{"id":127175,"date":"2026-09-14T08:33:35","date_gmt":"2026-09-14T06:33:35","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=127175"},"modified":"2026-09-14T08:33:37","modified_gmt":"2026-09-14T06:33:37","slug":"implicity-ki-remote-monitoring","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/implicity-ki-remote-monitoring\/","title":{"rendered":"Herz-Monitoring per KI: Implicity filtert kritische F\u00e4lle in Minuten"},"content":{"rendered":"\n

Implicity verbindet KI mit Remote Monitoring, um kardiologische Daten zentral auszuwerten und medizinische Teams bei der Patientenversorgung zu unterst\u00fctzen.<\/h2>\n\n\n\n

K\u00f6nnen Sie Implicity kurz vorstellen und erz\u00e4hlen, wie Ihre Erfahrungen als Elektrophysiologe zur Gr\u00fcndung des Unternehmens gef\u00fchrt haben?<\/h3>\n\n\n\n

Implicity ist ein MedTech-Unternehmen, das kardiologische Daten auf einer zentralen, KI-gest\u00fctzten Plattform zusammenf\u00fchrt. Ich habe das Unternehmen 2016 gegr\u00fcndet, nachdem ich bereits mehrere Jahre als Elektrophysiologe gearbeitet hatte. Im klinischen Alltag zeigte sich immer wieder dasselbe Bild: Das Remote Monitoring sollte die kardiologische Versorgung eigentlich sicherer und effizienter machen. Tats\u00e4chlich mussten sich klinische Teams jedoch mit Meldungen aus verschiedenen propriet\u00e4ren Systemen auseinandersetzen, die jeweils eigene Logins und eine unterschiedliche Warnlogik erforderten.<\/p>\n\n\n\n

Resultierend aus diesem Frust entstand die Idee f\u00fcr Implicity. \u00c4rzte sollten einen zentralen \u00dcberblick \u00fcber ihre Patienten erhalten, damit somit mehr Zeit f\u00fcr die Versorgung bleibt und weniger f\u00fcr die Verwaltung von Daten.<\/p>\n\n\n\n

Wer steht heute hinter Implicity, und welche Kompetenzen braucht es, um Medizin, KI und internationales Wachstum miteinander zu verbinden?<\/h3>\n\n\n\n

Bei Implicity arbeiten Fachleute aus den Bereichen Medizin, Technologie und Regulierung eng zusammen. Zum Team geh\u00f6ren klinische Experten, Data Scientists, Machine-Learning-Spezialisten sowie Fachleute f\u00fcr Regulierung und Qualit\u00e4t. Das ist wichtig, da unsere L\u00f6sungen gleichzeitig sehr hohe medizinische Standards in verschiedenen M\u00e4rkten erf\u00fcllen m\u00fcssen, darunter den USA und der EU.<\/p>\n\n\n\n

Ein international t\u00e4tiges Medtech-Unternehmen ben\u00f6tigt zudem Kenntnisse der jeweiligen Erstattungssysteme, der Beschaffungsprozesse in Krankenh\u00e4usern und der klinischen Praxis vor Ort. All diese unterschiedlichen Perspektiven kommen bei Implicity zusammen. So k\u00f6nnen wir die technologische Entwicklung z\u00fcgig vorantreiben und zugleich die hohen klinischen Anforderungen erf\u00fcllen, und dies ohne Abstriche in puncto medizinischer Genauigkeit.<\/p>\n\n\n\n

Mit der aktuellen Finanzierungsrunde erh\u00e4lt Implicity 35 Millionen Euro Wachstumskapital. Warum ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt f\u00fcr diesen n\u00e4chsten Wachstumsschritt?<\/h3>\n\n\n\n

Inzwischen sind wir an einem Punkt angelangt, an dem klinische Ergebnisse, Technologie und Marktkenntnisse zusammenkommen. Daten aus der Praxis zeigen, dass die Sterblichkeit bei Patienten, die \u00fcber unsere Plattform \u00fcberwacht werden, um 26 Prozent niedriger ist. Weltweit betreuen wir inzwischen mehr als 120.000 Patienten. Wir haben zudem gezeigt, dass sich das auch operativ skalieren l\u00e4sst. So konnte die Monitoring-Kapazit\u00e4t bei einem unserer Partnerkrankenh\u00e4user in Frankreich um das Zwanzigfache erh\u00f6ht werden.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig stehen Gesundheitssysteme auf der ganzen Welt unter Druck, mit begrenzten Ressourcen mehr zu leisten. Auch die Erstattung von Remote Monitoring wird zunehmend ausgeweitet. Damit w\u00e4chst der Bedarf an L\u00f6sungen, die medizinisches Personal bei der Versorgung unterst\u00fctzen. Durch die Finanzierungsrunde sind wir imstande, unsere Plattform weiter auszubauen und medizinische Teams zu entlasten.<\/p>\n\n\n\n

Mehr als 120.000 Patienten werden bereits \u00fcber Ihre Plattform \u00fcberwacht. Was ver\u00e4ndert sich technologisch und organisatorisch, wenn Remote Monitoring in dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung stattfindet?<\/h3>\n\n\n\n

In dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung geht es nicht mehr nur darum, Daten zu erfassen, sondern vor allem darum, sie zu priorisieren. In einer Situation mit wenigen Patienten kann das medizinische Personal noch jede \u00dcbertragung einzeln pr\u00fcfen. Bei Zehntausenden Patienten gilt es, die wirklich wichtigen F\u00e4lle herauszufiltern, und dabei muss eine Plattform unterst\u00fctzen. Mithilfe von KI erkennt die Plattform dann, welche Daten sofortige medizinische Aufmerksamkeit erfordern, und welche unauff\u00e4llig sind.<\/p>\n\n\n\n

Damit gehen hohe technische Anforderungen einher. Das System muss zuverl\u00e4ssig arbeiten, einen Fehlalarm m\u00f6glichst vermeiden und kontinuierlich Daten von Tausenden Ger\u00e4ten verarbeiten, ohne auch nur ein einziges kritisches Warnsignal zu \u00fcbersehen.<\/p>\n\n\n\n

Auch die Arbeit der medizinischen Teams ver\u00e4ndert sich. Pflegekr\u00e4fte und \u00c4rzte m\u00fcssen nicht mehr jeden Bericht einzeln pr\u00fcfen, sondern k\u00f6nnen sich auf die F\u00e4lle konzentrieren, bei denen akuter Handlungsbedarf besteht. So konnte das Institut Mutualiste Montsouris in Frankreich etwa mit demselben Team statt 250 inzwischen 5.000 Patienten \u00fcberwachen.<\/p>\n\n\n\n

Ihre Plattform b\u00fcndelt Daten verschiedener Systeme und Hersteller. Warum ist gerade diese Unabh\u00e4ngigkeit f\u00fcr Kliniken und Kardiologen so wichtig?<\/h3>\n\n\n\n

In Krankenh\u00e4usern werden Ger\u00e4te verschiedener Hersteller eingesetzt. Ohne eine unabh\u00e4ngige Plattform m\u00fcssen klinische Teams deshalb mit mehreren herstellereigenen Portalen arbeiten. Jedes Portal hat eine eigene Warnlogik, und die Systeme sind h\u00e4ufig weder untereinander noch mit der elektronischen Patientenakte vernetzt. Dadurch k\u00f6nnen wichtige Warnmeldungen \u00fcbersehen werden, etwa weil das Portal eines bestimmten Herstellers an diesem Tag nicht ge\u00f6ffnet wurde.<\/p>\n\n\n\n

Implicity b\u00fcndelt die Daten herstellerunabh\u00e4ngig in einer zentralen Ansicht f\u00fcr Kliniken und Kardiologen. Warnmeldungen werden hierbei mithilfe von KI nach einheitlichen Kriterien ausgewertet und lassen sich anschlie\u00dfend in bestehende klinische Abl\u00e4ufe und elektronische Patientenakten integrieren.<\/p>\n\n\n\n

Das bedeutet f\u00fcr Krankenh\u00e4user auch mehr Unabh\u00e4ngigkeit: Sie sind beim Remote Monitoring nicht an das \u00d6kosystem eines einzelnen Herstellers gebunden und bleiben langfristig flexibler.<\/p>\n\n\n\n

In Deutschland nutzen 26 medizinische Einrichtungen Implicity f\u00fcr rund 2.000 Patienten. Welche Bedeutung hat der deutsche Markt f\u00fcr Ihre weitere europ\u00e4ische Expansion?<\/h3>\n\n\n\n

Deutschland ist f\u00fcr uns ein Schl\u00fcsselmarkt. Durch die Zusammenarbeit mit 26 Einrichtungen und rund 2.000 Patienten haben wir viel gelernt, beispielsweise wie man sich im strengsten Datenschutzumfeld Europas zurechtfindet und wie man das Vertrauen einer \u00c4rzteschaft gewinnt, die sehr hohe Anforderungen an klinische Nachweise stellt.<\/p>\n\n\n\n

Viele dieser Herausforderungen gibt es auch in anderen europ\u00e4ischen Gesundheitssystemen, wenn auch mit lokalen Unterschieden. In Deutschland entwickeln wir derzeit ein Modell, das als Blaupause f\u00fcr weitere europ\u00e4ische M\u00e4rkte dienen soll. Dazu geh\u00f6ren regulatorische Anforderungen, die klinische Validierung und die Zusammenarbeit mit kardiologischen Fachgesellschaften.<\/p>\n\n\n\n

Deutschland ist f\u00fcr uns daher nicht nur wegen der hohen Patientenzahlen wichtig. Die hier gesammelten Erfahrungen helfen uns auch, in weiteren europ\u00e4ischen M\u00e4rkten schneller Fu\u00df zu fassen.<\/p>\n\n\n\n

Sie nennen eine um 26 Prozent niedrigere Sterblichkeitsrate als nachgewiesenen Effekt. Welche Rolle spielt klinische Evidenz dabei, \u00c4rzte von neuen KI-Technologien zu \u00fcberzeugen?<\/h3>\n\n\n\n

\u00c4rzte sind darin geschult, neue Ans\u00e4tze kritisch zu hinterfragen \u2013 und das aus gutem Grund. Immerhin tragen sie Verantwortung f\u00fcr das Leben ihrer Patienten. Eine neue Technologie muss sich daher durch echte Belege und nicht nur durch ein \u00fcberzeugendes Verkaufsargument bew\u00e4hren.<\/p>\n\n\n\n

Aus diesem Grund haben wir fr\u00fch in die Erhebung belastbarer klinischer Daten investiert und uns nicht allein auf die Produktentwicklung konzentriert. Ein Beispiel ist unsere EVIDENCE-RM-Studie, die in der Fachzeitschrift \u201eHeart Rhythm\u201c ver\u00f6ffentlicht wurde. Das Ergebnis: Bei Patienten, die \u00fcber unsere Plattform \u00fcberwacht wurden, lag die Sterblichkeit 26 Prozent niedriger als bei der Nutzung herstellerspezifischer Systeme. Auch Krankenhausaufenthalte und Gesundheitskosten gingen zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n

Solche gro\u00df angelegten, wissenschaftlich begutachteten Studien mit Daten aus der Versorgungspraxis sind entscheidend, um in der Medizin Vertrauen zu schaffen. KI kann dabei ein sehr wirkungsvolles Werkzeug sein. Im Gesundheitswesen wird sie sich aber erst dann durchsetzen, wenn sie ebenso gr\u00fcndlich getestet und validiert wurde wie andere medizinische Verfahren.<\/p>\n\n\n\n

KI soll k\u00fcnftig st\u00e4rker dabei helfen, Herzinsuffizienz vorherzusagen. Wie weit kann vorausschauendes Herzmonitoring gehen, ohne die medizinische Entscheidung des Arztes vorwegzunehmen?<\/h3>\n\n\n\n

Unser Grundsatz lautet: KI soll die Wahrnehmung des Arztes erweitern, nicht aber sein Urteil ersetzen. Pr\u00e4diktive Anwendungen wie unsere von der FDA freigegebenen Algorithmen sollen \u00c4rzte fr\u00fchzeitig erkennen lassen, wenn sich der Gesundheitszustand eines Patienten zu verschlechtern droht, etwa im Fall einer Dekompensation. Die Algorithmen k\u00f6nnen entsprechende Signale bereits Tage fr\u00fcher sichtbar machen, sodass der Arzt schneller eingreifen kann.<\/p>\n\n\n\n

Die Entscheidung, wie mit dieser Information umgegangen wird, bleibt dem klinischen Team \u00fcberlassen. Das gilt beispielsweise f\u00fcr eine Anpassung der Medikation, die Einbestellung des Patienten oder weitere Untersuchungen. F\u00fcr uns gibt es eine klare Grenze zwischen Vorhersage und medizinischer Entscheidung: KI kann darauf hinweisen, wo und mit welcher Dringlichkeit genauer hingeschaut werden sollte. Entscheiden sollte sie jedoch nicht.<\/p>\n\n\n\n

Das ist klinisch notwendig und schafft bei \u00c4rzten zugleich Vertrauen in Werkzeuge, die ihre \u00e4rztliche Expertise unterst\u00fctzen, statt sie zu ersetzen.<\/p>\n\n\n\n

Gesundheitsdaten geh\u00f6ren zu den sensibelsten Daten \u00fcberhaupt. Welche Herausforderungen entstehen beim internationalen Wachstum durch unterschiedliche regulatorische Anforderungen?<\/h3>\n\n\n\n

Das ist einer der anspruchsvollsten Aspekte beim Aufbau eines international t\u00e4tigen Medtech-Unternehmens. Es gibt keinen einheitlichen globalen Standard. In Europa gelten f\u00fcr uns die DSGVO und nationale Vorgaben f\u00fcr das Hosting von Gesundheitsdaten, in den USA hingegen HIPAA sowie die Regulierung durch die FDA. Die jeweiligen Regelwerke stellen unterschiedliche Anforderungen an die Speicherung, Verarbeitung und grenz\u00fcberschreitende \u00dcbertragung von Patientendaten.<\/p>\n\n\n\n

Infolgedessen arbeiten unsere Compliance- und Qualit\u00e4tsteams genauso eng mit unseren Ingenieuren zusammen wie unser klinisches Team. Jede neue Funktion und jeder neue Markt werden von Anfang an auf Datenschutz und m\u00f6gliche regulatorische Auswirkungen als Medizinprodukt gepr\u00fcft.<\/p>\n\n\n\n

Dieser Ansatz mag Prozesse kurzfristig vielleicht etwas verlangsamen. Gleichzeitig ist es f\u00fcr uns ein Wettbewerbsvorteil. Krankenh\u00e4user und Gesundheitssysteme ben\u00f6tigen einen Partner, dem sie ihre sensibelsten Daten anvertrauen k\u00f6nnen. Dass wir diese hohen Anspr\u00fcche von Anfang an in unsere Unternehmenskultur integriert haben, ist einer der Gr\u00fcnde, warum sie sich f\u00fcr eine Zusammenarbeit mit uns entscheiden.<\/p>\n\n\n\n

Ein Schwerpunkt der Finanzierung liegt auf dem Ausbau des US-Gesch\u00e4fts. Was unterscheidet den amerikanischen Markt von Europa und welche Chancen sehen Sie dort?<\/h3>\n\n\n\n

Der US-Markt ist sehr gro\u00df und anders strukturiert als der europ\u00e4ische Markt. So ist dort die Erstattung von Remote Monitoring \u00fcber die Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) bereits etabliert. Dadurch haben Krankenh\u00e4user und kardiologische Praxen einen starken wirtschaftlichen Anreiz, entsprechende Plattformen einzusetzen. In Europa entwickeln sich die Erstattungsmodelle dagegen je nach Markt unterschiedlich schnell.<\/p>\n\n\n\n

Hinzu kommt die gro\u00dfe Zahl implantierter Herzger\u00e4te in den USA. Gleichzeitig ist das Remote Monitoring dort auf zahlreiche herstellerspezifische Systeme verteilt. Eine unabh\u00e4ngige Plattform, die diese Systeme zusammenf\u00fchrt, kann deshalb einen besonderen Mehrwert bieten.<\/p>\n\n\n\n

Im Jahr 2022 haben wir unseren US-Standort in Cambridge (Massachusetts) er\u00f6ffnet. Dank der aktuellen Finanzierung k\u00f6nnen wir den kommerziellen Ausbau beschleunigen und die Plattform weiter an die klinischen und regulatorischen Anforderungen des US-Marktes anpassen. Ein erheblicher Teil der Finanzierung ist daf\u00fcr vorgesehen. Entsprechend sehen wir dort in den kommenden Jahren unsere gr\u00f6\u00dfte Wachstumschance.<\/p>\n\n\n\n

Implicity m\u00f6chte langfristig eine zentrale Plattform in einem bislang fragmentierten Remote-Monitoring-Markt aufbauen. Welche weiteren Bereiche k\u00f6nnten k\u00fcnftig hinzukommen?<\/h3>\n\n\n\n

Die Wurzeln von Implicity liegen in der Kardiologie, und f\u00fcr sich genommen bietet sie nach wie vor enorme Chancen. Unser zugrunde liegendes Modell ist jedoch nicht auf die Kardiologie beschr\u00e4nkt. Wir f\u00fchren die Ger\u00e4tedaten verschiedener Hersteller zusammen, nutzen KI, um klinisch relevante F\u00e4lle zu priorisieren, und integrieren die Plattform in bestehende Krankenhausabl\u00e4ufe. Das alles ist auch f\u00fcr andere Bereiche relevant.<\/p>\n\n\n\n

Beim Monitoring chronischer Erkrankungen etwa gibt es \u00e4hnliche strukturelle Herausforderungen. Hierzu z\u00e4hlen fragmentierte Datenquellen, eine hohe Zahl an Warnmeldungen und medizinisches Personal, das einen verl\u00e4sslichen Gesamt\u00fcberblick ben\u00f6tigt statt f\u00fcnf einzelner Meinungen.<\/p>\n\n\n\n

Langfristig soll Implicity deshalb zu einer Plattform werden, auf der auch andere Bereiche des Remote Patient Monitoring aufbauen k\u00f6nnen \u2013 mit demselben evidenzbasierten und herstellerunabh\u00e4ngigen Ansatz, den wir in der Kardiologie bewiesen haben.<\/p>\n\n\n\n

Welche drei Ratschl\u00e4ge w\u00fcrden Sie Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcndern geben, die ein Healthtech-Unternehmen aufbauen und gleichzeitig technologische Innovation, klinische Evidenz und regulatorische Anforderungen meistern m\u00fcssen?<\/h3>\n\n\n\n

Erstens: Investiert fr\u00fch in klinische Evidenz und nehmt sie ernst. Sie sollte kein Punkt auf einer Checkliste sein, dem man sich erst nach Fertigstellung des Produkts widmet. Belastbare, wissenschaftlich gepr\u00fcfte Daten schaffen Glaubw\u00fcrdigkeit bei \u00c4rzten und Gesundheitssystemen. Und weil es Jahre dauert, solche Daten zu gewinnen, sollte man entsprechend fr\u00fch damit beginnen.<\/p>\n\n\n\n

Zweitens: Verankert regulatorische und qualit\u00e4tsbezogene Expertise von Anfang an im Team. Im Healthtech-Bereich ist Compliance kein Hindernis f\u00fcr Innovation, sondern geh\u00f6rt zum Produkt dazu. Wer hier Fehler macht, kann Vertrauen verspielen, das sich erst \u00fcber Jahre wieder aufbauen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n

Drittens: Bleibt dauerhaft im engen Austausch mit \u00c4rzten und medizinischem Fachpersonal. Gute Healthtech-Produkte entstehen, wenn man klinische Abl\u00e4ufe wirklich versteht und den Menschen zuh\u00f6rt, die das Produkt jeden Tag einsetzen.<\/p>\n\n\n\n

Titelbild: Bildcredits Implicity<\/p>\n\n\n\n

Wir bedanken uns bei\u00a0Dr. Arnaud Rosier<\/a>\u00a0f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\n