{"id":127140,"date":"2026-09-11T08:35:13","date_gmt":"2026-09-11T06:35:13","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=127140"},"modified":"2026-09-11T08:35:14","modified_gmt":"2026-09-11T06:35:14","slug":"furo-strommarkt-software-batteriespeicher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/furo-strommarkt-software-batteriespeicher\/","title":{"rendered":"4 Mio. Dollar f\u00fcr Furo: So senkt das M\u00fcnchner Startup Industrie-Stromkosten"},"content":{"rendered":"\n

Furo sammelt 4 Millionen Dollar ein, um Batteriespeicher in der Industrie profitabel zu machen<\/h2>\n\n\n\n

US-Investoren um TQ Ventures und den Fonds von Sheryl Sandberg finanzieren das M\u00fcnchner Software-Unternehmen. Furo ersetzt die starre Regelsteuerung von Speichern durch Prognose, Optimierung und Vermarktung in einer Plattform.<\/em><\/p>\n\n\n\n

M\u00fcnchen, 11. September 2026<\/strong> \u2014 Das M\u00fcnchner Energie-Software-Unternehmen Furo (vormals Lumera Energy) hat eine Finanzierungsrunde \u00fcber 4 Millionen Euro abgeschlossen. Angef\u00fchrt wird sie vom US-Investor TQ Ventures. Beteiligt sind au\u00dferdem Neo, das VC von Sheryl Sandberg (Sandberg Bernthal Venture Partners) und CDTM Venture Capital. Das Kapital flie\u00dft in die Weiterentwicklung der Software, die Skalierung in weitere europ\u00e4ische M\u00e4rkte und den Ausbau des Teams.<\/p>\n\n\n\n

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\u201eUnsere Kunden haben keine Batterie gekauft, um eine Technologie zu besitzen, sondern um ihre Stromrechnung zu senken. In einem der volatilsten Stromm\u00e4rkte der Welt entscheidet dar\u00fcber die Software, nicht die Hardware. Genau deshalb haben wir Furo gegr\u00fcndet\u201d, sagt Lena Sophia Vo\u00df, Co-Founderin von Furo.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n

Steigende Strompreise treffen die Industrie zuerst<\/h3>\n\n\n\n

Der weltweite Energiebedarf von KI-Rechenzentren treibt die Nachfrage massiv: Der Stromverbrauch von Rechenzentren soll sich bis 2035 nahezu verdreifachen, die Gro\u00dfhandelspreise k\u00f6nnten in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren um bis zu 50 Prozent steigen. Am st\u00e4rksten trifft das energieintensive Industrieunternehmen, vor allem in Deutschland, wo die Strompreise ohnehin zu den h\u00f6chsten weltweit z\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n

Batteriespeicher schaffen genau hier Abhilfe, indem sie \u00fcbersch\u00fcssigen Solar- oder Windstrom speichern und bei Bedarf wieder abgeben. Das Problem ist, dass die meisten Anlagen bislang nach starren, vorprogrammierten Regeln laufen, unabh\u00e4ngig davon, wie sich das Wetter oder die Strompreise gerade entwickeln.<\/p>\n\n\n\n

Was Furo anders macht<\/h3>\n\n\n\n

Furos Software funktioniert anders, denn sie prognostiziert Strompreise und Wetter bis zu 48 Stunden im Voraus und entscheidet in Echtzeit, wann ein Speicher l\u00e4dt, wann er Strom abgibt oder verkauft. Das Ergebnis: Kunden k\u00f6nnen ihre Stromkosten um bis zu 40 Prozent senken. Vertrieben wird nicht direkt an Endkunden, sondern \u00fcber Installateure, Projektentwickler, Speicherhersteller und Energieversorger. \u00dcber 800 Unternehmen nutzen die Plattform an mehr als 6.000 Standorten in Deutschland und Europa. Die Plattform passt sich der jeweiligen Rolle an, von der Systemauslegung \u00fcber den Anlagenbetrieb bis zur Vermarktung freier Kapazit\u00e4t im Energiehandel.<\/p>\n\n\n\n

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\u201eUnsere Industrie- und Gewerbekunden wollen keine Technologie kaufen, sie wollen ihre Stromkosten senken. Mit der Softwareplattform von Furo k\u00f6nnen wir genau dieses Versprechen halten: Von der Auslegung des Systems \u00fcber die Betriebsoptimierung bis zur Vermarktung \u00fcbersch\u00fcssiger Kapazit\u00e4t liefert uns Furo einen entscheidenden Baustein f\u00fcr den Wettbewerbsvorteil unserer Gesamtl\u00f6sung im Gewerbe- und Industriesegment. Wir und unsere Kunden gewinnen Transparenz dar\u00fcber, was unsere Batterie tats\u00e4chlich tut und warum. Diesen Unterschied k\u00f6nnen wir schon im Vertrieb sehen. Wir haben heute deutlich mehr Speicherprojekte als noch vor einem Jahr\u201d, sagt Ben Rohloff, Director Commercial & Industrial bei Enpal.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n

Bewusste Entscheidung f\u00fcr M\u00fcnchen<\/h3>\n\n\n\n

Gegr\u00fcndet wurde Furo von Lena Sophia Vo\u00df<\/a>, Leonie Wagner und Simon Wittner<\/a>, die sich im gemeinsamen Masterprogramm am Center for Digital Technology and Management (CDTM) der LMU M\u00fcnchen und der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen kennenlernten. Das Team bringt Erfahrung aus dem Silicon Valley mit, unter anderem von Apple, Google X, der Stanford University, der UC Berkeley und der Boston Consulting Group. 2025 wurde Furo als einziges europ\u00e4isches Start-up in das US-Accelerator-Programm Neo aufgenommen.<\/p>\n\n\n\n

Gerade der deutsche Strommarkt gilt aufgrund des schnellen Ausbaus von Wind- und Solarenergie als einer der volatilsten weltweit. Das Forecasting-Modul von Furo rechnet genau diese Schwankungen ein, w\u00e4hrend statische Systeme bislang blind bleiben. Unflexible Energienachfrage kostet Industrieunternehmen weltweit sch\u00e4tzungsweise 580 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Die Ursache liegt nicht im Ausbau erneuerbarer Energien selbst, sondern in Preisvolatilit\u00e4t, hohen Netzentgelten, Lastspitzen und fehlender Flexibilit\u00e4t im Verbrauch.<\/p>\n\n\n\n

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\u201eLena, Leonie und Simon verstehen den europ\u00e4ischen Energiemarkt in einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Tiefe. Das ist ein bemerkenswertes Beispiel f\u00fcr Team-Market-Fit. Gemeinsam bringen sie herausragende technische Tiefe und operative Erfahrung im komplexesten Strommarkt Europas mit. Das zeigt sich bereits in der Zahl der Projekte und den Daten, die sie aufgebaut haben. In Verbindung mit einem globalen Markt f\u00fcr Speicherflexibilit\u00e4t, der sich in den kommenden Jahren vervielfachen d\u00fcrfte, sehen wir hier eine der gr\u00f6\u00dften Chancen in Europa und dar\u00fcber hinaus\u201d, so Schuster Tanger, Co-Founding Partner bei TQ Ventures.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n

Bild Teambild Furo Credits Furo<\/p>\n\n\n\n

Quelle Elevate2Impact<\/p>\n\n\n\n