{"id":126839,"date":"2026-09-07T08:16:52","date_gmt":"2026-09-07T06:16:52","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=126839"},"modified":"2026-09-07T08:16:54","modified_gmt":"2026-09-07T06:16:54","slug":"teydra-lab-ki-technik-chatbots","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/teydra-lab-ki-technik-chatbots\/","title":{"rendered":"Teydra Lab: Wie ein 14-J\u00e4hriger die KI-Technik f\u00fcr Websites revolutioniert"},"content":{"rendered":"\n
Teydra Lab entwickelt einen konfigurierbaren AI-Chatbot-Builder f\u00fcr Websites. Betreiber sollen Design, Ton, Wissensquellen, Sprachverhalten und Modellwahl selbst festlegen k\u00f6nnen. Das Ziel ist, kleineren Unternehmen mehr Kontrolle und Flexibilit\u00e4t zu geben, statt sie vollst\u00e4ndig von einer festen KI-Blackbox abh\u00e4ngig zu machen. Das Produkt befindet sich noch in aktiver Entwicklung.<\/p>\n\n\n\n
Ich bin inzwischen 14\u00bd. Angefangen hat es mit meinem Interesse an Drohnen. Ich wollte Geld f\u00fcr Drohnen verdienen und dachte zun\u00e4chst \u00fcber eine externe Erkl\u00e4rplattform oder einen entsprechenden Dienst nach. Dann wurde mir klar, dass ich die Technik mit KI selbst bauen kann. Dadurch kann ich Dinge individueller gestalten und bin nicht darauf angewiesen, wie jemand anderes ein Produkt festlegt.<\/p>\n\n\n\n
Ich habe mit FPV-Drohnen, Drohnenteilen, 3D-Druckern, Handyreparaturen und weiteren technischen Projekten gearbeitet. Dabei habe ich gelernt, dass man nicht nur fertige Produkte verwenden, sondern die dahinterliegenden Systeme verstehen und ver\u00e4ndern kann. Fehler und unfertige Versuche geh\u00f6ren dabei zum Entwickeln dazu.<\/p>\n\n\n\n
Teydra Lab soll ein n\u00fctzliches und ehrliches Werkzeug f\u00fcr kleinere Unternehmen und Organisationen werden. Ich m\u00f6chte, dass Nutzer:innen KI einsetzen k\u00f6nnen, ohne Kontrolle, Transparenz und die Grenzen des Systems aus den Augen zu verlieren.<\/p>\n\n\n\n
Der Ansatz richtet sich vor allem an kleinere Unternehmen und Organisationen, die eine KI f\u00fcr ihre Website nutzen m\u00f6chten, aber nicht \u00fcber gro\u00dfe technische Teams verf\u00fcgen. Sie sollen wichtige Eigenschaften selbst konfigurieren k\u00f6nnen, ohne f\u00fcr jede \u00c4nderung ein gro\u00dfes Entwicklerteam zu ben\u00f6tigen.<\/p>\n\n\n\n
Der Schwerpunkt liegt auf Konfigurierbarkeit und Kontrolle. Teydra Lab soll nicht nur eine allgemeine Antwortmaschine sein. Betreiber sollen beeinflussen k\u00f6nnen, wie der Chatbot gestaltet ist, welches Wissen er verwendet, wie er kommuniziert und welches Modell eingesetzt wird. Ich m\u00f6chte dabei bewusst keine Behauptung aufstellen, dass das Produkt bereits fertig oder jeder anderen L\u00f6sung \u00fcberlegen ist.<\/p>\n\n\n\n
Viele Menschen erwarten, dass KI automatisch jedes Problem l\u00f6st. Ich glaube, dass dabei oft untersch\u00e4tzt wird, wie wichtig gute Daten, klare Ziele, menschliche Verantwortung und einfache Bedienung sind. KI kann einem einzelnen Menschen erm\u00f6glichen, Dinge zu bauen, f\u00fcr die fr\u00fcher sehr viele Mitarbeiter und viel Geld n\u00f6tig gewesen w\u00e4ren. Das bedeutet aber nicht, dass jede KI-Antwort richtig ist oder dass ein Produkt keine Grenzen hat.<\/p>\n\n\n\n
Ich versuche, nicht nur zu fragen, ob etwas technisch m\u00f6glich ist, sondern auch, ob es f\u00fcr die Nutzer:innen wirklich einfach und n\u00fctzlich ist. Eine wichtige Marketing-Erkenntnis war f\u00fcr mich, dass ein gutes Produkt nicht automatisch Aufmerksamkeit bekommt. Man muss die richtigen Hebel finden, zum Beispiel \u00fcber passende Inhalte und Social Media, und zuerst echten Wert geben. Gleichzeitig wollen Kunden m\u00f6glichst wenig Aufwand haben. Deshalb arbeite ich aktuell auch daran, Teydra einfacher zu erkl\u00e4ren und einfacher nutzbar zu machen.<\/p>\n\n\n\n
Eine Herausforderung ist, dass manche Menschen einen entweder als Wunderkind darstellen oder automatisch untersch\u00e4tzen. Beides hilft nicht wirklich. Man muss lernen, die eigene Arbeit verst\u00e4ndlich zu erkl\u00e4ren und gleichzeitig offen zu sagen, was noch nicht fertig ist.<\/p>\n\n\n\n
Ich habe gelernt, dass Entwicklung, Produkt, Marketing und Aufmerksamkeit sehr stark zusammenh\u00e4ngen. Es reicht nicht, etwas technisch Interessantes zu bauen. Man muss auch verstehen, welches Problem f\u00fcr andere wirklich relevant ist und wie man den Nutzen m\u00f6glichst einfach vermittelt.<\/p>\n\n\n\n
Ich arbeite weiter an der Vereinfachung des Produkts und der Nutzerf\u00fchrung. Au\u00dferdem entwickle ich weitere technische Ideen und ein offeneres Unterprojekt im Umfeld von Teydra Lab. Parallel besch\u00e4ftige ich mich weiter mit KI, FPV-Drohnen, 3D-Druck und anderen technischen Projekten.<\/p>\n\n\n\n
Erstens: Fang klein an und baue etwas Echtes, statt nur \u00fcber die Idee zu sprechen.<\/p>\n\n\n\n
Zweitens: Hinterfrage deine eigenen Annahmen und sei bereit, deine Richtung zu \u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n
Drittens: Warte nicht darauf, dass du bereits alles wei\u00dft. Lerne Schritt f\u00fcr Schritt, aber sei ehrlich dar\u00fcber, was du noch nicht kannst.<\/p>\n\n\n\n
Fotografin: Bella Lieberberg Bildcredits: Salissa-Sarah Nehrke\/sanora<\/p>\n\n\n\n
Wir bedanken uns bei\u00a0Stanislaus Hees<\/a>\u00a0f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\n