{"id":126019,"date":"2026-07-29T09:33:53","date_gmt":"2026-07-29T07:33:53","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=126019"},"modified":"2026-07-29T09:33:54","modified_gmt":"2026-07-29T07:33:54","slug":"pressearbeit-startups-ki-antworten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/pressearbeit-startups-ki-antworten\/","title":{"rendered":"Wie Startups mit Pressearbeit ihre KI-Sichtbarkeit st\u00e4rken"},"content":{"rendered":"\n
Wer heute ein neues Business aufbaut und Kunden gewinnen will, sollte auch in den Antworten von ChatGPT, Claude und Co. sichtbar sein. Rund 27 Prozent der Quellen, die KI-Systeme in ihren Antworten zitieren, sind journalistische Inhalte. F\u00fcr Startups gewinnt Pressearbeit damit eine neue Bedeutung: Earned Media tr\u00e4gt nicht nur dazu bei, Reputation, Glaubw\u00fcrdigkeit und Vertrauen in junge Marken zu st\u00e4rken, sondern auch in den Antworten von KI-Modellen sichtbar zu werden.<\/p>\n\n\n\n
Generative Engine Optimization, kurz GEO, besch\u00e4ftigt sich mit der Frage, wie Unternehmen in den Antworten generativer KI-Systeme sichtbar werden. F\u00fcr Gr\u00fcnder bedeutet das: Sie sollten von Anfang an darauf achten, welche Informationen \u00fcber ihr Unternehmen au\u00dferhalb der eigenen Kan\u00e4le zu finden sind.<\/p>\n\n\n\n
Wie wichtig externe Quellen dabei sind, zeigt die Studie \u201eWhat Is AI Reading?\u201c von Muck Rack. Daf\u00fcr wurden mehr als 25 Millionen Quellenverweise in Antworten von ChatGPT, Claude und Gemini untersucht. Rund 84 Prozent der zitierten Quellen entfielen auf sogenannte Earned Media. Dazu z\u00e4hlt die Studie neben journalistischen Beitr\u00e4gen auch wissenschaftliche Ver\u00f6ffentlichungen, Wikis, Enzyklop\u00e4dien und Social Media-Inhalte.<\/p>\n\n\n\n
Besonders aussagekr\u00e4ftig f\u00fcr die Pressearbeit: Rund 27 Prozent aller untersuchten Quellenverweise f\u00fchrten zu journalistischen Inhalten. Bezahlte oder werbliche Inhalte machten dagegen nur 0,3 Prozent aus.<\/p>\n\n\n\n
F\u00fcr Startups reicht es daher nicht, Ads zu schalten und Marketingslogans zu verbreiten. Gefragt sind relevante, glaubw\u00fcrdige und unabh\u00e4ngig ver\u00f6ffentlichte Inhalte. GEO ersetzt dabei nicht die klassische Suchmaschinenoptimierung. Es erg\u00e4nzt sie um die Frage, welche Quellen KI-Systeme heranziehen, wenn sie Unternehmen und M\u00e4rkte einordnen.<\/p>\n\n\n\n
Eine Platzierung in der Presse garantiert nicht, dass ein Startup anschlie\u00dfend in einer KI-Antwort genannt wird. Pressearbeit erweitert aber die \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Informationsbasis. Sie sorgt daf\u00fcr, dass Aussagen \u00fcber ein Unternehmen nicht nur auf der eigenen Website stehen.<\/p>\n\n\n\n
Das ist auch unabh\u00e4ngig von KI wertvoll. Auf der Unternehmenswebsite kann jedes Startup behaupten, innovativ, nachhaltig oder die beste L\u00f6sung zu sein. Redaktionen hingegen pr\u00fcfen Informationen, stellen R\u00fcckfragen und ordnen ein Unternehmen in einen gr\u00f6\u00dferen Kontext ein.<\/p>\n\n\n\n
Diese unabh\u00e4ngige Einordnung schafft Vertrauen. Sie zeigt potenziellen Kunden, Investoren, Gesch\u00e4ftspartnern und Bewerbern, wof\u00fcr ein Unternehmen steht und welche Expertise die Gr\u00fcnder besitzen. Gleichzeitig entstehen \u00f6ffentlich auffindbare Inhalte, auf die Menschen und KI-Systeme bei einer Recherche sto\u00dfen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n
Aber: Pressearbeit ist dabei nicht mit dem Versand von Pressemitteilungen im Gie\u00dfkannen-Prinzip gleichzusetzen. Um in den Medien zu landen, braucht es relevante Stories mit Nachrichtenwert und die gezielte Ansprache der richtigen Journalisten. Ein Produktlaunch beispielsweise mag f\u00fcr die Gr\u00fcnder ein gro\u00dfer Meilenstein sein, ist f\u00fcr eine Redaktion aber nicht automatisch eine News.<\/p>\n\n\n\n
Journalisten fallen nicht auf Marketingslogans herein. Sie suchen Geschichten, die f\u00fcr ihr Publikum relevant, neu oder \u00fcberraschend sind. Startups m\u00fcssen ihre Story und Expertise daher so darstellen, dass sie f\u00fcr ein journalistisches Format anschlussf\u00e4hig sind.<\/p>\n\n\n\n
Ein Beispiel: Ein Gr\u00fcnder entwickelt als Student zun\u00e4chst ein Produkt gegen den Kater nach langen Partyn\u00e4chten. Sp\u00e4ter richtet er das Unternehmen neu aus, nutzt seine Erfahrung als Eishockeyspieler und macht daraus eine Marke f\u00fcr Supplements f\u00fcr ambitionierte Athleten. Interessant f\u00fcr Medien war nicht nur das Produkt, sondern die Geschichte dahinter: die ungew\u00f6hnliche Gr\u00fcndungsidee, der Pivot und die Entwicklung eines Supplements mit einem Profi aus dem Leistungssport.<\/p>\n\n\n\n
Mit gezielten Pitches bei ausgew\u00e4hlten Redaktionen entstanden daraus Beitr\u00e4ge in Podcasts sowie Startup- und Lokalmedien. Je nach Medium wurde das Unternehmen unterschiedlich erz\u00e4hlt: als Gr\u00fcndergeschichte, als regionales Startup oder als Beispiel f\u00fcr den Wandel im Supplement-Markt.<\/p>\n\n\n\n
Startups sollten daher nicht nur fragen, was sie verkaufen wollen, sondern welche Geschichte sie erz\u00e4hlen k\u00f6nnen. Eine ungew\u00f6hnliche Gr\u00fcnderstory, Branchenkenntnis, ein neuer L\u00f6sungsansatz oder eine fundierte Perspektive auf ein aktuelles Problem k\u00f6nnen bereits einen relevanten Ansatz f\u00fcr Redaktionen bieten.<\/p>\n\n\n\n
Auch bei der Medienauswahl muss es nicht sofort das gro\u00dfe Wirtschaftsmedium sein. Startup-Magazine, Fachmedien, Podcasts und regionale Redaktionen liegen h\u00e4ufig n\u00e4her an der eigenen Zielgruppe und bieten einen guten Einstieg in die Pressearbeit.<\/p>\n\n\n\n
Es braucht keine 3-Jahres-Strategie, um mit Pressearbeit zu beginnen. Aber glaubw\u00fcrdige Sichtbarkeit entsteht auch nur selten durch einen einzelnen Sprint. Pitches m\u00fcssen durchdacht und bei Redaktionen relevanter Medien getestet werden. Au\u00dferdem ist es hilfreich, Expertise im eignen Themenfeld zu zeigen und Beziehungen zu Journalisten aufzubauen.<\/p>\n\n\n\n
Startups sollten Pressearbeit deshalb Schritt f\u00fcr Schritt angehen und als kontinuierlichen Aufbau von Expertise, Medienkontakten und Reputation verstehen. Dazu geh\u00f6rt, Entwicklungen im eigenen Markt zu beobachten, regelm\u00e4\u00dfig neue Perspektiven anzubieten und Anfragen von Journalisten verl\u00e4sslich zu beantworten.<\/p>\n\n\n\n
Pressearbeit schafft so kontinuierlich aktuelle und glaubw\u00fcrdige Quellen. Je besser ein Startup darin mit seiner Expertise vertreten ist, desto gr\u00f6\u00dfer ist seine Chance, auch in KI-Antworten sichtbar zu werden.<\/p>\n\n\n\n
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Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\n