{"id":123096,"date":"2026-04-30T07:40:55","date_gmt":"2026-04-30T05:40:55","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=123096"},"modified":"2026-04-30T07:40:56","modified_gmt":"2026-04-30T05:40:56","slug":"german-creative-economy-summit-2026-hamburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/german-creative-economy-summit-2026-hamburg\/","title":{"rendered":"German Creative Economy Summit 2026 r\u00fcckt KI in den Fokus"},"content":{"rendered":"\n
Der German Creative Economy Summit 2026 in Hamburg hat erneut gezeigt, wie stark K\u00fcnstliche Intelligenz die Kreativwirtschaft ver\u00e4ndert. Rund 1.100 Teilnehmende diskutierten \u00fcber neue Gesch\u00e4ftsmodelle, Urheberrecht und die Rolle von KI als Treiber wirtschaftlicher Transformation.<\/p>\n\n\n\n
German Creative Economy Summit am 28. & 29. April 2026 in Hamburg
Kreativwirtschaft k\u00e4mpft f\u00fcr neue Spielregeln: KI im Fokus des 3. German Creative Economy Summits in Hamburg<\/p>\n\n\n\n
Am 28. und 29. April fand der 3. German Creative Economy Summit, der bundesweite Leitkongress der deutschen Kreativwirtschaft, in Hamburg statt. Der inhaltliche Schwerpunkt in diesem Jahr: K\u00fcnstliche Intelligenz. Rund 1.100 Teilnehmende kamen in der Internationalen Theaterfabrik Kampnagel zusammen, um sich branchen\u00fcbergreifend auszutauschen und \u00fcber den k\u00fcnftigen Umgang mit KI zu sprechen. Dabei wurde deutlich, wie tiefgreifend K\u00fcnstliche Intelligenz die Kreativwirtschaft ver\u00e4ndert \u2013 und dass zentrale Fragen zu Wertsch\u00f6pfung, Urheberrecht und Gesch\u00e4ftsmodellen derzeit neu verhandelt werden.<\/p>\n\n\n\n
Dr. Carsten Brosda, Senator f\u00fcr Kultur und Medien: \u201eDer German Creative Economy Summit zeigt, wie vielf\u00e4ltig und agil die Kreativbranche gerade auch in Hamburg ist. Hier kommen Kreative, Politik und Wirtschaft zusammen, um dar\u00fcber zu sprechen, was die technologische Entwicklung f\u00fcr eine Branche bedeutet, die ganz wesentlich auf menschlicher Kreativit\u00e4t fu\u00dft und wie wir diese gewinnbringend f\u00fcr alle begleiten k\u00f6nnen. Es braucht diese Orte des echten Austauschs, der Reibung und der Inspiration jenseits digitaler Filterblasen. Dass wir diese Debatten hier in Hamburg f\u00fchren, ist ein starkes Signal \u2013 und ich freue mich sehr, dass wir mit der geplanten Fortsetzung im Jahr 2027 an diesen Erfolg ankn\u00fcpfen werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n
\u201cDie Zukunft des Standorts Deutschland ist ohne Kreativwirtschaft nicht zu denken, denn sie ist unser Wirtschaftsmotor und sie ist unser Innovationsmotor \u2013 und daher unverzichtbar. Digitale Technologien wie K\u00fcnstliche Intelligenz sind eine Herausforderung. Sie k\u00f6nnen Risiken sein, sie k\u00f6nnen aber auch Chancen bergen. Meine Empfehlung: Betrachtet sieals ein Instrument f\u00fcr die eigene Kreativit\u00e4t. Sucht die Kollaboration, nicht die Konfrontation. Denn am Ende bleibt ein Premiumprodukt und das ist der menschliche Geist und die menschliche Kreativit\u00e4t \u2013 sie sind nicht zu ersetzen.\u201d<\/p>\n\n\n\n
Egbert R\u00fchl, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Hamburg Kreativ Gesellschaft und Veranstalter des German Creative Economy Summit: \u201eDie aktuelle wirtschaftliche Debatte zielt stark darauf ab, die bisherigen Erfolgsmodelle der deutschen Wirtschaft zu stabilisieren \u2013 das ist nachvollziehbar, greift aber zu kurz. Die n\u00e4chsten M\u00e4rkte entstehen l\u00e4ngst anderswo: in der digitalen \u00d6konomie, in neuen Gesch\u00e4ftsmodellen und in der Verbindung von Technologie und Kreativit\u00e4t. Wenn wir wettbewerbsf\u00e4hig bleiben wollen, m\u00fcssen wir st\u00e4rker in diese Richtung denken \u2013 und auch bereit sein, etablierte Pfade zu verlassen. Die Kreativwirtschaft bringt daf\u00fcr zentrale Voraussetzungen mit: Sie verbindet unternehmerisches Denken mit Innovationskraft und ist in der Lage, neue Wertsch\u00f6pfung zu entwickeln, bevor sie in anderen Branchen sichtbar wird. Genau deshalb kann sie eine wichtige Rolle dabei spielen, die n\u00e4chste Phase wirtschaftlicher Entwicklung aktiv mitzugestalten \u2013 und genau daf\u00fcr braucht es Plattformen wie den German Creative Economy Summit.\u201c<\/p>\n\n\n\n
Zwischen KI-Boom und strukturellem Wandel
Die Ver\u00e4nderungen durch den Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz sind bereits auf F\u00fchrungsebene sichtbar: Im C-Level-Panel wurde deutlich, wie stark sich Produktionsprozesse und Wertsch\u00f6pfung verschieben. Die Effizienzgewinne sind erheblich \u2013 gleichzeitig steigen Komplexit\u00e4t und Abstimmungsbedarf.
Anschaulich wurde auch, wie unterschiedlich die Branche bereits mit der neuen Technologie arbeitet: von Medienh\u00e4usern wie der FUNKE Mediengruppe, bei denen KI fester Bestandteil des Redaktionsalltags ist, bis hin zu Solo-Selbstst\u00e4ndigen, die mithilfe von KI ihre kreativen Prozesse neu organisieren und daraus neue unternehmerische Perspektiven entwickeln.<\/p>\n\n\n\n
\u201cWir besch\u00e4ftigen uns alle mit \u00e4hnlichen Herausforderungen und Themen. Deshalb ist es wichtig, dass man \u00fcber den Tellerrand hinausschaut und nicht nur mit der eigenen Branche diskutiert, sondern mit allen gemeinsam. Nat\u00fcrlich ist das Thema KI wichtig und das m\u00fcssen wir diskutieren \u2013 vor allem auch die Wirtschaftlichkeit und die Implikationen. Ich finde es aber auch wichtig, dass wir \u00fcber die gesamtwirtschaftliche und gesamtgesellschaftliche Lage sprechen, die sich in dem letzten halben Jahr speziell ver\u00e4ndert hat. Und das w\u00e4re mir ein Anliegen, dass wir das noch st\u00e4rker zusammenbringen als Thema.\u201d sagt Larissa Pohl<\/a>, WPP Open X Europe Lead bei Scholz & Friends.<\/p>\n\n\n\n Urheberrecht und Plattform\u00f6konomie im Zentrum der Debatte Entsprechend wurde in den Diskussionen deutlich, dass es klarere Regeln, faire Marktbedingungen und eine st\u00e4rkere Wertsch\u00e4tzung kreativer Arbeit braucht. Zugleich r\u00fcckte ein strukturelles Ungleichgewicht zwischen Kreativen und Plattformen in den Fokus: W\u00e4hrend kreative Inhalte die Basis digitaler Gesch\u00e4ftsmodelle darstellen, liegen Kontrolle, Nutzung und Monetarisierung \u00fcberwiegend bei den Plattformen.<\/p>\n\n\n\n Vor diesem Hintergrund wurde intensiv diskutiert, wie Kreative st\u00e4rker an den zentralen Mechanismen der digitalen \u00d6konomie beteiligt werden k\u00f6nnen. Im Raum stehen Ans\u00e4tze, die ihnen mehr Einfluss auf die Nutzung ihrer Inhalte und die Ausgestaltung von Plattformen erm\u00f6glichen \u2013 mit dem Ziel, bestehende Abh\u00e4ngigkeiten zu \u00fcberwinden und eine Zusammenarbeit auf Augenh\u00f6he zu schaffen. Neben rechtlichen Fragen r\u00fcckte auch die Relevanz europ\u00e4ischer Infrastrukturen und Datenr\u00e4umen st\u00e4rker in den Fokus.<\/p>\n\n\n\n Passend zum KI-Schwerpunkt zeigte die Premiere der Dokumentation \u201eT\u00e4uschend echt? Deepfakes, Demokratie & die Macht der Bilder\u201c mit Eckart von Hirschhausen abschlie\u00dfend, dass KI nicht nur wirtschaftliche Prozesse, sondern auch die Grundlagen \u00f6ffentlicher Kommunikation ver\u00e4ndert. Der Umgang mit synthetischen Bildern und digitaler Manipulation wird damit zu einer zentralen gesellschaftlichen Herausforderung.<\/p>\n\n\n\n Mit rund zwei Millionen Erwerbst\u00e4tigen und \u00fcber 200 Milliarden Euro Jahresumsatz z\u00e4hlt die Kreativwirtschaft zu den bedeutenden Branchen Deutschlands. Die aktuellen Entwicklungen betreffen damit nicht nur einzelne Teilm\u00e4rkte, sondern zentrale Fragen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformation.<\/p>\n\n\n\n Der GCES als Ort der Aushandlung zentraler Zukunftsfragen \u2013 Fortsetzung f\u00fcr 2027 in Planung Bild Credit: Jan-Marius Komorek<\/p>\n\n\n\n Quelle Hamburg\u00a0Kreativ\u00a0Gesellschaft<\/p>\n\n\n\nGerman Creative Economy Summit 2026 zeigt wirtschaftliche Bedeutung<\/h3>\n\n\n\n
Kreative Inhalte bilden die Grundlage datengetriebener Systeme \u2013 gleichzeitig bleibt der Umgang mit Urheberrechten weitgehend ungekl\u00e4rt. Bestehende Regelungen halten mit der technologischen Entwicklung nicht Schritt, und selbst dort, wo sie greifen, ist ihre Durchsetzung oft unzureichend.<\/p>\n\n\n\nEine Branche mit zentraler wirtschaftlicher Bedeutung<\/h4>\n\n\n\n
Der German Creative Economy Summit bringt j\u00e4hrlich Akteurinnen aus allen Teilm\u00e4rkten der Kreativwirtschaft mit Vertreter<\/em>innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Auch 2026 wurde deutlich: Die zentralen Fragen der KI-\u00d6konomie werden hier nicht nur diskutiert \u2013 sondern konkret verhandelt. F\u00fcr 2027 ist eine Fortsetzung des German Creative Economy Summits geplant.<\/p>\n\n\n\n