{"id":125676,"date":"2026-07-10T11:42:55","date_gmt":"2026-07-10T09:42:55","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=125676"},"modified":"2026-07-10T11:42:56","modified_gmt":"2026-07-10T09:42:56","slug":"fuchs-eule-energie-gebaeude-interview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/fuchs-eule-energie-gebaeude-interview\/","title":{"rendered":"Fuchs & Eule im Interview: Energieberatung, Digitalisierung und wirtschaftliche Sanierung"},"content":{"rendered":"\n
Robin Behlau: \u201eFuchs & Eule hilft Immobilieneigent\u00fcmern bei einer eigentlich einfachen Frage: Wie saniere ich meine Geb\u00e4ude so, dass es sich wirklich lohnt? Also nicht blind m\u00f6glichst viel Geld investieren, sondern die richtigen Ma\u00dfnahmen zur richtigen Zeit machen. Was wir heute machen, war am Anfang noch gar nicht genau so geplant. Wir haben mit Digital Twins angefangen, dann das riesige Potenzial in der Energieberatung gesehen, weitere Gesellschafter mit echter Expertise dazugeholt und zun\u00e4chst Eigent\u00fcmer von Einfamilienh\u00e4usern beraten.<\/p>\n\n\n\n
Heute analysieren wir gro\u00dfe Portfolios mit Wohn und Nichtwohngeb\u00e4uden. Das hat sich Schritt f\u00fcr Schritt entwickelt und genauso arbeiten wir bis heute: Wir testen neue Ideen, schauen, was funktioniert, und entwickeln uns permanent weiter.\u201c<\/p>\n\n\n\n
Robin Behlau: \u201eAm Ende geht es bei unseren Kunden um ziemlich gro\u00dfe Entscheidungen. Wo investiere ich zuerst? Welche Ma\u00dfnahme bringt wirklich etwas? Und wie verbessere ich die Energieeffizienz meiner Geb\u00e4ude, ohne blind sehr viel Geld auszugeben? Genau dabei k\u00f6nnen wir helfen. Wir verbinden die Erfahrung unserer Energie und Immobilienexperten mit den Daten aus inzwischen mehr als 10.000 Analysen. Dadurch k\u00f6nnen wir sehr gut einsch\u00e4tzen, was bei einem Geb\u00e4ude sinnvoll ist und was eben nicht. Langfristig wollen wir der Partner sein, den Bestandshalter bei allen Fragen rund um Energie und Sanierung anrufen. Vom ersten Geb\u00e4ude \u00fcber ganze Portfolios bis zum An oder Verkauf einer Immobilie.\u201c<\/p>\n\n\n\n
Dr. Tobias Frese: \u201eUnsere Kunden sind vor allem Asset Manager, Wohnungsunternehmen, Hausverwaltungen und Kommunen. Bei gro\u00dfen Portfolios wird die Frage schnell komplex: Ich habe Hunderte unterschiedliche Geb\u00e4ude. Wo fange ich an, wo investiere ich zuerst und was bringt den gr\u00f6\u00dften Effekt? Unsere St\u00e4rke ist, dass wir diese Fragen auch f\u00fcr sehr gro\u00dfe Portfolios schnell und in hoher Qualit\u00e4t beantworten k\u00f6nnen. Daf\u00fcr verbinden wir erfahrene Energieexperten mit sehr vielen Daten und digitalen Analysen.\u201c<\/p>\n\n\n\n
Robin Behlau: \u201eVor zehn Jahren hat die Energieeffizienzklasse einer Immobilie noch kaum jemanden interessiert. Heute ist das anders. Eine schlechte Energieeffizienz kann sich auf den Wert, die Finanzierung und den Beleihungswert einer Immobilie auswirken. Das ist inzwischen auch bei den Banken angekommen. Wenn ein Geb\u00e4ude energetisch schlecht dasteht, wird schnell gefragt: Was ist eigentlich euer Plan f\u00fcr diese Immobilie? Genau da kommen wir ins Spiel. Wir schauen, mit welchen Ma\u00dfnahmen sich die Energieeffizienz und der Wert der Immobilie am sinnvollsten verbessern lassen. Und das m\u00fcssen eben nicht immer die teuersten Ma\u00dfnahmen sein.\u201c<\/p>\n\n\n\n
Dr. Tobias Frese: \u201eEnergieberatung allein ist erst einmal nichts Neues. Das Besondere bei uns ist die Kombination: Wir schauen nicht nur, was energetisch m\u00f6glich ist, sondern auch, was sich f\u00fcr den Eigent\u00fcmer wirklich lohnt. Unser Kernprodukt ist die energetische Due Diligence. Dabei analysieren wir ein Geb\u00e4ude sehr genau und zeigen, welche Ma\u00dfnahmen welchen Effekt haben. Auf die Energieeffizienz, aber eben auch auf die Wirtschaftlichkeit und den Wert der Immobilie. H\u00e4ufig starten Kunden mit einem Geb\u00e4ude. Wenn sie sehen, was ihnen die Ergebnisse bringen, geben sie uns danach weitere Geb\u00e4ude oder ganze Portfolios und holen uns auch bei An und Verk\u00e4ufen dazu.\u201c<\/p>\n\n\n\n
Dr. Tobias Frese: \u201eOhne gute Daten kann man bei einem gro\u00dfen Portfolio eigentlich keine vern\u00fcnftigen Entscheidungen treffen. Man muss erst einmal verstehen: Was habe ich da \u00fcberhaupt? Wo liegen die gr\u00f6\u00dften Probleme? Und wo lohnt es sich anzufangen? Digitale Analysen helfen uns, das in einer ganz anderen Geschwindigkeit zu machen. Wir haben zum Beispiel f\u00fcr einen Kunden 800 Geb\u00e4ude in acht Wochen tief analysiert. Genau das meinen wir mit Quality at Scale: nicht einfach nur schnell viele Geb\u00e4ude durch ein System schicken, sondern Daten, Technologie und echte Energieexpertise so zusammenbringen, dass am Ende gute Entscheidungen m\u00f6glich sind.\u201c<\/p>\n\n\n\n
Robin Behlau: \u201eF\u00fcr uns ist das kein Widerspruch. Die L\u00f6sung kann ja nicht sein, einfach m\u00f6glichst viel Geld in jedes Geb\u00e4ude zu stecken. Es geht darum, die richtigen Dinge zur richtigen Zeit zu machen. Wir schauen deshalb sehr konkret: Was muss gemacht werden? Was bringt den gr\u00f6\u00dften Effekt? Welche F\u00f6rderung gibt es? Und wie k\u00f6nnen wir Ma\u00dfnahmen so kombinieren, dass es sich am Ende auch wirtschaftlich rechnet? Das Ergebnis soll kein theoretischer Idealplan sein, sondern ein Weg, den der Eigent\u00fcmer tats\u00e4chlich umsetzen kann.\u201c<\/p>\n\n\n\n
Dr. Tobias Frese: \u201eDie gr\u00f6\u00dfte Herausforderung ist, dass kein Geb\u00e4ude wie das andere ist. In einem Portfolio gibt es unterschiedliche Geb\u00e4udetypen, Nutzungen, Baujahre und energetische Ausgangslagen. Gleichzeitig ist das Budget nat\u00fcrlich nicht unendlich. Deshalb ist die entscheidende Frage: Wo bringt der n\u00e4chste investierte Euro den gr\u00f6\u00dften Effekt? Daf\u00fcr m\u00fcssen wir sehr viele Informationen schnell vergleichbar machen und priorisieren. Genau dabei helfen uns unsere Daten und digitalen Analysen. Aber immer zusammen mit den Menschen, die wissen, was davon in der Praxis wirklich funktioniert.\u201c<\/p>\n\n\n\n
Robin Behlau: \u201eDie F\u00f6rderlandschaft ist so komplex und ver\u00e4ndert sich so oft, dass man das als Eigent\u00fcmer kaum nebenbei im Blick behalten kann. Genau deshalb haben wir viele erfahrene Energieberater im Team. Die schauen sich jeden Fall individuell an und pr\u00fcfen, welche F\u00f6rderungen es gibt, was zu dem Geb\u00e4ude passt und wie Ma\u00dfnahmen kombiniert werden k\u00f6nnen, damit auch die F\u00f6rderung funktioniert. Unsere Kunden bekommen deshalb nicht einfach eine Liste mit F\u00f6rderprogrammen, sondern eine konkrete Empfehlung, was sie tun sollten und was sich f\u00fcr sie wirklich rechnet.\u201c<\/p>\n\n\n\n
Robin Behlau: \u201eWir haben gerade eine Finanzierungsrunde \u00fcber zehn Millionen Euro abgeschlossen und konzentrieren uns jetzt erst einmal voll auf den deutschen Markt. Hier gibt es noch unglaublich viel zu tun, und wir gewinnen aktuell viele neue Kunden. H\u00e4ufig starten wir mit unserer energetischen Due Diligence f\u00fcr ein erstes Geb\u00e4ude. Wenn der Kunde sieht, was ihm die Analyse bringt, gibt er uns danach weitere Geb\u00e4ude oder ganze Portfolios und holt uns auch bei An und Verk\u00e4ufen dazu. F\u00fcr uns geht es jetzt darum, genau das weiter auszubauen: mehr Kunden zu gewinnen, weiter zu wachsen und f\u00fcr unsere Kunden langfristig der Partner f\u00fcr alle wichtigen Entscheidungen rund um Energie und Sanierung zu werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n
Dr. Tobias Frese: \u201eDas Grundproblem wird nicht verschwinden. Wenn der Geb\u00e4udesektor bis 2050 klimaneutral werden soll, m\u00fcssen noch unglaublich viele Geb\u00e4ude saniert werden. Ich glaube eher, dass die Gr\u00f6\u00dfe dieser Aufgabe heute noch untersch\u00e4tzt wird. Das l\u00e4sst sich mit klassischer Energieberatung allein gar nicht in der n\u00f6tigen Geschwindigkeit schaffen. Wir brauchen Daten, Automatisierung und KI, um sehr viele Geb\u00e4ude analysieren und die richtigen Investitionen priorisieren zu k\u00f6nnen. Aber Technologie wird die Menschen dabei nicht ersetzen. Wenn jemand 500.000, f\u00fcnf Millionen oder 50 Millionen Euro investieren soll, will er am Ende auch mit jemandem sprechen, der sagen kann: Wir haben das schon sehr oft gemacht. Das funktioniert. Das l\u00e4sst sich umsetzen. Und die F\u00f6rderung bekommst du auch.\u201c<\/p>\n\n\n\n
Robin Behlau: \u201eNicht zu lange am urspr\u00fcnglichen Gesch\u00e4ftsmodell festhalten. Was wir heute machen, war am Anfang so nicht geplant. Wir haben Dinge ausprobiert, viel gelernt und unser Modell immer weiter ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n
Den Markt und die Kunden wirklich verstehen. Eine gute Technologie allein reicht nicht. Man muss verstehen, welche Entscheidungen die Kunden tats\u00e4chlich treffen m\u00fcssen und wo der echte wirtschaftliche Druck liegt.<\/p>\n\n\n\n
Technologie und echte Expertise zusammenbringen. KI und Digitalisierung k\u00f6nnen sehr viel schneller und skalierbarer machen. Aber gerade bei gro\u00dfen Entscheidungen braucht es trotzdem Menschen, denen man vertraut und die wissen, wovon sie sprechen.<\/p>\n\n\n\n
Und nicht zu vergessen: Ab und zu mit dem Team zu Union Berlin gehen. Das hilft wahrscheinlich bei jeder Transformation.\u201c<\/p>\n\n\n\n
Bildrechte: Kathleen Springer Photography<\/p>\n\n\n\n
Wir bedanken uns bei\u00a0Robin Behlau<\/a> und Dr. Tobias Frese<\/a>\u00a0f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\n