{"id":127022,"date":"2026-09-09T12:22:00","date_gmt":"2026-09-09T10:22:00","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=127022"},"modified":"2026-09-09T12:22:02","modified_gmt":"2026-09-09T10:22:02","slug":"dogscan-lungenkrebs-lungenkrebsfrueherkennung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/dogscan-lungenkrebs-lungenkrebsfrueherkennung\/","title":{"rendered":"Dogscan: Charit\u00e9-Studie best\u00e4tigt Lungenkrebs-Fr\u00fcherkennung"},"content":{"rendered":"\n
Am st\u00e4rksten ver\u00e4ndert hat sich, wie wir Dogscan als Unternehmen aufstellen. Aus einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Idee ist Schritt f\u00fcr Schritt ein immer professionelleres System entstanden, bei dem neben der Arbeit mit unseren Hunden heute wissenschaftliche Forschung, medizinische Zusammenarbeit, standardisierte Prozesse und neue Zugangswege im Mittelpunkt stehen.<\/p>\n\n\n\n
Eine der gr\u00f6\u00dften unternehmerischen Ver\u00e4nderungen war f\u00fcr uns der Einstieg der WISAG als strategischer Partner und Gesellschafter. Damit haben wir nicht nur Unterst\u00fctzung f\u00fcr unsere weitere Entwicklung gewonnen, sondern auch einen neuen Weg, Menschen direkt \u00fcber Unternehmen und ihren Arbeitsplatz mit dem Thema Lungenkrebsfr\u00fcherkennung zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n
Gleichzeitig ist Dogscan aus der reinen Entwicklungsphase herausgewachsen und wird heute bereits von vielen Menschen genutzt. Unser pers\u00f6nlicher Antrieb ist dabei derselbe geblieben: Wir m\u00f6chten dazu beitragen, dass Lungenkrebs fr\u00fcher entdeckt wird und dadurch mehr Menschen eine bessere Behandlungsperspektive erhalten.<\/p>\n\n\n\n
Wir sind diesem Ziel inzwischen deutlich n\u00e4hergekommen. Ein wichtiger Meilenstein war die Ver\u00f6ffentlichung einer retrospektiven Studie zu unserem Verfahren, die gemeinsam mit Wissenschaftlern der Charit\u00e9 Berlin und dem Forschungsinstitut Havelh\u00f6he durchgef\u00fchrt und in einem internationalen Open-Access-Fachjournal ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/p>\n\n\n\n
Gleichzeitig erleben wir, dass Dogscan zunehmend auch in der medizinischen Vorsorge ankommt. Wir werden mittlerweile in Pr\u00e4ventionspraxen und umfangreiche medizinische Check-up Programme integriert.<\/p>\n\n\n\n
Dort wird Dogscan derzeit in der Regel als zus\u00e4tzlicher Selbstzahler Baustein angeboten und wir sehen, dass dieses Angebot sehr gut angenommen wird.<\/p>\n\n\n\n
Ein Grund daf\u00fcr ist aus unserer Sicht eine weiterhin bestehende L\u00fccke in der Lungenkrebsfr\u00fcherkennung. Seit April 2026 gibt es in Deutschland zwar erstmals die Lungenkrebsfr\u00fcherkennung mittels Niedrigdosis-CT als Kassenleistung, sie richtet sich aber an eine klar definierte Hochrisikogruppe: Personen zwischen 50 und 75 Jahren, die mindestens 25 Jahre geraucht haben und auf mindestens 15 Packungsjahre kommen. Bei ehemaligen Rauchern darf die Rauchpause zudem nicht l\u00e4nger als zehn Jahre gewesen sein.<\/p>\n\n\n\n
Damit gibt es viele Menschen mit einem subjektiven oder tats\u00e4chlichen Risikoprofil, die nicht in diese Kohorte fallen beispielsweise j\u00fcngere Menschen, Personen mit geringerer Rauchhistorie oder Menschen, die sich aufgrund famili\u00e4rer oder beruflicher Belastungen intensiver mit ihrer Lungengesundheit besch\u00e4ftigen. F\u00fcr asymptomatische Menschen au\u00dferhalb der definierten Low Dose-CT-Kohorte sind die M\u00f6glichkeiten einer spezifischen Lungenkrebsfr\u00fcherkennung weiterhin begrenzt.<\/p>\n\n\n\n
Genau hier sehen wir Dogscan als m\u00f6glichen erg\u00e4nzenden Baustein. Unser Verfahren soll keine bestehende medizinische Fr\u00fcherkennung ersetzen und stellt keine Diagnose. Es kann aber einen niedrigschwelligen zus\u00e4tzlichen Hinweis liefern, der bei einem auff\u00e4lligen Ergebnis eine gezielte \u00e4rztliche Abkl\u00e4rung anst\u00f6\u00dft. Deshalb freut es uns besonders, dass Dogscan zunehmend nicht mehr isoliert betrachtet, sondern von \u00c4rzten und Pr\u00e4ventionsmedizinern in umfassendere Vorsorgekonzepte eingebunden wird.<\/p>\n\n\n\n
Die H\u00f6hle der L\u00f6wen<\/a> hat Dogscan einem sehr breiten Publikum bekannt gemacht. F\u00fcr ein junges Unternehmen war diese Aufmerksamkeit eine enorme Chance und hat dazu gef\u00fchrt, dass sich viele Menschen erstmals mit unserem Ansatz und teilweise \u00fcberhaupt erstmals intensiver mit dem Thema Lungenkrebsfr\u00fcherkennung besch\u00e4ftigt haben.<\/p>\n\n\n\n Gleichzeitig haben wir gelernt, wie viel Erkl\u00e4rung ein ungew\u00f6hnliches Verfahren gerade im Gesundheitsbereich ben\u00f6tigt. Wie arbeiten die Hunde? Was bedeutet ein Ergebnis? Wie zuverl\u00e4ssig ist das Verfahren? Und vor allem: Was passiert bei einem auff\u00e4lligen Ergebnis?<\/p>\n\n\n\n Die Sendung hat uns Reichweite gegeben. Langfristiges Vertrauen entsteht aber nicht im Fernsehen, sondern durch unsere t\u00e4gliche Arbeit, transparente Kommunikation, wissenschaftliche Untersuchungen und einen verantwortungsvollen Umgang mit den Menschen, die unseren Test nutzen. Diese Erkenntnis hat unsere Entwicklung stark gepr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n Hier haben wir einen f\u00fcr uns sehr wichtigen Meilenstein erreicht: Im Juni 2026 wurde im Journal of Breath Research eine retrospektive Studie zu unserem Verfahren ver\u00f6ffentlicht, an der Wissenschaftler des Forschungsinstituts Havelh\u00f6he und der Charit\u00e9 \u2013 Universit\u00e4tsmedizin Berlin beteiligt waren. Untersucht wurden Daten von 824 Personen, darunter 111 mit histologisch best\u00e4tigtem Lungenkrebs. Insgesamt flossen 11.900 Untersuchungen von Atemproben in die Auswertung ein.<\/p>\n\n\n\n Die Ergebnisse haben uns nat\u00fcrlich sehr gefreut: Die f\u00fcnf Hunde erreichten einzeln Sensitivit\u00e4ten zwischen 82 und 89 Prozent bei Spezifit\u00e4ten von jeweils \u00fcber 95 Prozent. Vereinfacht gesagt beschreibt die Sensitivit\u00e4t, wie zuverl\u00e4ssig tats\u00e4chlich vorhandener Lungenkrebs erkannt wird, w\u00e4hrend die Spezifit\u00e4t angibt, wie zuverl\u00e4ssig Personen ohne Lungenkrebs auch als unauff\u00e4llig erkannt werden.<\/p>\n\n\n\n Wenn mindestens drei der f\u00fcnf Hunde eine Probe \u00fcbereinstimmend als auff\u00e4llig bewerteten, lag die Sensitivit\u00e4t bei \u00fcber 95 Prozent. Gleichzeitig wurden in dieser Auswertung bei der gemeinsamen Entscheidung keine falsch-positiven Ergebnisse beobachtet.<\/p>\n\n\n\n F\u00fcr unseren Ansatz der Fr\u00fcherkennung ist au\u00dferdem interessant, dass auch Patienten in fr\u00fchen Tumorstadien Teil der Untersuchung waren: 18 Prozent der Lungenkrebspatienten befanden sich in Stadium I oder II und 46 Prozent hatten zum Zeitpunkt der Probenabgabe noch keine onkologische Behandlung erhalten.<\/p>\n\n\n\n Bei aller Freude \u00fcber diese Ergebnisse ist uns aber wichtig, sie wissenschaftlich richtig einzuordnen. Es handelt sich um eine retrospektive Auswertung unter Trainingsbedingungen und damit noch nicht um den Nachweis dieser Leistungswerte in einem realen Bev\u00f6lkerungsscreening.<\/p>\n\n\n\n Deshalb verstehen wir die Ver\u00f6ffentlichung nicht als Abschluss unserer Forschung, sondern als wichtigen Ausgangspunkt f\u00fcr die n\u00e4chsten Schritte. Gemeinsam mit unseren wissenschaftlichen und medizinischen Partnern arbeiten wir bereits an weiteren Studien und Untersuchungen. Dabei geht es insbesondere um prospektive und verblindete Studiendesigns, repr\u00e4sentativere Risikokollektive und die Frage, wie sich die Methode unter realen klinischen Vorsorgebedingungen bew\u00e4hrt.<\/p>\n\n\n\n Unser Ziel ist es, die wissenschaftliche Evidenz kontinuierlich weiter auszubauen und Schritt f\u00fcr Schritt belastbar zu beantworten, welchen zus\u00e4tzlichen Nutzen Dogscan innerhalb der medizinischen Lungenkrebsfr\u00fcherkennung bieten kann.<\/p>\n\n\n\n Eine der wichtigsten Erkenntnisse f\u00fcr uns kommt aus der tats\u00e4chlichen Anwendung von Dogscan.<\/p>\n\n\n\n Bis heute haben wir bei 51 Personen mit unserem CDDC\u00ae-Verfahren ein positives Ergebnis ausgegeben, die vorher nichts von ihrer Lungenkrebserkrankung wussten. Bei allen wurde der Verdacht anschlie\u00dfend medizinisch best\u00e4tigt.<\/p>\n\n\n\n Besonders beeindruckend ist f\u00fcr uns, in welchen Stadien die Erkrankungen entdeckt wurden: 17 der 51 Personen waren im Stadium I und weitere 11 im Stadium II. Damit wurden bereits bei der erstmaligen Testung rund 55 Prozent der best\u00e4tigten Erkrankungen in einem fr\u00fchen Stadium gefunden. Weitere 9 F\u00e4lle waren im Stadium III und 14 im Stadium IV.<\/p>\n\n\n\n Dass wir bereits beim ersten Test einen so hohen Anteil fr\u00fcher Stadien sehen, passt aus unserer Sicht zu dem Ansatz von Dogscan: Unser Angebot richtet sich gerade an symptomfreie Menschen, die aufgrund ihres Alters, ihrer Rauchhistorie, beruflicher Belastungen oder anderer Faktoren ein erh\u00f6htes Risiko sehen und sich fr\u00fchzeitig mit ihrer Lungengesundheit besch\u00e4ftigen m\u00f6chten.<\/p>\n\n\n\n Besonders spannend wird f\u00fcr uns deshalb die regelm\u00e4\u00dfige Anwendung. Wenn Menschen heute ein unauff\u00e4lliges Ergebnis erhalten und Dogscan k\u00fcnftig beispielsweise regelm\u00e4\u00dfig wiederholen, k\u00f6nnen Ver\u00e4nderungen m\u00f6glicherweise noch fr\u00fcher auffallen. Wir sind \u00fcberzeugt, dass darin gro\u00dfes Potenzial liegt: Lungenkrebs m\u00f6glichst zu einem Zeitpunkt zu erkennen, an dem noch keine Symptome vorhanden sind und die Behandlungsm\u00f6glichkeiten und Heilungschancen deutlich besser sind.<\/p>\n\n\n\n Genau das ist letztlich unser Ziel: nicht erst zu reagieren, wenn Lungenkrebs Beschwerden verursacht, sondern Menschen die Chance zu geben, fr\u00fcher einen Hinweis zu bekommen und rechtzeitig die weitere medizinische Abkl\u00e4rung einzuleiten.<\/p>\n\n\n\n Eine fl\u00e4chendeckende Kosten\u00fcbernahme durch Krankenkassen haben wir bisher noch nicht erreicht.<\/p>\n\n\n\n Die wissenschaftliche Ver\u00f6ffentlichung gibt uns aber eine wesentlich konkretere Grundlage f\u00fcr Gespr\u00e4che mit Versicherern und m\u00f6glichen Finanzierungspartnern.<\/p>\n\n\n\n Parallel haben wir erkannt, dass der Zugang nicht ausschlie\u00dflich \u00fcber Krankenkassen erfolgen muss. Deshalb gewinnt die betriebliche Gesundheitsvorsorge f\u00fcr uns stark an Bedeutung. \u00dcber Arbeitgeber k\u00f6nnen wir Menschen erreichen, die sich mit klassischer Vorsorge vielleicht deutlich weniger besch\u00e4ftigen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n Dabei unterscheiden wir klar zwischen einer Finanzierung durch Unternehmen und einer Erstattung durch Krankenversicherungen. Unser langfristiges Ziel bleibt aber dasselbe: Der Zugang zu einer sinnvollen Fr\u00fcherkennung sollte m\u00f6glichst wenig davon abh\u00e4ngig sein, ob jemand bereit oder finanziell in der Lage ist, diese vollst\u00e4ndig selbst zu bezahlen.<\/p>\n\n\n\n Neben unserem Privatkundengesch\u00e4ft ist insbesondere das Interesse von Unternehmen, Pr\u00e4ventionsanbietern und medizinischen Kooperationspartnern deutlich st\u00e4rker in den Mittelpunkt ger\u00fcckt. Medienberichte und pers\u00f6nliche Empfehlungen sind weiterhin wichtige Wege, \u00fcber die Menschen auf uns aufmerksam werden.<\/p>\n\n\n\n Im Privatbereich erreichen wir besonders Menschen, die sich aktiv mit ihrer Lungengesundheit auseinandersetzen \u2013 beispielsweise Raucher und ehemalige Raucher oder Menschen, in deren Familie Lungenkrebs bereits eine Rolle gespielt hat.<\/p>\n\n\n\n Im Unternehmensbereich betrachten wir dar\u00fcber hinaus Besch\u00e4ftigtengruppen, die beruflich beispielsweise Staub, Rauch oder D\u00e4mpfen ausgesetzt sein k\u00f6nnen. Gleichzeitig m\u00f6chten wir noch besser verstehen, welche Zielgruppen ein niedrigschwelliges Angebot tats\u00e4chlich nutzen und wie wir diese Menschen sinnvoll in bestehende Vorsorgestrukturen einbinden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n F\u00fcr uns bedeutet Skalierung nicht einfach, m\u00f6glichst viele Hunde auszubilden. Entscheidend ist, dass die Qualit\u00e4t des gesamten Verfahrens auch bei deutlich steigenden St\u00fcckzahlen erhalten bleibt.<\/p>\n\n\n\n Genau darauf haben wir unsere Strukturen in den vergangenen Jahren ausgerichtet.<\/p>\n\n\n\n Mit unseren heutigen Kapazit\u00e4ten k\u00f6nnen wir bereits bis zu 350.000 Tests pro Jahr auswerten \u2013 und von dieser Grenze sind wir aktuell noch weit entfernt. Gleichzeitig k\u00f6nnen wir durch die Ausbildung weiterer Hundeteams zus\u00e4tzliche Kapazit\u00e4ten aufbauen. Wir sind deshalb auch darauf vorbereitet, wenn k\u00fcnftig Unternehmen, Versicherungen oder andere Partner gr\u00f6\u00dfere Testkontingente abrufen m\u00f6chten.<\/p>\n\n\n\n Wie gro\u00df das Potenzial eines einfach zug\u00e4nglichen und versandf\u00e4higen Verfahrens sein kann, zeigt sich f\u00fcr uns auch international. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos hatten wir beispielsweise die Gelegenheit, mit Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, dem Generaldirektor der WHO, \u00fcber unseren Ansatz zu sprechen. Auch mit weiteren Akteuren mit Bezug zu Afrika gab es Gespr\u00e4che und erste \u00dcberlegungen zu gro\u00dffl\u00e4chigeren Pilotprojekten.<\/p>\n\n\n\n Gerade in Regionen, in denen eine fl\u00e4chendeckende CT-Infrastruktur nur eingeschr\u00e4nkt verf\u00fcgbar ist, k\u00f6nnte ein niedrigschwelliger Test, bei dem lediglich eine Atemprobe genommen und anschlie\u00dfend zentral ausgewertet wird, perspektivisch sehr viele Menschen erreichen. Solche \u00dcberlegungen befinden sich noch in einem fr\u00fchen Stadium, zeigen uns aber, warum Skalierbarkeit f\u00fcr Dogscan von Anfang an mehr bedeutet als nur Wachstum in Deutschland.<\/p>\n\n\n\n Die Grundlage daf\u00fcr bleiben standardisierte Abl\u00e4ufe, kontinuierliche Qualit\u00e4tskontrollen und das Wohlergehen unserer Hunde. Gr\u00f6\u00dfere St\u00fcckzahlen d\u00fcrfen bei uns niemals zulasten der Qualit\u00e4t gehen.<\/p>\n\n\n\n Eine R\u00fcckmeldung h\u00f6ren wir von unseren Nutzern besonders h\u00e4ufig: Sich \u00fcberhaupt mit der Frage zu besch\u00e4ftigen, ob man Lungenkrebs haben k\u00f6nnte, macht zun\u00e4chst Angst. Viele schieben das Thema deshalb lieber von sich weg. Gleichzeitig entsteht aber schnell eine andere Sichtweise: Unser Test ver\u00e4ndert nicht, ob jemand Lungenkrebs hat oder nicht \u2013 er kann lediglich dazu beitragen, fr\u00fcher davon zu erfahren. Und genau dieser Zeitpunkt kann einen entscheidenden Unterschied machen.<\/p>\n\n\n\n Von unseren Nutzern h\u00f6ren wir au\u00dferdem immer wieder, wie wichtig die einfache Anwendung und die M\u00f6glichkeit ist, die Atemprobe unkompliziert zu Hause abzugeben. Gleichzeitig haben wir sehr schnell verstanden, dass unsere Verantwortung nicht mit der Ergebnismitteilung endet. Gerade bei einem auff\u00e4lligen Ergebnis entsteht unmittelbar die Frage: Was mache ich jetzt?<\/p>\n\n\n\n Deshalb ist uns die medizinische Begleitung besonders wichtig geworden. Jedes Ergebnis wird \u00e4rztlich eingeordnet, und insbesondere bei einem auff\u00e4lligen Ergebnis begleiten wir die Betroffenen bei den n\u00e4chsten Schritten und der weiteren medizinischen Abkl\u00e4rung. Niemand soll mit einem solchen Ergebnis allein gelassen werden.<\/p>\n\n\n\n Auch unsere medizinischen Partner haben diese Entwicklung stark beeinflusst. Ihr Blick richtet sich besonders auf die Aussagekraft und Grenzen des Verfahrens sowie darauf, was nach einem auff\u00e4lligen Ergebnis passiert. Heute betrachten wir Dogscan deshalb nicht mehr nur als einzelnen Test, sondern als einen gesamten Prozess \u2013 von der einfachen Probenentnahme bis zur medizinischen Einordnung und, wenn notwendig, der weiteren Abkl\u00e4rung.<\/p>\n\n\n\n In Deutschland konzentrieren wir uns inzwischen st\u00e4rker darauf, Dogscan \u00fcber Unternehmen, Apotheken, Pr\u00e4ventionsanbieter und medizinische Kooperationspartner zug\u00e4nglich zu machen.<\/p>\n\n\n\n Dabei geht es uns weniger darum, einfach m\u00f6glichst schnell viele Vertriebskan\u00e4le aufzubauen, sondern Dogscan dort zu integrieren, wo ein sinnvoller Vorsorge- und Abkl\u00e4rungsprozess gew\u00e4hrleistet werden kann.<\/p>\n\n\n\n International haben sich insbesondere rund um Luxemburg und Gro\u00dfbritannien Gespr\u00e4che und Projektans\u00e4tze entwickelt. Diese befinden sich in unterschiedlichen Vorbereitungsstadien und wir m\u00f6chten keinen Markteintritt vorwegnehmen, bevor die jeweiligen Voraussetzungen tats\u00e4chlich geschaffen sind.<\/p>\n\n\n\n Gerade international haben wir gelernt, dass Interesse allein nicht ausreicht. F\u00fcr jedes Land m\u00fcssen regulatorische Anforderungen, medizinische Partner, Logistik und m\u00f6gliche Abkl\u00e4rungspfade ber\u00fccksichtigt werden. Deshalb verfolgen wir unsere internationale Expansion heute deutlich strukturierter als noch vor einigen Jahren.<\/p>\n\n\n\n Unsere n\u00e4chsten gro\u00dfen Schritte lassen sich im Wesentlichen auf drei Bereiche herunterbrechen: wissenschaftliche Validierung, medizinische Integration und Zugang.<\/p>\n\n\n\n Wissenschaftlich steht die n\u00e4chste prospektive klinische Untersuchung im Mittelpunkt. Daf\u00fcr m\u00fcssen wir auch die notwendige Finanzierung der Forschung weiter voranbringen.<\/p>\n\n\n\n Medizinisch m\u00f6chten wir den Weg von einem auff\u00e4lligen Hinweis bis zur \u00e4rztlichen Abkl\u00e4rung noch klarer gestalten und Dogscan st\u00e4rker in bestehende Vorsorgestrukturen integrieren.<\/p>\n\n\n\n Und beim Zugang arbeiten wir daran, dass Vorsorge langfristig nicht allein davon abh\u00e4ngt, ob jemand sie privat bezahlt. Deshalb bauen wir Kooperationen mit Unternehmen und Pr\u00e4ventionsanbietern weiter aus und f\u00fchren Gespr\u00e4che mit Versicherern und weiteren Partnern.<\/p>\n\n\n\n Parallel entwickeln wir unsere Kapazit\u00e4ten und internationale Vorhaben weiter. Unser Ma\u00dfstab bleibt dabei, dass wissenschaftliche Erkenntnisse, Qualit\u00e4t und organisatorische Leistungsf\u00e4higkeit immer mit unserer Reichweite Schritt halten.<\/p>\n\n\n\n Erstens: Plant ausreichend Zeit f\u00fcr Nachweise und Vertrauen ein. Gerade im Gesundheitsbereich reichen eine gute Idee und erste positive Ergebnisse nicht aus. Belastbare Daten, funktionierende Strukturen und gute Partnerschaften brauchen Zeit.<\/p>\n\n\n\n Zweitens: H\u00f6rt besonders genau hin, wenn Menschen kritische Fragen stellen. Kritik ist nicht immer angenehm, aber h\u00e4ufig zeigt sie sehr pr\u00e4zise, was am eigenen Produkt, an der Kommunikation oder am Gesch\u00e4ftsmodell noch nicht gut genug ist.<\/p>\n\n\n\n Und drittens: Haltet an eurem pers\u00f6nlichen Antrieb fest, aber nicht zwangsl\u00e4ufig an jedem urspr\u00fcnglichen Plan. Unsere Motivation hat sich seit der Gr\u00fcndung nicht ver\u00e4ndert: Wir m\u00f6chten dazu beitragen, Lungenkrebs fr\u00fcher zu erkennen. Wie wir Menschen erreichen, wie wir Dogscan wissenschaftlich weiterentwickeln, welche Partner wir einbinden und wie wir unser Unternehmen organisieren, haben wir dagegen immer wieder ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n Ich glaube, genau diese Kombination aus Beharrlichkeit beim Ziel und Flexibilit\u00e4t beim Weg ist eine der wichtigsten Lektionen unserer bisherigen Reise.<\/p>\n\n\n\n Bildcredits Dogscan<\/p>\n\n\n\n Wir bedanken uns bei\u00a0Florian Wienen<\/a>\u00a0f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\nIn unserem Interview 2024 sprachen Sie \u00fcber die wissenschaftliche Validierung Ihrer Methode. Wo stehen Sie bei diesem wichtigen Schritt inzwischen?<\/h3>\n\n\n\n
Besonders interessant war die gemeinsame Bewertung unseres aus f\u00fcnf Hunden bestehenden CDDC\u00ae: <\/h4>\n\n\n\n
Welche neuen Erkenntnisse haben Sie \u00fcber die Fr\u00fcherkennung von Lungenkrebs mithilfe von Tumorsp\u00fcrhunden gewonnen?<\/h3>\n\n\n\n
Die Kosten\u00fcbernahme durch Krankenkassen war eines Ihrer gro\u00dfen Ziele. Welche Fortschritte konnten Sie hier erzielen?<\/h3>\n\n\n\n
Wie hat sich die Nachfrage nach Dogscan entwickelt, und welche Zielgruppen erreichen Sie inzwischen besonders gut?<\/h3>\n\n\n\n
Die Skalierung Ihres Verfahrens war eine zentrale Herausforderung. Welche L\u00f6sungen haben Sie daf\u00fcr gefunden?<\/h3>\n\n\n\n
Welche R\u00fcckmeldungen von Nutzern, \u00c4rzten oder medizinischen Partnern haben die Weiterentwicklung von Dogscan besonders beeinflusst?<\/h3>\n\n\n\n
Auch eine nationale und internationale Expansion war geplant. Wie haben sich diese Pl\u00e4ne entwickelt?<\/h3>\n\n\n\n
Welche neuen Ziele und Meilensteine stehen f\u00fcr Dogscan als N\u00e4chstes auf der Agenda?<\/h3>\n\n\n\n
Wenn Sie auf die vergangenen Jahre zur\u00fcckblicken: Welche drei Erkenntnisse w\u00fcrden Sie anderen Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcndern mitgeben?<\/h3>\n\n\n\n