{"id":122704,"date":"2026-04-22T10:06:44","date_gmt":"2026-04-22T08:06:44","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=122704"},"modified":"2026-06-09T11:11:13","modified_gmt":"2026-06-09T09:11:13","slug":"pencilrec-automatisierung-ki","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/pencilrec-automatisierung-ki\/","title":{"rendered":"Pencilrec Automatisierung: KI f\u00fcr effizientere Unternehmen"},"content":{"rendered":"\n
Die Idee entstand fr\u00fch.<\/p>\n\n\n\n
Mit 14 Jahren habe ich angefangen zu filmen und daraus meinen ersten Auftrag gemacht. Irgendwann habe ich mich verloren, wollte eigentlich Politiker werden. Dann war ich in den USA, habe dort einen Gesch\u00e4ftspartner kennengelernt, der mich wieder auf Kurs gebracht hat. Mit 18 habe ich mein Gewerbe angemeldet: erst Film und Video, dann Webseiten, einfache Dashboards, Marketing. Mit 19 kam der n\u00e4chste Schritt, die Pencilrec GmbH. Der Gedanke dahinter: Unternehmen kommen zu uns, liefern ihre internen Daten, wir verkn\u00fcpfen und werten diese aus und leiten daraus echte Erkenntnisse ab, von der Zielgruppe bis hin zu konkreten Handlungsempfehlungen.<\/p>\n\n\n\n
Agenturen gibt es zu viele, und der h\u00e4ufigste Einwand meiner Kunden ist, dass sie zu teuer sind. Aber das Problem ist nicht der Preis an sich, sondern die Fragmentierung. Wer Video braucht, geht zu Agentur A. Wer eine Webseite will, zu Agentur B. Systeme entwickeln l\u00e4sst er bei C, Beratung holt er bei D. Das sind vier Ansprechpartner, viermal Overhead, viermal Reibungsverlust. Bei Pencilrec gibt es einen Ansprechpartner und ein System, das alles verbindet.<\/p>\n\n\n\n
Ich will, dass moderne Unternehmensinfrastruktur f\u00fcr jeden greifbar ist. In den USA ist professionelles Marketing l\u00e4ngst Standard, auch f\u00fcr kleine Unternehmen. In Deutschland kommt das gerade erst an, mit vier Jahren Verz\u00f6gerung. Genau diesen Fehler darf man bei KI und Automatisierung nicht wiederholen. Pencilrec will Unternehmen von innen heraus reformieren, langweilige und wiederholbare Aufgaben abnehmen und Produktivit\u00e4t steigern. Branchen\u00fcbergreifend.<\/p>\n\n\n\n
Daten stecken in allem, in jedem Kanal, jedem System, jedem Inhalt. Intelligence analysiert Nutzerverhalten und Zielgruppen, indem sie Kommunikation auswertet und Systeme miteinander verkn\u00fcpft. Diese Erkenntnisse flie\u00dfen direkt in den Content ein und umgekehrt. Das Problem bei 99 Prozent der Unternehmen ist, dass diese drei Bereiche parallel laufen, weil es zu viele Ansprechpartner gibt und die Systeme nicht miteinander reden. Bei Pencilrec gibt es ein System, das alles verbindet.<\/p>\n\n\n\n
Aktuell entwickeln wir Systeme f\u00fcr die Immobilienbranche, eine Branche, die zwar neue Software einsetzt, deren Systeme aber oft nicht miteinander kommunizieren. E Mails, CRM, Kalender: alles Silos. Unser Produkt Grownd legt sich als Intelligenzschicht \u00fcber die bestehenden Systeme, liest Daten \u00fcber Schnittstellen aus und matcht sie miteinander. Das Ergebnis sind konkrete Handlungsempfehlungen. Das System erkennt zum Beispiel, welcher Deal zu kippen droht, wo einem Abschluss noch Informationen fehlen oder welche Leads gerade am relevantesten sind. KI bereitet alles vor, handelt tut der Mensch. Andere Branchen schlie\u00dfen wir dabei nicht aus.<\/p>\n\n\n\n
Die meisten Systeme, die Unternehmen nutzen, passen zu 95 Prozent auf ihre Bed\u00fcrfnisse. Die gro\u00dfen Anbieter haben einen enormen Vorsprung, da macht es keinen Sinn, als vergleichsweise kleines Unternehmen in direkten Wettbewerb zu treten. Deshalb setzen wir nicht daneben, sondern dar\u00fcber. Wir verbinden uns \u00fcber Schnittstellen mit den bestehenden L\u00f6sungen, lesen die Daten aus, verkn\u00fcpfen und werten sie aus und spielen die Ergebnisse wieder ins System zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n
Wir machen beides gleichzeitig, Software und Marketing, und nutzen die Daten aus beiden Quellen, um das jeweils andere besser zu machen. Das ist eine R\u00fcckkopplung, die klassische L\u00f6sungen nicht bieten. Dazu kommt: Unsere Software legt sich als Schicht \u00fcber bestehende Systeme. Der Kunde muss nichts ersetzen, wir erg\u00e4nzen, was fehlt.<\/p>\n\n\n\n
KI spielt eine zentrale Rolle, sowohl in der Entwicklung als auch in den Systemen der Kunden. Aber wir setzen sie bewusst ein: Sie bereitet vor, der Mensch entscheidet. Automatisierungen nehmen repetitive Aufgaben ab, KI liefert Analysen und Empfehlungen, die Ausf\u00fchrung liegt beim Mitarbeiter. In der direkten Kundenkommunikation unterst\u00fctzen wir KI nur teilweise. Es gibt Aufgaben, die von Menschen erledigt werden sollten. Das ist f\u00fcr uns keine Einschr\u00e4nkung, sondern Haltung.<\/p>\n\n\n\n
Die entscheidende Frage ist immer, ob eine Schreib und Leseschnittstelle verf\u00fcgbar ist. In den meisten F\u00e4llen ist zumindest eine Leseschnittstelle vorhanden, wir k\u00f6nnen die bestehenden Daten auslesen, auch wenn wir nicht direkt ins System zur\u00fcckschreiben k\u00f6nnen. Das ist dennoch ein enormer Fortschritt f\u00fcr die Kunden. Wir arbeiten pragmatisch mit dem, was vorhanden ist.<\/p>\n\n\n\n
Wir beobachten, wo in einer Branche echte Probleme liegen, und bauen Systeme, die modular genug sind, um sich individuell anpassen zu lassen, f\u00fcr jeden Makler, Verwalter oder Investor anders. Ein Produkt ist nie abgeschlossen. Als n\u00e4chste Branche sehen wir das Handwerk: administrativer Aufwand, Terminplanung, Kommunikation, vieles l\u00e4sst sich dort automatisieren. Aber das Interesse muss vorhanden sein.<\/p>\n\n\n\n
Gibt es neue Produkte oder Entwicklungen in der Pipeline?
Es gibt immer etwas in der Pipeline. Aktuell bauen wir weitere L\u00f6sungen f\u00fcr unsere bestehenden Kunden, darunter Tools f\u00fcr Marken\u00fcberwachung und tiefere Research Funktionen. Ein Produkt ist f\u00fcr uns nie fertig, sondern w\u00e4chst mit dem Kunden und den M\u00f6glichkeiten. Wir entwickeln iterativ und nah an der Praxis.<\/p>\n\n\n\n
Erstens: Jede Dienstleistung muss einen messbaren Mehrwert haben, und der ist am Ende immer monet\u00e4r. Wenn du das nicht klar benennen kannst, hast du ein Problem. Zweitens: Einfach machen. Man kommt nicht voran, wenn man nur redet. Der Schritt, den viele scheuen, ist der einzige, der z\u00e4hlt. Drittens: Der richtige Zeitpunkt ist jetzt. Es gibt keinen perfekten Moment, den gibt es nie. Wer wartet, wartet immer.<\/p>\n\n\n\n
Bildrechte: \u00a9 privat<\/p>\n\n\n\n
Wir bedanken uns bei\u00a0Philipp Gassen<\/a>\u00a0f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder<\/p>\n\n\n\n