die App wei\u00df, wohin ich wann fahre.<\/p>\n\n\n\n
Hinter Fahrfuchs stecken Jannik und ich, zwei Abiturienten, die sich vor allem infolge der letztlich gestiegenen Spritpreise dar\u00fcber unterhalten haben, wie sich das Problem l\u00f6sen l\u00e4sst. Einen klassischen Background in dem Bereich hatten wir nicht, ganz im Gegenteil: Weder Jannik noch ich besitzen einen F\u00fchrerschein, auch wenn wir hart dran arbeiten, dass sich das \u00e4ndert. Aber genau das hat uns angetrieben: Wir haben uns so in die Problematik verbissen, wochenlang recherchiert, Daten ausgewertet und vor allem mit Menschen gesprochen, die jeden Tag unter den hohen Kosten leiden, und welchen, die es weniger tun. Daraus haben wir gelernt und dieses Wissen geben wir jetzt interaktiv in unserer App weiter.<\/p>\n\n\n\n
Das Auto steht wie kein anderer pers\u00f6nlicher Gegenstand in unserer Gesellschaft so sehr f\u00fcr die pers\u00f6nliche Freiheit und das ist sp\u00fcrbar. Wenn die Benzinpreise steigen, wird das Thema oft hei\u00df diskutiert und das zurecht. Viele Menschen sind einfach im Alltag auf ihr Fahrzeug angewiesen, sei es der Pendler, der jeden Morgen eine Stunde zur Arbeit f\u00e4hrt, oder die vielen Menschen, die mit ihrem Auto am Wochenende einen Ausflug machen. Wir wollen, dass das m\u00f6glich bleibt, und haben deshalb Fahrfuchs entwickelt. Der Kern ist Transparenz, denn die meisten Autobesitzer untersch\u00e4tzen ihre tats\u00e4chlichen Kosten erheblich \u2013 viele rechnen nur mit Sprit und Versicherung, vergessen aber Wertverlust, Wartung, Steuern und kleinere Reparaturen. Und wenn ich nicht wei\u00df, was mich mein Auto wirklich kostet, wei\u00df ich auch nicht, wo sich sparen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n
Das Problem ist: Immer wird etwas untersch\u00e4tzt, bekomme ich das ja nie mit, das ist der erste Schritt. Wir m\u00fcssen den Leuten klarmachen: Okay, hier besteht Einsparpotenzial. Das Auto kostet mich eben nicht nur 10\u201315 % meines monatlichen Einkommens, sondern oft noch deutlich mehr, denn neben dem Sprit kommen ja noch Versicherung, Steuern, Verschlei\u00df, Wertverlust und all die Kosten dazu, an die man im Alltag gar nicht denkt. Sobald das verstanden ist, kann man anfangen, einzelne Kosten zu senken, das zeigt die App dann ganz individuell \u00fcber den Sparfuchs-Score an.<\/p>\n\n\n\n
Es gibt keine genaue Zielgruppe, Bedingung ist eins: Es ist ein Auto vorhanden, alles andere ist egal, denn jeder Mensch kann bei seinem Auto sparen und dieses Bed\u00fcrfnis steht dann f\u00fcr uns auch im Vordergrund. Nat\u00fcrlich wird der Porsche-Fahrer weniger auf seine Autokosten achten als jemand mit einem alten Golf, aber auch der profitiert davon, weil die App in Sekunden blinde Flecken aufdeckt, an die man selbst nicht denkt \u2013 und das ganz ohne Aufwand. Egal was ich fahre oder wie viel Geld ich habe, so einfach wie sich mit Fahrfuchs Geld sparen l\u00e4sst, ist das auch immer sinnvoll.<\/p>\n\n\n\n
Ich habe ihn gerade schon mal erw\u00e4hnt bez\u00fcglich der untersch\u00e4tzten Kosten, der Sparfuchs-Score soll konkret visualisieren, wo sich wie viel sparen l\u00e4sst. Auf Basis hunderter eigens recherchierter Testprofile haben wir errechnet, wo im Verh\u00e4ltnis zum Durchschnittsfahrer Einsparpotenzial besteht. Konkret hei\u00dft das zum Beispiel: Du bekommst angezeigt, dass du bei deiner Versicherung 120 Euro mehr zahlst als der Durchschnitt f\u00fcr dein Profil, oder dass deine Spritkosten deutlich \u00fcber dem liegen, was f\u00fcr deine Strecken \u00fcblich w\u00e4re. Gleiches gilt f\u00fcr unseren Versicherungsrechner in der Pro- und Plus-Version, der es erm\u00f6glicht, seine Versicherung gegen den Durchschnitt gegenzurechnen. Daf\u00fcr nutzen wir Daten aus hunderten Versicherungsangeboten, die wir uns erstellt haben lassen, und auch wenn das viel Arbeit ist, bietet es einen Vorteil: Wir sind v\u00f6llig unabh\u00e4ngig von Provisionen, Empfehlungen oder Sonstigem und geben so auch unabh\u00e4ngige Empfehlungen, das war uns besonders wichtig.<\/p>\n\n\n\n
Das, was ich bereits angesprochen habe: Wenn sich an der einen Stelle Kosten steigern, lassen sich meist an einer anderen welche sparen. Verschiedene Kostenpositionen beim Auto entwickeln sich oft nicht in die gleiche Richtung \u2013 wenn das Tanken teurer wird, kann es zum Beispiel sein, dass sich ein Versicherungswechsel gerade besonders lohnt oder dass Anpassungen im Fahrverhalten woanders was einsparen. Dieses Beziehungsverh\u00e4ltnis ist schwer zu verstehen, wenn es \u00fcber zahlreiche Apps hinweg verfolgt werden muss, und deshalb bieten wir alles in einem.<\/p>\n\n\n\n
Wir geben ohnehin schon hunderte Daten jeden Tag weiter, das tue ich auch und finde das nicht immer problematisch. Aber es gibt Informationen, auf die sollte niemand anderes Zugriff haben als man selbst, das kann sein, wann ich mein Kind wie lange und wohin zur Kita fahre, aber auch, wo ich arbeite oder wo meine Eltern wohnen. Egal wie sicher eine Cloud ist, am Ende des Tages k\u00f6nnen Daten immer nach au\u00dfen gelangen, das zeigen die vielen bekannten F\u00e4lle der letzten Jahre, in denen sensible Kundendaten selbst bei gro\u00dfen Unternehmen aus vermeintlich sicheren Systemen abgeflossen sind. Es gibt keinen Grund, dass diese Daten woanders sind als in der eigenen Hosentasche, was ich mache, bleibt bei mir und das ist auch richtig so.<\/p>\n\n\n\n
Ich wei\u00df kaum, wo ich hier anfangen soll, es gibt so viele gro\u00dfe Player, so komplizierte Zusammenh\u00e4nge in einem System, das sich seit Jahrzehnten immer weiter etabliert hat, und da spreche ich nicht nur \u00fcber Versicherungen, sondern auch \u00fcber bereits bestehende L\u00f6sungen und Apps. Wir fangen als kleines Hamburger Startup \u2013 einem Zwei-Mann-Team, das nebenbei noch sein Abitur macht \u2013 an und wollen mit unserer Idee gro\u00dfe Player verdr\u00e4ngen, die alle nur eines der vielen Features von uns abdecken. Der USP ist klar bei uns, aber unsere gr\u00f6\u00dfte Herausforderung ist Sichtbarkeit \u2013 als neues Team ohne gro\u00dfes Marketingbudget m\u00fcssen wir uns \u00fcber Qualit\u00e4t und Mundpropaganda etablieren und das braucht Zeit.<\/p>\n\n\n\n
Es gibt viele Apps, die einzelne Bereiche abdecken, die eine zeigt Tankpreise an, die andere vergleicht Versicherungen, wieder eine andere trackt Spritkosten. Wir bringen das alles in einer App zusammen und zeigen vor allem die Wechselwirkung zwischen diesen Kosten \u2013 genau da liegt das Sparpotenzial, das andere \u00fcbersehen. Dazu kommt unser Datenschutzansatz: keine Werbung, keine Cloud, keine Tracker. Das alleine schon tr\u00e4gt dazu bei, denn so gibt es keine Anbieter, die Kundendaten tracken und verkaufen k\u00f6nnen. Und es sind viele weitere Features geplant, die das Ganze noch weiter ausbauen werden.<\/p>\n\n\n\n
Das Stichwort habe ich gerade schon gegeben, es ist in Zukunft viel geplant. Jeden Tag arbeiten wir mehrere Stunden daran, die App weiter auszubauen. Gerade trainieren wir ein KI-Modell, das lokal auf dem Ger\u00e4t ressourcenschonend in die App integriert wird und so direkte Fragen zum Auto beantworten kann und dabei hilft, Kosten einfacher und noch schneller einzutragen. Auch hier gilt wieder: Alles bleibt in der Hosentasche, auf dem Ger\u00e4t, ohne Chance auf Export nach au\u00dferhalb, aber das ist aufwendig und ein wirklich kompliziertes Projekt \u2013 aber wir arbeiten daran und wollen das in den n\u00e4chsten Monaten als eines der vielen neuen geplanten Features ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n\n\n\n
Nummer eins: Einfach machen. Wir beide haben uns vorher nie mit Apps, Softwareentwicklung oder geschweige denn Formeln zur Versicherungsberechnung besch\u00e4ftigt \u2013 wir haben die App gestartet, ohne je eine Zeile Code geschrieben zu haben, und es hat funktioniert. Nat\u00fcrlich h\u00e4tte Vorwissen geholfen, aber wir leben in einer Welt, in der ich auf alle Informationen zu jedem m\u00f6glichen Zeitpunkt vom Handy aus zugreifen kann, die besten KIs der Welt stehen uns quasi zum Nulltarif zur Verf\u00fcgung und beantworten Fragen und k\u00f6nnen jederzeit und \u00fcberall helfen. Nutzt das!<\/p>\n\n\n\n
Zweitens: Gr\u00fcndet gemeinsam mit jemandem, der euch nicht alles nachquasselt. Jannik und ich haben ganz andere Perspektiven auf das Projekt und trotzdem im Kern die gleiche Meinung. Das ist gro\u00dfartig, denn so gehen wir Probleme ganz unterschiedlich an und treffen uns am Ende in der Mitte, und das ist immer besser, als die eigene Meinung durchzuringen und am Ende mit einer Version seiner Idee dazustehen, die \u00fcberhaupt nicht mehr das ist, was sie mal sein sollte, denn sie wurde nie kritisch hinterfragt.<\/p>\n\n\n\n
Und drittens empfehle ich jedem, sich zu trauen, Hilfe von au\u00dfen anzufordern. Schreibt Leuten, fragt Personen, die ihr einmal in eurem Leben gesehen habt, nach ihrer Meinung, nur so k\u00f6nnt ihr den gemeinsamen Nenner aller finden und eure L\u00f6sung zielgerichtet anbieten!<\/p>\n\n\n\n
Bildcredits: @Fahrfuchs<\/p>\n\n\n\n
Wir bedanken uns bei\u00a0Florian Ritzel<\/a>\u00a0f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\n