{"id":127577,"date":"2026-09-30T09:59:10","date_gmt":"2026-09-30T07:59:10","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=127577"},"modified":"2026-09-30T09:59:12","modified_gmt":"2026-09-30T07:59:12","slug":"verbundenheit-arbeitsplatz-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/verbundenheit-arbeitsplatz-politik\/","title":{"rendered":"Wir m\u00fcssen uns einander wieder zumuten"},"content":{"rendered":"\n

Wir verbringen so viel Zeit allein wie nie zuvor.  Homeoffice, Lieferdienste und Streaming machen es m\u00f6glich, andere Menschen zu meiden. Politikjournalistin Alev Do\u011fan h\u00e4lt das f\u00fcr gef\u00e4hrlich: In ihrem Buch \u201eVerbunden\u201c pl\u00e4diert sie daf\u00fcr, sich bewusst f\u00fcr andere zu \u00f6ffnen \u2013 auch wenn es unbequem ist. Im Interview mit herCAREER erkl\u00e4rt sie, warum Gemeinschaft im Alltag, am Arbeitsplatz und auch in der Politik nur so funktioniert<\/p>\n\n\n\n

\u201eAm Arbeitsplatz kommen wir mit Menschen in Kontakt, die wir uns nicht ausgesucht haben. Das ist Demokratie in \u00dcbung.\u201c<\/h2>\n\n\n\n

herCAREER: Alev, du bist Politikjournalistin, keine Psychologin oder Soziologin. Was hat dich bewegt, ein Buch \u00fcber Verbundenheit zu schreiben?<\/h3>\n\n\n\n

Alev Do\u011fan:<\/strong> Verbundenheit ist ein blinder Fleck in unserer Gesellschaft. Sp\u00e4testens seit Corona diskutieren wir \u00fcber Einsamkeit, also \u00fcber die Kehrseite der Verbundenheit, aber betrachten nicht, was Verbundenheit eigentlich ausmacht. Nat\u00fcrlich ist es eine wichtige Errungenschaft der Moderne, dass wir unser Leben individuell gestalten k\u00f6nnen, dass nicht mehr alles davon bestimmt wird, in welche Verh\u00e4ltnisse wir hineingeboren werden. Doch als Gesellschaft sehen wir schon l\u00e4nger, dass Vereinzelung zunimmt. Die Bindungskraft von ehemals starken Institutionen schwindet, ob das die Kirche ist, ob es Vereine oder Parteien sind. Selbst die Bindung an die Familie l\u00e4sst nach. Deshalb habe ich mich gefragt: Wie entsteht Verbundenheit? Wie l\u00e4sst sie sich im Privaten, aber auch im \u00f6ffentlich-politischen Bereich kultivieren? Denn ich glaube, f\u00fcr eine demokratische Gesellschaft ist Verbundenheit eine Bedingung, ohne die es nicht geht.<\/p>\n\n\n\n

herCAREER: Laut Studien verbringen wir so viel Zeit allein wie nie zuvor. Woran liegt das?<\/h3>\n\n\n\n

Alev Do\u011fan:<\/strong> Daran, dass es m\u00f6glich ist. Wir sind durch den technologischen Fortschritt heute weniger darauf angewiesen, eine verl\u00e4ssliche Verbindung zu anderen zu haben. Statt Freunde zu bitten, mir beim Umzug zu helfen oder mich von A nach B zu fahren, kann ich das als Dienstleistung buchen. Ich muss mich auch zum Einkaufen nicht mehr unter Menschen begeben, sondern kann mir alles liefern lassen. Ich komme allein klar. Das ist komfortabel, aber wir verlieren dar\u00fcber das allt\u00e4gliche Miteinander, und das l\u00e4sst sich nicht durch Quality Time mit einer Freundin alle paar Monate aufwiegen. <\/p>\n\n\n\n

F\u00fcr mich geh\u00f6rt zu einer allt\u00e4glichen Verbundenheit auch, zu wissen, wer den Kiosk nebenan betreibt, wer der Nachbar ist, der meine Pakete annimmt, oder zum Busfahrer \u201eHallo\u201c zu sagen, besonders, wenn ich jeden Tag mit ihm fahre. Allt\u00e4gliche Begegnungen, im Alltag f\u00fcreinander da sein, sich im Netz mit anderen sehen \u2013 das ist der Kern von Verbundenheit. Und das ist nicht nur wichtig in Freundschaften und Familie, sondern auch f\u00fcr das politische Gemeinwesen.<\/p>\n\n\n\n

herCAREER: Du h\u00e4ltst den Arbeitsplatz f\u00fcr einen untersch\u00e4tzten politischen Ort. Inwiefern?<\/h3>\n\n\n\n

Alev Do\u011fan:<\/strong> Am Arbeitsplatz kommen wir mit Menschen in Kontakt, die wir uns nicht ausgesucht haben. Das ist Demokratie in \u00dcbung. Wir arbeiten mit ihnen zusammen, verfolgen gemeinsame Ziele, suchen L\u00f6sungen f\u00fcr Probleme, stehen Misserfolge durch, feiern Erfolge und f\u00fchlen uns zugeh\u00f6rig. Das ist im Kleinen das, was die Gesellschaft im Gro\u00dfen im besten Falle miteinander erlebt. Daf\u00fcr ist der Arbeitsplatz nach der Familie der wichtigste Ort, sogar noch vor Freundschaft, weil ich bei der Arbeit eben mit Menschen in allt\u00e4glichem Kontakt stehe.<\/p>\n\n\n\n

herCAREER: Ein Viertel aller Besch\u00e4ftigten arbeitet heute im Homeoffice, und davon 25 Prozent sogar ausschlie\u00dflich zuhause.<\/h3>\n\n\n\n

Alev Do\u011fan:<\/strong> Ich halte das, ehrlich gesagt, f\u00fcr die reinste Idiotie. \u201eRemote\u201c zu arbeiten, bedeutet w\u00f6rtlich: nicht verbunden zu sein, an einem entfernten Ort zu arbeiten. Wenn jeder von uns in seiner eigenen kleinen Zelle sitzt, schaffen wir uns perspektivisch unsere eigene Dystopie. Nat\u00fcrlich kann Homeoffice Teil eines flexiblen Arbeitsmodells sein, aber es sollte nicht der neue Standard werden. Menschen m\u00fcssen sich begegnen. Nicht nur, um gemeinsam Ideen zu entwickeln. Ich erfahre erst in der Teek\u00fcche, wenn sich der Chef oder die Chefin falsch gegen\u00fcber einer Kollegin verh\u00e4lt. Auf die Idee, einen Betriebsrat zu gr\u00fcnden, komme ich nicht allein zuhause, und ich bekomme da auch nicht mit, wie es den Kollegen geht. Solidarit\u00e4t und Verantwortungs\u00fcbernahme f\u00fcreinander fangen bei der Arbeit an. Das ist aber nur m\u00f6glich, wenn wir k\u00f6rperlich zusammenkommen.<\/p>\n\n\n\n

herCAREER: Wie l\u00e4sst sich Verbundenheit kultivieren?<\/h3>\n\n\n\n

Alev Do\u011fan:<\/strong> Wir m\u00fcssen uns einander wieder zumuten. Wir haben uns in eine Situation man\u00f6vriert, in der es sinnvoll scheint, alles fernzuhalten, was \u201enegative Vibes\u201c ausl\u00f6st. Der anstrengende Onkel mit den toxischen Spr\u00fcchen? Besser meiden. Die Freundin hat eingeladen? Aber ich f\u00fchle es gerade nicht, bis in ihren Kiez zu fahren. Essen gehen mit den Kolleginnen? Passt nicht zum Intervallfasten. Nat\u00fcrlich haben wir jedes Recht, in uns hineinzuh\u00f6ren: Wer tut mir gut und was nicht \u2013 aber es lohnt trotzdem, die eigene Komfortzone nicht \u00fcber alles zu stellen. Und ich pl\u00e4diere auch daf\u00fcr, nicht jeden kategorisch auszusortieren, der eine andere Meinung hat oder im Lebensstil von unserem abweicht, da sollten wir nicht zu rigoros sein. Ich glaube, wir m\u00fcssen uns manchmal f\u00fcr das Unbequeme entscheiden, weil Gemeinschaft nur so funktioniert.<\/p>\n\n\n\n

herCAREER: Du hast als Deutsch-T\u00fcrkin oder t\u00fcrkische Deutsche der dritten Generation oft erlebt, als \u201edie andere\u201c gelesen zu werden. Wie hat das dein Verst\u00e4ndnis von Zugeh\u00f6rigkeit gepr\u00e4gt?<\/h3>\n\n\n\n

Alev Do\u011fan:<\/strong> Ich bin \u201eunzugeh\u00f6rig\u201c. Und das ist okay. Ich glaube sogar, dass es ein Zugeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl der Unzugeh\u00f6rigen untereinander gibt. Ich bin fr\u00fch damit konfrontiert worden, dass ich nicht so richtig zu den anderen Deutschen geh\u00f6re, mal wurde mir das auf nette Weise vermittelt, mal offen rassistisch. Dass ich dritte Generation bin, macht da f\u00fcr viele keinen Unterschied. Menschen sehen und h\u00f6ren, was sie sehen und h\u00f6ren wollen \u2013 gerade deshalb habe ich gelernt, Zugeh\u00f6rigkeit bei Menschen zu finden und nicht in Kategorien oder Gruppen. Hinzu kommt: Ich hatte selbst nie ein Problem mit meinem T\u00fcrkischsein, im Gegenteil, ich empfinde diese Kultur als Geschenk. Auf seine Wurzeln reduziert zu werden oder \u00fcberhaupt darauf angesprochen zu werden, erlebt man aber vermutlich anders, wenn man zum Beispiel selbst Fluchterfahrung hat oder eben mit seiner Herkunft hadert.<\/p>\n\n\n\n

herCAREER: Es gibt ja diese vermeintlich progressive Haltung, die sich in einem Satz niederschl\u00e4gt wie: \u201eIch sehe gar keine Hautfarben.\u201c<\/h3>\n\n\n\n

Alev Do\u011fan:<\/strong> Aber es gibt Unterschiede, und eben nicht nur in Hautfarben, sondern auch in vielen Haltungen, im gesamten politischen Spektrum. Diese Unterschiede werden sich nicht einebnen lassen, und ich halte das auch gar nicht f\u00fcr w\u00fcnschenswert.<\/p>\n\n\n\n

herCAREER: Wie kann Verbindung dar\u00fcber hinweg gelingen?<\/h3>\n\n\n\n

Alev Do\u011fan:<\/strong> Indem man sich offen und neugierig begegnet. Ich glaube, dass wir unterschiedlich sind, hat \u00fcberhaupt nichts damit zu tun, ob wir zueinander passen oder nicht. Oder ob wir miteinander k\u00f6nnen oder nicht. Meine tiefsten Freundschaften verbinden mich mit Menschen, deren Herkunft und Sozialisierung nicht kontr\u00e4rer zu meiner sein k\u00f6nnten. Das ist eher etwas, was unsere Verbindung befruchtet. Die Frage ist doch, welche Geisteshaltung habe ich? Diese Idee, man m\u00fcsse sich \u00e4hneln, um miteinander eine Verbindung einzugehen, stimmt auf ganz vielen Ebenen nicht.<\/p>\n\n\n\n

herCAREER: In Sachsen-Anhalt haben wir gesehen, wie \u00c4hnlichkeiten und Unterschiede propagandistisch stark betont werden, zum Teil unverhohlen v\u00f6lkisch. Das \u201eWir\u201c auf der einen Seite und dem gegen\u00fcber \u201edie anderen\u201c. Du stellst im Buch fest, dass es Populist:innen leichter gelingt, Verbundenheit zu ihren W\u00e4hler:innen herzustellen, als den etablierten demokratischen Parteien. Was beobachtest du?<\/h3>\n\n\n\n

Alev Do\u011fan:<\/strong> Das ist ein internationales Ph\u00e4nomen. Wir sehen auch in den USA, in Frankreich und anderen vergleichbaren Industrienationen, dass rechtspopulistische Kr\u00e4fte die Disruption des gesamten Systems vorantreiben und in weiten Teilen der Bev\u00f6lkerung auf gro\u00dfe Resonanz sto\u00dfen. Sie setzen bei ihren Kandidaten oft auf Leute, die etwas \u201ehermachen\u201c, die ein gewisses Charisma haben. Die etablierten Parteien leiden da zum Teil an ihrer \u00dcberprofessionalisierung. In der deutschen Parteiendemokratie ist der Parteienapparat Dreh- und Angelpunkt jeder Regierungsbildung. Dieser Apparat hat aber eine solche Komplexit\u00e4t erreicht, dass er sich oft nur noch um sich selbst dreht und nach ganz eigenen Mechanismen funktioniert. Das sehen wir deutlich bei Parteien wie der SPD, wie der CDU\/CSU und in Teilen auch bei den Gr\u00fcnen.<\/p>\n\n\n\n

herCAREER: Welche Folgen siehst du?<\/h3>\n\n\n\n

Alev Do\u011fan:<\/strong> Es gibt zum Beispiel einen Bef\u00f6rderungsmechanismus, \u00fcber den Leute an die Spitze kommen, die die parteiinternen Logiken verstanden haben. Aber das hei\u00dft nicht, dass sie beim W\u00e4hler ankommen. Menschen w\u00e4hlen Menschen. Und ich kann von Ulrich Siegmund halten, was ich will, aber ich erkenne ihn als Menschen. Da kann ich dann sagen: \u201eDas finde ich f\u00fcrchterlich, denn die AfD ist rechtsradikal.\u201c Oder: \u201eDas finde ich ganz toll.\u201c Aber \u00fcber den SPD-Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt kann ich \u00fcberhaupt nichts sagen.<\/p>\n\n\n\n

herCAREER: Gibt es einen Ausweg?<\/h3>\n\n\n\n

Alev Do\u011fan:<\/strong> Parteien m\u00fcssen schon gucken, um wessen Stimme werbe ich da eigentlich? Und wen stelle ich auf, um die Menschen zu erreichen? Gerade bei schwierigen Wahlen muss es darum gehen, den brillantesten, w\u00e4rmsten, \u201eumarmendsten\u201c Spitzenkandidaten loszuschicken, der rhetorisch versiert genug ist, die Menschen zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n

herCAREER: Das sind ziemlich hohe Anforderungen. Viele gehen ja nicht wegen ihrer psychologischen oder ihrer Entertainer:innen-Qualit\u00e4ten in die Politik, sondern weil sie ein Anliegen haben.<\/h3>\n\n\n\n

Alev Do\u011fan:<\/strong> Ja, aber um Anliegen umzusetzen, muss man Menschen erreichen. Und wenn ich mich f\u00fcr politische Anliegen begeistere \u2013 f\u00fcr Gerechtigkeit kann und sollte man sich begeistern \u2013, dann darf man mir diese Begeisterung auch ansehen, sie sp\u00fcren. Bei den populistischen Parteien kommt noch etwas hinzu, was, glaube ich, noch nicht genug wahrgenommen wird: Politiker dieser Parteien haben oft gro\u00dfe Freude an sich selbst.<\/p>\n\n\n\n

herCAREER: Wie meinst du das?<\/h3>\n\n\n\n

Alev Do\u011fan:<\/strong> Es gibt im Bundestag ziemlich genau eine Fraktion, in der viel gelacht wird. Das ist die AfD. Es ist zwar oft h\u00f6hnisch oder ein Feixen, aber es ist eine Partei, eine Fraktion, die f\u00fcr alle sichtbar von sich selbst begeistert ist. Das kann man in den vergangenen Jahren weder \u00fcber die allermeisten in der SPD-Fraktion sagen noch \u00fcber die meisten in der CDU-Fraktion. Auch das halte ich f\u00fcr eine Folge der \u00dcberprofessionalisierung. Die Populisten wirken dagegen emotional ehrlich. Bei Trump hat man die ganze Zeit das Gef\u00fchl, er redet, was er denkt. Ich sehe Alice Weidel oder auch Giorgia Meloni an, wenn sie genervt sind. Sie verdrehen die Augen, fluchen, Alice Weidel verl\u00e4sst Interviews. Ich sehe ihr auch an, wenn sie gl\u00fccklich ist. Die sind emotional bei sich und das kommt bei ihren W\u00e4hlern an.<\/p>\n\n\n\n

herCAREER: Aber das sehe ich Friedrich Merz auch an, nur verzeihen wir es ihm nicht.<\/h3>\n\n\n\n

Alev Do\u011fan:<\/strong> Merz ist noch mal ein Sonderfall. Ihm merkt man zu oft eine Mischung aus \u00dcberheblichkeit und Ungeduld an. Das ist manchmal r\u00fcbergekommen, als w\u00e4re er der Einzige, der noch versteht, was Arbeit ist. Mit so etwas wird niemand gern konfrontiert.<\/p>\n\n\n\n

herCAREER: Es gibt einen Schulterschluss der Rechtspopulist:innen und Rechtsextremen \u00fcber Grenzen hinweg. Sie blenden Unterschiede aus und ziehen an einem Strang, w\u00e4hrend sich progressive Kr\u00e4fte, auch im Feminismus, oft untereinander zerlegen. Siehst du eine Chance, eine Verbundenheit zu schaffen, die rechtspopulistischen Kr\u00e4ften etwas entgegensetzen kann?<\/h3>\n\n\n\n

Alev Do\u011fan:<\/strong> Es hei\u00dft leider nicht umsonst: \u201eThe left are eating their own.\u201c Das ist ein Ph\u00e4nomen, das auch damit zu tun hat, dass in rechten und rechtsextremen Bewegungen so etwas wie Korpsgeist anders funktioniert. Linke und Progressive achten st\u00e4rker auf Individualisierung, bei ihnen ist die Ausdifferenzierung wichtig. Ich glaube, das l\u00e4sst sich nur durch zwei Dinge \u00fcberwinden: Erstens braucht es das richtige Personal. Wir sehen das zum Beispiel gerade in New York, wo es jemandem wie Zohran Mamdani offenbar gelingt, eine Bewegung loszutreten. Auch wenn da noch die Frage ist, wie nachhaltig das ist.<\/p>\n\n\n\n

herCAREER: Und zweitens?<\/h3>\n\n\n\n

Alev Do\u011fan:<\/strong> Dass es nicht ohne die Konservativen geht. Das war f\u00fcr mich ein Lernprozess. Aber ich halte Stabilit\u00e4t in einem Land wie Deutschland heute ohne einen echten Wertekonservatismus nicht f\u00fcr m\u00f6glich. Ein Konservatismus, der sich dem B\u00fcrgerlichen verpflichtet f\u00fchlt, gerade auch in Abgrenzung zum Rechtsextremen und Populistischen. Der kann das Progressive einbinden, aber Stabilit\u00e4t gelingt nur mit den Konservativen. Da kann Heidi Reichinneck noch so gro\u00df werden, da k\u00f6nnen einzelne etwas in Bewegung bringen \u2013 am Ende des Tages ist Deutschland ein konservatives Land, und es braucht diese Bindungskraft, um \u00fcberhaupt progressive Politik m\u00f6glich zu machen.<\/p>\n\n\n\n

Das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte die freie herCAREER-Redakteurin\u00a0Silvi Feist<\/a>.<\/em><\/p>\n\n\n\n

Alev Do\u011fan wird am 22. Oktober 2026 von 16.40 bis 17.20 Uhr beim Podcast-MeetUp auf der herCAREER Expo live Fragen zu ihrem Buch \u201eVerbunden \u2013 Die Kunst, sich und andere nicht zu verlieren\u201c<\/a> beantworten.<\/p>\n\n\n\n

Bild Alev Do\u011fan Stellvertretende Chefredakteurin bei The Pioneer \u00a9 Mark Hurek<\/p>\n\n\n\n

Quelle messe.rocks GmbH<\/p>\n\n\n\n