{"id":127889,"date":"2026-10-13T11:28:59","date_gmt":"2026-10-13T09:28:59","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=127889"},"modified":"2026-10-13T11:29:01","modified_gmt":"2026-10-13T09:29:01","slug":"spot-it-media-communities-plattformen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/spot-it-media-communities-plattformen\/","title":{"rendered":"Vom Regionalportal zur Digitalagentur: Wie spot it media mit echten Communities Mehrwert schafft"},"content":{"rendered":"\n
Ich bin Marcel Sch\u00e4fer, Gr\u00fcnder und Inhaber von spot it media aus B\u00fcttelborn in Hessen. Angefangen hat alles am 19. Oktober 2014 mit der Facebook-Seite \u201eSpotted Westerwald\u201c.<\/p>\n\n\n\n
Was zun\u00e4chst als kleines Social-Media-Projekt gedacht war, entwickelte sich \u00fcber die Jahre zu einem Netzwerk aus regionalen Seiten, Gruppen und Informationskan\u00e4len. Dabei habe ich gemerkt, wie viel solche Communities bewegen k\u00f6nnen. Sie bringen Menschen zusammen, helfen bei konkreten Anliegen und erm\u00f6glichen Unternehmen, regional sichtbar zu werden.<\/p>\n\n\n\n
Im April 2024 habe ich deshalb spot it media gegr\u00fcndet. Heute verbinden wir regionale Medien, Marketing und Content Creation mit eigenen digitalen Plattformen und Apps.<\/p>\n\n\n\n
Am meisten hat mich gepr\u00e4gt, dass es bei einer Community nicht nur um Followerzahlen oder Reichweite geht, sondern vor allem um die Menschen dahinter.<\/p>\n\n\n\n
Ob bei der Suche nach vermissten Tieren, bei regionalen Hilfsaktionen oder w\u00e4hrend der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021. Immer wieder hat sich gezeigt, dass digitale Communities auch ganz praktische Hilfe erm\u00f6glichen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n
Gleichzeitig habe ich gelernt, wie wichtig Vertrauen und Verantwortung sind. Gerade wenn viele Menschen auf Informationen vertrauen, muss man sorgf\u00e4ltig damit umgehen.<\/p>\n\n\n\n
Unternehmerisch hat mich au\u00dferdem die Erkenntnis gepr\u00e4gt, dass man nicht immer mit einem fertigen Gesch\u00e4ftsmodell starten muss. Manchmal entwickelt sich aus einer einfachen Idee \u00fcber viele Jahre etwas, das man urspr\u00fcnglich \u00fcberhaupt nicht geplant hatte.<\/p>\n\n\n\n
Ich m\u00f6chte mit spot it media etwas aufbauen, das langfristig Bestand hat und nicht nur von einzelnen Werbeauftr\u00e4gen lebt.<\/p>\n\n\n\n
\u00dcber die Jahre haben wir starke regionale Communities aufgebaut. Dahinter stecken Menschen mit ganz unterschiedlichen Interessen, Fragen und Problemen. Irgendwann habe ich angefangen, dar\u00fcber nachzudenken, was wir mit diesen M\u00f6glichkeiten noch alles machen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n
Heute unterst\u00fctzen wir Unternehmen mit Marketing, Werbung und Content Creation. Gleichzeitig entwickeln wir eigene digitale Plattformen, die konkrete Probleme l\u00f6sen sollen.<\/p>\n\n\n\n
Dabei muss nicht jedes Projekt sofort Geld verdienen. Unser Warnnetzwerk betreiben wir beispielsweise komplett ehrenamtlich.<\/p>\n\n\n\n
Langfristig m\u00f6chte ich eigene Produkte entwickeln, die wirklich genutzt werden und vielleicht irgendwann weit \u00fcber unsere bisherigen Regionen hinaus Menschen erreichen.<\/p>\n\n\n\n
Das ergibt sich h\u00e4ufig aus dem direkten Austausch mit unseren Communities. Wenn Menschen immer wieder dieselben Fragen stellen oder bestimmte Abl\u00e4ufe unn\u00f6tig kompliziert sind, \u00fcberlegen wir, ob sich daf\u00fcr eine bessere L\u00f6sung finden l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n
Ein Beispiel sind Tiermeldungen. Wenn ein Hund vermisst wird, verteilen sich Suchmeldungen und Hinweise h\u00e4ufig auf zahlreiche Facebook-Gruppen und WhatsApp-Kan\u00e4le. Irgendwann verliert man den \u00dcberblick.<\/p>\n\n\n\n
Genau solche Situationen bringen mich auf Ideen. Dabei muss es nicht immer gleich eine gro\u00dfe Plattform sein. Manchmal reicht eine einfache Website.<\/p>\n\n\n\n
Nat\u00fcrlich habe ich st\u00e4ndig neue Ideen. Aber ich versuche auch darauf zu achten, was wirklich gebraucht wird. Denn selbst die beste Idee bringt wenig, wenn sie sp\u00e4ter niemand nutzt.<\/p>\n\n\n\n
Unsere Warnmeldungen haben sich aus regionalen WhatsApp-Kan\u00e4len entwickelt. Inzwischen betreiben wir zus\u00e4tzlich eine \u00f6ffentliche Live-Warnkarte, auf der wir \u00fcber Gefahrenlagen, Unwetter, Verkehrsst\u00f6rungen und andere wichtige Ereignisse informieren. Dabei flie\u00dfen auch offizielle Meldungen ein, beispielsweise \u00fcber die Landesmeldestelle Rheinland-Pfalz.<\/p>\n\n\n\n
\u00dcber unser B\u00fcrgerhinweis-System k\u00f6nnen uns sowohl Privatpersonen als auch Beh\u00f6rden auf Ereignisse aufmerksam machen. Bevor daraus eine eigene Meldung entsteht, pr\u00fcfen wir die Informationen redaktionell.<\/p>\n\n\n\n
Unser Ziel ist es, wichtige Informationen schnell und unkompliziert zug\u00e4nglich zu machen, auch ohne WhatsApp oder Facebook. Dabei erg\u00e4nzen wir die offiziellen Warnsysteme, ersetzen diese aber ausdr\u00fccklich nicht. Das gesamte Warnnetzwerk betreiben wir ehrenamtlich und ohne kommerzielle Werbung.<\/p>\n\n\n\n
Tiermeldungen begleiten unsere Communities schon seit vielen Jahren. Immer wieder erreichen uns Nachrichten \u00fcber vermisste Hunde, gefundene Katzen oder Tiere, die irgendwo gesichtet wurden. Die Hilfsbereitschaft ist meistens riesig, aber die Informationen verteilen sich oft auf zahlreiche Facebook-Gruppen und WhatsApp-Kan\u00e4le.<\/p>\n\n\n\n
Genau daraus ist die Idee zur Tierkarte entstanden. Wir m\u00f6chten solche Meldungen, Sichtungen und Hinweise an einem zentralen Ort zusammenbringen, damit Betroffene nicht \u00fcberall einzeln suchen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n
Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung ist f\u00fcr mich, die Plattform m\u00f6glichst einfach und zuverl\u00e4ssig zu gestalten. Wer sein Tier vermisst, befindet sich oft in einer emotionalen Ausnahmesituation und braucht schnelle Hilfe statt komplizierter Technik. Gleichzeitig m\u00fcssen wir Datenschutz, Standortinformationen und die Pr\u00fcfung von Meldungen ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n
Die Webplattform befindet sich aktuell in einer geschlossenen Testphase.<\/p>\n\n\n\n
Vertrauen ist f\u00fcr mich die wichtigste Grundlage unserer Arbeit. Wir haben unsere Communities \u00fcber viele Jahre aufgebaut und m\u00f6chten dieses Vertrauen nat\u00fcrlich nicht durch falsche oder ungepr\u00fcfte Informationen gef\u00e4hrden.<\/p>\n\n\n\n
Deshalb unterscheiden wir zwischen offiziellen Informationen und Hinweisen aus der Bev\u00f6lkerung. Gerade bei unseren Warnmeldungen wird nicht einfach alles ver\u00f6ffentlicht, was uns zugeschickt wird. Wir pr\u00fcfen die Informationen vorher und entscheiden, ob eine Ver\u00f6ffentlichung sinnvoll und verantwortbar ist.<\/p>\n\n\n\n
Auch beim Datenschutz achten wir darauf, nicht mehr pers\u00f6nliche Informationen oder genaue Standorte \u00f6ffentlich zu zeigen, als tats\u00e4chlich notwendig ist.<\/p>\n\n\n\n Wir sind eigentlich viel mehr als ein klassisches Medienunternehmen. Bei uns laufen ganz unterschiedliche Anliegen zusammen. Menschen suchen etwas, bieten etwas an, brauchen Hilfe, m\u00f6chten Informationen teilen oder andere Menschen erreichen. Genauso kommen Unternehmen auf uns zu, die Mitarbeiter, Kunden oder passende Dienstleister suchen.<\/p>\n\n\n\n Wir verbinden dabei verschiedene Bereiche miteinander. Unternehmen mit Unternehmen, Unternehmen mit Privatpersonen und nat\u00fcrlich auch Privatpersonen untereinander. Unsere regionalen Communities, Medienkan\u00e4le und digitalen Plattformen greifen dabei ineinander.<\/p>\n\n\n\n Genau das macht spot it media f\u00fcr mich besonders. Wir beschr\u00e4nken uns nicht auf ein einzelnes Thema, sondern versuchen, f\u00fcr m\u00f6glichst viele unterschiedliche Anliegen passende Menschen, Informationen oder L\u00f6sungen zusammenzubringen.<\/p>\n\n\n\n Wir finanzieren unsere Entwicklung bisher aus eigenen Mitteln und sind unabh\u00e4ngig von Investoren. Ein wichtiger wirtschaftlicher Bestandteil meiner Selbstst\u00e4ndigkeit ist meine T\u00e4tigkeit als Fachberater und Abschnittsleiter im Bereich der Afrikanischen Schweinepest. Daneben erzielen wir mit spot it media Einnahmen durch regionale Werbeplatzierungen sowie Marketing- und Mediendienstleistungen.<\/p>\n\n\n\n Einen Teil der erwirtschafteten Mittel investieren wir in unsere eigenen digitalen Projekte. Dabei muss nicht jedes Angebot sofort Geld verdienen. Unser Warnnetzwerk betreiben wir beispielsweise komplett ehrenamtlich und ohne Werbung.<\/p>\n\n\n\n Langfristig m\u00f6chte ich die unterschiedlichen Gesch\u00e4ftsbereiche weiter ausbauen und zus\u00e4tzliche Einnahmem\u00f6glichkeiten durch eigene digitale Produkte schaffen.<\/p>\n\n\n\n Mit unseren Apps m\u00f6chten wir Informationen schneller und einfacher zug\u00e4nglich machen. Bei den Warnmeldungen geht es uns darum, die Bev\u00f6lkerung m\u00f6glichst fr\u00fchzeitig \u00fcber relevante Ereignisse zu informieren. Das muss nicht immer gleich eine gro\u00dfe Katastrophe sein. Auch ein Waldbrand, eine Evakuierung oder wichtige Hinweise von Kommunen und Landkreisen k\u00f6nnen f\u00fcr die Menschen vor Ort entscheidend sein.<\/p>\n\n\n\n Bei den Tiermeldungen m\u00f6chten wir die Suche nach vermissten Tieren und den Umgang mit Fundtieren deutlich vereinfachen. Neben einem digitalen Ratgeber planen wir langfristig auch eine intelligente Verkn\u00fcpfung von Vermisst- und Fundmeldungen. Wenn beispielsweise jemand einen braunen Hund vermisst und in der N\u00e4he ein \u00e4hnlicher Hund gefunden wird, k\u00f6nnte das System k\u00fcnftig automatisch auf eine m\u00f6gliche \u00dcbereinstimmung aufmerksam machen.<\/p>\n\n\n\n Beide Apps befinden sich noch in unterschiedlichen Entwicklungs- und Testphasen. Unser Ziel ist, dass daraus wirklich hilfreiche Alltagsbegleiter werden.<\/p>\n\n\n\n Neben der Weiterentwicklung unserer Warn- und Tierkarten-Apps besch\u00e4ftigen wir uns auch mit der Idee einer eigenen, \u00fcbergreifenden spot it App. Langfristig m\u00f6chten wir eine Plattform schaffen, die Menschen und Unternehmen bei ganz unterschiedlichen Anliegen miteinander verbindet. Egal ob jemand Hilfe sucht, einen Job anbietet, einen Handwerker ben\u00f6tigt oder etwas in seiner Umgebung finden m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n Gleichzeitig m\u00f6chten wir unsere regionalen Netzwerke weiter ausbauen, m\u00f6glichst auf Landkreisebene. Mir ist besonders wichtig, dass dabei die kleinen Gesch\u00e4fte und Unternehmen vor Ort nicht untergehen. Die B\u00e4ckerei um die Ecke, der Blumenladen im Dorf oder der Handwerksbetrieb aus dem Nachbarort sollen durch unsere Netzwerke wieder mehr Sichtbarkeit bekommen und neue Kunden erreichen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n Wir m\u00f6chten die M\u00f6glichkeiten einer gro\u00dfen digitalen Plattform mit der N\u00e4he und dem Vertrauen regionaler Communities verbinden. Denn gerade in einer zunehmend digitalen Welt finde ich es wichtig, dass die eigene Region und die Menschen und Unternehmen vor Ort nicht an Bedeutung verlieren.<\/p>\n\n\n\n Mein erster Rat w\u00e4re, die Menschen hinter der Community ernst zu nehmen und immer nah an der Basis zu bleiben. Es geht nicht darum, m\u00f6glichst viele Follower zu sammeln, sondern Vertrauen aufzubauen. Daf\u00fcr muss man den Menschen zuh\u00f6ren, ihre Anliegen verstehen und auch selbst Teil der Community<\/a> bleiben.<\/p>\n\n\n\n Zweitens sollte man genau hinschauen, wo Menschen Unterst\u00fctzung brauchen. Oft entstehen die besten Gesch\u00e4ftsideen aus Problemen, die einem im direkten Austausch begegnen. Man muss nicht st\u00e4ndig das Rad neu erfinden, sondern manchmal einfach bestehende Dinge besser miteinander verbinden.<\/p>\n\n\n\n Und drittens: Einfach mal machen! Ich habe 2014 auch nicht gewusst, was aus meiner kleinen Facebook-Seite einmal entstehen w\u00fcrde. Man darf Fehler machen, muss daraus lernen und sollte sich nicht von jedem R\u00fcckschlag ausbremsen lassen.<\/p>\n\n\n\n Bildcredits Stefan Dintelmann<\/a><\/p>\n\n\n\n Wir bedanken uns bei\u00a0Marcel Sch\u00e4fer<\/a> f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\n spot it media<\/strong> spotitmedia.de<\/a> Ansprechpartner:<\/strong> Marcel Sch\u00e4fer<\/p>\n Social Media \u2013 spot it media:<\/strong> Pers\u00f6nliche Pr\u00e4senz \u2013 Marcel Sch\u00e4fer:<\/strong> Aus der Facebook-Community \u201eSpotted Westerwald\u201c entwickelte Marcel Sch\u00e4fer das Unternehmen spot it media, das regionale Medien, Marketing und digitale Angebote miteinander verbindet. Im Interview spricht er \u00fcber den Aufbau regionaler Communities, ehrenamtliche Warnmeldungen, die Tierkarte und seine Pl\u00e4ne f\u00fcr neue Apps.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":127892,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[26473,15009],"tags":[93,120,10,285,200,491,299],"class_list":["post-127889","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-interviews","category-premium-startups","tag-community","tag-digitalisierung","tag-gruender","tag-marketing","tag-plattform","tag-social-media","tag-startup"],"acf":[],"yoast_head":"\n
Was unterscheidet spot it media von klassischen regionalen Medienunternehmen und anderen digitalen Informationsplattformen?<\/h3>\n\n\n\n
Aus einem Communityprojekt ist ein Unternehmen mit verschiedenen Gesch\u00e4ftsbereichen entstanden. Wie finanziert ihr eure Entwicklung und welche Rolle spielen die einzelnen Angebote f\u00fcr euer Gesch\u00e4ftsmodell?<\/h3>\n\n\n\n
Ihr entwickelt aktuell native App-L\u00f6sungen f\u00fcr eure Plattformen. Welche neuen M\u00f6glichkeiten sollen dadurch f\u00fcr eure Nutzer entstehen?<\/h3>\n\n\n\n
Welche n\u00e4chsten Schritte plant ihr f\u00fcr spot it media und wie m\u00f6chtet ihr das Unternehmen \u00fcber die bisherigen regionalen Strukturen hinaus weiterentwickeln?<\/h3>\n\n\n\n
Welche drei Ratschl\u00e4ge w\u00fcrdest du anderen Gr\u00fcndern geben, die aus einer bestehenden Community ein nachhaltiges Gesch\u00e4ftsmodell entwickeln m\u00f6chten?<\/h3>\n\n\n\n
\n\n\n\nPremium Start-up: spot it media<\/h2>\n\n\n\n
<\/figure>\n<\/div>\n\n\n\nKontakt:<\/h3>\n\n\n
\nInhaber: Marcel Sch\u00e4fer
\nTheodor-Heuss-Str. 23
\n64572 B\u00fcttelborn
\nDeutschland<\/p>\n
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\n+49 176 72330725<\/p>\n
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