{"id":124712,"date":"2026-06-10T08:44:04","date_gmt":"2026-06-10T06:44:04","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=124712"},"modified":"2026-06-10T08:44:05","modified_gmt":"2026-06-10T06:44:05","slug":"fainin-verleihapp-sharing-economy-the-green-deal-show","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/fainin-verleihapp-sharing-economy-the-green-deal-show\/","title":{"rendered":"Wird Teilen zum neuen Haben?"},"content":{"rendered":"\n
Die Grundidee hinter fainin ist einfach: Nutzen ist immer wichtiger als Besitzen. In fast jedem Keller verstaubt hochwertiges Equipment, w\u00e4hrend andere Menschen genau diese Dinge f\u00fcr kurze Zeit teuer kaufen „m\u00fcssen“ (jetzt nicht mehr). Wir haben mit fainin die sicherste App zum Leihen und Verleihen entwickelt. Mit der Verleihapp k\u00f6nnen alle teilnehmenden Nutzer clever Geld sparen, indem sie mieten statt kaufen, und gleichzeitig unkompliziert Geld verdienen, indem sie eigene Gegenst\u00e4nde sicher vermieten. Das Fundament f\u00fcr den Erfolg war die Beseitigung des gr\u00f6\u00dften Markthindernisses: dem Vertrauensdefizit. Aus dieser Vision haben wir eine technologische Plattform entwickelt, die das Teilen durch vollautomatisierte Verifikation, Vertragserstellung und ma\u00dfgeschneiderte Absicherungen, jeden Verleih absolut risikofrei macht.<\/p>\n\n\n\n
Hinter fainin steht ein Drei-Personen-Gr\u00fcnderteam, das gemeinsam im Studium gegr\u00fcndet hat und technologische Exzellenz, strategischen B2B-Vertrieb und eine tiefe Leidenschaft f\u00fcr die Circular Economy (& die Veranstaltungs-, bzw. Content-Creation-Branche) vereint. W\u00e4hrend unser CTO Kevin Mattutat unsere Tech-Abteilung leitet und unser Design-For-Trust in die technische Infrastrutkur integriert, fokussiert sich unser CPO Jan Seeberg auf die Suchmaschinenoptimierung und Inhaltserstellung. Unser CEO Maximilian Lehmann leitet gemeinsam mit Jan die Business-Seite und damit den strategischen Beziehungsaufbau im Enterprise-Bereich. Diese Symbiose erm\u00f6glicht es uns, nicht nur die intuitive Verleihapp fainin zu betreiben, sondern mit 2-SHARE.de gleichzeitig komplexe White-Label-PaaS-L\u00f6sungen f\u00fcr den Corporate-Markt bereitzustellen.<\/p>\n\n\n\n
Wir sind mit der klaren Erwartung angetreten, der breiten Masse und B2B-Partnern zu zeigen, dass Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Profit keine Widerspr\u00fcche sind. Da die Show eine exzellente B\u00fchne f\u00fcr gr\u00fcne Innovationen bietet, wollten wir beweisen, wie fainin als digitale Infrastruktur das Konsumverhalten radikal pr\u00e4gen kann. Unser Ziel war es, sowohl die Markenbekanntheit unserer Verleih-App zu st\u00e4rken als auch das Interesse von Nachhaltigkeitsmanagern f\u00fcr unsere geschlossenen Unternehmens-Marktpl\u00e4tze zu wecken.<\/p>\n\n\n\n
Das hat tats\u00e4chlich auch geklappt. Einige Kooperationen sind noch nicht spruchreif, aber viele tausende Nutzer sind durch den Aufruf auf die App gekommen und machen Teilen zum neuen Haben.<\/p>\n\n\n\n
Die Atmosph\u00e4re war extrem professionell, dynamisch und von echtem Pioniergeist gepr\u00e4gt. Der Austausch mit den Juroren und den anderen Teams hat gezeigt, wie hoch der Druck, aber auch die Motivation im Markt ist, skalierbare Kreislaufwirtschaft-L\u00f6sungen zu etablieren. Es war inspirierend zu sehen, wie fokussiert das gesamte Format darauf ausgelegt ist, echten Impact messbar und sichtbar zu machen.<\/p>\n\n\n\n
Ja, absolut. F\u00fcr jede Gr\u00fcnderin und jeden Gr\u00fcnder im Impact- und Climate-Tech-Bereich ist die Show ein m\u00e4chtiger Hebel. Sie zwingt ein Startup dazu, die eigene Value Proposition messerscharf auf den Punkt zu bringen. Zudem bietet die mediale Reichweite eine unbezahlbare Validierung, die T\u00fcren bei Kunden, Investoren und strategischen Partnern \u00f6ffnet.<\/p>\n\n\n\n
Wir haben die B\u00fchne genutzt, um unsere f\u00fchrende Marktposition im Bereich digitaler Sharing-Infrastrukturen zu untermauern. Der wahre „Deal“ f\u00fcr uns ist das \u00fcberw\u00e4ltigende Feedback im Nachgang der Show, das sowohl unsere Nutzerzahlen auf der Plattform als auch die Inbound-Anfragen von Gro\u00dfunternehmen f\u00fcr unsere Softwarel\u00f6sung 2-SHARE.de massiv befl\u00fcgelt hat.<\/p>\n\n\n\n
Ob wir einen Deal am Ende mit einem Influencer mit nach Hause genommen haben? Das solltest Du am besten selbst herausfinden.<\/p>\n\n\n\n
Im Grunde sto\u00dfen wir eine echte Verhaltens\u00e4nderung an. Wir machen Schluss mit der Illusion, dass man alles besitzen muss, um es zu nutzen. Wir etablieren kollaborativen Konsum, indem wir ihn g\u00fcnstiger, bequemer und sicherer machen als den traditionellen Neukauf. fainin ist keine Nachhaltigkeits-Plattform, sondern ein Finanz- und Lifestyle-Tool f\u00fcr den Alltag. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und steigender Lebenshaltungskosten l\u00f6st unsere Sharing Economy App zwei fundamentale Probleme gleichzeitig: Nutzer k\u00f6nnen massiv Geld sparen, indem sie Premium-Equipment wie Drohnen, Beamer, Event-Equipment oder Werkzeuge flexibel mieten, anstatt sie teuer neu zu kaufen. Auf der anderen Seite k\u00f6nnen Besitzer unkompliziert ein lukratives passives Einkommen generieren, indem sie ihre ungenutzten Gegenst\u00e4nde sicher vermieten. Wir ver\u00e4ndern das Konsumverhalten nicht durch Verzicht, sondern durch finanziellen Mehrwert (= Geld sparen & verdienen per App). Und ganz nebenbei reduzieren wir die Scope-3-Emissionen unserer Gesellschaft.<\/p>\n\n\n\n
Das gr\u00f6\u00dfte Problem traditioneller P2P-Marktpl\u00e4tze war die psychologische Barriere. Manche nennen das das sogenannte \u201eStranger Danger\u201c-Ph\u00e4nomen. Gerade wenn Budgets knapper werden, sind Menschen extrem protektiv mit ihrem Eigentum; niemand verleiht seine 1.000-Euro-Kamera an Fremde, wenn das Risiko von Diebstahl oder Besch\u00e4digungen im Raum stehen. Genau hier greift unsere \u201eDesign-for-Trust\u201c-Architektur. Wir haben Vertrauen digitalisiert und in unserer Verleihapp automatisiert. Jedes Mitglied durchl\u00e4uft vor der ersten Transaktion eine l\u00fcckenlose, automatisierte Identit\u00e4tspr\u00fcfung. <\/p>\n\n\n\n
Das absolute Sicherheitsnetz ist jedoch unser integrierter Schutz: Jedes geteilte Objekt ist \u00fcber unsere native Kooperation pro Transaktion bis zu einem Wert von 15.000 Euro vollumf\u00e4nglich abgesichert. Dieses kompromisslose Versprechen nimmt den Nutzern die Angst und macht sicheres Mieten und Vermieten im Alltag \u00fcberhaupt erst massentauglich. Dabei ist das Herzst\u00fcck unserer Verleihapp ist das „Design-for-Trust“. Wenn etwas bei der Vermietung schief geht, greift unser System sofort. Dieses Versprechen nimmt den Nutzern jegliche Sorge und wird von hunderten Bewertungen auf Google & Trustpilot bei durchschnittlich 4,8 Sternen best\u00e4tigt.<\/p>\n\n\n\n
Klassische Peer-to-Peer-Plattformen bluten wirtschaftlich aus, weil die Kundenakquisitionskosten (CAC) im offenen Markt astronomisch hoch sind. Unser unfairer Wettbewerbsvorteil ist unsere zweigleisige \u00d6kosystem-Strategie. Nachdem wir die extrem anspruchsvolle Vertrauens-Architektur im Endverbrauchermarkt perfektioniert haben, haben wir darauf aufbauend unser B2B-SaaS-Angebot 2-SHARE.de entwickelt. Mit dieser White-Label-Infrastruktur bef\u00e4higen wir Gro\u00dfkonzerne (wie Sopra Steria, Tchibo, …) und Universit\u00e4ten (wie die UHH, FUB, CAU Kiel, …), ma\u00dfgeschneiderte, komplett geschlossene Sharing-Marktpl\u00e4tze f\u00fcr ihre eigenen Mitarbeitenden und Studierenden zu betreiben. Wir nutzen das bereits bestehende, tief verwurzelte institutionelle Vertrauen dieser Organisationen. So schaffen wir hyperlokale, hochaktive Sharing-Zellen und nennen sie \u201eAtomic Networks\u201c. Diese skalieren unsere Nutzerbasis bei nahezu gegen null gehenden Marketingkosten.<\/p>\n\n\n\n
Jeder zweiseitige digitale Marktplatz k\u00e4mpft mit dem ber\u00fcchtigten Henne-Ei-Problem: Ohne ein breites Angebot an Produkten gibt es keine Mieter, und ohne Mieter springen die Vermieter ab. Startups verbrennen meist Millionen, um k\u00fcnstlich Angebot und Nachfrage \u00fcber bezahlte Werbeanzeigen zusammenzuhalten. Wir umgehen diesen Friedhof der Plattform-\u00d6konomie elegant durch unser B2B2C-Modell mit 2-SHARE.de. Wenn wir einen neuen Firmen-Marktplatz f\u00fcr ein Gro\u00dfunternehmen freischalten, aktivieren wir \u00fcber Nacht ein geschlossenes, hochverdichtetes Netzwerk aus tausenden Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits vertrauen. Das erzeugt sofortige Liquidit\u00e4t im \u00d6kosystem: Das Angebot an ungenutzten Alltagsgegenst\u00e4nden schnellt augenblicklich hoch, w\u00e4hrend die Nachfrage durch die interne Firmenkommunikation direkt gepusht wird. Diese lokale Marktplatz-Liquidit\u00e4t ist der Schl\u00fcssel zur globalen Skalierung.<\/p>\n\n\n\n
Erstens: L\u00f6st das h\u00e4rteste Problem zuerst. Im Plattform-Business ist das nicht die Technologie oder das Design, sondern das Vertrauen. Wer das Kundenproblem nicht systemisch adressiert, wird niemals organisch wachsen.<\/p>\n\n\n\n
Zweitens: Hinterfragt klassische Marketing-Wege. Statt teure B2C-Werbung zu schalten, sucht nach Hebeln, um bestehende Zielgruppen-Cluster Partnerschaften geschlossen zu onboarden.<\/p>\n\n\n\n
Drittens: Nutzt den regulatorischen R\u00fcckenwind. Durch Gesetzes\u00e4nderungen wie die europ\u00e4ische CSRD-Berichterstattung stehen Gro\u00dfkonzerne unter massivem Druck. Wenn euer Startup ein echtes, datengetriebenes Problem f\u00fcr Kunden l\u00f6st, verkauft sich euer Produkt fast von selbst.<\/p>\n\n\n\n
So schafft ihr es, unverzichtbar f\u00fcr Eure Kunden und Partner zu sein – und damit auch f\u00fcr die \u00f6konomische Nachhaltigkeit im Unternehmertum zu sorgen.<\/p>\n\n\n\n
Bildcredits\/Fotograf: Silvano Ballone<\/a><\/p>\n\n\n\n Wir bedanken uns bei Maximilian Lehmann<\/a> f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder<\/p>\n\n\n\n