{"id":123250,"date":"2026-05-05T08:03:10","date_gmt":"2026-05-05T06:03:10","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=123250"},"modified":"2026-05-05T08:03:10","modified_gmt":"2026-05-05T06:03:10","slug":"quointelligence-threat-intelligence-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/quointelligence-threat-intelligence-europa\/","title":{"rendered":"Wird Europa bei Cyberrisiken noch untersch\u00e4tzt?"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-quointelligence-liefert-threat-intelligence-und-intelligence-als-service-fur-praventive-cybersecurity-in-europa\">QuoIntelligence liefert Threat Intelligence und Intelligence als Service f\u00fcr pr\u00e4ventive Cybersecurity in Europa<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wer-sind-sie-marco-riccardi-und-wie-ist-quointelligence-entstanden\">Wer sind Sie, Marco Riccardi, und wie ist QuoIntelligence entstanden?<\/h3>\n\n\n\n<p>Ich bin Italiener und habe den Gro\u00dfteil meines Berufslebens au\u00dferhalb Italiens verbracht \u2013 insgesamt dreizehn Jahre in Spanien und Deutschland. Ich bin Informatiker \u2013 sowohl von meiner Ausbildung als auch von meiner inneren Neigung her. Mit sieben Jahren habe ich angefangen, mit Computern zu arbeiten, mit zw\u00f6lf \u2013 sobald ich ein Modem hatte \u2013 mich intensiv mit Hacking besch\u00e4ftigt.<br>Nach meinem Bachelor in Informations- und Netzwerksicherheit an der Universit\u00e4t Mailand habe ich einen Master in Cyber Intelligence in den USA absolviert. Mit neunzehn bin ich freiwillig zur italienischen Armee gegangen und im 28. Regiment \u201ePavia\u201c gelandet \u2013 einer Spezialeinheit f\u00fcr psychologische Operationen. Ein ungew\u00f6hnlicher Ausgangspunkt f\u00fcr ein Cybersecurity-Unternehmen, aber genau dort habe ich gelernt, wie aus Informationen konkrete Handlungen entstehen \u2013 und genau dieses Problem l\u00f6sen wir heute.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Idee zu QuoIntelligence entstand aus zwei zentralen Beobachtungen. Zum einen aus meiner Zeit bei europ\u00e4ischen Institutionen und Banken wie der Europ\u00e4ischen Zentralbank und der Deutschen Bank. Dort habe ich gesehen, dass selbst die am besten ausgestatteten Organisationen Europas auf amerikanische Anbieter angewiesen waren, weil es keine ausreichend tiefgehende europ\u00e4ische Alternative gab.<br>Zum anderen aus der \u00dcberzeugung, dass der Markt f\u00fcr Threat Intelligence falsch strukturiert war: Die verf\u00fcgbaren L\u00f6sungen waren so konzipiert, dass sie gro\u00dfe interne Teams voraussetzen \u2013 und damit f\u00fcr viele Unternehmen schlicht nicht zug\u00e4nglich sind.<br>Ich habe QuoIntelligence Anfang 2020 in Frankfurt gegr\u00fcndet \u2013 nur wenige Wochen vor dem ersten COVID-Lockdown. Unser Ansatz war von Beginn an klar: Wir wollten \u201eFinished Intelligence\u201c liefern \u2013 also bereits analysierte, kontextualisierte und unmittelbar nutzbare Erkenntnisse \u2013 und das auch f\u00fcr mittelst\u00e4ndische Unternehmen, ohne dass diese eigene Teams aufbauen m\u00fcssen.<br>Sechs Jahre sp\u00e4ter haben wir genau dieses Modell erfolgreich etabliert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-was-hat-sie-personlich-dazu-motiviert-quointelligence-aufzubauen\">Was hat Sie pers\u00f6nlich dazu motiviert, QuoIntelligence aufzubauen?<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Motivation war sowohl beruflicher als auch pers\u00f6nlicher Natur.<br>Beruflich habe ich aus n\u00e4chster N\u00e4he erlebt, wie europ\u00e4ische Institutionen Cyberrisiken zunehmend als strategisches Thema erkannt haben. Die f\u00fchrenden Organisationen konnten darauf reagieren \u2013 mit gro\u00dfen Teams und entsprechenden Budgets. Der Gro\u00dfteil des Marktes hingegen blieb zur\u00fcck, weil die verf\u00fcgbaren L\u00f6sungen nicht f\u00fcr ihre Realit\u00e4t konzipiert waren. Diese strukturelle Ungleichheit hat mich nachhaltig besch\u00e4ftigt.<br>Pers\u00f6nlich kam ein weiterer Aspekt hinzu: Ich habe viele Jahre im Ausland gearbeitet und Unternehmen mit aufgebaut \u2013 aber irgendwann stellt sich die Frage, ob man weiterhin dazu beitragen m\u00f6chte, dass ausl\u00e4ndische Anbieter den europ\u00e4ischen Markt dominieren, oder ob man selbst etwas schafft, das hier verankert ist.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich war klar: Threat Intelligence ist eine kritische Infrastruktur f\u00fcr die europ\u00e4ische Wirtschaft. Sie sollte nicht ausschlie\u00dflich von au\u00dferhalb Europas kommen. Das ist keine Marketingbotschaft, sondern eine Grundhaltung.<br>Deshalb habe ich QuoIntelligence bewusst in Frankfurt gegr\u00fcndet und von Anfang an alle Strukturen unter europ\u00e4ischem Recht aufgebaut.<br>Es geht dabei nicht um Souver\u00e4nit\u00e4t als Selbstzweck, sondern darum, dass europ\u00e4ische Unternehmen \u2013 insbesondere im Mittelstand \u2013 die gleiche Qualit\u00e4t an Intelligence erhalten wie gro\u00dfe Konzerne. Und zwar von einem Anbieter, der ihr regulatorisches Umfeld versteht, weil er selbst darin arbeitet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-welche-vision-verfolgen-sie-mit-quointelligence\">Welche Vision verfolgen Sie mit QuoIntelligence?<\/h3>\n\n\n\n<p>Lange Zeit galt hochwertige Threat Intelligence als etwas, das nur mit gro\u00dfen Teams m\u00f6glich ist. Wir haben QuoIntelligence gegr\u00fcndet, um genau diese Annahme zu hinterfragen.<br>Unsere Vision ist \u201eUnified Risk Intelligence\u201c: eine integrierte Betrachtung von Cyberbedrohungen, physischen Risiken und geopolitischen Entwicklungen \u2013 nicht als isolierte Warnmeldungen, sondern als Grundlage f\u00fcr konkrete Entscheidungen.<br>Dabei verfolgen wir ein pr\u00e4diktives und pr\u00e4ventives Modell: Risiken sollen erkannt werden, bevor sie entstehen, und minimiert werden, bevor sie Auswirkungen haben. Und das f\u00fcr jede europ\u00e4ische Organisation \u2013 unabh\u00e4ngig von Gr\u00f6\u00dfe oder Ressourcen.<br>Der technologische Stack, den wir aufbauen, basiert auf drei zentralen Prinzipien: vollst\u00e4ndige Verankerung im europ\u00e4ischen Rechtsraum, die Lieferung von fertiger, handlungsf\u00e4higer Intelligence ohne Aufbau interner Teams und die Kombination aus KI-gest\u00fctzter Plattform (Mercury), agentischer L\u00f6sung (Karla) und menschlicher Analyse.<br>Das ist kein klassischer Datenfeed \u2013 sondern Intelligence-as-a-Service. Genau das ben\u00f6tigt der europ\u00e4ische Mittelstand, um regulatorische Anforderungen wie NIS2 und DORA effizient zu erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-warum-wird-digitale-souveranitat-zunehmend-zu-einem-investmentthema\">Warum wird digitale Souver\u00e4nit\u00e4t zunehmend zu einem Investmentthema?<\/h3>\n\n\n\n<p>Digitale Souver\u00e4nit\u00e4t ist l\u00e4ngst kein abstraktes Konzept mehr \u2013 sie ist zu einer konkreten Anforderung in Beschaffungsprozessen geworden.<br>Immer h\u00e4ufiger schreiben europ\u00e4ische Regularien vor, dass sensible Daten innerhalb der EU verarbeitet und gespeichert werden m\u00fcssen. Das ver\u00e4ndert den Markt grundlegend und stellt viele etablierte Anbieter au\u00dferhalb Europas vor Herausforderungen.<br>Gleichzeitig erweitern Regulierungen wie NIS2 und DORA den Markt erheblich: \u00dcber 160.000 Organisationen in Europa fallen neu in den Geltungsbereich. Dadurch entsteht eine seltene Situation, in der regulatorische Anforderungen, Nachfrage und Marktangebot gleichzeitig wachsen.<br>Aus Investorensicht ist das eine klare Konstellation: strukturelle Nachfrage, regulatorischer R\u00fcckenwind und ein wachsendes Bed\u00fcrfnis nach europ\u00e4ischen L\u00f6sungen.<br>F\u00fcr uns ist digitale Souver\u00e4nit\u00e4t dabei kein Marketinginstrument, sondern ein grundlegendes Prinzip: europ\u00e4isches Recht, europ\u00e4ische Datenhaltung, europ\u00e4ische Teams. Das l\u00e4sst sich nicht nachtr\u00e4glich implementieren \u2013 es muss von Anfang an Teil der Architektur sein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-welche-zielgruppen-sprechen-sie-an-und-welche-probleme-losen-sie-konkret\">Welche Zielgruppen sprechen Sie an und welche Probleme l\u00f6sen Sie konkret?<\/h3>\n\n\n\n<p>Wir richten uns prim\u00e4r an mittelst\u00e4ndische Unternehmen in Europa, insbesondere in regulierten Branchen wie Finanzdienstleistungen, \u00f6ffentlicher Sektor, Industrie, Handel oder Transport.<br>Obwohl unser Fokus auf Organisationen mit schlanken Security-Teams liegt, konnten wir auch gro\u00dfe Institutionen wie ENISA \u2013 die EU-Agentur f\u00fcr Cybersicherheit \u2013 als Kunden gewinnen. Im Februar 2025 wurden wir dort im Rahmen eines vierj\u00e4hrigen Vertrags ausgew\u00e4hlt \u2013 im Wettbewerb mit internationalen Anbietern.<br>Das zugrunde liegende Problem ist bei allen Kunden \u00e4hnlich: Regulierungen wie NIS2 und DORA verlangen ein proaktives Sicherheitsmanagement. Unternehmen m\u00fcssen Bedrohungen fr\u00fchzeitig erkennen und pr\u00e4ventiv handeln \u2013 nicht erst reagieren, wenn bereits Schaden entstanden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die meisten Organisationen verf\u00fcgen jedoch nicht \u00fcber die notwendigen internen Ressourcen. Der Aufbau entsprechender Teams ist kostenintensiv und zeitaufwendig. Klassische Marktangebote setzen jedoch genau solche Strukturen voraus.<br>Unser Ansatz ist ein anderer: Wir liefern fertige Intelligence \u2013 analysiert, kontextualisiert und auf die jeweilige Branche und Sprache des Kunden zugeschnitten. Und das innerhalb weniger Stunden nach dem Onboarding, ohne dass ein internes Team erforderlich ist.<br>Der Unterschied liegt damit klar auf der Hand: weg von Rohdaten, hin zu konkreten, umsetzbaren Erkenntnissen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wie-gelingt-es-ihnen-komplexe-bedrohungsdaten-in-klare-entscheidungsrelevante-insights-zu-ubersetzen\">Wie gelingt es Ihnen, komplexe Bedrohungsdaten in klare, entscheidungsrelevante Insights zu \u00fcbersetzen?<\/h3>\n\n\n\n<p>Unser Grundprinzip ist einfach: Wir liefern nichts aus, das keinen klaren n\u00e4chsten Handlungsschritt enth\u00e4lt.<br>Unsere Plattform Mercury verarbeitet kontinuierlich Informationen aus \u00fcber 1.000 Quellen, strukturiert diese, validiert relevante Indikatoren und hat bislang mehr als 17.000 qualit\u00e4tsgesicherte Intelligence-F\u00e4lle erzeugt. Diese Skalierung ist nur durch den Einsatz von KI m\u00f6glich.<br>Der entscheidende Schritt liegt jedoch in der Kontextualisierung: Unsere Analysten \u00fcbersetzen diese Daten in konkrete, verst\u00e4ndliche und handlungsrelevante Erkenntnisse \u2013 zugeschnitten auf die jeweilige Branche und Rolle im Unternehmen.<br>Darauf aufbauend erm\u00f6glicht KARLA, unser KI-gest\u00fctzter Analyst, einen dialogbasierten Zugang zu dieser Intelligence \u00fcber alle Organisationsebenen hinweg \u2013 vom operativen Security-Team bis zur Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein praktisches Beispiel: Wenn ein gef\u00e4lschtes Social-Media-Profil erstellt wird, das sich als F\u00fchrungskraft eines Kunden ausgibt, erkennen wir dies bereits im Moment der Erstellung. Noch bevor das Profil aktiv Schaden anrichten kann, wird es identifiziert, gemeldet und \u2013 wenn m\u00f6glich \u2013 entfernt.<br>Das ist pr\u00e4ventive Intelligence in der Praxis: nicht Reaktion nach dem Schaden, sondern Vermeidung vor dem Impact.<br>Die Grundlage daf\u00fcr ist ein klarer Qualit\u00e4tsanspruch: Jede Erkenntnis muss Kontext liefern, eine Eintrittswahrscheinlichkeit bewerten und einen konkreten n\u00e4chsten Schritt enthalten. Wenn das nicht gegeben ist, wird sie nicht ausgeliefert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-was-unterscheidet-quointelligence-von-anderen-anbietern-im-bereich-threat-intelligence\">Was unterscheidet QuoIntelligence von anderen Anbietern im Bereich Threat Intelligence?<\/h3>\n\n\n\n<p>Es gibt drei grundlegende Unterschiede \u2013 und keiner davon ist blo\u00df ein Marketingversprechen.<br>Erstens liefern wir keine reinen Datenfeeds, sondern fertige, umsetzbare Intelligence. Viele etablierte Anbieter richten sich an Unternehmen mit eigenen Analystenteams. Unser Modell ist hingegen f\u00fcr Organisationen gedacht, die genau diese Ressourcen nicht haben \u2013 und das erfordert ein komplett anderes Betriebsmodell.<\/p>\n\n\n\n<p>Zweitens sind wir durchgehend europ\u00e4isch aufgestellt. Das Unternehmen ist nach deutschem Recht gegr\u00fcndet, mit Standorten in Spanien und Italien, und s\u00e4mtliche Daten werden innerhalb der EU verarbeitet und gespeichert \u2013 unabh\u00e4ngig vom Standort unserer Kunden. Damit erf\u00fcllen wir nicht nur die regulatorischen Anforderungen, sondern bieten gleichzeitig eine Tiefe an Intelligence, die bislang vor allem von US-, russischen oder israelischen Anbietern kam. Dass ENISA sich f\u00fcr uns entschieden hat, best\u00e4tigt diesen Anspruch.<\/p>\n\n\n\n<p>Drittens denken wir \u00fcber klassische Threat Intelligence hinaus. W\u00e4hrend viele Anbieter in einer zunehmend engen Kategorie bleiben, bauen wir gezielt eine umfassendere L\u00f6sung auf: \u201eUnified Risk Intelligence\u201c. Das bedeutet eine integrierte Sicht auf Cyber-, physische und geopolitische Risiken \u2013 immer mit Kontext, Eintrittswahrscheinlichkeit und konkreten Handlungsempfehlungen.<br>Am Ende kaufen Kunden keine Kategorien, sondern Ergebnisse. Aber die Kategorie, die wir aufbauen, zeigt klar, wohin sich der Markt entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-welche-rolle-spielt-die-kombination-aus-ki-und-menschlicher-analyse-in-ihrer-taglichen-arbeit\">Welche Rolle spielt die Kombination aus KI und menschlicher Analyse in Ihrer t\u00e4glichen Arbeit?<\/h3>\n\n\n\n<p>Reine KI erzeugt vor allem Volumen. Reine Analystenarbeit erzeugt Engp\u00e4sse. Wir haben uns bewusst gegen beide Extreme entschieden.<br>Unsere Plattform Mercury \u00fcbernimmt die skalierbaren Aufgaben: Sie analysiert kontinuierlich \u00fcber 1.000 Quellen, extrahiert relevante Informationen, kategorisiert Inhalte und validiert Indikatoren \u2013 rund um die Uhr. Parallel dazu arbeiten unsere Analysten daran, die zugrunde liegenden Modelle kontinuierlich zu verbessern und die Ergebnisse in einen klaren, handlungsrelevanten Kontext zu bringen.<br>Mit KARLA, unserem konversationellen KI-Analysten, machen wir diese Intelligence f\u00fcr alle Ebenen im Unternehmen zug\u00e4nglich \u2013 vom operativen Security-Team bis hin zur Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung.<br>Das Prinzip dahinter ist einfach: KI sorgt f\u00fcr Skalierbarkeit, Menschen f\u00fcr Qualit\u00e4t und Urteilsverm\u00f6gen. Unsere Kunden sehen keine Rohdaten, sondern fertige, umsetzbare Erkenntnisse.<br>Und daran wird sich auch in Zukunft nichts \u00e4ndern. F\u00fcr uns ist menschliches Urteilsverm\u00f6gen kein Kostenfaktor \u2013 sondern ein zentraler Bestandteil des Produkts.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-mit-welchen-herausforderungen-waren-sie-beim-aufbau-von-quointelligence-konfrontiert\">Mit welchen Herausforderungen waren Sie beim Aufbau von QuoIntelligence konfrontiert?<\/h3>\n\n\n\n<p>Wie bei vielen Startups ging es vor allem um zwei Dinge: Skalierung und Fokus.<br>Eine zentrale Herausforderung war der \u00dcbergang von einem stark gr\u00fcndergetriebenen Wachstum hin zu einem skalierbaren Vertriebsmodell. Anfangs basierte vieles auf pers\u00f6nlichen Netzwerken \u2013 das funktioniert gut, ist aber nicht nachhaltig skalierbar. Deshalb haben wir unseren Go-to-Market-Ansatz neu aufgesetzt, erfahrene F\u00fchrungskr\u00e4fte eingebunden und eine strukturierte, datengetriebene Vertriebsorganisation aufgebaut.<br>Parallel dazu haben wir bewusst in die Substanz unseres Produkts investiert. Statt auf bestehende Datenl\u00f6sungen zur\u00fcckzugreifen, haben wir eine eigene Infrastruktur entwickelt, um verl\u00e4sslichere und direkt nutzbare Intelligence liefern zu k\u00f6nnen. Das war aufwendiger, hat uns aber langfristig klar differenziert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer wichtiger Schritt war die klare Fokussierung auf den Mittelstand. Anfangs haben wir bewusst breiter gearbeitet, um Vertrauen aufzubauen. Heute sind Produkt, Kommunikation und Vertrieb klar auf ein Segment ausgerichtet, in dem wir das gr\u00f6\u00dfte Potenzial sehen.<br>Diese Entscheidungen haben uns geholfen, sowohl unser Produkt als auch unsere Marktstrategie deutlich zu sch\u00e4rfen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-welche-auswirkungen-haben-regulatorische-entwicklungen-auf-ihr-geschaftsmodell\">Welche Auswirkungen haben regulatorische Entwicklungen auf Ihr Gesch\u00e4ftsmodell?<\/h3>\n\n\n\n<p>Regulierungen wie NIS2 und DORA haben den Markt grundlegend ver\u00e4ndert. Was fr\u00fcher ein Wettbewerbsvorteil war, ist heute eine Pflichtanforderung.<br>Allein NIS2 bringt in Deutschland \u00fcber 30.000 Unternehmen in den Geltungsbereich und f\u00fchrt zudem eine pers\u00f6nliche Haftung f\u00fcr das Management ein. DORA setzt \u00e4hnliche Standards f\u00fcr den Finanzsektor in der EU, insbesondere im Umgang mit Drittanbietern und Lieferketten.<br>Das hat direkte Auswirkungen auf unser Gesch\u00e4ftsmodell: Unternehmen, die Threat Intelligence fr\u00fcher als optional betrachtet haben, m\u00fcssen jetzt investieren \u2013 und zwar nachweisbar und auditierbar. Gleichzeitig fehlt vielen die Zeit und das Budget, entsprechende Kompetenzen intern aufzubauen.<br>Genau hier setzt unser Modell an: pr\u00e4diktive und pr\u00e4ventive Intelligence als Service.<br>Unsere Wachstumsstrategie orientiert sich konsequent an dieser Nachfrage. Wir setzen auf Partnerschaften mit Systemintegratoren und Serviceanbietern und expandieren von Deutschland aus in weitere europ\u00e4ische M\u00e4rkte. Die Series-A-Finanzierung unterst\u00fctzt genau diesen Ausbau.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-welche-chancen-ergeben-sich-durch-neue-regulierungen-fur-startups\">Welche Chancen ergeben sich durch neue Regulierungen f\u00fcr Startups?<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Regulierung hat den Markt gleich in mehreren Dimensionen ver\u00e4ndert.<br>Erstens ist Cybersecurity f\u00fcr viele Unternehmen keine Option mehr, sondern eine Verpflichtung. Das erweitert den adressierbaren Markt erheblich.<br>Zweitens gewinnt der Standort Europa an Bedeutung. Anforderungen an Datenhoheit f\u00fchren dazu, dass europ\u00e4ische Anbieter strukturelle Vorteile haben \u2013 vorausgesetzt, sie erf\u00fcllen diese Anforderungen tats\u00e4chlich und nicht nur kommunikativ.<br>Drittens entsteht durch den Fachkr\u00e4ftemangel eine gro\u00dfe Chance. Viele Unternehmen k\u00f6nnen die geforderten Kompetenzen nicht intern aufbauen. L\u00f6sungen, die F\u00e4higkeiten als Service bereitstellen \u2013 etwa fertige Intelligence oder virtuelle Analysten \u2013 werden daher zunehmend wichtiger.<br>Gleichzeitig steigt aber auch die Messlatte: Kunden pr\u00fcfen sehr genau, ob Anbieter ihre Versprechen tats\u00e4chlich erf\u00fcllen. Modelle ohne echte operative Substanz werden sich schwer tun.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wie-mochten-sie-quointelligence-strategisch-weiterentwickeln\">Wie m\u00f6chten Sie QuoIntelligence strategisch weiterentwickeln?<\/h3>\n\n\n\n<p>Unsere Series-A-Finanzierung konzentriert sich auf drei zentrale Themen.<br>Erstens wollen wir unsere Position in unseren Kernm\u00e4rkten \u2013 DACH, Italien und Spanien \u2013 weiter ausbauen. Dazu geh\u00f6ren st\u00e4rkere Partnerschaften, branchenspezifische L\u00f6sungen und eine klare Fokussierung auf den regulierten Mittelstand.<br>Zweitens entwickeln wir unsere Plattform gezielt weiter. Mit Mercury und Karla bauen wir in Richtung \u201eUnified Risk Intelligence\u201c \u2013 also einer integrierten Betrachtung von Cyber-, physischen und geopolitischen Risiken. Genau diese ganzheitliche Perspektive fehlt vielen Unternehmen heute.<br>Drittens geht es darum, diese neue Kategorie aktiv mitzugestalten. Analysten wie Gartner besch\u00e4ftigen sich zunehmend mit diesem Ansatz, und wir sehen uns in einer starken Position, hier eine f\u00fchrende Rolle in Europa einzunehmen.<br>Unser Ziel ist klar: In den kommenden Jahren wollen wir zur ersten Adresse f\u00fcr Unified Risk Intelligence im europ\u00e4ischen Mittelstand werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-welche-drei-ratschlage-geben-sie-anderen-grunderinnen-und-grundern\">Welche drei Ratschl\u00e4ge geben Sie anderen Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcndern?<\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn ich es auf drei Punkte reduzieren m\u00fcsste:<br>Erstens: Skaliert nicht zu fr\u00fch. Fr\u00fchphase-Erfolge k\u00f6nnen tr\u00fcgerisch sein \u2013 vor allem, wenn sie auf pers\u00f6nlichen Kontakten basieren. Entscheidend ist ein wirklich wiederholbares Vertriebsmodell.<br>Zweitens: Trefft bewusste Produktentscheidungen. Wir haben uns f\u00fcr eine tiefgehende technologische Infrastruktur entschieden statt f\u00fcr schnelle, oberfl\u00e4chliche L\u00f6sungen. Das braucht Geduld, zahlt sich aber langfristig aus.<br>Drittens: Fokussiert euch klar auf eure Zielgruppe. Gerade am Anfang ist es verlockend, jede Chance mitzunehmen. Nachhaltiges Wachstum entsteht aber durch ein tiefes Verst\u00e4ndnis eines klar definierten Segments.<br>Viele dieser Erkenntnisse wirken im Nachhinein selbstverst\u00e4ndlich \u2013 in der Praxis entstehen sie aber meist erst durch eigene Erfahrung.<\/p>\n\n\n\n<p>Bild Bildcredits @ Quointelligence<\/p>\n\n\n\n<p>Wir bedanken uns bei\u00a0<a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/marcoriccardi\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Marco Riccardi<\/a>\u00a0f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n<p>Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-yoast-seo-related-links yoast-seo-related-links\">\n<li><a href=\"https:\/\/startupvalley.news\/de\/anybill-haendler-daten-am-point-of-sale-neu-gedacht\/\">K\u00f6nnen Daten am Point of Sale den Unterschied zwischen Erfolg und Stillstand machen?<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/startupvalley.news\/de\/achtet-gut-darauf-mit-wem-ihr-zusammen-auf-die-reise-geht\/\">Achtet gut darauf, mit wem ihr zusammen auf die Reise geht.<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/startupvalley.news\/de\/paretos-plattform-decision-intelligence\/\">Reitet kein totes Pferd, sondern konzentriert Euch auf das Wesentliche<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/startupvalley.news\/de\/selli-fuer-vertriebsorganisationen\/\">Durchdacht aber z\u00fcgig entscheiden<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/startupvalley.news\/de\/noreja-finanzierungsrunde\/\">Noreja schlie\u00dft Finanzierungsrunde \u00fcber 1,1 Mio. 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