{"id":127459,"date":"2026-10-01T09:00:28","date_gmt":"2026-10-01T07:00:28","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=127459"},"modified":"2026-10-01T09:00:30","modified_gmt":"2026-10-01T07:00:30","slug":"familystories-erinnerungen-familiengeschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/familystories-erinnerungen-familiengeschichte\/","title":{"rendered":"FamilyStories: Die Lebensgeschichten von Eltern und Gro\u00dfeltern festhalten"},"content":{"rendered":"\n
FamilyStories ist eine App aus Essen, mit der Familien die Lebensgeschichten ihrer Eltern, Gro\u00dfeltern und anderer Angeh\u00f6riger festhalten und privat bewahren. Gef\u00fchrte Fragen helfen beim Erz\u00e4hlen, geantwortet wird per Sprachaufnahme oder Text, Fotos kommen dazu, und auf Wunsch entsteht daraus ein gedrucktes Buch. Die Idee entstand aus meiner eigenen Familiengeschichte. Ich wurde 1991 in Bosnien und Herzegowina geboren und kam als kleines Kind wegen des Krieges nach Deutschland. Sp\u00e4ter lebten meine Angeh\u00f6rigen \u00fcber mehrere L\u00e4nder und Kontinente verteilt. Nach dem Tod meiner Gro\u00dfeltern und als Alzheimer in unsere Familie kam, wurde mir bewusst, wie viele Fragen wir nie gestellt hatten. Aus dieser pers\u00f6nlichen Erfahrung entstand der Wunsch, anderen Familien einen einfachen und gesch\u00fctzten Ort f\u00fcr ihre Erinnerungen zu geben.<\/p>\n\n\n\n
Ich bin Vedad Taranin, Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von FamilyStories. Ich f\u00fchre das Unternehmen von Essen aus und bin zertifizierter Datenschutzbeauftragter. Entsprechend pr\u00e4gen sowohl meine pers\u00f6nliche Familiengeschichte als auch mein beruflicher Blick auf Datenschutz die Entwicklung. Bei FamilyStories geht es nicht nur darum, Erinnerungen digital zu speichern. Entscheidend ist, einen Raum zu schaffen, dem Familien auch sehr pers\u00f6nliche Geschichten anvertrauen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n
Familien sollten sich nicht zwischen dem Verlust ihrer Erinnerungen und deren Ver\u00f6ffentlichung auf einer \u00f6ffentlichen Plattform entscheiden m\u00fcssen. Unsere Vision ist ein privater, generationen\u00fcbergreifender Ort f\u00fcr alles, was eine Familie ausmacht. Lebensgeschichten sind dabei unser Anfang: Heute ist FamilyStories ein digitales Erinnerungsbuch, an dem die ganze Familie mitschreibt, mit Stimmen, Erlebnissen, Entscheidungen und pers\u00f6nlichen Sichtweisen. Schritt f\u00fcr Schritt entwickeln wir daraus ein lebendiges Familienarchiv, in dem auch Dokumente, Alltagsmomente und der Austausch der Familie ihren Platz haben. Bei allem gilt ein Grundsatz: Was einer Familie geh\u00f6rt, soll auch bei der Familie bleiben.<\/p>\n\n\n\n
Wer die Lebensgeschichte der eigenen Eltern oder Gro\u00dfeltern festhalten m\u00f6chte, ist bei FamilyStories genau richtig. Und wer mehr m\u00f6chte, findet hier bald auch einen Ort f\u00fcr Alltagsmomente, Dokumente und den Austausch der ganzen Familie. Die App richtet sich an erwachsene Kinder und Enkel und zugleich an die Familienmitglieder, die ihre Geschichten selbst erz\u00e4hlen. \u00c4ltere Menschen sind dabei keine passiven Zeitzeugen, sondern aktive Autoren ihrer Familiengeschichte. Gro\u00dfe Schrift, klare Schritte, gef\u00fchrte Fragen und Spracheingabe erleichtern auch Menschen mit wenig digitaler Routine die Teilnahme. Wer m\u00f6chte, erz\u00e4hlt auch die eigene Lebensgeschichte f\u00fcr Kinder und Enkel. Und weil viele Familien \u00fcber mehrere L\u00e4nder verteilt leben, gibt es die App in 20 Sprachen.<\/p>\n\n\n\n
Die gr\u00f6\u00dfte H\u00fcrde ist h\u00e4ufig nicht fehlendes Interesse, sondern die Frage, wo man \u00fcberhaupt anfangen soll. FamilyStories ordnet Gespr\u00e4che deshalb in Lebensbereiche, Kapitel und konkrete Leitfragen, von Kindheit und Schulzeit \u00fcber Liebe, Beruf und Familie bis zu Familienrezepten oder einem Neuanfang in einem anderen Land. Die Fragen werden passend zur erz\u00e4hlenden Person, zur Beziehung und zur Lebensphase ausgew\u00e4hlt. Antworten k\u00f6nnen gesprochen oder geschrieben und durch Fotos erg\u00e4nzt werden. So muss niemand sofort eine vollst\u00e4ndige Lebensgeschichte schreiben, sondern kann Schritt f\u00fcr Schritt beginnen, zum Beispiel mit einer einzigen Frage beim Sonntagskaffee.<\/p>\n\n\n\n
Es gibt viele gute Wege, Erinnerungen zu bewahren. Manche Familien lassen eine Biografie schreiben, andere verschenken Erinnerungsb\u00fccher zum Ausf\u00fcllen wie \u201eMama, erz\u00e4hl mal\u201c, \u201ePapa, erz\u00e4hl mal\u201c oder \u201eOma, erz\u00e4hl mal\u201c, und auch Anbieter wie Storyworth, Remento, Meminto oder Famories zeigen, wie gro\u00df der Wunsch ist, Lebensgeschichten festzuhalten. Die Idee dahinter mag ich sehr. Bei FamilyStories kommt in einer App zusammen, was Familien daf\u00fcr brauchen.<\/p>\n\n\n\n
Die Inhalte sind Ende-zu-Ende-verschl\u00fcsselt und nur f\u00fcr eingeladene Familienmitglieder zug\u00e4nglich, ohne Werbung und ohne Datenverkauf. Wer erz\u00e4hlt, muss nicht tippen, denn Sprachaufnahmen werden automatisch in Text umgewandelt, direkt auf dem Ger\u00e4t, und die Originalstimme bleibt auf Wunsch erhalten. Denkhilfen helfen beim Erz\u00e4hlen, und wer mag, l\u00e4sst sich w\u00f6chentlich, alle zwei Wochen oder monatlich per Push-Mitteilung oder E-Mail an offene Fragen erinnern. Mit einem kostenpflichtigen Plan l\u00e4sst sich die Geschichte als PDF oder Word-Datei exportieren, Fotos und Sprachaufnahmen lassen sich herunterladen, und auf Wunsch wird daraus ein gedrucktes Buch. Und besonders wichtig ist mir: Eltern und Gro\u00dfeltern k\u00f6nnen so mitmachen, wie es f\u00fcr sie passt, in der App oder \u00fcber einen privaten Link im Browser, ohne etwas zu installieren und ohne Konto.<\/p>\n\n\n\n
Die gef\u00fchrten Fragen geben Orientierung, ohne vorzuschreiben, wie eine Geschichte erz\u00e4hlt werden muss. Sprachaufnahmen erm\u00f6glichen einen nat\u00fcrlichen Zugang und bewahren auf Wunsch auch die Stimme eines Menschen, mit Lachen, Pausen und Dialekt. Die automatische Umwandlung in Text macht gesprochene Erinnerungen zus\u00e4tzlich lesbar. Fotos geben den Erz\u00e4hlungen einen visuellen Zusammenhang, w\u00e4hrend der gemeinsame Familienstammbaum zeigt, wer mit wem verbunden ist. In einem Familienkreis k\u00f6nnen bis zu zehn Familienmitglieder gemeinsam mitwirken.<\/p>\n\n\n\n Ja, denn man verschenkt damit kein Ding, sondern ein Gespr\u00e4ch. Man legt die Lebensgeschichte von Oma, Opa oder den Eltern an und l\u00e4dt sie zum Erz\u00e4hlen ein. Aus Antworten, Sprachaufnahmen und Fotos w\u00e4chst mit der Zeit ein Erinnerungsbuch \u00fcber ein ganzes Leben, das die Familie als PDF herunterladen oder als gedrucktes Buch bestellen kann. Gedruckt wird nur, wenn die Familie es selbst bestellt. Gerade f\u00fcr Menschen, die eigentlich schon alles haben, ist das ein besonderes Weihnachtsgeschenk oder ein Geschenk zum 80. Geburtstag. Das Sch\u00f6nste daran: Das Buch steht nicht am Anfang, sondern am Ende vieler Gespr\u00e4che.<\/p>\n\n\n\n Bei sehr pers\u00f6nlichen Inhalten muss Vertrauen von Anfang an Teil des Produkts sein. Sicherheit und Datenschutz d\u00fcrfen nicht erst nachtr\u00e4glich erg\u00e4nzt werden. Gleichzeitig darf die technische Komplexit\u00e4t nicht auf die Familienmitglieder abgew\u00e4lzt werden. Eine zentrale Herausforderung besteht deshalb darin, Ende-zu-Ende-Verschl\u00fcsselung, verst\u00e4ndliche Bedienung und eine langfristig tragf\u00e4hige Struktur f\u00fcr unterschiedliche Arten von Erinnerungen miteinander zu verbinden. Dazu geh\u00f6rt f\u00fcr uns auch, dass die zentralen Daten in der EU liegen: Unsere Datenbank steht in Frankfurt.<\/p>\n\n\n\n Einfachheit ist f\u00fcr FamilyStories ein wesentlicher Teil des Produktkonzepts. Eine Familiengeschichte entsteht nur gemeinsam, wenn auch Angeh\u00f6rige ohne technische Erfahrung mitmachen k\u00f6nnen. Deshalb arbeiten wir mit gro\u00dfen Schriften, klaren Schritten, verst\u00e4ndlicher Sprache und gef\u00fchrten Fragen. Wer nicht lange tippen m\u00f6chte, kann seine Antwort sprechen. Au\u00dferdem gibt es drei Wege mitzumachen: Man befragt Angeh\u00f6rige pers\u00f6nlich in der App, l\u00e4dt sie \u00fcber einen privaten Link ein, der im Browser ohne App, Konto oder Anmeldung funktioniert, oder gibt ihnen einen Einladungscode, mit dem sie selbst in der App antworten. Ziel ist nicht, \u00e4ltere Menschen zu vereinfachen, sondern die Technik so zu gestalten, dass sie beim Erz\u00e4hlen m\u00f6glichst wenig im Weg steht.<\/p>\n\n\n\n FamilyStories ist f\u00fcr iPhone und iPad im App Store erh\u00e4ltlich, und als Android-Version verf\u00fcgbar. Inhaltlich gehen wir den n\u00e4chsten gro\u00dfen Schritt vom Festhalten der Lebensgeschichten hin zum privaten Familienarchiv. Geplant sind ein Familienspeicher f\u00fcr Fotos, Rezepte, Briefe und wichtige Dokumente, Alltagsmomente f\u00fcr kleine Erlebnisse und sch\u00f6ne gemeinsame Tage, ein Familienkalender f\u00fcr Treffen und besondere Anl\u00e4sse und ein privater Familienchat f\u00fcr Nachrichten, Fotos und Sprachnachrichten. Auch daf\u00fcr gilt: Privatsph\u00e4re und Ende-zu-Ende-Verschl\u00fcsselung stehen an erster Stelle.<\/p>\n\n\n\n FamilyStories soll zu dem vertrauensw\u00fcrdigen privaten Ort werden, an dem Familien ihre Geschichten, Erinnerungen und ihren gemeinsamen Alltag \u00fcber Generationen hinweg sammeln und weitergeben. Wir m\u00f6chten zeigen, dass digitale Bewahrung weder \u00f6ffentlich noch kompliziert sein muss. Die Lebensgeschichte von Oma und Opa steht dann nicht allein, sondern ist Teil eines lebendigen Familienarchivs. Und schon heute wird aus ihr auf Wunsch ein Lebensbuch, das man auch in zwanzig Jahren noch gern aufschl\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n Erstens sollte man mit einem echten Problem beginnen, das man auch ohne Pitchdeck<\/a> verst\u00e4ndlich erkl\u00e4ren kann. Zweitens sollte Vertrauen als Produkteigenschaft behandelt werden. Datenschutz und verantwortungsvolle Entscheidungen lassen sich sp\u00e4ter nur schwer glaubw\u00fcrdig erg\u00e4nzen. Drittens sollte man von Anfang an f\u00fcr die Menschen entwickeln, die das Produkt tats\u00e4chlich nutzen sollen. Wer eine L\u00f6sung f\u00fcr mehrere Generationen baut, darf sie nicht ausschlie\u00dflich aus der Perspektive technikaffiner Menschen betrachten.<\/p>\n\n\n\n Bildrechte: FamilyStories<\/p>\n\n\n\n Wir bedanken uns bei Vedad Taranin<\/a> f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\n FamilyStories UG (haftungsbeschr\u00e4nkt)<\/strong> familystories.love<\/a> Ansprechpartner:<\/strong> Vedad Taranin<\/p>\n Social Media:<\/strong> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" FamilyStories bewahrt Lebensgeschichten von Eltern und Gro\u00dfeltern privat und digital mit Fragen, Sprachaufnahmen und Fotos. Aus den Erinnerungen kann ein pers\u00f6nliches Buch entstehen, w\u00e4hrend die App Schritt f\u00fcr Schritt zum privaten Familienarchiv w\u00e4chst.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":127460,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[26473,15009],"tags":[3,4180,30696,120,299],"class_list":["post-127459","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-interviews","category-premium-startups","tag-app","tag-datenschutz","tag-deutsche-startups","tag-digitalisierung","tag-startup"],"acf":[],"yoast_head":"\n
<\/figure>\n\n\n\nAus den Antworten kann ein gedrucktes Buch werden. Ist FamilyStories damit auch ein pers\u00f6nliches Geschenk f\u00fcr Oma, Opa oder die Eltern?<\/h3>\n\n\n\n
Welche Herausforderungen begegnen Ihnen bei der Entwicklung einer Plattform, auf der pers\u00f6nliche Erinnerungen und Familiengeschichten dauerhaft bewahrt werden?<\/h3>\n\n\n\n
Wie wichtig ist es f\u00fcr FamilyStories, die Nutzung m\u00f6glichst einfach zu gestalten, damit Familienmitglieder verschiedener Generationen gemeinsam mitwirken k\u00f6nnen?<\/h3>\n\n\n\n
Welche neuen Funktionen oder Weiterentwicklungen stehen bei FamilyStories aktuell im Fokus?<\/h3>\n\n\n\n
Wo soll FamilyStories in den kommenden Jahren stehen, und welche Rolle m\u00f6chten Sie bei der digitalen Bewahrung von Familiengeschichte einnehmen?<\/h3>\n\n\n\n
Welche drei Ratschl\u00e4ge w\u00fcrden Sie anderen Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcndern geben, die mit einer digitalen L\u00f6sung einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen m\u00f6chten?<\/h3>\n\n\n\n
\n\n\n\nPremium Start-up: FamilyStories<\/h2>\n\n\n\n
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