{"id":127284,"date":"2026-09-18T09:35:16","date_gmt":"2026-09-18T07:35:16","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=127284"},"modified":"2026-09-18T09:35:18","modified_gmt":"2026-09-18T07:35:18","slug":"pruefcheck-software-pruefungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/pruefcheck-software-pruefungen\/","title":{"rendered":"Gegen den Zettelkram: Pr\u00fcfCheck vereinfacht die Betriebsmittel-Pr\u00fcfung"},"content":{"rendered":"\n
Pr\u00fcfCheck ist eine Software zur Verwaltung von Ger\u00e4ten, wiederkehrenden Pr\u00fcfungen und Pr\u00fcffristen. Die Idee war, eine einfache L\u00f6sung f\u00fcr kleine und mittelst\u00e4ndische Betriebe zu entwickeln, die diese Themen heute noch mit Excel, Papier oder eigenen Erinnerungen organisieren. Je mehr Ger\u00e4te und Standorte dazukommen, desto schwieriger wird es, den \u00dcberblick dar\u00fcber zu behalten, was bereits gepr\u00fcft wurde, was demn\u00e4chst f\u00e4llig ist und wo sich die entsprechende Dokumentation befindet. Ich wollte all das an einem Ort zusammenf\u00fchren, ohne daraus ein kompliziertes System zu machen, das ein kleiner Betrieb erst wochenlang lernen muss.<\/p>\n\n\n\n
Am Anfang war es f\u00fcr mich am sinnvollsten, so viel wie m\u00f6glich selbst zu machen. Dadurch habe ich die volle Kontrolle \u00fcber das Produkt und kann Dinge schnell ver\u00e4ndern, ohne lange Abstimmungen und hohe Kosten. Nat\u00fcrlich bedeutet das auch, dass ich an einem Tag an der Software arbeite, am n\u00e4chsten an der Website und danach mit potenziellen Kunden spreche. Das ist nicht immer einfach, aber in dieser Phase hilft es mir sehr schnell zu lernen, was wirklich sinnvoll ist und was nicht.<\/p>\n\n\n\n
Weil sie bei einer kleinen Anzahl von Ger\u00e4ten oft tats\u00e4chlich gut funktioniert. Wenn ein Betrieb zehn oder zwanzig Ger\u00e4te hat und eine Person genau wei\u00df, wo sich was befindet, kann Excel v\u00f6llig ausreichen. Das Problem entsteht meistens schrittweise, wenn die Zahl der Ger\u00e4te w\u00e4chst, verschiedene Standorte dazukommen, mehrere Pr\u00fcfarten verwaltet werden m\u00fcssen oder mehrere Personen mit den Daten arbeiten. Dann beginnt das, was vorher einfach war, immer mehr Zeit zu kosten und es wird leichter, etwas zu \u00fcbersehen.<\/p>\n\n\n\n
Aus meiner Sicht ist h\u00e4ufig nicht die eigentliche Pr\u00fcfung das gr\u00f6\u00dfte Problem, sondern alles, was organisatorisch darum herum passiert. Man muss wissen, welches Ger\u00e4t wann zuletzt gepr\u00fcft wurde, wann der n\u00e4chste Termin ansteht, wo sich das Ger\u00e4t befindet und wo der passende Nachweis oder die Pr\u00fcfhistorie zu finden ist. Bei einer gr\u00f6\u00dferen Anzahl von Ger\u00e4ten geht viel Zeit genau f\u00fcr das Suchen und Pflegen dieser Informationen verloren. Pr\u00fcfCheck soll diesen administrativen Aufwand so weit wie m\u00f6glich reduzieren.<\/p>\n\n\n\n
F\u00fcr mich muss eine L\u00f6sung so einfach sein, dass der Nutzer keine lange Einf\u00fchrung oder besondere Schulung ben\u00f6tigt. Wenn jemand zuerst ein 50-seitiges Handbuch lesen muss, um ein Ger\u00e4t anzulegen und eine Pr\u00fcfung zu dokumentieren, ist das Ziel verfehlt. Deshalb ist mir wichtig, dass Nutzer schnell starten k\u00f6nnen. Wenn bereits eine Excel-Liste vorhanden ist, soll diese m\u00f6glichst einfach in Pr\u00fcfCheck \u00fcbernommen werden k\u00f6nnen. Software sollte Zeit sparen und nicht zus\u00e4tzliche Arbeit verursachen.<\/p>\n\n\n\n
Ich versuche nicht, das gr\u00f6\u00dfte oder komplizierteste System am Markt zu bauen. Der Fokus von Pr\u00fcfCheck liegt darauf, die wichtigsten Dinge m\u00f6glichst einfach zu machen: Ger\u00e4te, Pr\u00fcfungen, Fristen, Erinnerungen und Dokumentation. Gerade bei kleineren Betrieben halte ich es f\u00fcr wichtig, dass eine Software nicht mit Funktionen \u00fcberladen ist, die im Alltag gar nicht ben\u00f6tigt werden. Mein Ziel ist, dass ein Nutzer Pr\u00fcfCheck \u00f6ffnet und direkt versteht, was zu tun ist.<\/p>\n\n\n\n
Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung ist, die richtige Person zu erreichen und sie \u00fcberhaupt dazu zu bringen, sich ein paar Minuten Zeit f\u00fcr ein neues Produkt zu nehmen. Viele Betriebe haben bereits ihre eigene Arbeitsweise, die vielleicht nicht ideal ist, aber funktioniert und an die sie sich gew\u00f6hnt haben. Deshalb reicht es nicht zu sagen, dass es eine neue Software gibt. Ich muss zeigen, dass der Umstieg nicht kompliziert sein muss und Pr\u00fcfCheck im Alltag tats\u00e4chlich Zeit sparen kann. Deshalb biete ich interessierten Unternehmen auch Unterst\u00fctzung beim Onboarding und bei der \u00dcbernahme bestehender Daten an.<\/p>\n\n\n\n
Das ist etwas, das ich st\u00e4ndig dazulerne. Es ist leicht, in die Falle zu geraten und immer neue Funktionen entwickeln zu wollen, weil es nat\u00fcrlich immer noch etwas gibt, das man verbessern k\u00f6nnte. Momentan versuche ich Aufgaben den Vorrang zu geben, die den praktischen Nutzen von Pr\u00fcfCheck erh\u00f6hen oder den Vertrieb und die Weiterentwicklung des Unternehmens voranbringen. Wenn eine Funktion interessant klingt, aber aktuell keinen klaren Mehrwert bringt, kann sie auch warten.<\/p>\n\n\n\n
Sehr stark. Ich kann nat\u00fcrlich meine eigene Vorstellung davon haben, wie ein bestimmter Prozess funktionieren sollte. Aber jemand, der t\u00e4glich mit Ger\u00e4ten und Pr\u00fcfungen arbeitet, kann sehr schnell zeigen, wo etwas unn\u00f6tig kompliziert ist oder noch etwas fehlt. Ich m\u00f6chte nicht jeden einzelnen Wunsch sofort umsetzen. Wenn aber mehrere Nutzer auf dasselbe Problem sto\u00dfen, ist das f\u00fcr mich ein sehr klares Signal, dass ich mir diesen Bereich genauer ansehen sollte.<\/p>\n\n\n\n
Wenn die Zahl der Nutzer und der Arbeitsaufwand einen Punkt erreichen, an dem ich Produktentwicklung, Kundensupport und Vertrieb nicht mehr gleichzeitig in der gew\u00fcnschten Qualit\u00e4t abdecken kann. Ich m\u00f6chte kein Team aufbauen, nur um sagen zu k\u00f6nnen, dass das Unternehmen Mitarbeiter hat. Solange ich die Dinge sinnvoll und zuverl\u00e4ssig selbst steuern kann, ist das f\u00fcr mich in Ordnung. Wenn das Wachstum aber darunter leidet, dass eine Person nicht mehr alles abdecken kann, w\u00e4re der richtige Zeitpunkt f\u00fcr den n\u00e4chsten Schritt gekommen.<\/p>\n\n\n\n
Ich m\u00f6chte, dass Pr\u00fcfCheck zu einer bekannten und einfachen L\u00f6sung f\u00fcr kleine und mittelst\u00e4ndische Betriebe wird, die ihre Pr\u00fcfverwaltung nicht mehr mit Excel und Papier organisieren m\u00f6chten. Mein erstes Ziel ist nicht, m\u00f6glichst schnell ein riesiges Unternehmen aufzubauen, sondern ein Produkt zu schaffen, das Betriebe wirklich nutzen und f\u00fcr das sie bereit sind zu bezahlen, weil es ein konkretes Problem l\u00f6st. Wenn das in Deutschland funktioniert, m\u00f6chte ich Pr\u00fcfCheck langfristig auch im gesamten DACH-Raum weiter aufbauen.<\/p>\n\n\n\n
Erstens sollte man von Anfang an klar definieren, welches konkrete Problem das Produkt l\u00f6st und f\u00fcr wen es gedacht ist. Zweitens sollte man im engen Austausch mit den Nutzern bleiben, denn erst in der tats\u00e4chlichen Anwendung zeigt sich, was ihnen wirklich wichtig ist. Und drittens sollte man Vertrieb und Marketing nicht untersch\u00e4tzen. Man kann ein gutes Produkt haben, aber man muss auch einen Weg finden, die richtigen Menschen zu erreichen und ihnen zu zeigen, warum die eigene L\u00f6sung f\u00fcr sie hilfreich sein kann.<\/p>\n\n\n\n
Bildrechte: privat \/ Tomislav Mikuli\u0107<\/p>\n\n\n\n
Wir bedanken uns bei\u00a0Tomislav Mikuli\u0107<\/a>\u00a0f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\n