{"id":127456,"date":"2026-09-25T10:34:59","date_gmt":"2026-09-25T08:34:59","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=127456"},"modified":"2026-09-25T10:37:16","modified_gmt":"2026-09-25T08:37:16","slug":"noxtua-finanzierungsrunde-series-c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/noxtua-finanzierungsrunde-series-c\/","title":{"rendered":"Rechts-KI Noxtua sichert sich \u00fcber 100 Millionen Euro \u2013 C.H.BECK wird Mehrheitseigner"},"content":{"rendered":"\n
Das Berliner KI-Unternehmen Noxtua hat eine Finanzierungsrunde der Serie C \u00fcber mehr als 100 Millionen Euro abgeschlossen. Der juristische Fachverlag C.H.BECK \u00fcbernimmt dabei die Mehrheit, der \u00f6sterreichische Verlag MANZ steigt neu ein. Mit dem Geld will Noxtua seine Software weiterentwickeln und in weitere europ\u00e4ische M\u00e4rkte expandieren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n Noxtua brachte 2024 die erste Version seiner Software auf den Markt. Die Rechts-KI deckt heute die typische Textarbeit von Juristinnen und Juristen ab. Dazu z\u00e4hlen die Recherche, die Analyse komplexer Rechtsfragen und das Erstellen von Dokumenten.<\/p>\n\n\n\n Das Besondere liegt in der Datenbasis. Noxtua baut f\u00fcr jedes Rechtssystem einen eigenen Arbeitsbereich, den das Unternehmen \u201eLegal AI Workspace“ nennt. Diese Workspaces greifen auf gepr\u00fcfte Inhalte f\u00fchrender Fachverlage zu. Neben C.H.BECK und MANZ geh\u00f6ren dazu unter anderem Helbing Lichtenhahn, die Blendow Group, Ciela Norma sowie mehrere C.H.-Beck-Verlage in Polen, Tschechien und der Slowakei.<\/p>\n\n\n\n \u201eWir entwickeln Noxtua basierend auf den exklusiven Inhalten f\u00fchrender Fachverlage vom ganzen Kontinent“, sagt Gr\u00fcnder Lundb\u00e6k. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen so Europas gr\u00f6\u00dfte Rechtsdatenbank und das gr\u00f6\u00dfte Netzwerk unabh\u00e4ngiger Rechtsverlage aufgebaut.<\/p>\n\n\n\n Allein C.H.BECK bringt viel Material ein. Die Datenbank beck-online umfasst mehr als 60 Millionen Dokumente aus allen relevanten Rechtsgebieten. Zudem enth\u00e4lt sie die gr\u00f6\u00dfte Sammlung an Kommentarliteratur im deutschsprachigen Raum. Beide Verlage arbeiten au\u00dferdem seit 2025 mit eigenen Produkten mit Noxtua zusammen: C.H.BECK mit Beck-Noxtua in Deutschland, MANZ mit MANZ-Noxtua in \u00d6sterreich.<\/p>\n\n\n\n F\u00fcr C.H.BECK ist die Beteiligung ein historischer Schritt. Der 1763 gegr\u00fcndete Verlag t\u00e4tigt damit das gr\u00f6\u00dfte Investment seiner \u00fcber 260-j\u00e4hrigen Geschichte. Schon im April 2025 war C.H.BECK als Hauptinvestor in die Series B eingestiegen. Diese Runde galt damals als die gr\u00f6\u00dfte Finanzierung f\u00fcr Rechts-KI in Europa.<\/p>\n\n\n\n Die Verlage verfolgen dabei ein klares Ziel. Sie wollen ihre Inhalte in KI-Anwendungen einbringen, ohne die Kontrolle \u00fcber die Qualit\u00e4t abzugeben. \u201eDie Verbindung qualitativ hochwertiger Daten mit innovativer KI-Technologie ist das Erfolgsrezept in einem sich rasch wandelnden Markt“, sagt Prof. Dr. Klaus Weber aus der Gesamtgesch\u00e4ftsf\u00fchrung von C.H.BECK.<\/p>\n\n\n\n MANZ argumentiert \u00e4hnlich. Der Verlag f\u00fchrte bereits 1986 die erste Rechtsdatenbank in \u00d6sterreich ein. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Gesellschafterin Mag. Susanne Stein-Pressl sieht Verlage daher als \u201eGarant daf\u00fcr, dass die Qualit\u00e4t der Rechtsinhalte gewahrt bleibt“. F\u00fcr MANZ sei die Beteiligung deshalb der n\u00e4chste logische Schritt.<\/p>\n\n\n\n Mit der Runde ordnet Noxtua zugleich seinen Kreis der Gesellschafter neu. Mehrere bisherige Investoren steigen aus, darunter die Kanzleien CMS und Dentons. Beide bleiben jedoch als wichtige Ankerkunden an Bord. CMS hatte Noxtua 2024 sogar mitinitiiert. Wie sich die Summe auf die beiden Verlage verteilt und welcher Anteil an die ausscheidenden Investoren flie\u00dft, geben die Beteiligten nicht an. Auch zur H\u00f6he der Mehrheitsbeteiligung und zur Bewertung macht Noxtua keine Angaben.<\/p>\n\n\n\n Noxtua spricht selbst von einer \u201eneuen Phase“. Mit Verlagen als Hauptgesellschaftern gewinnt das Scale-up nach eigener Aussage l\u00e4ngere Planungshorizonte. Das frische Kapital soll daher vor allem zwei Dingen dienen: der Weiterentwicklung der Software und der Expansion in weitere europ\u00e4ische M\u00e4rkte. Welche L\u00e4nder als N\u00e4chstes folgen, nennt das Unternehmen bisher nicht. Da Noxtua pro Rechtssystem eigene Workspaces aufbaut, d\u00fcrfte der Ausbau jedoch eng an neue Verlagspartner gekoppelt sein.<\/p>\n\n\n\n Noxtua hat in seiner Series-C-Finanzierungsrunde mehr als 100 Millionen Euro eingesammelt.<\/p> <\/div> Die Geldgeber der Series C sind die Fachverlage C.H.BECK und MANZ. C.H.BECK wird damit Mehrheitsgesellschafter. Fr\u00fchere Investoren wie Global Brain, KDDI Open Innovation Fund, CMS, Dentons und Dominik Schiener scheiden aus.<\/p> <\/div> Noxtua entwickelt eine Rechts-KI f\u00fcr Juristinnen und Juristen. Sie unterst\u00fctzt bei Recherche, Analyse und Dokumentenerstellung und nutzt daf\u00fcr kuratierte Inhalte europ\u00e4ischer Fachverlage.<\/p> <\/div> Noxtua ging 2017 aus Forschung an der Oxford University und dem Imperial College London hervor. Die erste Version der Software kam 2024 auf den Markt.<\/p> <\/div> Das Unternehmen investiert in die Weiterentwicklung seiner KI und in die Expansion in weitere europ\u00e4ische M\u00e4rkte.<\/p> <\/div> <\/div>\n\n\n\n Bild MANZ Noxtua Dr. Leif-Nissen<\/a> Lundb\u00e6k (Noxtua), Mag. Susanne Stein-Pressl (MANZ) Bildcredits Kidizin Sane<\/p>\n\n\n\n Quelle Noxtua<\/p>\n\n\n\nNoxtua Finanzierungsrunde: Zwei Fachverlage als Geldgeber<\/h3>\n\n\n\n
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Eine KI f\u00fcr den gesamten juristischen Arbeitsablauf<\/h3>\n\n\n\n
Warum Traditionsverlage auf Rechts-KI setzen<\/h3>\n\n\n\n
N\u00e4chster Schritt: Expansion in weitere M\u00e4rkte Europas<\/h3>\n\n\n\n