{"id":127504,"date":"2026-09-28T10:22:36","date_gmt":"2026-09-28T08:22:36","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=127504"},"modified":"2026-09-28T10:22:38","modified_gmt":"2026-09-28T08:22:38","slug":"akademie-elektrische-sicherheit-unterweisung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/akademie-elektrische-sicherheit-unterweisung\/","title":{"rendered":"Akademie f\u00fcr Elektrische Sicherheit: Rechtssichere Schulung f\u00fcr Betriebe"},"content":{"rendered":"\n
Die Akademie f\u00fcr Elektrische Sicherheit (AfES) schult Mitarbeiter, die in Betrieben mit Strom arbeiten: Elektrofachkr\u00e4fte (EFK), Elektrofachkr\u00e4fte f\u00fcr festgelegte T\u00e4tigkeiten (EFKffT) und elektrotechnisch unterwiesene Personen (EuP). Alle drei Gruppen m\u00fcssen jedes Jahr fachlich unterwiesen werden, das schreibt die DGUV Vorschrift 1 \u00a7 4 vor. Wir schulen das an einem Tag, online live oder inhouse, mit Marcel Kroner als Dozent. \u00dcber das Nachweis-Zertifikat hinaus liefern wir ein Dokumentations-Paket, das der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bei einer Pr\u00fcfung durch die BG (Berufsgenossenschaft) l\u00fcckenlos vorlegen muss: Bestellurkunde, T\u00e4tigkeitsabgrenzung, Pflichten\u00fcbertragung, Jahresunterweisungs-Plan.<\/p>\n\n\n\n
Marcel und ich kennen uns seit \u00fcber 20 Jahren aus einem Blasorchester. Im April 2026 hatten wir beide unabh\u00e4ngig voneinander in Berlin zu tun. Eines Abends kreuzten sich unsere Wege im Berliner Hofbr\u00e4uhaus. Marcel war zu dem Zeitpunkt schon Dozent an einer Akademie und berichtete, dass er sich in diesem Bereich nun selbstst\u00e4ndig machen wolle. Dann fragte er: \u201eJan, wie komme ich eigentlich an Kunden?\u201c Weil ich aus dem Marketing komme, sagte ich nur: \u201eWillkommen in meiner Welt.\u201c Das war der Startschuss f\u00fcr unsere gemeinsame Akademie.<\/p>\n\n\n\n
Die Aufgabenverteilung musste im Prinzip nicht gro\u00df besprochen werden. Jeder hat seine Kompetenzen und bringt sie entsprechend ein. Marcel die fachliche Komponente, ich den Unternehmensaufbau drumherum. Kurzum: Ich f\u00fchre die Leute in die Schulung, Marcel bringt sie durch die Schulung.<\/p>\n\n\n\n
Der eigentliche Vorteil liegt woanders. Ich verstehe von Elektrotechnik nichts. Wenn Marcel mir einen Sachverhalt erkl\u00e4rt und ich ihn nicht verstehe, dann versteht ihn der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer eines K\u00fcchenstudios auch nicht. Dieser Filter l\u00e4uft bei jedem Text und bei jedem Telefonat mit. Umgekehrt bremst Marcel mich, wenn ein Satz auf der Website griffig klingt, fachlich aber nicht haltbar ist. Bei einem Thema, bei dem es auch um rechtliche Absicherung geht, ist das wichtiger als jede Headline.<\/p>\n\n\n\n
Man verkauft zuerst nichts. Man stellt eine Frage: Wer in Ihrem Betrieb arbeitet eigentlich an oder mit elektrischem Strom?<\/p>\n\n\n\n
Fast jeder Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer antwortet spontan \u201eniemand\u201c oder \u201enur unser Elektriker\u201c. Dann kommt: Der Hausmeister, der die durchgebrannte Leuchte tauscht. Der Monteur, der beim Kunden den Herd anklemmt. Der Schichtleiter, der nachts die Sicherung wieder einlegt. Drei Beispiele, und die Antwort \u00e4ndert sich.<\/p>\n\n\n\n
Erst danach ist die Pflicht ein Thema, das jemanden interessiert. Deshalb steckt der gr\u00f6\u00dfte Teil unserer Arbeit nicht im Verkauf, sondern im Erkl\u00e4ren: Blogartikel, die Vergleichsseite zu EFK, EFKffT und EuP auf a-fes.de oder ein kostenfreies Erstgespr\u00e4ch von 30 Minuten, in dem wir einmal sauber den Bedarf analysieren. Wer das Problem verstanden hat, sucht sich die L\u00f6sung und sollte uns finden.<\/p>\n\n\n\n
Weil meistens nichts passiert. Strom gibt keine Vorwarnung. Eine Leitung unter Spannung sieht genauso aus wie eine, die nicht unter Spannung steht. Solange es gut geht, fragt meistens keiner nach.<\/p>\n\n\n\n
Dazu kommt ein Denkfehler, der sehr verbreitet ist: Sobald ein ausgebildeter Elektriker im Betrieb ist, gilt das Thema als erledigt. Die Zahlen sagen jedoch etwas ganz anderes. 49,3 Prozent der Stromunf\u00e4lle im Niederspannungsbereich treffen ausgebildete Elektrofachkr\u00e4fte. Und bei den erfassten Verst\u00f6\u00dfen gegen die f\u00fcnf Sicherheitsregeln entfallen rund 80 Prozent auf zwei \u00fcbersprungene Handgriffe: freischalten und Spannungsfreiheit feststellen. So weist es die BG ETEM in ihrer Statistik der Stromunf\u00e4lle aus. Routine ist gef\u00e4hrlicher als Unwissen.<\/p>\n\n\n\n
Und die Pflicht steht an einer Stelle, an der ein Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer im Alltag nicht vorbeikommt: in der DGUV Vorschrift 1, der DGUV Vorschrift 3 und der DIN VDE 1000-10. Die liest meist niemand freiwillig.<\/p>\n\n\n\n
Weil ein Video nicht erf\u00fcllt, was eine Unterweisung leisten muss. Die Inhalte m\u00fcssen arbeitsplatz- und t\u00e4tigkeitsbezogen sein, es muss eine Verst\u00e4ndnispr\u00fcfung geben, R\u00fcckfragen m\u00fcssen jederzeit m\u00f6glich sein und die Teilnahme muss dokumentiert werden. F\u00fcr Unterweisungen mit elektronischen Hilfsmitteln stellt die DGUV Information 211-005 das ausdr\u00fccklich klar.<\/p>\n\n\n\n
Der zweite Grund ist der wichtigere. In fast jeder Schulung kommt der Moment, in dem ein Teilnehmer fragt: \u201eMoment, darf ich das bei uns eigentlich?\u201c Dann beschreibt er eine Situation aus seinem Betrieb und Marcel zieht die Grenze. Genau dieser Moment entscheidet dar\u00fcber, ob jemand am n\u00e4chsten Montag anders handelt. Das ist in einem Videokurs nur schwer darstellbar.<\/p>\n\n\n\n
Mittelst\u00e4ndische Betriebe zwischen etwa 10 und 250 Mitarbeitern, die ihre Jahresunterweisungen f\u00fcr EFK, EFKffT und EuP nicht selbst durchf\u00fchren k\u00f6nnen: Hausmeisterdienste und Facility Management, SHK- und Solarbetriebe, K\u00fcchenmontage, produzierendes Gewerbe, Kommunen und Wohnungsgesellschaften sowie kleine Elektrobetriebe.<\/p>\n\n\n\n
Der gr\u00f6\u00dfte Informationsbedarf liegt bei einer einzigen Frage: Wer darf bei uns was? Der Unterschied zwischen Elektrofachkraft, Elektrofachkraft f\u00fcr festgelegte T\u00e4tigkeiten und elektrotechnisch unterwiesener Person ist den meisten Gesch\u00e4ftsf\u00fchrern nicht gel\u00e4ufig. Dabei entscheidet er dar\u00fcber, wer die Sicherung wechseln darf und wer nicht. Unsere meistgelesene Seite ist deshalb keine Verkaufsseite, sondern die Vergleichsseite a-fes.de\/welcher-kurs.<\/p>\n\n\n\n
Wir reden gegen diesen Reflex gar nicht an. Ein Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, der eine Pflicht mit m\u00f6glichst wenig Aufwand erf\u00fcllen will, verh\u00e4lt sich vern\u00fcnftig. Also machen wir den Aufwand klein: ein Tag, online, kein Reisetag oder Hotel, buchbar von Montag bis Samstag, ab 299 Euro netto pro Teilnehmer. Wenn gew\u00fcnscht, dann auch Inhouse; vor Ort in der Firma.<\/p>\n\n\n\n
Und dann liefern wir mehr, als bestellt war. Andere Anbieter schicken nur eine Teilnahmebescheinigung. Bei uns kommt zu der Teilnahmebescheinigung noch das Dokumentations-Paket dazu (wenn gew\u00fcnscht): Bestellurkunde nach DIN VDE 1000-10, T\u00e4tigkeitsabgrenzung, Pflichten\u00fcbertragung nach \u00a7 13 Abs. 2 ArbSchG, Jahresunterweisungs-Plan und Aufkleber f\u00fcr den Sicherheitspass. Wir f\u00fcllen aus, der Kunde unterschreibt.<\/p>\n\n\n\n
Der Nutzen zeigt sich nicht am Schulungstag. Er zeigt sich, wenn die Aufsichtsperson der Berufsgenossenschaft im Betrieb steht und nach Nachweisen fragt. Dann sollte der Ordner mit den vollst\u00e4ndig dokumentierten Nachweisen bereitliegen.<\/p>\n\n\n\n
Marcel hat als Leiter Instandhaltung LST und somit verantwortliche Elektrofachkraft in seinem Bereich unter anderem f\u00fcr die elektrische Sicherheit von 144 Mitarbeitern unterschrieben. W\u00e4re an einer seiner Anlagen jemand schwer verletzt worden, h\u00e4tte der Staatsanwalt zuerst bei ihm angerufen. Diese Perspektive kann man sich nicht anlesen.<\/p>\n\n\n\n
Im Seminar merkt man das an den Beispielen. Marcel unterrichtet nicht den Paragrafen, sondern die Situation, in der der Paragraf gebrochen wird. Er hat bisher \u00fcber 80 Unterweisungen gehalten und \u00fcber 1.000 Teilnehmer geschult.<\/p>\n\n\n\n
Der zweite Punkt ist die Dokumentation. Marcel sa\u00df jahrelang auf der anderen Seite des Tisches und wei\u00df, welche Unterlagen ein Pr\u00fcfer als Erstes sehen will. Das ganze Doku-Paket ist im Grunde die Antwort auf die Frage, die er sich selbst jahrelang gestellt hat: Was fehlt mir, wenn morgen jemand fragt?<\/p>\n\n\n\n Indem es aufh\u00f6rt, so zu tun, als w\u00e4re es alt. Auf unserer Website steht w\u00f6rtlich: Wir sind neu. Wir haben keine 5.000 Teilnehmer und keine 15 Jahre auf dem Schild. Das kostet vielleicht den einen oder anderen Interessenten. Es kostet aber keine Glaubw\u00fcrdigkeit.<\/p>\n\n\n\n Was stattdessen z\u00e4hlt: Vertrauen entsteht bei uns nicht \u00fcber die Firma, sondern \u00fcber die Person. Marcels Lebenslauf steht mit allen Stationen auf a-fes.de\/uber-uns. Jede Aussage zur Rechtslage ist belegt, mit Paragraf, Norm oder Aktenzeichen. Wer nachpr\u00fcfen kann, muss nicht glauben.<\/p>\n\n\n\n Und dann die unspektakul\u00e4ren Dinge. Wir rufen werktags innerhalb von 24 Stunden zur\u00fcck. Es gibt einen Ansprechpartner statt eines wechselnden Service-Teams und ein einfaches Buchungssystem. Das k\u00f6nnen gro\u00dfe Anbieter strukturell meist nicht leisten. Das ist einer von vielen Vorspr\u00fcngen, den ein junges Unternehmen von Tag eins an hat.<\/p>\n\n\n\n \u00dcberzeugen ist schwerer, und zwar deutlich.<\/p>\n\n\n\n Wer ein bestehendes Problem besser l\u00f6st, trifft auf Menschen, die bereits suchen. Die Nachfrage ist da, man muss nur besser oder preislich attraktiver sein als die anderen. Bei uns liegt h\u00e4ufig vor einem Verkaufsgespr\u00e4ch ein Aufkl\u00e4rungsgespr\u00e4ch. Das dauert l\u00e4nger, kostet mehr und ein Teil dieser Arbeit kommt nie zur\u00fcck, weil der Betrieb danach zu einem anderen Anbieter geht. Damit muss man rechnen.<\/p>\n\n\n\n Die andere Seite: Der Wettbewerb um Aufmerksamkeit ist klein, weil kaum jemand diese Aufkl\u00e4rungsarbeit macht. Und die Pflicht kommt jedes Jahr wieder. Wer einmal verstanden hat, warum er unterweisen muss, ist nicht Kunde f\u00fcr eine Schulung, sondern f\u00fcr die n\u00e4chsten zehn Jahre.<\/p>\n\n\n\n Kurzfristig: jede Woche mindestens eine Schulung, \u00fcber alle vier Kursformate hinweg.<\/p>\n\n\n\n Mittelfristig wollen wir vom Einzeltermin wegkommen. Eine Schulung ist ein Datum, die Pflicht ist ein Kreislauf. Wir merken uns den Folgetermin und melden uns etwa zehn Monate sp\u00e4ter von selbst. \u00dcber die Jahre entsteht so die l\u00fcckenlose Dokumentation, die bei einer Begehung den Unterschied macht. Daf\u00fcr brauchen wir weitere Dozenten, damit das Angebot nicht an einer Person h\u00e4ngt.<\/p>\n\n\n\n Das Ziel ist: Ein Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer soll bei einer Pr\u00fcfung einen Ordner aufschlagen und nichts suchen m\u00fcssen. Und ein Hausmeister soll wissen, wo er aufh\u00f6ren muss, bevor er seine Kompetenzen \u00fcberschreitet.<\/p>\n\n\n\n Erstens: Kl\u00e4rt zuerst, wer \u00fcberhaupt zust\u00e4ndig ist. In einem erkl\u00e4rungsbed\u00fcrftigen Markt ist nicht nur das Problem unbekannt, sondern auch der Ansprechpartner. Bei uns haftet der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, gefragt wird meistens der Elektromeister, und buchen soll am Ende die Personalabteilung. Jeder verweist auf den n\u00e4chsten. Wer das nicht fr\u00fch kl\u00e4rt, f\u00fchrt viele freundliche Gespr\u00e4che mit Leuten, die gar nicht entscheiden d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n Zweitens: Redet MIT der Zielgruppe<\/a>, bevor ihr die erste Zeile schreibt. Foren, Rezensionen, Telefonate, Fragen von Bestandskunden. Die S\u00e4tze, die sp\u00e4ter auf der Website funktionieren, hat meistens vorher jemand anderes gesagt.<\/p>\n\n\n\n Drittens: Sagt offen, was ihr noch nicht habt. Der Reflex geht in die andere Richtung, gerade am Anfang. Aber eine ehrliche L\u00fccke kostet weniger als ein Versprechen, das beim ersten Kundengespr\u00e4ch auffliegt. Und sie macht alles glaubw\u00fcrdiger, was daneben steht.<\/p>\n\n\n\n Bildrechte: privat<\/p>\n\n\n\n Wir bedanken uns bei\u00a0Jan Illemann<\/a>\u00a0f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\n Akademie f\u00fcr Elektrische Sicherheit<\/strong> a-fes.de<\/a> Ansprechpartner:<\/strong> Jan Illemann<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Die Akademie f\u00fcr Elektrische Sicherheit schult Betriebe zu den Anforderungen rund um EFK, EFKffT und EuP. 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Vertrauen und fachliche Kompetenz sind bei sicherheitsrelevanten Schulungen entscheidend. Wie kann sich ein junges Unternehmen in diesem Umfeld etablieren?<\/h3>\n\n\n\n
Was ist beim Aufbau eines Gesch\u00e4ftsmodells schwieriger: ein bestehendes Problem besser zu l\u00f6sen oder Kunden zun\u00e4chst davon zu \u00fcberzeugen, dass \u00fcberhaupt Handlungsbedarf besteht?<\/h3>\n\n\n\n
Welche Vision verfolgen Sie mit der Akademie f\u00fcr Elektrische Sicherheit, und wie m\u00f6chten Sie das Unternehmen k\u00fcnftig weiterentwickeln?<\/h3>\n\n\n\n
Welche drei Ratschl\u00e4ge w\u00fcrden Sie anderen Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcndern geben, die ein Unternehmen in einem erkl\u00e4rungsbed\u00fcrftigen Markt aufbauen m\u00f6chten?<\/h3>\n\n\n\n
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