{"id":127388,"date":"2026-09-24T13:08:12","date_gmt":"2026-09-24T11:08:12","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=127388"},"modified":"2026-09-24T13:08:14","modified_gmt":"2026-09-24T11:08:14","slug":"loume-schlaf-die-hoehle-der-loewen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/loume-schlaf-die-hoehle-der-loewen\/","title":{"rendered":"H\u00f6hle der L\u00f6wen: Loume bringt Einschlaflicht an die Zimmerdecke"},"content":{"rendered":"\n
Hinter Loume stehen Markus Schnauer und ich, Viktor Dik, beide aus Hamburg. Ich hatte mein erstes Unternehmen verkauft und wollte eigentlich mal in Ruhe durchatmen. Ironischerweise ist genau daraus die n\u00e4chste Firma entstanden. Der Moment war ziemlich banal: Uns ist aufgefallen, dass gef\u00fchlt die halbe Republik abends im Bett liegt und aufs Handy starrt, obwohl jeder wei\u00df, dass genau das der Grund ist, warum man nicht einschl\u00e4ft. Da dachten wir: Wenn die Leute schon irgendwo hinstarren, dann doch bitte auf etwas, das beim Einschlafen hilft. So kam das Licht an die Decke. Aus der Idee wurde ein Prototyp, aus dem Prototyp ein Produkt, und inzwischen steht Loume in knapp 10.000 Schlafzimmern.<\/p>\n\n\n\n
Wir sind im Bereich Sleep Tech unterwegs, irgendwo zwischen Wellness und Consumer Electronics. Loume ist ein Ger\u00e4t f\u00fcr den Nachttisch, das einen sanften Lichtkreis an die Zimmerdecke wirft. Das Licht wird im Atemrhythmus heller und dunkler, man atmet einfach mit und der Kopf f\u00e4hrt runter. Dazu gibt es unsere App mit \u00fcber 100 Meditationen, Einschlafgeschichten und Atem\u00fcbungen. Das Besondere am Gesch\u00e4ftsmodell: Man kauft Loume einmal und das war es. Kein Abo, keine versteckten Kosten, keine monatliche \u00dcberraschung auf der Kreditkartenabrechnung. Verkauft wird \u00fcber unseren eigenen Onlineshop, \u00fcber Amazon sowie bei MediaMarkt und Saturn, in Deutschland und seit Juni auch in \u00d6sterreich.<\/p>\n\n\n\n
Einschlafprobleme sind eine Art Volkssport, nur leider ein ziemlich unbeliebter. Jeder kennt das Gedankenkarussell: Man ist todm\u00fcde, aber der Kopf macht noch \u00dcberstunden. Bisher hatte man grob zwei Optionen: Tabletten oder Schlafapps, bei denen man weiter aufs Handy starrt. Loume schlie\u00dft genau diese L\u00fccke. Eine Einschlafhilfe ohne Tabletten, ohne Bildschirm vor der Nase und ohne dass man sich irgendwas an den K\u00f6rper schnallen muss. Man legt sich hin, schaut an die Decke und atmet mit. Klingt simpel, ist es auch. Genau das ist der Punkt.<\/p>\n\n\n\n
Ganz ehrlich: Reichweite. Die Menschen, denen Loume helfen kann, sitzen abends vor dem Fernseher, und wo k\u00f6nnte man ein Einschlafprodukt besser zeigen als kurz vor der Schlafenszeit? Genauso wichtig war uns aber der Realit\u00e4tscheck. Wenn f\u00fcnf Menschen, die tausende Pitches gesehen haben, dein Produkt bewerten, lernst du mehr als in einem halben Jahr.<\/p>\n\n\n\n
Frank Thelen. Er kennt sich mit Tech aus wie kaum ein anderer, und sein erster gro\u00dfer Erfolg war ebenfalls Consumer Tech. Auch als Investor hat er bei Consumer Themen immer wieder ein ziemlich gutes N\u00e4schen bewiesen, von myTaxi bis Wunderlist. Einen L\u00f6wen mit so einer Trefferquote auf seiner Seite zu haben, w\u00e4re f\u00fcr uns ein verdammt gutes Omen.<\/p>\n\n\n\n
Erfahrung beim Skalieren. Loume ist unser erstes Hardware Business, und eine Frage stellen wir uns st\u00e4ndig: Wie kommen wir von 10.000 verkauften Ger\u00e4ten auf 100.000? Genau da k\u00f6nnen die L\u00f6wen helfen, weil sie diesen Weg schon oft gegangen sind und wissen, wo die Stolpersteine liegen, bevor wir dr\u00fcberfallen.<\/p>\n\n\n\n
Wir haben unglaublich viel Kundenfeedback in die Weiterentwicklung von Loume einflie\u00dfen lassen, und das Produkt ist dadurch nochmal ein ganzes St\u00fcck besser geworden. Au\u00dferdem launchen wir unser zweites Produkt: die Dream Dots, unsere Schlafkopfh\u00f6rer.<\/p>\n\n\n\n
Man sagt nicht umsonst: „Hardware is hard.“ Wir dachten am Anfang ehrlich gesagt, wir entwickeln das Ger\u00e4t und die App, und dann sind wir fertig. Aber auch wenn es nur ein einziges Produkt ist, muss man kontinuierlich daran weiterarbeiten. Unsere App hat seit dem Launch knapp 30 Updates bekommen, und auch das Ger\u00e4t haben wir nochmal \u00fcberarbeitet. Ein Produkt ist nie fertig, es wird nur immer besser.<\/p>\n\n\n\n
H\u00f6rt euren Kunden zu, nicht eurem Ego. Wenn etwas im Kern nicht funktioniert, baut es lieber einmal neu, statt es ewig zu flicken. Plant Cash und Saisonalit\u00e4t konservativ, das Leben h\u00e4lt sich selten an den Businessplan. Sucht euch einen Mitgr\u00fcnder, mit dem ihr auch nach dem dritten R\u00fcckschlag noch gemeinsam lachen k\u00f6nnt. Und ganz wichtig: Schlaft genug.<\/p>\n\n\n\n
Optisch ist Loume kein weiteres schwarzes Plastikgadget mit blinkender LED, sondern sieht eher aus wie ein Wohnaccessoire: heller Stoff, warmer Karamellton obendrauf, steht auf dem Nachttisch, als h\u00e4tte es der Innenarchitekt ausgesucht. Inhaltlich tr\u00e4gt man nichts am K\u00f6rper, schaut auf keinen Bildschirm und schlie\u00dft kein Abo ab. Die Technologie ist zum Patent angemeldet.<\/p>\n\n\n\n
Wir haben unsere Lagerbest\u00e4nde rechtzeitig aufgestockt und die Abl\u00e4ufe mit unseren Logistikpartnern vorher durchgespielt, damit jede Bestellung schnell rausgeht, egal ob \u00fcber unseren Shop oder Amazon. Der Shop ist auf hohe Zugriffszahlen vorbereitet und unser Kundenservice ist f\u00fcr den Abend und die Tage danach verst\u00e4rkt. Die einzige Ironie an der Sache: Ausgerechnet in der Nacht der Ausstrahlung wird bei einem Einschlafprodukt im Team garantiert niemand schlafen.<\/p>\n\n\n\n
Sehen sie Loume am\u00a028. September 2026 in der H\u00f6hle der L\u00f6wen<\/a><\/p>\n\n\n\n Bild Gr\u00fcnder Viktor Dik und Markus Schnauer (v.li.), Loume Foto: RTL<\/p>\n\n\n\n Wir bedanken uns bei\u00a0den Gr\u00fcndern<\/a>\u00a0f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\n