{"id":126995,"date":"2026-10-09T09:11:32","date_gmt":"2026-10-09T07:11:32","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=126995"},"modified":"2026-10-09T09:11:33","modified_gmt":"2026-10-09T07:11:33","slug":"kujau-ai-software-ki","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/kujau-ai-software-ki\/","title":{"rendered":"kujau.AI bringt KI-Software in Tierheime und Nischenbranchen"},"content":{"rendered":"\n
Die kujau.AI GmbH ist ein Softwareunternehmen aus M\u00fcnchen. Wir bauen Branchensoftware f\u00fcr Bereiche, um die sich sonst niemand k\u00fcmmert: Tierschutz, Reitst\u00e4lle, Tanzschulen. Dazu entwickeln wir individuelle Software und Automatisierungen f\u00fcr Unternehmen. Die Idee dahinter ist einfach: Es gibt sehr viele Betriebe und Organisationen, die ihre t\u00e4gliche Arbeit immer noch mit Excel, Zetteln und WhatsApp organisieren, weil es f\u00fcr sie nie eine passende Software gab. F\u00fcr solche Nischen Software zu bauen, ist hochinteressant.<\/p>\n\n\n\n
Ich bin Lisa Kujau, Gr\u00fcnderin und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin<\/a>. Ich komme nicht aus der Softwareentwicklung, sondern aus dem Vertrieb. Das pr\u00e4gt, wie wir Software bauen: Ich habe Jahre damit verbracht, Kunden zuzuh\u00f6ren und zu verstehen, woran ihr Alltag hakt, und genau das machen wir heute, bevor wir einfach loslegen. Was mich zur Software gebracht hat, war Neugier. Ich habe gesehen, was mit KI pl\u00f6tzlich m\u00f6glich ist, und wollte wissen, wie weit das geht. Dazu kommt bei PawManager+ etwas Pers\u00f6nliches: Ich bin mit Tierschutzhunden aufgewachsen, und meine H\u00fcndin Sunny kommt selbst aus dem Tierschutz. Ich kenne die Arbeit in den Vereinen aus n\u00e4chster N\u00e4he.<\/p>\n\n\n\n \u00dcberall dort, wo wenige Menschen viele Pflichten tragen. Ein Tierschutzverein mit drei Ehrenamtlichen muss Tierakten nach Tierschutzgesetz f\u00fchren, Fundtiere der Kommune melden, Spendenquittungen f\u00fcrs Finanzamt ausstellen und den Datenschutz f\u00fcr Adoptanten einhalten, und das alles nach Feierabend. Dasselbe Muster sehe ich in Reitst\u00e4llen und Tanzschulen: kleine Teams, viel Verantwortung, und die Werkzeuge stammen aus einer Zeit, in der es noch keine besseren gab. Der gr\u00f6\u00dfte Bedarf liegt nicht bei den Konzernen, die haben ihre Systeme. Er liegt bei den Kleinen, f\u00fcr die sich bisher niemand interessiert hat.<\/p>\n\n\n\n Weil sie am Schreibtisch entstehen und nicht im Zwinger. Wenn eine Pflegestelle abends das Gewicht eines Welpen eintragen will, macht sie das mit dem Handy in der Hand und dem Hund auf dem Arm. Wenn die Software dann einen Laptop und f\u00fcnf Klicks braucht, wird sie nicht benutzt, und die Information landet wieder in der WhatsApp-Gruppe. Software scheitert selten an der Technik. Sie scheitert daran, dass der Moment, in dem jemand sie bedienen soll, nicht mitgedacht wurde. Deshalb fragen wir bei allem zuerst: Wer macht das, wann, wo und mit welcher Hand frei?<\/p>\n\n\n\n F\u00fcr gro\u00dfe Anbieter sind diese M\u00e4rkte zu klein und zu speziell. F\u00fcr Generalisten sind sie zu regulierungslastig, ein Tierheim hat andere Pflichten als ein Sportverein. Genau das ist die Chance: In einer Nische kann man ein Produkt bauen, das die Arbeit wirklich versteht, statt eines, das f\u00fcr alle ein bisschen passt. Und wer in so einer Nische das erste gute Produkt hat, wird weiterempfohlen. In der Tierschutz-Szene l\u00e4uft fast alles \u00fcber Empfehlung von Verein zu Verein.<\/p>\n\n\n\n Ich wollte dem Tierschutz etwas zur\u00fcckgeben, und irgendwann war klar, dass eine Software f\u00fcr diese Vereine mehr wert ist als eine Spende. Eine Spende ist irgendwann ausgegeben. Eine Software, die jeden Tag Zeit spart, wirkt dauerhaft. Und jeder Euro, den ein Verein f\u00fcr Software ausgeben m\u00fcsste, fehlt bei den Tieren. Das ist aber keine Wohlt\u00e4tigkeit, das sage ich offen. Wir haben auch etwas davon: Jeder Verein, der mit PawManager+ arbeitet, ist f\u00fcr uns eine Referenz und ein Beweis, dass unsere Software in einer echten Nische funktioniert. Das belebt unser \u00fcbriges Gesch\u00e4ft.<\/p>\n\n\n\n Eine Tanzschule lebt von Kursen, Anmeldungen und Beitr\u00e4gen, und die meisten verwalten das mit einer Mischung aus Kalender, Excel und Papierlisten. Wer ist in welchem Kurs, wer hat bezahlt, wer hat drei Mal gefehlt, wann ist die Auff\u00fchrung und wer bringt welches Kost\u00fcm. Tanzschule+ bringt das an einen Ort: Kurse und Stundenpl\u00e4ne, Anmeldungen, Beitr\u00e4ge, Kommunikation mit Sch\u00fclern und Eltern. Der Anspruch ist derselbe wie bei PawManager+: Die Software muss so funktionieren, wie der Tag in einer Tanzschule tats\u00e4chlich l\u00e4uft, nicht umgekehrt.<\/p>\n\n\n Meine Faustregel: Wenn die Aufgabe jedes Mal gleich ist, geh\u00f6rt sie automatisiert, nicht mit KI gel\u00f6st. Ein SEPA-Mandat anlegen, eine Fundtiermeldung erzeugen, eine Erinnerung an die Impfung schicken, das ist klassische Automatisierung und muss hundertprozentig zuverl\u00e4ssig sein. KI setzen wir dort ein, wo Menschen mit unstrukturierten Dingen k\u00e4mpfen: einen Tierarztbrief auswerten, in tausend Akten etwas finden, eine Anfrage vorsortieren. Also \u00fcberall, wo es um Verstehen geht und nicht um Ausf\u00fchren. Und wir fragen immer, was passiert, wenn die KI falsch liegt. Wenn die Antwort ist, dass ein Tier keine Medikamente bekommt, dann bleibt der Schritt beim Menschen.<\/p>\n\n\n\n Sie matchen perfekt miteinander. In den Kundenprojekten sehen wir, wie Betriebe wirklich arbeiten und wo es im Alltag hakt, das flie\u00dft in die Produkte. Und aus den Produkten kommen Bausteine, die wir in Projekten wiederverwenden, statt jedes Mal bei null anzufangen. Wichtig ist nur, ehrlich zu unterscheiden: Ein Produkt muss f\u00fcr hunderte Organisationen passen, ein Projekt f\u00fcr eine. Wer das vermischt, baut am Ende beides schlecht.<\/p>\n\n\n\n Dadurch, dass wir keine KI verkaufen, sondern L\u00f6sungen f\u00fcr konkrete Arbeit. Niemand in einem Tierheim will KI. Die Leute wollen, dass die Tierakte stimmt, das Veterin\u00e4ramt zufrieden ist und die Pflegestelle Bescheid wei\u00df. Wir bauen f\u00fcr Branchen, die wir verstehen, und wir verschwinden nicht nach dem Verkauf. Bei PawManager+ hei\u00dft das: Ich begleite im Tierheim die Inbetriebnahme unseres SaaS, richte es mit den betreffenden Personen ein und schaue zu, wie die Leute damit arbeiten. Das machen die Gro\u00dfen nicht, und das ist unser Vorteil.<\/p>\n\n\n\n Ich m\u00f6chte, dass kujau.AI das Unternehmen ist, an das man denkt, wenn eine kleine Branche endlich richtige Software braucht. Die eigenen Produkte sind daf\u00fcr das Fundament: Jedes zeigt, dass wir eine Nische ernst nehmen und liefern k\u00f6nnen. PawManager+ soll die Software werden, mit der Tierschutz in Deutschland organisiert wird, und zwar ohne dass ein Verein daf\u00fcr zahlen muss. Wenn in ein paar Jahren ein Vorstand in einem Tierheim sagt, dass er sich nicht mehr vorstellen kann, wie es vorher ging, dann ist das die Vision.<\/p>\n\n\n\n Erstens: Geh hin. Nicht anrufen, nicht Umfragen schicken, hinfahren und einen Tag zuschauen. Die wichtigsten Anforderungen sagt dir niemand, die siehst du. Zweitens: Baue das Ganze, nicht ein St\u00fcck. Wer nur die Tierakte digitalisiert und die Spenden in Excel l\u00e4sst, hat dem Verein ein zweites System geschenkt, kein besseres. Drittens: Rechne damit, dass Vertrauen l\u00e4nger dauert als Technik. In einer Branche, die zwanzig Jahre lang von Software entt\u00e4uscht wurde, gewinnt nicht das beste Produkt, sondern das, dem man glaubt. Also sei erreichbar, sei ehrlich \u00fcber das, was noch fehlt, und bleib.<\/p>\n\n\n\n Fotocredits: privat<\/p>\n\n\n\n Wir bedanken uns bei\u00a0Lisa Kujau\u00a0f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\n kujau.AI GmbH<\/strong> www.kujau.ai<\/a> Ansprechpartnerin:<\/strong> Lisa KujauViele Unternehmen arbeiten weiterhin mit Excel, Papier und verschiedenen Insell\u00f6sungen. Wo sehen Sie den gr\u00f6\u00dften Bedarf f\u00fcr eine grundlegende Digitalisierung?<\/h3>\n\n\n\n
Sie entwickeln Software bewusst entlang realer Arbeitsabl\u00e4ufe. Warum scheitern digitale L\u00f6sungen Ihrer Erfahrung nach h\u00e4ufig daran, dass sie diese Prozesse nicht ausreichend ber\u00fccksichtigen?<\/h3>\n\n\n\n
Mit Tierschutz und Tanzschulen konzentrieren Sie sich auch auf Branchen, die von gro\u00dfen Softwareanbietern wenig beachtet werden. Welche Chancen sehen Sie gerade in solchen Nischen?<\/h3>\n\n\n\n
PawManager+ wird f\u00fcr Tierheime und Tierschutzorganisationen dauerhaft kostenlos angeboten. Welche \u00dcberlegungen stehen hinter dieser Entscheidung?<\/h3>\n\n\n\n
Mit Tanzschule+ entwickeln Sie ein weiteres branchenspezifisches SaaS-Produkt. Welche Probleme im Alltag von Tanzschulen m\u00f6chten Sie damit l\u00f6sen?<\/h3>\n\n\n\n
<\/figure>\n<\/div>\n\n\nKI kann Dokumente auswerten, Anfragen bearbeiten oder interne Wissensbest\u00e4nde zug\u00e4nglich machen. Wie entscheiden Sie, wann KI tats\u00e4chlich einen Mehrwert schafft und wann klassische Automatisierung sinnvoller ist?<\/h3>\n\n\n\n
Neben eigenen SaaS-Produkten realisiert kujau.AI auch individuelle Software- und Automatisierungsl\u00f6sungen. Wie lassen sich Produktentwicklung und kundenspezifische Projekte unter einem Dach verbinden?<\/h3>\n\n\n\n
Der Markt f\u00fcr KI-Software w\u00e4chst rasant und viele Anbieter versprechen umfassende Automatisierung. Wodurch m\u00f6chte sich kujau.AI langfristig differenzieren?<\/h3>\n\n\n\n
Welche Vision verfolgen Sie mit kujau.AI, und welche Rolle sollen die eigenen SaaS-Produkte k\u00fcnftig im Unternehmen spielen?<\/h3>\n\n\n\n
Welche drei Ratschl\u00e4ge w\u00fcrden Sie Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcndern geben, die ein Softwareunternehmen f\u00fcr bislang wenig digitalisierte Branchen aufbauen m\u00f6chten?<\/h3>\n\n\n\n
\n\n\n\nPremium Start-up:kujau.AI<\/h2>\n\n\n\n
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