{"id":127501,"date":"2026-09-28T09:49:03","date_gmt":"2026-09-28T07:49:03","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=127501"},"modified":"2026-09-28T09:49:05","modified_gmt":"2026-09-28T07:49:05","slug":"lebensstimmen-ki-bestatter-abschied","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/lebensstimmen-ki-bestatter-abschied\/","title":{"rendered":"Lebensstimmen: Die KI-Plattform f\u00fcr selbstbestimmte Abschiedsvorsorge"},"content":{"rendered":"\n
Lebensstimmen-Words that Remain ist eine neuartige KI-gest\u00fctzte Plattform, mit der Menschen pers\u00f6nliche Abschieds- und Erinnerungsformate zu Lebzeiten als Vorsorgemodell und erg\u00e4nzend zum bestehenden Angebot selbstbestimmt gestalten k\u00f6nnen. Das sind z.B. Gru\u00dfbotschaften, die eigene Trauer bzw. Abschiedsrede oder eine w\u00fcrdevolle Rede der Familie, als Audio oder Video.<\/p>\n\n\n\n
Die Idee ist aus pers\u00f6nlichen Erfahrungen und eigenen W\u00fcnschen heraus entstanden, kommt aber auch direkt aus der Praxis der Bestattung. Zunehmend w\u00fcnschen sich auch immer mehr Menschen, ihren Abschied selbst zu Lebzeiten in die Hand zu nehmen, um die Angeh\u00f6rigen zu entlasten, aber auch um diesen nach eigenen W\u00fcnschen und Inhalten mitzugestalten, so dass auch sprachliche, kulturelle, aber auch digitale Kan\u00e4le und deren Herausforderungen darin Ber\u00fccksichtigung finden. Unsere Antwort darauf: Nicht andere sprechen \u00fcber einen Menschen, sondern er oder sie kann zu Lebzeiten selbst Autor der eigenen letzten Worte im gew\u00fcnschten Rahmen dieses Vorsorgeproduktes sein. Die KI ist dabei Werkzeug und nicht Hauptdarsteller, sie erg\u00e4nzt und unterst\u00fctzt sinnvoll wenn gew\u00fcnscht, damit ein neues Erinnerungsformat entsteht, welches f\u00fcr den Tod und dar\u00fcber hinaus Bestand hat.<\/p>\n\n\n\n
Lebensstimmen wurde von drei Partnern mit umfangreicher Expertise gegr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n
Erg\u00e4nzt werden wir durch starke Beratungspartner:<\/p>\n\n\n\n
Diese Kombination ist unser Kern. Die Branche wei\u00df, was gebraucht wird. Die Technik wei\u00df, was m\u00f6glich ist. Beratung und Management sorgen daf\u00fcr, dass daraus ein neuartiges und international skalierbares Gesch\u00e4ftsmodell wird, welches am Ende jeden Menschen betrifft.<\/p>\n\n\n\n
Die Bestattungskultur befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Standardisierte Abl\u00e4ufe weichen individuellen Abschiedsformen. Menschen und vor allem die junge Generation lebt sehr digital und erwartet immer st\u00e4rke Einbindung und Unterst\u00fctzung von Ton, Bild und digitalen Formate. Die Gesellschaft wird vielf\u00e4ltiger in Sprachen, Kulturen und Religionen. Die Freunde, Familien oder Kollegen sind weltweit verstreut und Social Media verbindet immer mehr Menschen global. Und der Wunsch nach Selbstbestimmung w\u00e4chst, auch beim eigenen Abschied. Man hat viel selbst zu sagen, u.a. \u00fcber sein Leben, seine Erinnerungen, seine Familien und Freunde, aber auch seine W\u00fcnsche und wie man selbst in Erinnerung bleiben will. Dies alles will Lebensstimmen festhalten, bewu\u00dft zu Lebzeiten in entsprechendem w\u00fcrdigen Rahmen.<\/p>\n\n\n\n
Hinzu kommt die Vorsorge: Wer heute sein Begr\u00e4bnis regelt, will zunehmend auch mitentscheiden, was dort gesagt wird. In Gespr\u00e4chen mit Bestattern und Versicherern, Vereinen, Institutionen, aber auch der Gesellschaft selbst, h\u00f6ren wir immer \u00f6fter: Das Bed\u00fcrfnis ist da, es fehlten bisher aber w\u00fcrdevolle, rechtssichere, aber auch innovative Angebote im digitalen Bereich. Alleine in der DACH-Region gibt es rund 1,4 Millionen Sterbef\u00e4lle pro Jahr, und digital ist dieser Bereich mit entsprechenden Produkten weltweitgesehen noch weitgehend unerschlossen.<\/p>\n\n\n\n
F\u00fcr uns ist W\u00fcrde das oberste Prinzip und der Mensch steht im Mittelpunkt. Keine technologische Optimierung rechtfertigt einen Verlust an W\u00fcrde. Das zeigt sich konkret an drei Punkten:<\/p>\n\n\n\n
Technologie ist bei uns Mittel und nicht Selbstzweck. Sie soll Menschen in einer sensiblen Lebenssituation entlasten, nicht menschliche Zuwendung ersetzen.<\/p>\n\n\n\n
Die Grenze ist klar: Wir lassen keine Menschen nach dem Tod weiterleben oder sprechen, sondern schaffen neuartige Erinnerungsformate zu Lebzeiten, die dem Willen des betroffenen Menschen entsprechend und verwendet werden. Alle Inhalte sind bewusst stilisiert und tragen die Kennzeichnung \u201eDigitale Inszenierung zur Erinnerung\u201c. Unsere KI-Trauerredner sind neutrale, w\u00fcrdevolle digitale Redner, die im Sinne des Verstorbenen nach seinen Vorgaben sprechen. Sie spielen ihn nicht nach.<\/p>\n\n\n\n
Die eigene Stimme kommt also nur dann zum Einsatz, wenn der Mensch das zu Lebzeiten selbst ausdr\u00fccklich w\u00fcnscht und in entsprechendem ethisch w\u00fcrdigem Rahmen freigibt. Ein \u201edigitales Weiterleben\u201c, also einen Avatar, der nach dem Tod neue Dinge sagt oder mit Angeh\u00f6rigen Gespr\u00e4che f\u00fchrt, bieten wir bewusst nicht an! Was bleibt, sind die Worte, die ein Mensch selbst hinterlassen wollte.<\/p>\n\n\n\n
Die Grundlage bildet eine schriftliche Einwilligung. Der Mensch legt zu Lebzeiten fest, welche Inhalte entstehen, in welchem Rahmen sie verwendet werden und wann sie wie bereitgestellt werden. Diese Freigabe ist jederzeit widerrufbar. Die Inhalte werden archiviert und erst im Anlassfall digital bereitgestellt.<\/p>\n\n\n\n
Rechtlich entwickeln wir Einwilligungs-, Freigabe- und Widerrufsregeln gemeinsam mit der Kanzlei Scherbaum Seebacher. Die Orchestrierungsplattform nutzt spezielle Verschl\u00fcsselungen und die Daten liegen DSGVO-konform in der EU. Langfristig soll weitere Add Ons wie u.a. ein tokenisiertes Familien-Erinnerungsarchiv die Rechteverwaltung \u00fcber Generationen hinweg nachvollziehbar sichern.<\/p>\n\n\n\n
Die Produkte sind neuartig und m\u00fcssen wie bei jedem neuen Produkt erst gelernt werden, damit Menschen in den relevanten Lebensphasen aktiv nach den eigenen letzten Worten bzw. einer KI-Trauerrede fragen. Sie vertrauen ihrem Bestatter, ihrem Vorsorgeversicherer oder den relevanten Institution, Vereinen und relevanten Anbietern von bestehenden Produkten. Deshalb gehen wir im Rahmen von Partnerschaften und einfachen M\u00f6glichkeiten der Verf\u00fcgbarkeit und Umsetzung unserer Produkte f\u00fcr den Kunden dorthin, wo dieses Vertrauen bereits besteht; werden aber auch Interessierten eine direkte M\u00f6glichkeit schaffen, Lebensstimmen f\u00fcr sich zu nutzen.<\/p>\n\n\n\n
F\u00fcr Partner ist Lebensstimmen ein emotional starkes Zusatzangebot mit v\u00f6llig neuen und vor allem auch wiederkehrenden Erl\u00f6squellen und einfacher Integration. F\u00fcr uns bedeutet das ein asset-light Modell: Wir produzieren zentral, vertrieben wird dezentral ohne komplizierte Systemanbindungen oder Adaptierungen. \u00dcber White-Label und Lizenzen l\u00e4sst sich das international ausrollen, ohne dass wir in jedem Land eine eigene Endkundenmarke aufbauen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n
Die Reaktionen sind \u00fcberwiegend interessiert, neugierig und positiv, das haben wir zuletzt beim KI-Symposium TODTAL des Bundesverband Deutscher Bestatter in D\u00fcsseldorf deutlich gesp\u00fcrt, an dem wir als Speaker und Diskussionsteilnehmer teilgenommen haben. Viele in der Branche sehen, dass sich die Erwartungen ihrer Kunden ver\u00e4ndern, und suchen nach zeitgem\u00e4\u00dfen Angeboten, die dennoch zu ihrer Haltung passen und KI ist in aller Munde, aber es gibt nat\u00fcrlich so wie aktuell \u00fcberall im Bereich der KI auch Vorbehalte und diese sind auch nachvollziehbar. Genau deshalb haben wir den ethischen Rahmen von Anfang an zum Kern des Produkts gemacht. Hinzu kommt, dass mit Dr. Markus Pinter ein langj\u00e4hriger Branchenexperte Mitgr\u00fcnder ist.<\/p>\n\n\n\n
Abschied ist zutiefst kulturell gepr\u00e4gt. Die Unterschiede zeigen sich u.a. in mehreren Punkten:<\/p>\n\n\n\n
Unsere Antwort darauf ist Modularit\u00e4t. Sprache, Tonalit\u00e4t, Bildwelten und Redner sind anpassbar, bis hin zu einer Auswahl an Rednern, die Vielfalt nach Herkunft und Religion abgebildet. Langfristig planen wir Versionen in \u00fcber 50 Sprachen. Wir wollen keine \u00f6sterreichische L\u00f6sung exportieren, sondern einen Rahmen schaffen, den lokale Partner in Ihren L\u00e4ndern mit ihrer eigenen Kultur f\u00fcllen und wir die spezifischen Anforderungen in den jeweiligen M\u00e4rkten aufnehmen und entsprechend f\u00fcr die dann dort angebotene L\u00f6sung anpassen.<\/p>\n\n\n\n
Dr. Helmut Marko ist f\u00fcr uns weit mehr als ein Kapitalgeber. Er steht f\u00fcr unternehmerische Erfahrung, internationale Vernetzung und eine Pers\u00f6nlichkeit, die internationales Vertrauen genie\u00dft. Kaum ein Fachgebiet hat deutlicher gezeigt, wie best\u00e4ndige Innovationen etwas grundlegend ver\u00e4ndern k\u00f6nnen als der Motorsport. Sein Zitat im Rahmen des Beitritts \u201eMotorsport wurde nie durch Zufall verbessert, sondern durch den Mut, konsequent neue Technologien im Dienst der Menschen einzusetzen. Genau diese Haltung erkenne ich in Lebensstimmen\u201c hat uns besonders gefreut und befl\u00fcgelt. Dass wir mit ihm einen weiteren starken Grazer Partner an Bord haben, unterstreicht auch unsere regionale Verankerung.<\/p>\n\n\n\n
Die Technik skaliert leicht. Entscheidend ist, in jedem Markt die richtigen, vertrauensw\u00fcrdigen Partner f\u00fcr eine schnelle internationale Skalierung zu finden.<\/p>\n\n\n\n
Bild 3 Gr\u00fcnder und Investor Dr. Helmut Marko Bildrechte: \u00a9Lebensstimmen<\/p>\n\n\n\n
Wir bedanken uns bei\u00a0Philipp Berkessy<\/a>\u00a0f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\n