{"id":122927,"date":"2026-05-07T10:02:19","date_gmt":"2026-05-07T08:02:19","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=122927"},"modified":"2026-06-09T11:09:57","modified_gmt":"2026-06-09T09:09:57","slug":"stroya-mieterstrom-energie-plattform","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/stroya-mieterstrom-energie-plattform\/","title":{"rendered":"Was, wenn Geb\u00e4ude mehr k\u00f6nnen, als nur Energie zu verbrauchen?"},"content":{"rendered":"\n
stroya ist aus der Praxis heraus entstanden. Die Wurzeln liegen bei der Volksbank Hasel\u00fcnne, die bereits 2022 mit dem Tochterunternehmen Mieterstrom Hasetal eigene Mieterstromprojekte umgesetzt und dabei wertvolle Erfahrungen gesammelt hat. Gemeinsam mit amberra, dem Corporate Venturing Studio der genossenschaftlichen FinanzGruppe, wurde dieses Modell weiterentwickelt, strukturiert und digitalisiert.
In enger Zusammenarbeit mit weiteren Partnerbanken ist daraus eine skalierbare L\u00f6sung entstanden. Heute steht stroya als eigenst\u00e4ndiges Unternehmen f\u00fcr die Verbindung aus regionaler Verankerung, energiewirtschaftlicher Expertise und digitaler Plattform.<\/p>\n\n\n\n
Der Ausl\u00f6ser war ein sehr konkretes Problem: Obwohl auf vielen Geb\u00e4uden bereits Photovoltaik installiert ist, profitieren Mieterinnen und Mieter oft nicht direkt davon. Gleichzeitig bleibt ein gro\u00dfes Potenzial f\u00fcr lokale Energieversorgung ungenutzt.
Mieterstrom ist eine der wirkungsvollsten M\u00f6glichkeiten, die Energiewende in die Fl\u00e4che zu bringen \u2013 war bisher aber durch regulatorische und operative H\u00fcrden schwer umzusetzen. Genau hier setzt stroya an.<\/p>\n\n\n\n
Unsere Vision ist es, Geb\u00e4ude zu aktiven Bestandteilen der Energiewende zu machen. Immobilien sollen nicht nur Energie verbrauchen, sondern selbst zu lokalen Energiequellen werden.
Wir wollen erreichen, dass lokal erzeugter Strom dort genutzt wird, wo er entsteht \u2013 direkt im Geb\u00e4ude. Das schafft mehr Unabh\u00e4ngigkeit, reduziert Kosten und st\u00e4rkt regionale Wertsch\u00f6pfung.<\/p>\n\n\n\n
Der Schl\u00fcssel liegt in der Vereinfachung. Wir machen Mieterstrom digital, wirtschaftlich und operativ umsetzbar.
Durch unsere Plattform b\u00fcndeln wir Planung, Umsetzung und Betrieb und schaffen so einen klaren, standardisierten Prozess. Gleichzeitig arbeiten wir eng mit regionalen Partnern zusammen, um die Umsetzung vor Ort sicherzustellen.<\/p>\n\n\n\n
Im Fokus stehen Eigent\u00fcmer von Mehrfamilienh\u00e4usern sowie institutionelle Bestandshalter. F\u00fcr sie l\u00f6sen wir vor allem die Komplexit\u00e4t und \u00fcbernehmen die T\u00e4tigkeiten rund um die Umsetzung und Verwaltung von Mieterstromprojekten.
F\u00fcr Mieterinnen und Mieter schaffen wir Zugang zu lokal erzeugtem, g\u00fcnstigerem Strom \u2013 ohne zus\u00e4tzlichen Aufwand. Gleichzeitig leisten sie einen direkten Beitrag zur Energiewende.<\/p>\n\n\n\n
Mieterstrom bringt verschiedene Welten zusammen: Energiewirtschaft, Regulierung, Abrechnung und operative Umsetzung. Diese Schnittstellen machen Projekte oft aufwendig und f\u00fcr einzelne Vermieter schwer skalierbar.
stroya reduziert diese Komplexit\u00e4t, indem wir relevante Prozesse digital abbilden und standardisieren. Von der Projektplanung \u00fcber die Umsetzung bis hin zur Abrechnung bieten wir eine integrierte L\u00f6sung.<\/p>\n\n\n\n
Unser Ansatz verbindet digitale Skalierbarkeit mit regionaler Umsetzung. Wir denken Mieterstrom aus dem Geb\u00e4ude und der Region heraus, zentralisieren aber dennoch wiederkehrende Prozesse und automatisieren diese.
Durch die enge Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort und die Einbettung in ein starkes Netzwerk innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe k\u00f6nnen wir L\u00f6sungen nicht nur entwickeln, sondern auch nachhaltig in die Fl\u00e4che bringen.<\/p>\n\n\n\n
Unsere best of breed Plattform ist das zentrale Element unseres Modells. Sie bildet die Prozesse entlang des gesamten Lebenszyklus eines Mieterstromprojekts ab \u2013 von der ersten Planung \u00fcber die operative Steuerung bis hin zur Abrechnung.
Dadurch schaffen wir Transparenz, Effizienz und Skalierbarkeit. Gleichzeitig erm\u00f6glichen wir es unseren Partnern, sich auf ihre jeweilige Fachexpertise zu fokussieren und Projekte deutlich einfacher umzusetzen.<\/p>\n\n\n\n
Der regulatorische Rahmen f\u00fcr Mieterstrom ist komplex und entwickelt sich kontinuierlich weiter. Das erfordert ein tiefes Verst\u00e4ndnis und die F\u00e4higkeit, schnell auf Ver\u00e4nderungen zu reagieren.
Operativ liegt die Herausforderung vor allem in der Verzahnung verschiedenster Akteure, vom Vermieter, dem Solateur und Elektriker, \u00fcber den Verteilnetzbetreiber, Messtellenbetreiber und Reststromlieferanten bis zu Mieter und Mieterin. Und dass alles entlang der gesamten Projektlebensphase, also von der Planung, \u00fcber die technische Umsetzung und bis zum laufenden Betrieb. Genau hier setzen wir mit unserem integrierten Ansatz an.<\/p>\n\n\n\n
Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit gehen bei uns Hand in Hand. Durch standardisierte Prozesse und digitale Unterst\u00fctzung senken wir die Kosten pro Projekt und erh\u00f6hen die Skalierbarkeit.
Gleichzeitig sorgen wir daf\u00fcr, dass lokal erzeugte erneuerbare Energie direkt vor Ort genutzt wird \u2013 was sowohl \u00f6kologisch als auch \u00f6konomisch sinnvoll ist.<\/p>\n\n\n\n
Ein zentraler Fokus liegt aktuell auf der bundesweiten Skalierung innerhalb und au\u00dferhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Wir arbeiten daran, weitere Projekte umzusetzen und zus\u00e4tzliche Partner zu gewinnen.
Dar\u00fcber hinaus entwickeln wir unsere Plattform kontinuierlich weiter, um zus\u00e4tzliche Funktionen und Anwendungsf\u00e4lle abzubilden \u2013 immer mit dem Ziel, Mieterstrom noch einfacher und breiter zug\u00e4nglich zu machen.<\/p>\n\n\n\n
Nah an der Praxis entwickeln: Die besten L\u00f6sungen entstehen aus realen Problemen \u2013 nicht aus theoretischen Annahmen.
Komplexit\u00e4t reduzieren: Erfolg entsteht oft dadurch, Dinge einfacher und zug\u00e4nglicher zu machen.
Die richtigen Partner w\u00e4hlen: Skalierung gelingt nur im Zusammenspiel mit starken Partnern und Netzwerken.<\/p>\n\n\n\n
Bildcredits: amberra<\/p>\n\n\n\n
Wir bedanken uns bei Roman Ginzburg<\/a> und Arne Reuter<\/a> f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder<\/p>\n\n\n\n